Echtzeit, Proxy und Intermediats (Teil 2)

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    • Echtzeit, Proxy und Intermediats (Teil 2)

      So, hier gehts mit der Diskussion weiter - da der erste Thread offenbar aufgrund Datenbankfehler nur noch zu schließen war.
      :(

      Die vorhergehende Diskussion - leider fehlen einige Postings - findet man HIER.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • So, was wir im Vorgängerthread zum Schluß diskutiert hatten: Bruno hatte gemeint, daß die Storm bei der HDV-Bearbeitung ebenfalls gut gehe; und den Echtzeitpuffer bereit stelle. Edius sorgt für die korrekte Farbraumumwandlung, wie Stephan klarstellte.

      Aber im Grunde waren wir von einer Diskussion zu Proxys gekommen, wo mal gesagt worden war, daß mit optimierten Strukturen wie der von mir vorgeschlagenen möglicherweise Farbkorrekturen oder Helligkeitskorrekturen eher problematisch wären; was ich so nicht bestätigen kann, nach der bisherigen Erfahrung.

      Anschließend an diesem Punkt: Zumindest Cineform Intermediats zeigen von Rendergeneration zu Rendergeneration zwar eine geringe Verschiebung im Farbraum, bieten aber sonst ein gutes Abspielverhalten. Ich glaube unverändert, man sollte Proxys und Intermediates auseinanderhalten. Intermediates - zu denen rendere ich, weil ich mehr Echtzeitfähigkeiten will - und sie sind hochwertig, weil ich von dort aus zum finalen Film wegrendern will. Proxys hingegen sollen nur Näherungen für die m2t Files sein. Von dort render ich zu keinem finalen Film, sondern die sollen klein sein, schnell erstellt sein, und mir einen Schnitt mit guten Echtzeitfähigkeiten erlauben.

      Wer eine Storm hat, wird das wohl keine Proxys vewenden. In Vegas ist das mit Gearshift ein durchaus gangbarer Weg, mit Proxys schnell und komfortabel zu schneiden.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Wo kriegst Du aber die TV-Vorschau in Vegas her um Filterwirkungen zu kontrollieren, die entscheidende Frage eben...?
      Mit EDIUS plus Storm/DVX-Videoschnittkarte ist dieses Problem einigermaßen gut gelöst für Systeme, wie wir sie im Moment haben. Der HQ-Codec arbeitet verlustlos, wie Canopus mehrfach versicherte. Ergo haben wir mit der Canopus-Lösung (mit Schnittkarte!) im Consumer-Windows-Bereich im Moment die beste verfügbare HDV-Schnittlösung.

      Habe heute mal meinen HDV-Schnitt in verschiedenen Varianten in wmvHD per EDIUS (PCE) ausgegeben. Dabei hat sich mein PC allerdings mächtig angestrengt, immer fast bei 100% Prozessorleistung und es hat sehr lange gedauert. Allerdings wüßte ich im Moment nicht, wozu ich wmvHD überhaupt je einsetzen könnte, insofern lege ich mal dieses Thema zur Seite hin ab.
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    • Das ist bei der Proxylösung eher unproblematisch. Über die Overlay-Funktion meiner Matrox P750 werden von die Proxys auf den TV ausgegeben. Da laufen bei mir 4 PiP-Streams ohne Probleme in Echtzeit ab. Unter Verwendung der 960x540 Proxys.

      Farbkorrektur habe ich mir mal angesehen, geht ohne Problem in der Echtzeitvorschau auch am TV. Erst bei 6 (!) Farbfilter auf einen Proxy Clip fällt die Echtzeitvorschau auf unter 25 fps.

      Vorschau war bei diesenTests auf Preview (Auto).

      Wer will, arbeitet über den klassischen firewire-Ausgang - geht natürlich auch.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Original von Bruno Peter
      Allerdings wüßte ich im Moment nicht, wozu ich wmvHD überhaupt je einsetzen könnte, insofern lege ich mal dieses Thema zur Seite hin ab.

      Die wmvHD Files werden von einigen Playern schon heute von DVDs abgespielt und das bei sehr guter HD Bildqualität, wie El Libre ja schon geschrieben hat. Auf eine einlagige DVD bekommst du bis ca. 83 Minuten unter. Das reicht für mich in den meisten Fällen und wenn nicht gibt es ja noch DL DVDs.
      LG
      Peter
    • @Wolfgang
      Da die 60 m2t Clip Problematik ja wohl nicht so schnell behoben wird, hast du den Workarount beim Rücktauschen der Proxies zu m2t Files mal ausprobiert?

      Nach wie vor würde ich eigentlich am liebsten direkt mit m2t original Files arbeiten. Wenn dazu nur ein neuer Rechner nötig ist, wäre das ja auch OK.
      LG
      Peter
    • Also wenn du den workaround meinst, der im Sony Forum gepostet worden ist: nein, den habe ich nicht wirklich ausprobiert.

      Mir erscheint es sinnvoller zu sein, daß man seinen gesamten workflow so aufsetzt, daß man in Vegas eher mit weniger, aber größeren Files arbeitet (20 min oder 30 min Stücken). Dann kommt man nicht so schnell an da Limit, welches wir erkannt haben.

      Ich sehe da im Wesentlichen - nach dem Capturen zu langen Stücken - 2 Möglichkeiten:

      A)
      Umwandeln jeder langen m2t Datei zu Proxy Datein, idealerweise mit Gearshift;
      Szenentrennung der Proxy Datei mit AV-Cutty;
      Export als EDL-Liste aus AV-Cutty;
      Import der EDL-Liste in Vegas, dort hat man dann die getrennten Szenen alle in der Timeline liegen (Import in Bin-Struktur ist nicht möglich);
      Schnitt in der Timeline;
      Nach dem Schnitt retour tauschen der Proxys gegen m2t (und hier darf man eben die 60er Grenze nicht überschreiten);
      Rausrendern zum finalen Produkt.

      Nachteil bei dieser Variante ist u.A., daß man eben die bin-struktur nicht für die Materialorganisation benutzen kann;

      B)
      Umwandeln jeder langen m2t Datei zu Cineform Intermediates;
      Szenentrennung der Cineform Datei mit AV-Cutty;
      Aber jetzt die physikalische Ausgabe jeder einzelnen Szene als eigene Cineform Datei. Dabei wird nicht neu gerendert, die Daten werden nur umgeschrieben - die Datein sind damit nicht eine Rendergeneration älter;
      Import der Cineform Datein in die bin-struktur, die übliche Materialorganisation usw;
      Schnitt der Cineform Datein;
      Ausgabe zum finalen Produkt von den Cineform Datein weg.

      Bei diesem workflow arbeitet man halt von den Cineform Datein weg, auch, wenn man etwa wieder zu m2t auf DV-Band retour spielt.

      Zur ersten Beurteilung dieser beiden workflows haben wir hier ja die quantifizierenden Tests gemacht.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Original von wolfgang
      A)
      Umwandeln jeder langen m2t Datei zu Proxy Datein, idealerweise mit Gearshift;
      Szenentrennung der Proxy Datei mit AV-Cutty;
      Export als EDL-Liste aus AV-Cutty;

      Ich hab in Erinnerung, daß dann die Video und Audioteile in Vegas nicht als Group vorliegen, oder gab es da noch eine Änderung, die ich übersehen habe?
      LG
      Peter
    • Du scheinst meine Tutorial nicht genau zu lesen....
      ;(

      Aber danke für die Frage. Für diesen Zweck hat ja Johnny Roy - Entwickler von Gearshift - ein script, welches Audio und Videoteil gruppiert. Das muß man halt laufen lassen, funktioniert kurz und schmerzlos und wirklich gut.

      Tutorial mit script hier.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Original von wolfgang
      Du scheinst meine Tutorial nicht genau zu lesen....
      ;(

      Sorry, gelesen schon, aber die grauen Zellen spielen einem im Alter halt doch so manches mal einen Streich. Ich hatte es nicht nur gelesen, sondern mit das Group-Aud-Vid.zip auch schon heruntergeladen.
      LG
      Peter
    • Wolfgang
      Renderzeit zu Proxy 960x540, PIC mjepg avi codec, Einstellung 9, Renderqualität draft : 136 Sekunden (1.31 fache Echtzeit).
      Renderzeit zu Proxy 960x540, wie oben nur Einstellung auf 19 (bestmögliche Qualität): 181 Sekunden (1.74 fache Echtzeit)

      Auf die 5.2 fache Zeit komme ich eigentlich nicht hin.

      Der Unterschied entstand wohl, weil ich die Projekteinstellung auf "Best" hatte mit "Good" lande ich bei Faktor F=2,29 sicher würde "Draft" noch schneller gehen, aber mit starkem Einfluß auf die Bildqualität der Proxis.

      Möglicherweise sind daher auch die Werte für m2t -> m2t bei dir so gut. Hier würde ich aber in jedem Fall das Projekt auf "Video rendering quality = Best" setzen. Welcher Faktor ergibt sich denn da bei dir mit Einstellung "Best" ?
      LG
      Peter
    • Da muß ich nachschauen gehen - diese Renderserie liegt einige Zeit zurück, und die Daten habe ich nicht bei mir.

      Aber das kommt halt auch aus der unterschiedlichen Sichtweise - ich rendere die Proxys wirklich mit der schlechtesten Qualiltät, einfach weil die noch immer ausreichend für den Schnitt ist. Und weil ich die Proxys nachher ohnedies verwerfe.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Der Beitrag von HS ist in COMPUTER video 04/2005 auf Seite 26 zu finden...
      Edius + DVX und Edius + OHCI sind nur dann gleich im Echtzeitschnittverhalten mit dem Chromakeys, wenn im Modus EDIUS + DVX --aufgemerkt!--> Echtzeit DV-Out abgeschaltet wird...
      Wolfgang, da muss man schon sehr genau aufpassen wovon die Rede ist...
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    • Original von elCutty
      [Möglicherweise sind daher auch die Werte für m2t -> m2t bei dir so gut. Hier würde ich aber in jedem Fall das Projekt auf "Video rendering quality = Best" setzen. Welcher Faktor ergibt sich denn da bei dir mit Einstellung "Best" ?


      Also der Test m2t --> m2t war mit den Standardeinstellungen der HDV 1080-50i gemacht - und die sieht die Einstellungen "good" bei einer Video quality von 15 vor.

      In den Vergleichsttests habe ich unterschiedliche Qualitätseinstellungen beim Rendern zu m2t getestet - und habe dabei eben keinerlei Unterschied in der Qualität festgestellt. Egal, ob ich zu "good"/ "15" oder "best"/"31" gerendert habe.

      Aber ich messe dir noch eben mal die Zeit bei den besseren Einstellungen - liegt bei 345 Sekunden (kommt mir eher wenig vor, ich hätte mehr erwartet).
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Original von Bruno Peter
      Der Beitrag von HS ist in COMPUTER video 04/2005 auf Seite 26 zu finden...
      Edius + DVX und Edius + OHCI sind nur dann gleich im Echtzeitschnittverhalten mit dem Chromakeys, wenn im Modus EDIUS + DVX --aufgemerkt!--> Echtzeit DV-Out abgeschaltet wird...
      Wolfgang, da muss man schon sehr genau aufpassen wovon die Rede ist...


      Bruno, ich lese da folgendes:

      "Performance
      Wir wollten wissen, welche Vorteilte ... die DVX-Karte gegenüber der reinen Software-Lösung hat. Dazu haben wir dassselbe DV-Projekt abwechselnd im OHCI- und im DVX-Betrieb geöffnet. Jedes Mal kamen neue Effekte dazu, bis die Grenzen sichbar wurden."


      Heißt, er vergleicht die Software im OHCI-mode (wo die Karte nicht angesprochen wird) mit der Karte im DVX mode (wo die Karte wohl angesprochen wird). Ist nämlich der OHCI-Mode aktiviert, "... verhält sich Edius wie eine normale Vollversion" (HS).

      So, weiters schreibt er:

      "Bei zwei Chromakeys stoppt die Solo-Version bereits. Gund ist der standardmäßig aktivierte Echtzeit-DV-Out. Wir er abgeschaltet, ... steigt die Performance. Bis hin zu den drei gleichzeitige Chroma-Keyern haltden dann beide Versionen mit, bei vier stoppen beide".


      Also er hat in der Solo Version - das ist die OHCI Version, wo die Karte nicht angesprochen wird - DV-Out abgeschalten. Und damit kann Edius genausoviel wie im DVX-mode.

      Holger erhärtet das sogar noch, wenn er weiter schreibt:

      "Auch bei weiteren Tests zeigte sich dasselbe Bild: Mit abgeschaltenen DV-Out ist die Performance der Solo-Version mit der der DVX-Karte identisch".


      Was ich jetzt nicht weiß: vermutlich benötigt man bei abgeschaltenen DV-Out eine Grafikkarte mit 128 MB, über die man dann halt die Vorschau zum TV erledigt. Sonst hat man halt keine entsprechende Vorschaufunktion, nehme ich mal an. Was mir ein wenig weh tut, wenns wahr ist - den meine Matrox P750 hat nur 64 MB.
      :(
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • So, nun habe ich die ersten Clips mit der Proxi Methode geschnitten, mir noch ein ProjektTemplate für das Format der Proxi Files angelegt (damit geht es bei großem Preview dann noch zügiger) und kann beim besten Willen keinen Grund sehen das Original Material erst in ein viel größeres Intermediate und ggf. (der Test ist ja noch offen) auch mit etwas reduzierter Qualität bezogen auf das Original zu rendern.

      Für die ersten Versuche bin ich ohne GearShift gut ausgekommen, da man in Vegas den Proxi/m2t Austausch sehr leicht machen kann. Dazu ist es hilfreich, wenn sie im gleichen Ordner liegen.

      Also ich persönlich kann damit auf meinem 3.2GHz P4 sehr gut HDV schneiden auch wenn die Finalrenderzeit bei der höheren Qualität deutlich länger ist, aber da kann der PC ja ohne mich arbeiten ;)


      Danke Wolfgang, daß du diese Methode hier so gut vorgestellt hast.
      LG
      Peter