Angepinnt VAD: Erfahrungsbericht Sony TD10 - Filmen und Schnitt

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    • VAD: Erfahrungsbericht Sony TD10 - Filmen und Schnitt

      Der Erfahrungsbericht ist im download-Bereich der VAD bereits verfügbar, in Form des gesamten Heft-downloads. Er befindet sich natürlich auch in der Druckausgabe der VAD:

      videoaktiv.de/201111046569/Art…hau-mir-in-die-Augen.html

      Insbesonders wird dort die Konversion des TD10 PAL 1080 50i Materials zu 1080 24p mit Vegas behandelt.

      Viel Spaß damit!
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • RE: VAD: Erfahrungsbericht Sony TD10 - Filmen und Schnitt

      Hallo Wolfgang,

      wenn ich entsprechend Deiner Vorlage meine Filme der TD10 zu 24p umwandeln würde und diese anschließend im PD10 schneiden würde und schließlich aus PD10 heraus eine 1080 24p 3D-BD erstellen würde, hätte ich dann einen qualitativ besseren Film und somit die 720 60p Problematik umgangen? (Das wäre natürlich nur eine echte Notlösung, bis Cyberlink in diesem Punkt nachgebessert hat)
      Was passiert mit dem Ton? Bleibt Dolby 5.1 erhalten?

      Swes
    • Wenn du über den PD10 die Ausgabe machen willst, etwa weil die Menüs haben willst, stellt dies meines Erachtens im Moment überhaupt die einzige saubere Lösung für den Weg über den PD10 dar, wenn du ruckelfreies Material haben willst. Denn so umgehst du die 720 60p Thematik, im PD10 würdest du sinnvoller weise als 1080 24p die Ausgabe zu einer 3D BD-RE machen.

      Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich den Satz

      meine Filme der TD10 zu 24p umwandeln würde und diese anschließend im PD10 schneiden würde


      richtig verstehe. Denn aufgrund des Aufwandes würde ich natürlich keine einzelnen Clips in Vegas wandeln wollen, sondern das geschnittene Endprodukt. Ist halt die Frage, ob man dann nicht gleich besser in Vegas den ganzen Film schneidet, wenn man von einzelnen TD10 clips ausgeht; dann das Video gesamthaft in Vegas wandelt, erst dann die Augabe macht und in den PD10 importiert.

      Hast du deinen Schnitt schon im PD10 begonnen, kann man den geschnittenen Film aus PD10 exportieren; in Vegas die Wandlung machen; und wenn man Menüs braucht diese im PD10 erstellen.

      Oder man verzichtet auf die Menüs und macht gleich alles in Vegas.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,

      ich würde schon gerne in PD10 schneiden. Nicht in VMS. Das ist wohl eine Gewohnheitssache.

      Was meinst Du damit?
      Original von wolfgang
      Hast du deinen Schnitt schon im PD10 begonnen, kann man den geschnittenen Film aus PD10 exportieren; in Vegas die Wandlung machen; und wenn man Menüs braucht diese im PD10 erstellen.


      Ich vermute darunter folgendes:
      TD10 Clips in PD10 einlesen und bearbeiten. Dann unter Produzieren als H.264 im MVC 1080 50i (24Mbit/s) abspeichern.
      Dann den Film in VMS entsprechend Deiner Vorlage in 108024p umwandeln.
      Dann wieder in PD10 einlesen und 3D-BD mit Menü erstellen.

      Korrekt?

      Swes
    • Ich würde mir vorher mit einem Testmaterial ansehen, ob sich das in VMS importieren läßt - ich hatte Material aus dem PD10 encoder wo das ging, und anderes Material ließ sich halt nicht importieren.

      Es geht auch über sbs full aus dem PD10 heraus, wie heute hier beschrieben:
      videotreffpunkt.com/thread.php?threadid=13493

      (zweite Variante nehmen).

      Da die Methode für Vegas Pro entwickelt ist - nun, sie sollte eigentlich in VMS auch gehen. Aber getestet habe ich das dort nicht.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • Konvertierung 1080 50p in 1080 24p

      Hallo Wolfgang,

      zunächst einmal ein ganz großes Lob für Deinen ausführlichen und gelungenen Artikel in der VAD!!! :Applaus:

      Leider habe ich die VAD erst Heute erhalten, mich aber dann sofort ans Werk gemacht um Deine Angaben nachzuvollziehen. Da ich keine fertigen links/rechts Einzelstreams in 50p hatte (nur 25p) habe ich mit Side-by-Side-Full Material gearbeitet. Ich habe in meinen ersten Versuchen zunächst mit dem Sony Deinterlacer gearbeitet, das angegebene Plugin werde ich mir Morgen aber noch installieren. Hat alles super geklappt bis auf eine Schwierigkeit:

      Beim Einstellen der neuen Audiolänge (Timeshift auf elastique) finde ich nur Längenangaben in Minuten:Sekunden:Millisekunden vor und nicht wie von Dir beschrieben die Anzahl der Frames. Das hat die Umrechnerei wesentlich schwieriger gemacht. Habe ich da irgendeine Grundeinstellung übersehen, mit der man von Sekundenangabe auf Frameangabe umschalten kann?

      Bei der Ausgabe meines "Testwerkes" zur BD stellte ich fest, dass die Rendergeschwindigkeit bei mir wieder extrem langsam ist: Nur ca. 2 frames pro Sekunde! Und das, obwohl doch das Resamplen unterdrückt ist und aus dem Original nur jedes zweite Frame überhaupt gebraucht wird! Hab ich da villeicht immer noch nicht die richtigen Vegas Grundeinstellungen bzw. Rechnereinstellungen erwischt oder ist das normal?

      Zu der von Swes angesprochenen Problematik: Auch ich möchte zukünftig das Disc Authoring wegen der Menüs wieder mit PD10 machen. Wie müsste dann das mit Vegas zu 1080 24p gewandelte Material ausgegeben werden? Kann man da auch eine Mainconcept Vorlage für Side-by-Side-Full verwenden so wie Du sie mir mal empfohlen hast oder besser eine Sony AVC BluRay Vorlage (die kann dann aber wahrscheinlich nicht 3840x1080)?

      Nochmals vielen Dank für Deinen aufopfernden Einsatz für die 3D Gemeinde! In Anbetracht Deiner vielfältigen Beruflichen Tätigkeiten (wie aus dem Kurzportrait in der VAD hervorging) ist das erst recht nicht selbstverständlich!

      :tanz:

      Ich hoffe, dass ich irgendwann auch mal nützliche Beiträge abgeben und hilfreich sein kann, auch wenn ich bis dahin wohl noch viel lernen muss...

      LG

      Martin

      Nachtrag: Zu früh gefreut, nachdem das Rendern von Video abgeschlossen war hat sich Vegas (wie schon so oft) wieder mit dem netten Hinweis "... funktioniert nicht mehr" verabschiedet. Dabei hatte ich nur eine Testsequenz von 4:47 Minuten!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mk3d ()

    • Einfach mit einem rechten Mausklick auf die Skala oberhalb der Timeline klicken, und dort auf "samples" umschalten (die oberste Auswahl). Dann wird auch in den Audioclips die Anzeige in Frames angezeigt.

      2 fps ist sehr langsam - bei meinen Tests war beobachtbar, dass das richtig schnell geht, wenn alles korrekt eingestellt ist. Hast du ach das Resampling abgeschalten?

      Bei 25p muss man natürlich auf die Division durch 2 Verzichten. Und eine Anpassung von so Dingen wie Projekteinstellungen und den Rendervorlagen ist natürlich nötig, im Vergleich zum Artikel.

      Bitte immer die Lage der Frames bei starker Vergrößerung der Timeline über die kleinen Dreiecke exakt kontrollieren, ob die genau auf den mit dem Cursor anspringbaren Positionen liegen - da sieht man dann genau ob die Streckung korrekt war.

      Man kann die ganze Wandlung auch grundsätzlich mit sbs full machen, da ist kein grundlegender Unterschied.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,

      vielen Dank für den Tip, wie man auf Frameanzeige umschalten kann! Dadurch hat sich herausgestellt, dass sich da bei meinem Test durch die zusätzliche Umrechnung auf Sekunden/Millisekunden tatsächlich eine kleine Ungenauigkeit eingeschlichen hatte! Und der gestrige Programmabsturz ist wieder daurch entstanden, dass ich vergessen hatte, "nur mit CPU rendern" auszuwählen. Genauso geht es mir aber auch, wenn ich vergesse, nach Überprüfung der korrekten Frameübereinstimmung die Anzeige der Vorschaubilder in der Timeline abzuschalten. Schade, dass Vegas Pro 11 nicht stabiler läuft und man ständig diese kleinen Tricks beachten muss damit es nicht abstürzt.

      Ich habe jetzt auch noch einen Test gemacht, in dem ich versucht habe, die von Dir beschriebene Vorgehensweise exakt nachzuvollziehen, d.h. aus Original TD10 Material zunächst die beiden links/rechts Streams in 1080 50p zu erstellen. Trotz langen Suchens und Probierens konnte ich entgegen Deiner Beschreibung aber keine Sony AVC/MVC Vorlage für 1080 50p finden und auch nicht erstellen (da gibt es nur 1080 50i). Erst nachem ich mir mit MainConcept AVC/AAC eine passende Vorlage erstellt habe konnte ich die links/rechts Streams in 1080 50p erstellen. Hab ich da wieder etwas übersehen?

      Wenn man die korrekte Streckung hinbekommen hat geht das Rendern zur BD tatsächlich recht zügig (Voraussetzung bei mir halt immer: RAM Vorschau auf null, keine Vorschaubilder, nur CPU rendern). Bleibt jetzt nur noch zu testen, ob sich damit auch ein längeres Projekt von z.B. 40-60 Minuten ohne Absturz realisieren lässt...

      Und die schon Gestern angesprochene Frage, welches Ausgabeformat man nimmt, wenn man die BD mit PD10 erstellen will (wegen der Menüs). Da PD10 keine links/rechts Streams verarbeiten kann, bleibt eigentlich doch nur MainConcept 3840x1080 24p Side-by-Side-Full, wenn man von der vollen Auflösung nichts verschenken will, oder? Und damit wäre dann auch die Frage beantwortet, ob man alternativ VMS für die Wandlung nutzen kann. Denn VMS kann keine 3840x1080.

      Wäre schön, wenn ich von Dir nochmal eine kurze Rückmeldung bezüglich der Sony AVC/MVC Vorlage und des Ausgabeformats zur Weiterverarbeitung in PD10 bekommen könnte.

      LG

      Martin
    • Das Erstellen der 1080 50p Vorlage für Vegas hatten wir mal hier diskutiert:

      videotreffpunkt.com/thread.php…ght=&hilightuser=0&page=1

      man muss das selbst machen, Lothar hats dort genauer beschrieben.


      In meinem Artikel fand ja der PD10 noch keine Berücksichtigung, einfach weil damals noch nicht vorhanden. Ich habe nur mit Vegas gearbeitet, also die beiden 1080 50p streams getrennt ausgegeben, wieder importiert und gepaart, gestreckt und zu MVC gerendert. Alles in Vegas.

      Wenn du über den PD10 gehen willst, um Menüs zu machen, mußt du die Ausgabe über den Mainconcept AVC Encoder machen, da der Sony AVC Encoder halt das sbs full nicht kann. Und du hast recht, das muss entweder als sbs-full oder top/bottom full sein, weil du das Material nicht anders in den PD bekommst.

      Du kannst das etwa so machen:

      1) Schnitt in Vegas
      2) Augabe mit dem Sony AVC Encoder zu 1080 50p in 2 streams
      3) Reimport der beiden 1080 50p Streams in Vegas und Paarung
      4) Streckung de gepaarten Streams zu 24p
      5) Audio rausrendern, reimportieren und strecken
      6) Ausgabe des Videos mit dem MC-AVC Encoder als 24p sbs full oder t/b full
      7) Ausgabe des Audioteils (wenn als 5.1 Ton extra, sonst ginge auch MC-Encoder Vorlage)
      8 ) Import in den PD10 und Authoring ....


      Der workflow läßt sich natürlich anpassen und entsprechend modifizieren, wie man es braucht.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wolfgang ()

    • So, Wolfgang, das war jetzt der Durchbruch!

      Mit der neu erstellten Vorlage für 1080 50p ging sowohl das rendern der links/rechts Streams auf einmal super schnell, auch das finale Rendern zur BD in 1080 24p ging unter Beachtung aller von Dir beschriebenen Einstellungen wie von Zauberhand!

      Lediglich das Rendern des in 1080 24p umgewandelten Materials zu Side-by-Side-Full mit MainConcept dauert nach wie vor extrem lange. Ich werd da nochmal die Einstellungen überprüfen.

      Ansosnten bleibt jetzt nur noch der Test mit einem langen Projekt. Ich bin aber auch da nun wieder zuversichtlicher dank Deiner Tips und Hilfe!

      LG

      Martin
    • Workflow 1080 24p

      Nachdem die Frage der Wandlung zu 1080 24p nun zuverlässig geklärt ist, bleibt die Überlegung, wie ein Workflow für ein Gesamtprojekt unter Vermeidung unnötiger Rendergenerationen aussehen könnte.

      Das Ausgangsmaterial (z.B. TD10) liegt als Dualstream (also 2 mal) 25 Frames interlaced (=50i?) vor. Dann erfolgt die Videobearbeitung (mit Vegas). Jetzt würde es sinnvoll erscheinen, den fertig bearbeiteten Film direkt als SbSF 1080 50p oder Links/Rechts 1080 50p zu speichern. Ist dies möglich oder muss vorher Interlaced werden (d.h. Fieldreihenfolge „oberes Field zuerst“ anstatt „kein/Progressiv“)?

      Mit den Begriffen Interlaced und Progressiv tue ich mich immer noch recht schwer. Interlaced heißt doch Halbbilder, d.h. 50 i würde 50 Halbbildern bzw. 25 Vollbildern entsprechen, oder? Und 50p Progressiv würde bedeuten, 50 Vollbilder, oder? Doch warum dann zunächst die 50p Ausgabe, bevor man in 24p wandelt? Würde da nicht auch 25p reichen? Und unter Projekteigenschaften findet man einmal „Fieldreihenfolge“, da kann man dann Progressiv einstellen (also nicht interlaced bzw. keine Halbbilder???), weiter unten kommt dann noch Deinterlaceverfahren, was ist da der Unterschied zwischen Fields mischen und Fields interpolieren?

      Ich habe inzwischen sehr viel Material, dass ich nach der Bearbeitung in Links/Rechts 1080 25 Frames Interlaced (=1080 50i?) gespeichert habe. Das läßt sich direkt in 1080 24p wandeln, das hab ich ausprobiert. Aber ist das qualitativ hochwertig oder müsste man erst in 1080 50p und danach in 1080 24p wandeln = eine Rendergeneration mehr)? Ich habe z.Zt. (wegen defektem 3D TV) keine Möglichkeit das zu prüfen.

      Vor- und Nachteile verschiedener Dateiformate:

      SbSF 1080 50p Sequenzen können
      - direkt in Vegas zu 3D BD 720 50 p gerendert werden
      - in PD10 importiert werden (macht nur Sinn wenn PD10 720 50p kann)
      - können in Vegas in SbSF 1080 24p oder Links/Rechts 1080 24p gewandelt werden

      Links/Rechts 1080 50p Sequenzen können
      - nur in Vegas zur 3D BD 720 50p Erstellung oder zur Wandlung zu 1080 24p genutzt werden

      SbSF 1080 24p Sequenzen können
      - sowohl in Vegas wie auch PD10 zur Discerstellung genutzt werden
      Links/Rechts 1080 24p Sequenzen können
      - nur in Vegas zur 3D BD Erstellung genutzt werden

      Fazit: Die SbSF Dateien sind vielseitiger nutzbar und sind somit den Links/Rechts Streams vorzuziehen. Nachteil: Wesentlich längere Renderzeiten, da nicht die Sony AVC sondern nur die MainConcept AVC Vorlage nutzbar ist. Es erscheint also sinnvoll, von jedem Projekt je eine SbSF 1080 50p und eine SbSF 1880 24p Datei zu erstellen.

      Bevor ich jetzt an meinen Projekten weiterarbeite und vielleicht viel unnötigen Renderaufwand treibe wäre ich dankbar für eine Bestätigung o.g. Überlegungen sowie für Klärung der 50i/50p Fragen. Dank im Voraus!

      LG

      Martin
    • Langsam, du stellst in Summe fast zu viele Fragen. :)

      Aber drehen wir die Sache mal um: für die Streckung wirst du immer das Material nach dem Schnitt ausgeben, um einen Clip für links, und einen für rechts zu haben - oder auch einen sbs full oder top/bottom full clip. Und zwar deshalb, weil die Streckung ein gewisser Aufwand ist, und man das leichter mit einem gesamten "Projekt-Clip" machst statt mit jedem einzelnen Clip. Daher also mal der Ansatz, alles zunächst zu schneiden, und dann eben auzugeben - damit man einen Clip vom ganzen Projekt hat.

      Ob du das zunächst getrennt für die linke und die rechte Seite machst, oder ob du das sbs-full oder bottom/top machst, wäre zunächst eine Geschmacksfrage. Allerdings bin ich von der Qualität des Sony AVC Encoders mehr überzeugt - und habe daher den Sony AVC Encoder gewählt. Und dort eben die Ausgabe zu einem getrennten L und R Strom gemacht. Aber natürlich geht das auch mit dem MC-AVC Encoder zu z.B. sbs full.

      Zur Frage des Deinterlacings - das ist ein umfangreicher Punkt:

      Grundsätzlich: iInterlaced beschreibt Halbbilder, Progressiv sind Vollbilder. Du kommst mit der TD10 immer von 50i, also einen Halbbildformat. Willst du zu 24p wandeln, gehst du immer zu einem Vollbildformat. Daher wirst du im workflow immer irgendwo den Schritt haben, der dir aus den Halbbildern eben die Vollbilder macht - also das Deinterlacing vornimmt.

      Jetzt gibts aber verschiedene Möglichkeiten, um die Qualität zu verbessern - den da ist durchaus Potential für Verbesserung drinnen:

      a) man deinterlaced bei der Ausgabe zu dem L und R Clip, wie von mir vorgeschlagen. Oder analog zu top/bottom oder sbs. Dann muss man die Vegas-eigenen Mitteln für das Deinterlacing verwenden, die aber nicht sooo gut sind. Macht man das, so hat 50p deshalb einen gewissen Sinn, weil hier nicht aus jeweils 2 aufeinander folgendes Halbbildern ein einziges, komplett neues Vollbild errechnet wird. Sondern weil jedes Halbbild genommen wird, und zu einem Vollbild ergänzt wird. Hier ist eine erste Möglichkeit der Verbesserung, dass man statt "blend" in den Projekteinstellungen auf "interpolate" geht - weil bei "blend" die beiden Halbbilder gemischt werden, während bei "interpolate" jeweils die fehlenden Zeilen ergänzt werden. Interpolate kann daher hier mehr Sinn machen.

      b) eine ander Möglichkeit wäre, beim Rendervorgang zum Projektclip bewußt noch nicht zu deinterlacen. Also etwa L und R auszugeben, aber eben interlaced mit 50i. Oder auch sbs full auszugeben, aber noch interlaced mit 50i. Dann reimportiert man das Material wieder in Vegas, und wendet darauf den Yadif Plugin an - der deutlich besser deinterlaced, oder auch den Smart Deinterlacer. Oder aber man macht das Deinterlacing im Kauftool Tempgenc. Die genannten Werkzeuge liefern doch ein besseres Deinterlacing als Vegas, wenn richtig angewdet.

      Was ich mir nicht genügend angesehen habe: bei Tempgenc ist es klar, dass dies eine zusätzliche Rendergeneration kostet - aber der ist Qualitativ gut, das bereitet mir weniger Kopfzerbrechen. Man würde also den 50i zu Clip aus Vegas ausgeben, dann ohne Streckung in Tempgenc zu 25p oder 50p rendern, dann in Vegas importieren, strecken, und zu 24p ausgeben.

      Beim Yadif Plugin ist es so, dass man das eigentlich aus der Vegas Timeline anwendet - und hier kann man vermutlich dann aus 50i direkt zu 24p rendern, wenn man a) das Yaduf Plugin auf den gesamten Clip anwendet; b) die Streckung mit diesem gesamten Plugin vornimmt. Einzige Frage dabei - ich bin mir nicht ganz sicher, ob das mit dem Yadif Plugin in einem Schritt geht - Deinterlacen und Streckung. Kann gut sein, dass man hier doch 2 Schritte braucht.

      So, und weil du den PD10 verwenden willst: wenn du auf 1080 24p gehst, dann würdest du den PD10 natürlich nicht mit 720 50p verwenden, sondern eben 1080 24p aus Vegas heraus herstellen - dann in den PD10 importieren und dort zu 1080p authoren. Weil dann nimmt der PD10 das 1080 24p Material, und die Ausgabe zu "1080p" ist eh 1080 24p.

      Wenn du als 720 50p ausgeben willst, dann hast du recht - dann muss der PD10 dass erst können, sonst macht das keinen Sinn.

      So, mal Schluß für den Moment....
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wolfgang ()

    • Vielen Dank für Deine ausführlichen Erklärungen, Wolfgang!

      Das hat doch sehr dazu beigetragen, die Sache für ich (und vielleicht auch für andere) verständlicher zu machen. Anhand Diener Ausführungen habe ich nochmal meine Einstellungen überprüft:

      Projekteigenschaften (gemäß Quellmedien Sony TD10 3D nach dem kleinen Filmsymbol oben links ermittelt):
      1920x1080 25 Frames PAL
      Fieldreihenfolge: oberes Field zuerst
      Deinterlaceverfahren: Fields mischen
      Anzeige unter dem Vorschaufenster: 1920x1080x32; 25,000i <- warum steht da nicht 50i? Oder muss ich trotz der Ermittelten Einstellungen auf 50,000 Double PAL ändern?

      Damals von mir verwendete Rendereinstellungen Sony AVC für Links/Rechts Streams:
      Videoformat: AVCHD 1920x1080
      Profil: Hoch, Entropy-Codierung CABAB
      Framerate: 25,000 PAL <- da müsste ich für 50p Ausgabe 50,000 Double PAL stehen, geht mit dieser Vorl. aber nicht
      Format mpeg-2 Transportstream (*m2ts)
      Einstellmöglichkeiten für Deinterlacing gibt es in der AVCHD Vorlage nicht

      Eigenschaften der nach o.g. Rendervorlage erstellten Links/Rechts Dateien:
      Video: 25,000 fps mit Interlace, 1920x1080x12, AVC
      d.h. diese Dateien wären, da „i“ und nicht „p“ nach Deinen Angaben für die Konvertierung ungeeignet und müssten nochmal neu als 50p gerendert werden, oder? Entsprechend hatte ich mir nach den Angaben in Deinem Beitrag vom 10.11. folgende Vorlage aus einer Sony AVC BluRay Vorlage erstellt:

      Videoformat AVC 1920x1080
      Profil: Main, Entropy-Codierung CABAB
      Framerate: 50,000 Double PAL
      Fieldreihenfolge: Kein (Progressive Scan)
      Bitrate: 26.000 (das war der höchste auswählbare Wert)
      d.h. ich müsste alle alten Links/Rechts Streams vor dem Konvertieren in 24p mit dieser Vorlage nochmal neu rendern, um aus den 25i dann 50p zu machen, und zukünftig neue Projekte nach dem Videoschnitt direkt damit, oder? Da beim Rendern (glaub ich) oft auf die Projekteinstellungen zugegriffen wird, müsste ich diese (siehe ganz oben beschriebene Einstellungen) auf 50,000 Double PAL und Deinterlaceverfahren auf Kein ändern, oder reichen die Angaben in der Rendervorlage? Oder sollte hier Deinterlaceverfahren Interpolieren eingestellt werden?

      Alternativ habe ich eine MC AVC Vorlage für Side-by-Side Full erstellt:
      Framegröße: benutzerdefiniert 3840x1080
      Profil: Main, Framerate: 50,000000
      Fieldreihenfolge: Kein (progressiv Scan)
      Konstante Bitrate: 50.000,000 <- oder sollte hier auch wie bei der Sony Vorlage 26.000 genommen werden?
      dafür gilt dann auch: alte Links/Rechts Dateien damit neu Rendern, zukünftig (falls Side-by-Side gewünscht) nach der fertigen Videobearbeitung direkt damit, oder?

      Ich hoffe, dass meine Einstellungen so jetzt alle korrekt sind (das mit „i“ und „p“ hab ich nach Deinen Erklärungen jetzt zwar verstanden, bin mir aber halt unsicher, wo, wann, was in den Projekt- und Rendereinstellungen stehen muss, deshalb hab ich alle Einstellungen nochmal zum Vergleich rausgesucht und oben aufgelistet).

      Für die finale Wandlung in 24p habe ich dann folgende (selbst erstellte Vorlagen):

      Entweder Sony AVC BluRay Vorlage für Links/Rechts Ausgabe:
      Videoformat AVC 1920x1080
      Framerate 23,976 Progressive Scan
      Bitrate 25.000

      Oder Sony MVC Vorlage für direkte Discerstellung in Vegas:
      Videoformat MVC 1920x1080
      Framerate 23,976 Progressive Scan
      Bitrate 25.000

      Oder MC AVC für Side-by-Side Ausgabe (und Discerstellung mit Menü in PD10):
      Framegröße: Benutzerdefiniert 3840x1080
      Framerate 23,976 Progressive Scan
      Konstante Bitrate 50.000 <- oder reicht hier auch 25.000 bzw. die Einstellung variable Bitrate?

      Sorry, wenn es wieder zu lang geworden ist, ich möchte nur einmal alle Einstellungen richtig haben, dann brauch ich nicht dauernd wieder nachzufragen!

      LG

      Martin
    • 25i ist die modernere Bezeichnung - "25" steht dabei für fiktive 25 Vollbilder, aber da die Halbbilder quasi die Hälfte ist sind das 50 Halbbilder. Ich selbst sage daher lieber 50i dazu - aber man muss wissen dass es hier die neuere Bezeichnung auch gibt.

      Wenn du eine AVCHD Vorlage verwendest, dann ist 50p nicht möglich. Ebenso ist die maximal mögliche Datenrate tiefer. Und ja, diese Vorlagen habe ich deshalb nicht genommen da das interlaced Material eben noch zusätzlich zu deinterlacen wäre.

      In den Projekteinstellungen muss Felder Mischen oder Interpolieren stehen. Aber beim Rendern muss man auch zu progressiv rendern.

      Zum Rest frage ich mich langsam, wie du nun genau ausgeben willst? Mit Vegas? Mit dem PD10? Das muss man halt auch festlegen, danach richten sich dann auch die Vorlagen zum Rendern.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • Martin, ich habe mir deine zahlreichen Einstellungen noch nicht genau angesehen und durchdacht. Vielleicht kannst du mir nochmals den von dir jetzt tatsächlich gewünschten workflow beschreiben? Also in etwa so:

      1) Import der TD10 files in Vegas Pro 11 und Schnitt
      Verwendete Projekteinstellungen

      2) Export aus des Videostreams aus der Vegas Pro 11 timeline als Video/Audio mit folgender Vorlage...

      usw.

      dann ist die Sache klarer durchdenkbar, und wir könnten gezielt den von dir gewünschten workflow noch anpassen und optimieren.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • Das heißt also: Das Quellmaterial (50i) besteht aus 50 Halbbildern und wird nach abgeschlossener Videobearbeitung EINMALIG zu 50p = 50 Vollbildern gerendert. Bei evtl. Weiterbearbeitung (entweder Wandlung in 24p oder Aneinanderreihung mehrerer 50p Sequenzen) ist dann grundsätzlich kein Deinterlacing mehr erforderlich.

      Und das heißt auch: Um eine gute Qualität zu erhalten, muss ich zwangsläufig mit „altes“ Links/Rechts Material, das ich aus Unwissenheit zu 50i gerendert hatte, nochmal neu zu 50p rendern, bevor ich es weiterverarbeiten (wandeln) kann. So benötige ich 3 Rendergenerationen für das „alte“ Material“, kann aber zukünftig mit 2 Rendergenerationen auskommen, wenn ich den bearbeiteten Film direkt in 50p ausgebe.

      Das ist für Laien schon sehr irritierend mit den „alten“ und „neuen“ Bezeichnungen!

      Die Frage, was ich eigentlich will, ist schwer zu beantworten: Bei Spielfilmen, die ja in der Regel von Anfang bis Ende angesehen werden, lässt sich leicht auf ein Disc-Menü verzichten. Spielfilme dürften aber die wenigsten Hobby-Anwender machen. Ich denke, viele werden einfach ihre Urlaubsvideos bearbeiten wollen. Die wird man sich dann zwar einmal komplett ansehen, jedoch wird danach der Wunsch bestehen, gezielt nur einzelne Passagen nochmal anzusteuern bzw. anzusehen. Ich selbst mache hobbymäßig gern Dokumentationen zu bestimmten Schwerpunktthemen, z.Zt. arbeite ich an einem Projekt über alte Wassermühlen im Schwarzwald. Nur die Aneinanderreihung sich drehender Wasserräder und Zahnräder wird für einen außenstehenden Betrachter schnell langweilig (wie z.B. bei der BD „Delphine und Wale“). Da geht es kaum ohne Menü. Um bestehendes Videomaterial evtl. auch in spätere Projekte nochmal einbauen zu können, war meine Überlegung halt, von vorne herein zu SbS Full auszugeben, da einige Programme wie z.B. PD10 leider keine Links/Rechts Streams verarbeiten können. So hat man dann die Möglichkeit, wahlweise sowohl mit Vegas als auch mit PD10 weiterarbeiten zu können, ohne das Material nochmal neu rendern zu müssen.

      LG

      Martin

      Ps: hab grad Deinen neuen Beitrag gesehen und werde mich bemühen, den Workflow in einem neuen Beitrag nochmal genau zu beschreiben…
    • Nun Bernd, natürlich liefert die Sony TD10 einen AVC/MVC Stream. Es geht hier nur darum, wie das bearbeitete Material in Abhängigkeit von der gewünschten Ausgabe (3D BD mit Vegas oder 3D BD mit Menü mit PD10 )am sinnvollsten und mit möglichst wenig Rendergenerationen zu speichern ist.

      Wolfgang, den Weg vom TD10 Quellmaterial bis zur Ausgabe zur 3D BD in 1080 24p mit Vegas hast Du ja in der VAD ausführlich beschrieben und ist wohl kaum verbesserungsfähig. Es geht jetzt zum einen um die Frage, ob man grundsätzlich das in 1080 24p gewandelte Material zunächst wie in Deiner Beschreibung als Links/Rechts + separat Audio speichern sollte und erst danach bei Bedarf als Side-by-Side Full + 5.1 Audio (für z.B. PD10), was aber bedeuten würde, dass man eine Rendergeneration mehr benötigt. Zum anderen (und das ist für mich das Wichtigste) geht es um die Frage, wie ich mit meinem in 1080 50i gespeicherten Material am Besten verfahre. Das sind immerhin über 140 min (auf viele Einzelsequenzen zwischen 2 - 8 min verteilt) und die würde ich ungern alle nochmal aus dem Original TD10 Material komplett neu machen müssen. D.h. Ausgangspunkt ist:

      1) Import der Links (inklusive 5.1 Audio)/Rechts Streams in Vegas und Paarung zum 3D Subclip
      Projekteinstellungen:
      1920x1080 25 Frames PAL
      Fieldreihenfolge: oberes Field zuerst
      Deinterlaceverfahren: Fields interpolieren

      2a) Export aus der Vegas Timeline als getrennte Links/Rechts/Audiostreams
      Vorlage:
      AVC 1920x1080
      Profil: Main, Entropy-Codierung CABAB
      Framerate: 50,000 Double PAL
      Fieldreihenfolge: Kein (Progressive Scan)
      Bitrate: 26.000

      oder

      2b) Export aus der Vegas Timeline als Side-by-Side Full + Audiostream
      Vorlage MC AVC:
      Framegröße: benutzerdefiniert 3840x1080
      Profil: Main, Framerate: 50,000000
      Fieldreihenfolge: Kein (progressiv Scan)
      Konstante Bitrate: 50.000,000

      3) Import der 50p Links (inklusive 5.1 Audio)/Rechts Streams in Vegas und Paarung zum 3D Subclip oder Import des 50p Side-by-Side Video + Audiostream und Wandlung zu 1080 24p

      4a) Export aus der Vegas Timeline zu Links/Rechts/Audio in 1080 24p
      Vorlage Sony AVC BluRay:
      Videoformat AVC 1920x1080
      Framerate 23,976 Progressive Scan
      Bitrate 25.000
      Vor dem Rendern in Eigenschaften Video resampling dekativiert und in den Projekteigenschaften Deinterlace-Verfahren auf Kein gesetzt
      Eine direkte Image Erstellung aus der Timeline kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht machen, da ich viele Einzelsequenzen (die ich alle vorher wandeln muss) zu einem Gesamtfilm aneinanderreihen muss

      4b) Export aus der Vegas Timeline zu Side-by-Side Full + Audio in 1080 24p
      Vorlage MC AVC:
      Framegröße: Benutzerdefiniert 3840x1080
      Framerate 23,976 Progressive Scan
      Konstante Bitrate 50.000
      Vor dem Rendern in Eigenschaften Video resampling dekativiert und in den Projekteigenschaften Deinterlace-Verfahren auf Kein gesetzt
      Die so erstellten Einzelsequenzen können zur Discerstellung in PD10 importiert werden

      5) Import aller benötigten Einzelsequenzen entweder als Links/Rechts/Audio oder Side-by-Side-Full/Audio und Image Erstellung aus der Vegas Timeline
      Vorlage Sony MVC:
      Videoformat MVC 1920x1080
      Framerate 23,976 Progressive Scan
      Bitrate 25.000
      Vor dem Rendern in Eigenschaften Video resampling dekativiert und in den Projekteigenschaften Deinterlace-Verfahren auf Kein gesetzt

      Ich hoffe die Aufstellung ist jetzt so wie Du es Dir vorgestellt hast!

      LG
      Martin

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    • Ich habe nur gefragt, weil ich bei meinen Probeaufnahmen, die MVC Clips aus der JVC einfach in den Powerdirector geschmissen habe und einfach rausgerendert bzw. als Disk, mit den bekannten Problemen, gebrannt.
      Deshalb verstehe ich die ganze Wandlung zwischen SBS und MVC nicht so richtig.
    • Bernd, ich weiß ja nicht ob Deine JVC auch im AVC/MVC 1080 50i Format aufzeichnet. Wenn das so sein sollte gibts in PD10 folgendes Problem:

      PD10 kann 3D BDs nur in 1080 24p oder 720 60p. Da das Kameramaterial aber in 1080 50i vorliegt, erhälst Du auf der fertigen Discs ruckelige Videos. Mit dem PD10 kann man das Ausgangsmaterial glaub ich nicht wandeln. Das Wandeln des Materials in 1080 24p geht nur mit Vegas. Und da PD10 kein Links/Rechts Material annimmt, muss das gewandelte Material in Vegas als Side-by-Side ausgegeben werden, damit es wieder in PD10 importiert werden kann!

      LG

      Martin

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