Meine Chance-neuer PC für Videoschnitt, aber welche Konfiguration?

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    • Ich weiß nicht, wie Magix das handhabt - aber Sony Vegas baut nach dem Laden eines Projekts nach und nach seine Timeline Thumbnails auf, wobei ich die Ansicht nicht nur auf den ersten und letzten Frame eines Clips beschränke. Vegas muss also sämtliche Clips durchforsten für die ausführliche Ansicht und das dauert je nach Projektgröße schon eine Weile. Dieser Vorgang läuft mit einer SSD erheblich schneller ab als von einer HD und man hat auch während des Schnitts das Gefühl, dass Vegas die Timeline schneller aufbaut. Das hat nichts mit dem späteren Rendervorgang zu tun, denn der profitiert nicht von einer SSD.
    • Ich glaube, der Punkt ist hier eher, um welchen Prozess es sich handelt. Handelt es sich um einen Prozess, wo eine hohe Zugriffshäufigkeit auf die Platte erfolgt, dann kann eine SSD für die Clips durchaus etwas bringen. Beispiele:

      - das Einladen eines Projekts wo ALLE clips mal eingeladen werden müssen, um die thumbnails einzulesen (das Beispiel mit Vegas).

      - das Rendern eines Projekts - wenn die Zugriffsgeschwindigkeit eher zum bottleneck wird und nicht die Verarbeitung der clips (weil rechenintensiv).

      Generell bringt die SSD für Quellmaterial also vermutlich dann was, wenn es wirklich die Plattengeschwindigkeit wird, die das System beginnt auszubremsen. Hat man aber hingegen gerade eine Situation, wo nicht häufig auf die Platte zugegriffen wird, oder etwa gerade nur ein einzelner Clip eingelesen wird, oder wo die Berechnung eher das bottlenekk ist, dann kann die SSD für die Clips wohl eher wenig bringen.

      In der Praxis treten wohl beide Fälle nebeneinander auf - weils unterschiedliche Situationen beim Bearbeiten gibt.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Genlemen,
      Eine SSD hat ganz ohne Zweifel und ganz allgemein in einem PC gewaltige Vorteile. Ich werde mir vermutlich irgendwann in diesem Jahr auch noch eine einbauen. Aber nicht weil ich mir Hoffnung auf bessere Schnitteigenschaften mache, sondern eben wegen beschleunigtem PC- und Programm-Start.

      @ Roman (Nachtrag 1): Mein Material kommt ausschiesslich aus der Pana 707 und ist 1080 p.

      Ich wollte durch meinen Beitrag niemanden vom Kauf einer SSD abhalten. Ich hielt es nur für geboten, darauf hinzuweisen, dass eine SSD in Bezug auf Videoschnitt doch differenziert betrachtet werden muss. Die durch mich ausgelösten anderen Beiträge zeigen das ja auch.

      Allen noch einen schönen Sonntag und mfG, Herbert
    • SSD in MAGIX-Programmen nicht überbewerten

      Anlässlich einer Diskussion auf dem MX-Cutterboard habe ich mich etwas ausführlicher zum Theme SSD in MAGIX-Programmen geäussert. Hier die für den Videotreffpunkt leicht angepasste Fassung:

      Sven Kardelke sagt in einem Interview mit Videoaktiv betreffend VPX5: "Mehr als die superteuerste CPU oder Grafikkarte bringt am Ende aber oft eine SSD-Festplatte." Offen lässt Kardelke dabei die Frage, ob er ein SSD für das System oder für die Videodaten meint. Meines Wissens meint er ein SSD für die Videodaten. MAGIX selber rüstet den High-End-Videoschnitt-PC, der als Referenz betrachtet werden darf, derzeit zwar mit einem SSD aus. Aufgrund der Speichergrösse und auch im Kontext mit den beiden anderen verbauten Platten dürfte dieses Drive indes eher für das System gedacht sein; die beiden herkömmlichen Festplatten machen aufgrund ihrer Grösse als Datenplatten Sinn. "Mehr als die superteuerste CPU oder Grafikkarte bringt am Ende aber oft eine SSD-Festplatte", meint Kardelke. Was ist also unter einer superschnellen CPU und Grafikkarte zu verstehen? Wiederum mit Bezug auf den High-End-PC von MAGIX darf man vermuten, dass damit derzeit Hardware über dem Niveau der verbauten GeForce GTX 670 OC 2048 MB und Intel Core i7-3930K gemeint ist. So betrachtet relativiert sich die Aussage von Sven Kardelke und lässt vermuten, dass man das Wort "superteuerste" stark betonen muss, denn wer von uns hat eine CPU/GPU über dem genannten Niveau verbaut?

      Diese Interpretation würde meinen Erfahrungen entsprechen: SSD lassen das System schneller starten und die "Bedienung des Rechners" fühlt sich geschmeidiger an, das wurde in zwischen zur Genüge festgestellt. Für die Vorschauleistung in VDLX reichen in Normalfällen hingegen herkömmliche, moderne Festplatten für die Videodaten. Ich gehe davon aus, dass ein SSD vor allem in Arrangements dienlich wäre, wo gleichzeitig zahlreiche Daten geladen werden müssen. Das müsste auf Bild-in-Bild-Arrangements und den Multicam-Schnitt zutreffen. In beiden Fällen hat sich auf meinem System die Anzahl flüssig abspielbarer Spuren (HDV 1080i/25) abhängig von der Speicherquelle der Clips nicht unterschieden. Allerdings besitze ich eine Vertex 2, die nicht zu den schnellsten heute verfügbaren SSD gehört. Es mag zutreffen, dass bei umfangreichen Projekten beispielsweise die Thumbs der Videoclips ab einem SSD beim Öffenen des Projekts schneller gelesen werden. Hier hat MAGIX das Programm aber derart optimiert, dass sich das kaum spürbar auswirken dürfte, denn zuerst lädt VDLX immer die Thumbs rund um die Stelle, wo sich die Abspielmarke befindet. Alle weiteren Thumbs werden bei freien Ressourcen nachgeladen oder dann, wenn sie wirklich benötigt werden.

      Aus MAGIX-Quellen weiss ich, dass man zu Zeiten von VDLX18 (VDL MX, VPX4) positive Erfahrungen mit SSD als Videospeicher in dateninstensiven Multicam-Projekten gemacht hatte (50p-Videos in hoher Bitrate) oder bei der Verarbeitung grosser Videodateien, da diese damals nicht im Cache gehalten werden konnten. Wie weit das auch für VDLX19 (VDL 2013, VPX5) noch gilt, das weiss ich nicht. Ferner sind das kaum Alltagssituationen. Darum halte ich aufgrund meiner Beobachtungen und dieser Überlegungen daran fest, dass ein SSD für die Videodaten im Normalbetrieb, der freilich immer schwierig zu definieren ist, für VDLX18 nicht den grossen Unterschied ausmacht. Um eine SSD kümmern müsste sich am ehesten, der weitgehend Multicam-Projekte mit anspruchsvollem Quellmaterial bearbeitet.
    • Jetzt würde mich aber doch mal interessieren, ob ihr beiden (Roman Schön und HSchmidt) eigene Erfahrungen mit einer SSD und Videoschnitt gemacht habt.

      Ich habe immer wieder die Erfahrung mit anderen Usern gemacht, dass eine SSD nicht für nötig gehalten wird. Kommt sie dann aber doch mal zum Einsatz, haben alle ganz schnell ihre Meinung geändert.
      Das konnte man auch ganz gut hier im Forum verfolgen.

      Daher reagiere ich immer etwas vorsichtig, wenn jemand sich dazu äußert ohne eigene Erfahrungen zu haben. Man muss das ganze selber erlebt haben, um es beurteilen zu können. Erfahrungen anderer können leicht falsch interpretiert werden.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Lest nochmal in meiner ersten Stellungnahme zum Thema SSD nach. Es geht nur um eine SSD für das OS - also die primäre Festplatte. Jedes Programm, welches von dort gestartet wird, profitiert von diesen beschleunigten Zugriffen.

      SSD ist nicht gleich SSD! Ich sprach von Transferraten im Lesen und Schreiben von 400 - 500 MB/s!

      Lasst mal eure HDD darauf hin testen (Benchmark). Wundert euch aber nicht, dass da dann höchstens die Hälfte an Leistung rausschaut (wenn überhaupt).

      OK - als alter Photoshopper hat man den Rechner sowieso auf Leistung getrimmt ... das heißt bei mir werkelt für die Auslagerung von Photoshop und Co eine eigene SSD. Die Arbeitsdaten liegen auf einer extra Raid 0-Plattform (2 schnelle WD). Von daher flutscht alles wie es soll auf Knopfdruck. :pfeifen:

      Nochmal etwas zur GPU-Nutzung. Stelle immer wieder fest, dass die GPU der Grafikkarte (und das ist eine Asus Geforce GTX670-dc2-2gd5) oft nur zu einem Drittel ihrer Leistungsfähigkeit genutzt wird. Liegt das an den Programmen, die hier nicht sauber abgreifen können? Dagegen wird die CPU oft auf den 8 Kernen bis zum Anschlag in Anspruch genommen.
      VG Ekkehard
    • Hallo Hans-Jürgen

      Lies doch bitte nochmals meinen letzten Beitrag. Dort berichte ich darüber, wie ich das SSD einsetze. Du kannst dort entnehmen, dass ich ein SSD, obschon "nur" eine 60 GB Vertex II, als Systemdrive verwende. Ich berichte dort auch von meinen Tests, wo ich dieses Drive als Datenspeicher eingesetzt hatte. Freilich haben meine Tests nicht alle denkbaren Real-Situationen abgedeckt, sondern die für mich relevanten.

      Ich werde nun noch meine Signatur aktualisieren, damit ihr euch ein Bild meines Schnitt-Rechners machen könnt.

      Gruss
      Roman

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Roman Schön ()

    • Leute, ich nutze seit einem Jahr im Schnittsystem eine SSD - 128 GB. Aber als Systempartition. Stimmt, es beschleunigt den Start des Systems und den Zugriff auf Programme - das Starten von Programmen. Das ist durchaus ok wenn man das will.

      Aber all meine Videodatein liegen auf dem Raid5 System - oder sogar auf einzelnen Platten. Geht genauso.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • wolfgang
      Leute, ich nutze seit einem Jahr im Schnittsystem eine SSD - 128 GB. Aber als Systempartition. Stimmt, es beschleunigt den Start des Systems und den Zugriff auf Programme - das Starten von Programmen. Das ist durchaus ok wenn man das will.

      Aber all meine Videodatein liegen auf dem Raid5 System - oder sogar auf einzelnen Platten. Geht genauso.


      Nur mal so zum überlegen::wink2:

      Thema Raid:

      Wenn es um einen "Arbeitsbereich" geht - also auf dem die Clips geschnitten und bearbeitet werden - ist Raid 5 eine der langsamen Methoden eines HDD-Verbunds. Dafür ist eine gewisse Ausfallsicherheit gegeben. Aber brauche ich sowas für einen Arbeitsbereich (temp)?

      Warum das ganze nicht splitten? Schneller als Raid 0 in diesem Zusammenhang geht nicht; ist aber zugegebenermaßen nicht sicher.
      VG Ekkehard
    • Na wer schon mal den crash eines raid0 Systems erlebt hat, der freut sich darüber sehr. Und ein Raid 5 muss nicht unbedingt langsam sein.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • denn zuerst lädt VDLX immer die Thumbs rund um die Stelle, wo sich die Abspielmarke befindet. Alle weiteren Thumbs werden bei freien Ressourcen nachgeladen oder dann, wenn sie wirklich benötigt werden.


      Nur zur Ergänzung: Das ist bei Vegas auch so. Aber genau diese Stelle rund um die Abspielmarke baut sich via SSD eben schneller auf. Das ganze Schnittgefühl ist dadurch flüssiger.
    • Hallo ,

      da das Arbeiten mit meinem neuen Schnittcomputer so viel Spass macht, melde ich mich erst jetzt.

      Ich habe mich bewusst gegen SSD entschlossen, da ich keine Daten darauf speichern möchte. Ich bin von vielen gewarnt worden, die durch SSD einen Supergau erlebt haben. Ich speichere zwar an jedem Tag, an dem ich mit Edius gearbeitet habe, das Projekt auf einer exteren Festplatte ab, aber halt nicht zwischendurch.

      Im Gegensatz zu meinem alten PC ist der neue turboschnell. Besonders beim Rendern und bei der Anwendung von Mercalli merke ich den unglaublichen Unterschied. Beim Arbeiten mit Edius 6.52 ( dieses habe ich geschenkt bekommen!) ist die Geschwindigkeit für mich absolut schnell. Ein ordentliches Trimmen der Clips bestimmt mehr die Zeit, die ich für die Bearbeitung eines Projekts brauche, als die "Arbeitszeit" des neuen Computers. Auch für das Erstellen eines schönen Titels brauche ich auch oft auch einige Zeit.

      Mit der Firma, die mir den Computer zusammengebaut hat, bin sehr zufrieden.
      Das "Innenleben" des neuen Computers war so ordentlich und schön, dass ich Fotos davon gemacht habe.
    • Original von golftiger
      Ich bin von vielen gewarnt worden, die durch SSD einen Supergau erlebt haben.

      :shake: :shake: :shake:Ich habe fünf SSD in Gebrauch, für Programme, für Projekte, und im Laptop. Läuft genauso zuverlässig wie eine "normale" Festplatte.
      Auch ich habe schon genügend Leute erlebt, die durch eine "normale" Platte einen Supergau erlebten. Daten sind halt mal flüchtig :Zwinkern:, egal wohin sie gespeichert werden.
    • Hallo Hans-Jürgen,

      hier einige Links zu SDD und HDD:

      gutefrage.net/frage/ssd-oder-hdd-

      pcgames.de/Speichermedium-Them…ell-aber-unsicher-841699/

      it-administrator.de/aktuelles/news/99268.html

      extreme.pcgameshardware.de/ssd…hdd-und-ssd-tutorial.html


      Die Meinungen zu SSD sind sehr unterschiedlich. Ich habe mich dagegen entschieden, da ich erst einmal die Schnelligkeit ohne SSD ausprobieren will.
      Mit meinem neuen Schnittcomputer bin ich sehr zufrieden. Fürs Trimmen etc. nehme ich mir viel Zeit, also bin ich der "Flaschenhals".

      Helmut hat es treffend zusammengefasst:
      "Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, aber er hat keinen Anspruch darauf, dass andere sie teilen."
    • Unter deinem zweiten Link kann man folgendes lesen:

      30 Prozent davon hatten keinen Flash-Speicher im Einsatz, unter den restlichen 70 Prozent befinden sich ebenfalls Personen, die zwar Vorteile bei den SSDs sehen, aber noch keine gekauft haben. Darüber hinaus ist nicht geklärt, welchen Anteil die SSDs an der Ausfallquote haben.


      Was soll denn solch ein Blödsinn? Das kann man doch wohl nicht ernst nehmen, oder?
      Außerdem sind die Umfragen schon älter, heute käme da mit Sicherheit etwas ganz anderes bei raus.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Original von Hans-Jürgen
      ...heute käme da mit Sicherheit etwas ganz anderes bei raus.

      Ist doch egal, wir können nur eine Empfehlung aus unserer Erfahrung heraus geben. Ob sie dann der Andere für sich umsetzt oder nicht, liegt nicht in unserem Zuständigkeitsbereich.
      Die Erfahrung hat gezeigt, dass jeder der anfangs glaubte eine SSD ist nicht so der Hit, wurde schnell eines Besseren belehrt sobald er eine hatte.
      Sicher waren Festplatten noch nie und wer sich darauf verläßt, dass nichts passiert ist selber schuld egal ob bei SSD oder konventionieller Platte.
    • Derzeit wäre diese SSD, (vom Preis/Leistungsverhältnis) die auch für das Video-Rendering als temporäre Arbeitsumgebung geeignet ist, mein Favorit. Das Board sollte allerdings SATA-3 6GB/s unterstützen. Vielleicht bleibt ja nach dem 2-Monats-Urlaub ab Mai noch Geld übrig :pfeifen:
      VG Ekkehard