Erfahrungen mit Hackintosh

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    • Erfahrungen mit Hackintosh

      Es hat mir halt doch keine Ruhe gelassen und ich habe mir einen Hackintosh gebaut. Ich war überrascht, dass es doch relativ einfach geht, wenn es sich auch von der Installation eines Windows-Rechners grundlegend unterscheidet.

      Man muss sich aber gehörig in die Materie einlesen, sonst wir das nichts.
      Die Problematik fängt damit an, dass nicht jede Hardware dafür geeignet ist. Am besten eignen sich noch Gigabyte Motherboards mit Intel CPU's, aber auch da gibt es Unterschiede.
      Apple liefert seit Lion keine Installations-DVD's mehr aus, ein Bootmedium wird aber benötigt. Dies ist aber das kleinste Problem, da es bei Apple die DVD von Snow Leopard für 18€ zu kaufen gibt (da könnte sich MS ein Beispiel nehmen, ein Betriebssystem für 18€)
      In den diversen Foren werden dann Bootloader angeboten, mit denen der Rechner erst gebootet wird und dann kann Snow Leopard installiert werden.

      Über ein weiteres Programm, das in den Foren verfügbar ist (Multibeast) wird dann der Bootloader fest installiert und diverse Treiber eingebunden. Sollte Apple die Hardware kennen, dann ist es kein Problem, wenn nicht beginnt eine eventuell unendliche Suche im Internet nach passenden Treiber (die kext heißen).

      Wenn man alle diese Hürden gemeistert hat, bootet der Rechner einwandfrei und das Betriebssystem läuft. Auf meinem System konnte ich keine Schwierigkeiten feststellen, alles lief ohne Beanstandung. Was mich überrascht hat ist, dass selbst mit relativ schwacher Hardware (CoreDuo 2,3GHz, 4GB RAM) das System absolut flott läuft - kein Vergleich zu Windows.

      Die Bedienung von OS X ist für einen Windowsumsteiger ganz schön gewöhnungsbedürftig (ich saß noch nie vor einem Mac). Vieles geht ähnlich, aber eben nicht alles. Das ist aber alles zu lernen. Erstaunt war ich auch, dass die Bedienung von iPad und iPhone sehr ähnlich ist. Für jemanden der sich wenig mit Computern befassen will bestimmt ideal. Wenn man aber so wie bei Windows mehr in die Eingeweide will, wird es kompliziert - Apple hat dies alles gut versteckt. Was mich aber total verwundert hat, dass viele Dinge, die unter Windows selbstverständlich sind, unter OS X nur mit Hilfe des Terminals (vergleichbar der DOS Eingabeaufforderung) und kryptischen Befehlen bewerkstelligen lassen - Unix lässt grüßen.

      Ich habe dies rein als Bastelei aufgefasst und bin zufrieden, dass es auch geklappt hat. Einen Grund für mich, jetzt total auf OS X umzusteigen sehe ich aber nicht. Ich kann mit einem Mac nicht mehr und nicht weniger machen als ich auch mit meinem Windows Rechner machen kann. Die Mac Oberfläche ist schöner, manchmal auch intuitiver, aber manchmal auch komplizierter wenn man tiefer ins System will.

      Wer mehr als Anfänger PC-Wissen hat, kann sich leicht selbst seinen Wunsch-Mac bauen - aber ein paar graue Haare mehr wird er wohl trotzdem bekommen, denn auch ich war oft kurz davor dass Zeugs in die Ecke zu werfen. :Zwinkern:
    • RE: Erfahrungen mit Hackintosh

      Apple liefert seit Lion keine Installations-DVD's mehr aus, ein Bootmedium wird aber benötigt. Dies ist aber das kleinste Problem, da es bei Apple die DVD von Snow Leopard für 18€ zu kaufen gibt (da könnte sich MS ein Beispiel nehmen, ein Betriebssystem für 18€)


      Nun, man kauft bei Apple die OS Lizenz mit dem Gerät, somit hat man gar keine andere Wahl. Medien für vorinstallierte Programme nachzubestellen, ist auch bei MS möglich. Bei Office 2007 habe ich für vier Medien afaik 4,99,- bezahlt.
    • Da ich ja noch kein Mac System hatte, habe ich nicht nur das Medium gekauft sondern auch die Lizenz. Auch das Update auf Moutain Lion kostet nur 18€.
      MS war ja mit seinem Updateangebot für Win8 für 30€ schon günstig, aber das gibt es nicht mehr.
      Aber versuch mal von MS für ein vorinstalliertes Windows eine Disk zu bekommen. :pfeifen:
    • Bäääh, wie Uncool - ein Hackintosh - da fehlt doch daqs stylische Appledesign und keiner seiht dass Du OSX laufen hast ! :D :D :D

      Ich habe vor ca. 2 Jahren ein Netbook von DELL (Mini10V) sozusagen "verhackintosh't" und war auch im Endeffekt verblüfft wie einfach das dann doch ging......aktuell war ich am überlegen ob ich den iMac welchen ich zu Hause für die 0815-Arbeiten (Surfen, Mails, Office....) im Arbeitszimmer nutze zu ersetzen (das Teil ist inzwischen steinalt) und habe evtl. einen Hackintosh im Visier.....oder doch wieder einen iMac, mal schauen....

      Servus

      Dirk

      P.S.: es ist übrigens auch nicht sonderlich schwer einen Mac zu verMicrosoften (dank Bootcamp....) ;)
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • Aber es ist interessant mal über den Tellerrand zu blicken.


      Sehr schöner Bericht,
      ich möchte mein Netbook zum Sichern auf Reisen ersetzen und da ist neben
      Microsoft Surface (RT od. Pro) auch das MacBook Air 11‘‘ in der engeren Auswahl.

      P.S. Das Netbook wird auch für GPS Anwendung und Internet genutzt.


      Gruß :beer:
      Manfred
    • Den Beitrag habe ich auch schon durchgearbeitet vor einiger Zeit, eine Weile wollte ich mir das Ding ebenfalls zusammenbauen als Bastler. Dann bin ich darauf gekommen, dass ich mit meinem Windows-PC eigentlich sehr zufrieden bin und nichts anderes benötige. :computer:
      ++++++ GUT DING BRAUCHT WEILE ! ++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 8.x - DaVinci Res.14 - i7-6700 +++
    • Sehr gute Anleitung :yes:
      Nachdem der erste Versuch so gut geklappt hat habe ich jetzt mein System so wie es links in meinem Profil steht, zu einem Mac umgebaut. Da ich sowieso Wechselplatten habe, konnte ich dies leicht machen, ohne mein Windows in Mitleidenschaft zu ziehen.
      Habe von einem USB-Stick Mountain Lion installiert und alles läuft prima. Auch auf meine zusätzlichen NTFS-Platten die ich im Rechner habe kann ich zugreifen.
      Durch die Wechselplatten kann ich jetzt problemlos die Betriebssysteme wechseln.
      Produktiv werde ich den Mac nicht einsetzen, da ist mir Windows lieber, da kenne ich mich besser aus :pfeifen: - aber zum experimentieren ist es OK.
    • Das wäre mir alles viel zu kompliziert und umständlich, aber ich bin auch nicht wirklich eine Bastlerin. Habe zwar, das bilde ich mir zumindest ein, Ahnung von Technik, aber da hört es vermutlich auf. Wie bereits erwähnt, finde ich die Apple-Produkte und das Mac OS X gar nicht so verkehrt! Seit Kurzem besitze ich ein MacBook Pro und unter den Smartphones gefällt mir das iPhone eigentlich auch am besten. Ich habe mich jetzt für das iPhone 5 entschieden, welches ich mir auf nächste Woche bestellen werde. Wieso also nicht bald auch einen iMac oder was auch immer kaufen!:-)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ronja ()

    • Hier meine weiteren Erfahrungen mit dem Bau eines Hackintosh.
      Das Problem meines bisherigen Systems war, dass man doch noch relativ "rumbasteln" musste, damit es lief. Zusätzlich musste man sich jedes Update verkneifen, da dies das System eventuell unbrauchbar gemacht hätte.

      Deswegen hat mich die Sache weiter interessiert und bin auch fündig geworden.

      Von der Fa. Quo in USA gibt es ein Motherboard, das speziell dafür geschaffen wurde jedes Betriebsystem laufen zu lassen.
      quocomputer.com/shop/z77mx-quo-aos/
      Ich bestellte mir also solch ein Motherboard in USA. Erst als ich nach 4 Wochen drohte meine Bestellung zu stornieren, erhielt ich zwei Tage später das Motherboard (aus USA :streichel:)
      Dazu einen i7-3770 und 16GB Ram und das Experiment konnte losgehen.

      Die einzige Schwierigkeit ist nur das passende BIOS zu finden. QUO selbst liefert nur ein BIOS für Windows mit, da sie sonst vielleicht Ärger mit Apple bekommen. Es ist aber kein Problem das BIOS im Internet zu finden.

      Nachdem es das aktuelle Betriebssystem Mountain Lion nur noch als Update gibt, muss man sich einen bootbaren USB-Stick mit ML erzeugen. Anleitungen dafür gibt es zuhauf im Internet.

      Danach erfolgt die Installation vollkommen problemlos wie bei Windows. Nach ein paar Minuten (habe es auf eine SSD installiert) ist alles fertig. Man muss jetzt im BIOS die Bootreihenfolge nur auf Mac stellen und der Rechner bootet mit OS X als wenn es ein reinrassiger Mac wäre.

      Auch das automatische Update auf 10.8.5 erfolgt vollkommen ohne Probleme. Die eingebaute Grafikkarte des 3770 wird sofort erkannt und es werden auch alle Treiber automatisch geladen. Nachdem die interne Grafikkarte aber nur Auflösungen bis 1920x1200 kann, ich aber eine höhere Auflösung brauche, habe ich eine Nvidia GTX 670 eingebaut. Eingeschaltet und lief sofort.

      Bis jetzt läuft das System vollkommen problemlos und es war eigentlich genauso leicht zu installieren wie Windows. obwohl die Hardware nicht von Apple kommt. :jubilie:
      Nur mit der Bedienung stehe ich noch ein bisschen auf Kriegsfuss :pfeifen: Jahrzehnte mit Windows haben ihre Spuren hinterlassen.
    • Interessant Deine Erfahrung dazu. :yes:

      Sag mal, vielleicht kannst Du mir in einer Sache helfen:

      Welche Eigenschaften (in MediaInfo) muß eine MPEG-4 Datei im MOV Container (QuickTime) haben, damit sie von FinalCut X auf so einem Mac-/Hackintosh importiert werden kann von einer Daten-DVD zum Beispiel?

      Vielleicht haben aber auch andere User hier die nötige Videospezifikation parat weil Sie auf Apple-Computern arbeiten?
      ++++++ GUT DING BRAUCHT WEILE ! ++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 8.x - DaVinci Res.14 - i7-6700 +++
    • Tut mir leid Bruno, aber da kann ich dir nicht weiterhelfen. Ich möchte zwar noch FCPX ausprobieren, ebenso die Adobe Programme, aber jetzt war ich erst mal mit den Grundlagen beschäftigt. Es ist ja nur ein Spielzeug für mich - man hat ja sonst nichts zu tun. :Zwinkern: