Upgrade auf 16GB und GTX470 sinnvoll?

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    • Upgrade auf 16GB und GTX470 sinnvoll?

      Hallo zusammen

      Mit meinem damaligem Neukauf des PC habt ihr mir sehr geholfen.

      Da der RAM zur Zeit sehr preiswert ist, überlege ich, meine 8GB (4x2) auf 16GB aufzustocken. (4x4GB KVR1333D3N9/4G Kingston)
      Dieser soll auch in meinem Asus P7P55D gut laufen.

      Lohnt sich der Ausbau und merkt man das mit CS5 auch richtig?

      Dann gleich noch eine Frage:
      Ich habe als Grafikkarte die Gainward GTX260 G im Rechner, CUDA wird unterstützt und ist aktiviert. Lohnt sich hier ein Upgrade auf z.B. eine GTX470?

      Je mehr man liest, umso verwirrter wird man. Interessant wäre zu wissen, wie die Erfahrungen bei euch sind, wenn so ein Wechsel vollzogen wurde.

      Wenn es sich nämlich nicht richtig lohnt, nehm ich mir lieber einen 27" Bildschirm statt meinem alten 22". (Zwei Monitore passen leider nicht in meine Ecke)

      Vielen Dank für eure Hilfe
      Ciao, Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von globe-trotter ()

    • Servus!

      Wenn die Vorschau in Echtzeit läuft würde ich bei der alten Grafikkarte bleiben. Die Speicheraufstockung erscheint mir sinnvoll.
      vg Ian
    • Mein CS5.5 System steht meist so bei 8GB RAM verbrauch. Nur After Effects benötigte mal für eine FullHD Szene mehr als 24 GB RAM.
      Da die nächsten Premiere Versionen sich anders verhalten können, würde ein Speicherausbau auf 16 GB wohl Sinn machen. Arbeitest du öfters mit Photoshop dann sowieso.
    • RE: Upgrade auf 16GB und GTX470 sinnvoll?

      In diesem Thread habe ich über meine Eindrücke nach dem Austausch der Grafikarte (Alt: GTX260, Neu: GTX570) berichtet.
      Für mich war eine deutlich flüssigere Echtzeitvorschau zu spüren, was wohl durch den höheren Speicherdurchsatz des DDR5-RAM erklärbar ist (siehe dort auch den Link). Beim Herausrendern habe ich keinen Vorteil festgestellt (sitze aber auch nicht daneben).

      Aber letztenendes kannt du es für dich auch ausprobieren: Bestell dir eine Karte, bau sie ein und teste. Wenn du keinen Vorteil feststellst schick sie einfach zurück.

      Gruß
      Armin
    • Hallo,

      Vielen Dank für eure Tipps.

      Ich habe mal bei einem komplexen HD-Video jede Menge Videoeffekte eingesetzt. Dazu drei Videospuren gleichzeitig belegt.

      Im Windows Ressourcenmonitor wird mir eine Prozessorauslastung aller 8 Kerne von 90-96% angezeigt, der Arbeitsspeicher wird nur mit max. 4,2 GB belegt. Vermutlich wird das auch noch einiges mehr werden, wenn ich das Projekt lange offen habe und bearbeite.

      Die Videovorschau ruckelt jetzt auch, habe allerdings vorher nicht gerendert.

      Könnte es sein, dass mit einer anderen Grafikkarte das Ruckeln aufhört und auch die Prozessorleistung dadurch entlastet wird?

      Die 8 GB RAM scheinen ja ausreichend zu sein.
      Wie sieht denn bei euch die Speicherauslastung aus?

      Wünsche euch schöne und ruhige Feiertage
      Ciao, Jürgen
    • Die GTX260 reicht von der CUDA-Leistung - das ist derTeil, der mit GPU-Rendering die CPU entlastet.
      Die GTX470 setzt allerdings deutlich mehr Pixel/Texel pro Sekunde um, was der Geschwindigkeit der Bildaufbereitung zugute kommen kann, denn noch immer bestehen Bilder aus Pixels ...
      Was wann greift, steuern die Entwickler der Anwendungen.
      Die Grafikleistung wird mit der GTX470 sicher besser. Aber dass damit das Ruckeln in der Vorschau aufhört oder spürbar nachlässt - darauf würde ich mich nicht verlassen. Die Zusammenhänge, die zum Ruckeln führen, sind komplex und nicht eindeutig auf ein Systemmerkmal zurückzuführen, es sei denn, das System besitzt tatsächlich einen sehr deutlich eingrenzbaren Schwachpunkt. Und wenn man diesen Schwachpunkt ausgemerzt hat, wird eine noch komplexere Sequenz wieder ruckeln ... - so ist das eben.

      Sowohl After Effects wie auch Premiere Pro bringe ich mit recht einfachen Kompositionen bzw. Sequenzen auf enorme Speichernutzung. 40, 50, 60 GB sind nicht selten.

      Die Bildschirmgröße 22" bzw. 27" spielt für die Systemlast überhaupt keine Rolle.

      Zwei Bildschirme sind dringend zu empfehlen. Wenns nicht anders geht: übereinander.

      Beste Grüße,
      Reiner

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Reiner M ()

    • Die Grafikleistung wird mit der GTX470 sicher besser. Aber dass damit das Ruckeln in der Vorschau aufhört oder spürbar nachlässt - darauf würde ich mich nicht verlassen. Die Zusammenhänge, die zum Ruckeln führen, sind komplex und nicht eindeutig auf ein Systemmerkmal zurückzuführen, es sei denn, das System besitzt tatsächlich einen sehr deutlich eingrenzbaren Schwachpunkt. Und wenn man diesen Schwachpunkt ausgemerzt hat, wird eine noch komplexere Sequenz wieder ruckeln ... - so ist das eben.


      Er hat aber kein Vegas, oder? :pfeifen: :beer:
    • Original von Wenzi
      Er hat aber kein Vegas, oder?


      Ich denke, nicht.
      Die Anfrage bezieht auf: "Hardware: Core I7, 8GB, NVIDIA GTX260, 2TB Raid 0, Win7-64
      Schnittprogramme: Adobe Premiere CS5"

      Und darauf habe ich geantwortet. Zu Vegas kann ich nichts sagen, weil ich es nicht kenne. Allerdings ruckelt es im MovieMaker auch nicht. So viel weiß ich immerhin. Doch diese Antwort wird ihm nicht helfen. Er wird Gründe haben, Premiere Pro einzusetzen.

      Damit den Anwendern anderer Produkte klar wird, was hier eigentlich nachgefragt wurde, füge ich mal ein kurzes Video ein, das Premiere Pro mit CPU- und GPU-Vorschau in Echtzeit auf einer gut ausgestatten Maschine demonstriert:
      GPU Acceleration and NVIDIA

      Zu beachten ist, dass in mehreren Videospuren unterschiedlichste Input-Formate ohne Aufbereitung eingesetzt (u. a. Footage aus Canon DSLRs und einer 4K RED Cam) und Effekte darauf angewendet werden, u.a. ein Greenscreen-Keying in einem Clip, gelegt über die ach so bliebten PiPs.

      Ja, richtig: eine gute ausgestattete Maschine gehört dazu. Ein schneller Prozessor mit vielen Kernen, sehr viel RAM und eine gute Graka sind wichtige Bestandteile. Insofern sind die Fragen sehr berechtigt.

      Wenns auf Budget ankommt, würde ich Ian folgen und in diesem Fall das RAM aufrüsten. 16GB sind aus meiner Sicht Untergrenze. Und einen zweiten Bildschirm anschaffen --- aber das erwähnte ich ja schon.

      Beste Grüße,
      Reiner

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Reiner M ()

    • Moin,

      Danke für eure Hilfe. Ihr habt mich überzeugt! Ich werde mir also erstmal den Speicher auf 16GB aufrüsten.
      Dann kann ich ja immer noch nach einer neuen Grafikkarte schauen.

      Was ich aber nicht ganz verstehe:

      Ihr sagt alle, ein zweiter Monitor ist ein "Muss".

      Ist es nicht so, dass ein zweiter Monitor die Grafikkarte noch mehr belastet?
      Ich denke, dass auf einem 27"-Monitor genug Platz wäre, zumal die Videovorschau schnell auf Vollbild umzuschalten ist.


      Ciao, Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von globe-trotter ()

    • Original von globe-trotter


      Was ich aber nicht ganz verstehe:

      Ihr sagt alle, ein zweiter Monitor ist ein "Muss".


      Ja.

      Original von globe-trotter

      Ist es nicht so, dass ein zweiter Monitor die Grafikkarte noch mehr belastet?


      Ja, aber sie ist dafür ausgelegt und macht das sehr effizient.

      Original von globe-trotter

      Ich denke, dass auf einem 27"-Monitor genug Platz wäre, ...


      Ein größerer Monitor bringt nicht automatisch mehr Platz, er zeigt alles nur größer an. Weniger oder mehr Platz auf dem Monitor wird mit der Größe der Arbeitsfläche in Pixel eingestellt.
      Ein größerer Monitor sollte auch nicht wie selbstverständlich mit einer größeren Arbeitsfläche versorgt werden. Er muss dafür einstellbar sein. I.d.R. haben große Monitore tatsächlich größere Pixel. Das Maß der Dinge wäre die native Auflösung des Monitors. Die optimale native Einstellung der Arbeitsfläche für klare, scharfe Bilder und Schriften unterscheidet sich bei den gängigen Monitoren meist nicht. Infos dazu findest Du in den Spezifikationen der Monitore.

      Ich verwende zwei baugleiche 22"-Monitore. Die optimale Einstellung dieser Monitore ist 1920x1080 Pixel. Zwei Monitore nebeneinander bieten dann eine Arbeitsfläche von 3840 x 1080 Pixel.

      In den Adobe-Produkten können einzelne Panels der Benutzeroberflächen abgedockt und beliebig auf der Arbeitsfläche verteilt werden.

      Ich lege z.B. in Premiere Pro oder After Effects den Vorschaumonitor recht gerne auf den zweiten Monitor. Hier kann ich während der Arbeit das Bild dann in 100% Größe sehen, während ich auf dem ersten Monitor sehr viel Platz für die Timeline bekomme, um viele Videospuren übereinander zu sehen. Usw.
      In Photoshop oder Dreamweaver liegen auf dem 2. Monitor alle Panels, die man immer wieder braucht und relativ groß aufgezogen sein sollten (Protokoll, Ebenen, Dateibäume, etc.)
      Gleichzeitig ist immer mindestens ein Windows Explorer auf dem 2. Monitor offen, um mit Drag&Drop Dateien in die Anwendungen zu ziehen, oder die Adobe Bridge liegt da, usw.

      Erst so macht das Hantieren funktional umfangreicher Anwendungen richtig Spaß. Es steigert die Übersicht und beschleunigt die Arbeitsabläufe.

      Beste Grüße,
      Reiner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reiner M ()

    • Das ist schon richtig, Hans-Jürgen. Technisch ist das kein Muss.
      Technisch genügen auch wenige GB RAM, realitiv schwache CPUs, eine einzige Platte, usw. Es läuft.

      Aber wenn ich mich schon für das Best-of-Breed-Produkt Premiere Pro entschieden habe, dann ist es nicht nur sinnvoll, sondern eine folgerichtige Konsequenz, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die die Vorteile dieses Programms zur Geltung kommen lässt. Und das sollte ich bei der Anschaffung gleich bedenken und einplanen - so gut es eben geht.

      Auch wie es beispielsweise Sinn machen kann, sich eine Canon 5D anzuschaffen, um dann nur mit 50mm-Objektiv im Vollautomatikmodus zu arbeiten. Das Nutzen der übrigen Funktionen und die Anschaffung weiterer Objektive sind technisch kein Muss.

      Mein "MUSS" ist also wie die Krawatte zum Anzug und wie Manschettenknöpfe zum Business-Hemd. Ja, es geht auch ohne.

      Beste Grüße,
      Reiner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reiner M ()

    • Original von Reiner M

      Original von globe-trotter

      Ich denke, dass auf einem 27"-Monitor genug Platz wäre, ...


      Ein größerer Monitor bringt nicht automatisch mehr Platz, er zeigt alles nur größer an. Weniger oder mehr Platz auf dem Monitor wird mit der Größe der Arbeitsfläche in Pixel eingestellt.
      Ein größerer Monitor sollte auch nicht wie selbstverständlich mit einer größeren Arbeitsfläche versorgt werden. Er muss dafür einstellbar sein. I.d.R. haben große Monitore tatsächlich größere Pixel. Das Maß der Dinge wäre die native Auflösung des Monitors.


      Ich verwende z.B. einen Dell U2711 als Hauptmonitor mit einer nativen Auflösung von 2560 x 1440 Pixel. Damit bietet dieser Monitor alleine schon eine deutlich größere Desktopfläche als ein nativ auflösender 22 Zoll mit 1980 x 1080 Pixel. Den Dell nutze ich allein für die Arbeitsoberfläche von Premiere. Daneben habe ich einen 22 Zöller mit 1980 x 1080 Pixel nur für die Vorschau. Und ich habe mir sogar einen 2. 22 Zoll Monitor gegönnt, auf dem ich z.B. Projektverzeichnisse ausgelagert habe oder auch mal im Internet recherchiere.

      Nochmal zum Einfluß der Grafikkarte auf den Premiere-Schnitt. Ich habe gerade mal getestet (1080p50 Material):

      Ohne irgendwelche Effekte oder Filter schafft mein System 1 Grundspur mit 3 überlagenden P.I.P Spuren ohne Ruckler.

      Wenn ich Cuda-unterstützte Effekte auf die P.I.P.-Überlagerungen anwende, schafft das System 1 Grundspur mit 2 überlagenden P.I.P Spuren ohne Ruckler.

      Ich denke, daß wird in etwa die gleiche Leistung wie bei der GTX 260 sein.
      Oder wie schaut's bei dir aus?

      Vorrangig fühlt sich aber das Scrubben über die Timeline viel weicher an, nachdem ich die GTX 570 eingebaut hatte.

      viele Grüße
      Armin
    • Ich verwende überwiegend 720p50 und habe das damit mal getestet:

      9 Spuren auf 33% skaliert und auf der ersten Spur, ein Hintergrundvideo in 100%, rasterartig verteilt. Die 9 skalierten Videos habe ich stufenweise abgelängt, damit die einzelnen Spuren nacheinander inaktiv werden, um zu sehen, wann es flüssig läuft.
      Das gesamte Footage und alle Caches liegen auf SSDs.

      Die ingesamt 10 Spuren laufen glatt, wenn auch ausgebremst. Flüssig ist es bei 8 Spuren + Hintergrundvideo, also 9 insgesamt, bei 7 Spuren + Hintergrund spielen CUDA-fähige Effekte keine Rolle mehr.

      Tipp 1 (für die jenigen, die sowas brauchen): Der Codec der Clips spielt eine Rolle. H.264, also typische Cam-Formate, sind ziemlich ungeeignet. Besser läuft sowas, wenn die Clips vorher in ein losless (z. B. Lagarith) oder umcompressed Format gewandelt wurden. Ich kann mir vorstellen, Armin, dass Du damit 1 oder 2 Spuren zusätzlich schaffst, falls das bei Deinem Test H.264/AVCHD-Clips waren.

      Hintergrund: CUDA-Rendering kümmert sich nicht um Dekodieren/Kodieren. Das muss nach wie vor die CPU erledigen. CUDA berechnet grafische Effekte in Vollframes. Der H.264 fordert extreme Leistung von der CPU, bevor ein Frame zum Rendern an die GPU übergeben werden kann. Und da hilft dann nur die brachiale Gewalt einer multithread-fähigen CPU im OC-Betrieb. Besser geht es, wenn leicht verdauchliche Formate vorliegen.

      Tipp 2 (für alle, die glauben, wenig RAM reicht): Auch 12GB Gesamtspeicher sind nicht viel.
      Das CUDA-Rendern wird durch große und schnelle RAM-Speicher deutlich messbar unterstützt.

      In meinem Beispiel oben zieht Premiere Pro beim Abspielen der Timeline immer weiter RAM, solange es kann. Bereits nach nur einer Minute Abspielzeit dieser Timeline hatte Premiere Pro 20GB Speicher belegt. Es hört erst damit auf, wenn die Timeline abgespielt ist oder der Speicher am Ende ist.
      Der zweite Fall führt zum Ruckeln. Denn nun muss das System eingreifen und Speicher für die neuen Anforderungen freigeben. Das dauert verhältnismäßig lang, weil zahllose Tabellen zu Pflegen sind, Müll zu sortieren ist, bis endlich freie Bereiche geschaffen sind. In der Zwischenzeit langweilen sich die CUDA-Prozessoren und tun nichts außer Warten während die Zeitnadel weiterläuft.

      Bei nur 8GB RAM wird es praktisch ab dem erstem Frame eng. Für Premiere stehen dann ja nur etwa 6GB zur Verfügung oder so, die Anwendung selbst braucht ihren Teil davon und sobald die Vorschau angeschmissen wird, geht das Gerangel los. Im Ressourcenmonitor des Systems kann man dan verfolgen, wie Premiere Pro immer wieder Speicher anfordert, bekommt und wieder freigeben muss. Das passiert schließlich bei jedem Frame aufs Neue. Und CPU und GPU fallen andauernd in Wartezyklen.

      Hintergrund: Hat die CPU einen Frame dekodiert und für das CUDA-Rendering im RAM abgelegt, findet eine CPU-RAM <--> GPU-RAM - Kommunikation statt. Hier werden wahnsinnig schnell massenhaft Bytes hin und her transferiert (Vollframe In + Effekte + Vollframe Out). Dafür brauchen beide, CPU und GPU schnellstmöglichen Zugriff auf freie RAM-Bereiche. Deshalb a) viel RAM, b) schnelles RAM (Latenzen). Dazu kommt: CUDA-Rendering findet immer mit 32bit Tiefe statt, was an der Architektur der CUDA-Prozessoren liegt. Noch ein Byet mehr ... - pro Pixel, das bearbeitet wird.

      Deshalb ist die Überlegung des TO, die GTX260 auszutauschen, schon richtig. Besser wäre eine Grafikkarte mit mindesten 1GB DDR5-RAM. Die GTX260 liegt an der Untergrenze der Minimalanforderungen. Aber sie tut.

      Daher rührt meine Empfehlung an den TO, zunächst das RAM in Angriff zu nehmen. Ja, 8GB oder 12GB sind auf den ersten Blick nicht schlecht. Vermutlich können aber mit 24GB viele Prozesse beschleunigt werden. Bis zu 50% Einsparung bei einer Verdoppulung des RAMS liegt für etliche Funktionen im Bereich des Vorstellbaren. Abhängig von den sonstigen Systemeigenschaften. Doch bitte nicht falsch verstehen: Ich schrieb nicht, dass die Systemperformance gesteigert würde! Doch RAM-spezifische Operationen, in denen z. B. innerhalb des virtuellen Grafikspeichers massenweise Bytes bewegt werden, werden performanter ausgeführt. Und genau das passiert beim CUDA-Rendering viel mehr, als beim CPU-Rendering.

      Zusätzlich wäre das Plattenkonzept zu prüfen. Das RAID0 des TO ist schon mal nicht schlecht. Aber was ist mit konkurrierenden Zugriffen? Gibt es weitere Platten? Weitere RAIDs? SSDs? Ruckler können auch durch das I/O-System begünstigt sein.

      Müsste ich aufrüsten, dann in dieser Folge (unter der Voraussetzung, dass die CPU in Ordnung ist):

      1. Plattenkonzept
      2. RAM
      3. Grafikkarte

      Bete Grüße,
      Reiner

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Reiner M ()

    • Danke für die sehr detailierten Ausführungen.

      Aber mir als reiner Hobby-Anwender reicht meine z.Z. verfügbare PC Performance völlig aus. Und ob der PC jetzt eine oder zwei Spuren mehr schafft, ist für mich nebensächlich. Hauptsache ich kann nativ 1080p50 bearbeiten flüssig bearbeite und muß nicht zur Bearbeitung vorher in ein anderes Format noch wandeln.

      Hatte den Spurentest mehr für den TO als Benchmark gedacht und nicht weil ich mit der Performance meines Schnitt-PC unzufrieden bin.

      Zum RAM: bis jetzt bin ich mit meinen 12 GB noch nie an die 100% Nutzung gestoßen.

      Fröhliche Ostern
      Armin
    • Original von Arminius09
      Und ob der PC jetzt eine oder zwei Spuren mehr schafft, ist für mich nebensächlich. ...
      ...
      Zum RAM: bis jetzt bin ich mit meinen 12 GB noch nie an die 100% Nutzung gestoßen.


      Zur PC-Performance:
      Gute Einstellung, denn darum geht es auch nicht. Es geht nur darum, mal darüber nachzudenken, welche Faktoren die Performance wie beeinflussen. An welchen Stellen es sich also lohnen kann, über eine Verbesserung der Systemumgebung nachzudenken. Und wenn Du zufrieden bist, ist alles gut.

      Aber es sind doch immer wieder die selben Auslöser für Fragen, wie sie der TO hat:
      • "Es liegt ein Problem im Arbeitsablauf vor. Wie kann ich es abstellen?"
      • "Ich möchte meinen PC aufrüsten. Welche Komponenten machen Sinn?"
      • "Ich möchte einen effizienten Workflow einrichten. Was muss ich beachten?
      Mein Tipps zielen nur in diese Richtung, auf die Beantwortung solcher Fragen. Nicht auf Power-Overclocking der Systeme und Anwendungen. Also bitte nicht mißverstehen! Die Systeme, die Anwendungen und Möglichkeiten verändern sich mit der Zeit. Antworten, die vor Monaten und Jahren gegeben wurden, stimmen heute oft nicht mehr oder nur bedingt. Und manche Funktionen und Möglichkeiten, wie z. B. die Mercury Engine oder riesige RAM-Ausbauten, sind noch so neu, dass bisher nur wenige verlässliche Erfahrungen damit berichtet wurden und etliches eher spekalutiv verbreitet wird.

      Zum RAM:
      Das ist bei mir genauso. Auch ich schaffe keine 100%. Das liegt aber nicht daran, dass ich viel Speicher habe, das liegt nur daran, dass Premiere Pro niemals das gesamte RAM in Beschlag nehmen kann. Es muss ein Teil für andere Anwendungen reserviert lassen. Wenn dieser Teil dann von anderen Anwendungen nicht belegt wird, siehst Du auch bei 4GB RAM nie 100% Speicherauslastung.

      Ich habe mal eine Hardcopy vom Ressourcenmonitor beigefügt. Sie ist beim Lauf des oben erwähnten Testszenarios entstanden. Sie ist durchaus typisch für die Arbeit mit Premiere Pro auf meinem System.

      [IMG:http://www.stilkunst.de/assets/imgtmp/RAM-Auslastung-PremierePro.jpg]


      Zu sehen ist: Premiere Pro selbst belegt z. Zt. des Schnappschusses ca. 45GB Hauptspeicher. Möglich wären bei mir maximal 56GB, so eingestellt in den Premiere Pro-Settings.
      Die übrigen Anwendungen (soviele waren explizit gar nicht geöffnet) und das Betriebssystem greifen auch zu und belegen weitere 7GB RAM.

      Wenn Ihr also in Euren Ressourcenmonitor schaut: Die Tatsache, dass das RAM nicht vollständig belegt ist, heißt nicht, dass mehr RAM nicht nötig oder sinnvoll wäre.
      Warum viel RAM gerade im Zusammenhang mit der Mercury Engine und GPU-Rendering sehr sinnvoll ist, habe ich versucht, im Beitrag oben zu erläutern.

      Beste Grüße,
      Reiner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reiner M ()

    • Hallo zusammen,

      Zunächst einmal vielen Dank für eure umfangreichen Ausführungen.
      Das Thema Speicher ist soweit erledigt. Ich hab mir eure Anregungen zu Herzen genommen und mir 16 GB gekauft. Mehr geht in mein Board Asus P7P55D nicht rein.

      Die Speicherauslastung hatte ich mir auch angeschaut, als der PC neu gestartet war und das Projekt noch nicht lange auflag. Von daher wäre es sehr wahrscheinlich gewesen, dass die Auslastung mit der Zeit deutlich ansteigt. Der Test war einfach zu kurz. Aber demnächst mit 16GB kann es ja nur besser sein. Und dann schau ich mir das noch mal an und teste das mal vernünftig durch.

      Zu den Festplatten:
      Es sind zwei 7200er Platten von Samsung im Raid0 Verbund. Eine SSD habe ich nicht.
      System und die Programme liegen auf einer dritten Platte. Platten tauschen möchte ich eigentlich nicht tauschen. SSD werde ich mir irgendwann mal überlegen.

      Grafikkarte:
      Da finde ich gar nicht durch. In allen Testberichten werden die Karten immer nur auf die Spieletauglichkeit überprüft, was mir ja nicht viel bringt. Welche Merkmale jetzt für die Videobearbeitung wichtig sind, bleibt unbeantwortet. Ist es der interne Speicher oder die Anzahl der Stream-Prozessoren? Und dann gibt es noch die werksseitig übertakteten Karten und was weiß ich noch …

      Hier habe ich mal ein paar Karten aufgelistet, die so im preislichen Rahmen liegen, die Billigste zuerst:

      GTX 560 normal, 1GB, Stream-Prozessoren 336

      GTX 560 normal, 2GB, Stream-Prozessoren 336

      GTX 560 TI, 1GB, Stream-Prozessoren 384

      GTX 560 TI, 2GB, Stream-Prozessoren 384

      GTX 560 TI 448, 1280MB, Stream-Prozessoren 448

      GTX 470 AMP, 1280MB, Stream-Prozessoren 448 (soll deutlich besser und leiser sein als die normale GTX 470)

      GTX 570 normal, 1280MB, Stream-Prozessoren 480

      O.k., die 570 ist schon recht teuer. Habt ihr eine Ahnung, wie das Preis-Leistungsverhältnis in Bezug auf Videobearbeitung ist?
      Welche wäre vorzuziehen? (Platz 1-3 eventuell?)
      Muss nicht teuer sein, nur gut und ausreichend ;-))

      Nochmals vielen Dank für eure Unterstützung
      Ciao, Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von globe-trotter ()