HDV-Export auf Festplatte als Archiv

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    • HDV-Export auf Festplatte als Archiv

      Anders als viele hier werde ich die Originalbänder nicht aufheben, weder bei SD noch bei HD, dafür ist da zuviel Müll drauf. Ausgesuchte Einstellungen sind es allerdings wert, in ein Archiv aufgenommen zu werden. Dies möchte ich auf Festplatte nun auch für HD Material anlegen, so wie ich das mit SD Material schon tue.
      Vom Band hole ich die clips mit HDV-Splitt auf den PC. Wenn komplette clips aufgehoben werden sollen, können die ja direkt gesichert werden. In anderen Fällen, wenn z.B. aus langen Einstellungen nur Teile erhalten bleiben sollen, müssen diese zu neuen Dateien exportiert werden.

      Die Frage ist nun, welche Bitrate verwendet man (ihr), um die bestmögliche Qualität zu erhalten.

      Premiere gibt als Standardwert 18/25/30 vor.
      Nach meiner Einschätzung gibt es zwei Kriterien für die Wahl, zum einen die Auflösung bei ruhigen Einstellungen und zum anderen die Darstellung bei bewegten bzw. stark bewegten Einstellungen.
      Ich habe schon eine paar Test durchgeführt, bin aber nicht sicher, ob ich diese richtig ausgewertet habe.

      Eine Einstellung einer Nahen einer Katze habe ich mit unterschiedlichen Bitraten exportiert und mir das Ergebnis in Premiere angesehen (Programmonitor auf Samsung Monitor 2443) und dabei das gleiche Einzelbild der Einstellung verglichen. Der Export erfolgte mit 12, 17, 20, 25, 30 und 35 Mbit/sec.
      Dabei konnte ich zwischen 30 und 35Mbit/s keinen Unterschied sehen. Beim Vergleich der darunter liegenden Stufen mit der jeweils benachbarten waren nur äußerst geringe Differenzen zu sehen. Lediglich bei der Bitrate 12Mbit/s und 17Mbit/s war der Unterschied gegenüber der 20Mbit/s etwas mehr sichtbar, aber selbst hier würde ich vermuten kann ein Zuschauer während eines Film den Unterschied nicht erkennen.
      Das betreffende Einzelbild habe ich außerdem als Bitmap exportiert und in Corel Photopaint verglichen. Dabei konnte ich erst bei der Darstellung mit 300% Unterschiede in der Auflösung der feinen Fellstrukturen feststellen. Hier kam die 12Mbits Aufnahme etwas schlechter raus, aber das 35Mbit/s Bild war nicht besser als das mit 25Mbits exportierte.
      Für die Beurteilung der Darstellung der Filmsequenzen auf einem Fernsehschirm steht mit leider nur ein Panasonic TX-32LX70F mit HD-ready zur Verfügung. Verglichen habe ich hier drei Versionen
      1. VBR 1-pass 30/30/30 Mbit/s;
      2. VBR 2-pass 30/30/30 Mbit/s;
      3. VBR 2-pass 18/25/30 Mbit/s;
      Zu erwarten war, daß die 2-pass Versionen besser sind als die 1-pass Version. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, daß die 30/30/30 Version besser ist als die 18/25/30, so habe ich es aber gesehen.

      Was sagt Ihr zu diesen Einschätzungen?
    • Würde da gar nichts neu rendern, Verluste gibt es in diesem Fall IMMER, die Stärke ist abhängig vom Material und insbesondere der Bewegung/Komplexität.

      Wenn der Platz nun gar nicht für die kompletten Originalclips aureicht (wobei Plattenplatz heute wirklich kaum noch etwas kostet), mit genügend Fleisch smartrendern, dann sind die Daten bis auf die ersten und letzten paar Bilder identisch zum Originalclip und die Archivierung verlustfrei.
    • Bei den Preisen von Externen Datenspeichern (2 TB bekommt man schon unter 100 EUR) würde ich mir da keine Gedanken um die paar GB nicht aufhebungswürdige Szenen machen.

      Ich habe meine Rohmaterialaufnahmen als unbearbeitete Einzelclips (HDV-Material mit HDVSplit) in eindeutig wiederzufindene Unterverzeichnisse gelegt, ohne diese irgendwie auszusortieren oder Ausschnitte neu zu rendern.

      Wenn man unbedingt "sparen" will, kann man ja die völlig unbrauchbaren Szenen löschen, wenn man die Zeit dafür aufwänden will.

      Gruß
      Uwe
      Liebe Grüße
      Uwe
    • 2TB Platten kosten ~ 75€
      heise.de/preisvergleich/a567146.html
      selbst mit einzelversand bleibt man noch unter 80€
      Wär mir auch zuviel Zeitaufwand, dazu noch die Bildqualitätsverluste.
      Kommt natürlich auch drauf an, wie das Verhältnis von gut/schlecht ist. 1000GB Daten sichern, weil 50GB archivierungswürde Videos drauf sind macht auch nicht wirklich Sinn. Andersrum, wieviel Zeit muss man aufwenden um bei den Festplattenpreisen 40€ (halbe 2TB-HDD) zu sparen.
    • Hallo Leute
      Gar nicht.

      Der Meinung war ich bisher auch, aber wenn man so einen Tipp bekommt, denkt man es könnte ja auch falslch sein.

      Sicher hat jeder seine eigene Methode und das ist auch gut so. Ich hatte aber schon am Beginn geschrieben das ich es eben so mache. Tipps nun doch das gesamte Rohmaterial aufzuheben bringen mir also nicht so viel.
      Nur ein Beispiel möchte ich dafür anführen. Ich habe für mein letztes Projekt eine Unmenge an Rohmaterial aufgenommen. Darunter auch mehrere Veranstaltungen, die ich druchgehend drehen mußte, weil ich nicht genau wußte was alles passiert. Es ist für mich nun absolut unsinnig z.B. eine Stunde Rohmaterial aufzuheben wenn davon ein paar Minuten ins Archiv sollen.

      Deshalb nochmal die konkrete Frage
      ".. welche Bitrate verwendet man (ihr), um die bestmögliche Qualität zu erhalten."
      Bisher hat dazu leider nur Hans-Jürgen etwas geschrieben und dazu nachgefragt die native Rate von HDV liegt wohl bei 25 Mbit/s, steht jedenfalls in der Bedienungsanleitung meiner Kamera.

      Außerdem
      Was sagt Ihr zu meiner Einschätzung der durchgeführten Tests.
    • Ich kann dir nur sagen, dass ich das Originalmaterial auf 2 getrennten Platten aufhebe. Ebenso die Projekte mit den Projektfiles, zumindest für Projekte die mir wichtig sind. Bei dem heutigen Festplattenpreisen und Größen ist das durchaus möglich.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • z.B. eine Stunde Rohmaterial aufzuheben wenn davon ein paar Minuten ins Archiv sollen.
      In diesem Fall würde ich nur die wesentliche Stelle mit HDVSplit capturen und dieses Original sichern.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Duisburger ()

    • Ich würde den unveränderten m2t-Clip importieren. Warum wandeln? Da gibt es verschiedene Programme, um nativ zu capturen Falls Du trotzdem wandeln willst, wird MPEG-Streamclip von Squared 5 immer wieder gelobt (freeware)
      Beim Mac gibt es bei den Developer Tools ein Capture-Programm für m2t, ansonsten sind es dann Quicktime-files (In FCP), aber immer noch original in einem anderen Container.
    • Original von wolfgang
      Ich kann dir nur sagen, dass ich das Originalmaterial auf 2 getrennten Platten aufhebe. Ebenso die Projekte mit den Projektfiles, zumindest für Projekte die mir wichtig sind. Bei dem heutigen Festplattenpreisen und Größen ist das durchaus möglich.


      So mache ich es auch.
      vg Ian
    • Sorry, ich wußte nicht, das es unbedingt mit CS4 gemacht werden soll und damit anscheinend nicht geht.

      Trotzdem halte ich zu Archivzwecken der Originalbänder (wie du geschrieben hast) eine Lösung ohne Neukomprimierung für das einzig wahre. Lieber ein kleines günstiges Programm dafür anschaffen, als irgendeinen weiteren Qualitätsverlust in Kauf zu nehmen. Dazu kommen noch die Renderzeiten, beim smart rendering sind diese so gering, wie die Festplatten schnell sind...

      Habe das immer problemlos in Vegas gemacht, vielleicht geht das ja auch mit dem kleinen Movie Studio oder ein anderer User hat einen Tip.
    • Erichus schrieb
      Ich würde den unveränderten m2t-Clip importieren. Warum wandeln?

      Ganz ehrlich, den Beitrag verstehe ich nicht. Das Material ist doch schon im PC, warum also noch importieren. Mir geht es um den Export.

      @chandler-tg1
      Es muß nicht unbedingt CS4 sein, aber
      1. kenne ich kein anderes günstiges Programm mit dem ich smart-rendern könnte und
      2. arbeite ich eben mit CS4 und da sind die betreffenden Clips ja schon importiert, wäre daher etwas einfacher.
      Bei einem günstigen anderen Programm wäre natürlich der Qualitätserhalt gegenüber dem Zeitvorteil wichtiger.
    • Ja dann habe ich Dich missverstanden. Dann halt die Clips, die Du nicht brauchst, rauswerfen, den Rest unverändert! dann speichern. Auch wenn Müll dabei ist. Sicher kommt dann mal jemand und sagt: Du hast doch damals das Theater aufgenommen, könntest Du....
    • 2TB Platten kosten ~ 75€

      Als vorwiegend AVCHD'ler muß ich (wie Wolfgang schon schrieb) auf mind. 2 verschiedenen Platten sichern

      2 verschiedene Platten bedeutet (für mich)
      beide Platten befinden sich nicht im PC ... tunlichst nicht am gleichen Lagerort / Lagerraum
      save_1 Platte und save_2 Platte sind nicht vom gleichen Hersteller

      bedeutet für mich jedoch auch, dass der "Tape Ersatz" zum Sichern, nicht aus der "Low-cost" Ecke um 75.- Euronen kommt....

      Das haben die "DSLR'ler" schon vor Jahren durchgekaut, als der Film verschwand.
      Nun ist es auch bei den "Bewegten Bildern" ebenfalls so weit

      gerade mal meine 2 €urocent ...

      und jetzt schnell zurück ins Grufterl, bevor mir der Zentralfriedhof zugesperrt wird :wink2:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von vienna1944er ()

    • Dafür kann es keine verbindliche Aussage geben. Das hängt absolut von den Hardware-Eigenschaften von PC, externe Platte, Anschlußart (USB, LAN, Firewire, eSATA...) ab sowie von der verwendeten Software und ihren Einstellungen (Packetgrößen, Dateigrößen...). Das kann 1 h dauern, aber auch 6, kein Problem.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Matsch ()