Smartphones erobern Foto- und Videomarkt

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    • Automatikmodus? Da soll die HauptCam bei LowLight auf ISO1600 stellen, die lichtschwächere ZoomCam gar auf 3200. Das (1600) ist selbst bei Bridgekameras kaum mehr zumutbar, bei diesen Minisensoren dürfte es ungenießbar sein. ISO 3200 brauchen wir dann garnicht erst auswerten. Ich vermute mal im manuellen Modus, unter Ausschalten (wenn das geht) der Zoom Cam ist bei F1.7 fder Hauptcam mit moderaten ISO Werten mehr drin.
    • Leider gibt es im Videobetrieb nur den Automatikmodus, den Pro-Modus, wo man alles selbst einstellen kann, gilt nur für den Fotobereich. Ich verstehe nicht ganz
      wieso man so etwas macht..
      Na ja, wie auf immer auch, ich filme wieder und weiter mit meinem guten alten Galaxy s7edge, dann weiß ich, dass ich immer gute 4k-Videos bekomme.
    • Der Regisseur Steven Soderbergh (“Ocean’s Eleven”) setzt sich von Hollywood ab und will künftig mit einem iPhone seine Filme drehen. Soderbergh, der 2001 für Traffic - Macht des Kartells" mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, geht es vermutlich nicht so sehr um das iPhone, sondern um die Abkehr von dem Studiosystem. Er will weg von den starren Strukturen des bisherigen Filmgeschäftes und mehr in Eigenregie bestimmen, wie er einen Film dreht und wie er vermarktet wird. Und da kommt ihm die preiswerte aber leistungsfähige Technik der neuen Smartphones entgegen.

      Soderbergh hat nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit den Horror-Thriller "Unsane" (Wikipedia) mit einem iPhone gedreht. Der Film soll im Februar dieses Jahres bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin vorgestellt werden. "UNSANE - AUSGELIEFERT" von Filmstarts.de

      Nun sind wir keine kleinen Soderberghs und haben andere Probleme, als uns von Hollywood abzusetzen. Wenn wir mit etwas Abstand auf das Filmemachen schauen, dann könnten wir ja mal von der Jagd nach der neuesten Kamera ablassen und einfach mit dem, was wir haben, mehr Filme drehen.

      Beste Grüße, Uli
    • Rod schrieb:

      Der Regisseur Steven Soderbergh (“Ocean’s Eleven”) setzt sich von Hollywood ab und will künftig mit einem iPhone seine Filme drehen.
      Finde ich nicht gut. Von "Hollywood" bzw. namhaften Filmemachern erwarte ich eine höhere (technische) Bildqualität als sie dem Hobbyisten/Amateur normalerweise möglich ist. Mir ist klar, dass wir wohl nie wieder den Unterschied von 70 mm Film im Kino und 60 cm SW-TV in den eigenen vier Wänden erleben werden, aber einen "technischen Gleichstand" finde ich nicht erstrebenswert, jedenfalls nicht, sofern man für "Kino"- bzw. "Hollywood"-Produktionen bezahlen soll. Ja, bei der Produktion gibt es noch mehr Unterschiede als nur die Kamera (Geschichte, Schauspieler, Locations, Bauten, etc.), aber das Bild ist schließlich ein wesentlicher Aspekt des Endprodukts.
      Greetings,
      ro_max

      Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
      ------------------------ Meine CGI-Tests auf Vimeo. --------------------------
    • Rod schrieb:

      dann könnten wir ja mal von der Jagd nach der neuesten Kamera ablassen und einfach mit dem, was wir haben, mehr Filme drehen.
      Ja Uli,
      da hast Du recht. Wir könnten doch einige schöne Filme mehr machen, wenn wir diese Zeit dafür nützten.
      Gruß Udo
    • Rod schrieb:


      Nun sind wir keine kleinen Soderberghs und haben andere Probleme, als uns von Hollywood abzusetzen.

      Manche "Filmmaker" sind gerade auf dem anderen Weg - ihre Filme sollen werden wie direkt aus Hollywood ;)


      Rod schrieb:


      Wenn wir mit etwas Abstand auf das Filmemachen schauen, dann könnten wir ja mal von der Jagd nach der neuesten Kamera ablassen und einfach mit dem, was wir haben, mehr Filme drehen.
      Von der Zeit die manche mit dem "Pixelpeepen" beschäftigt sind gar nicht zu reden - wenn man die vielleicht mal in ein ordentliches Konzept für seine Filme, in eine gute Vorbereitung oder auch in einen ordentlichen Kommentar investieren würde - das macht einen Film deutlich besser als wie wenn er mit der allerneuesten Kamerageneration gedreht wird....

      Wobei ich inzwischen meine eine Abkehr vom "Pixelwahn" zu bemerken - manchmal geht inwzischen der Wunsch nach maximaler Bildqualität zurück - einige Filmer sind da inzwischen wohl am "zurückrudern" und haben erkannt das auch andere Dinge einen guten Film oder ein gutes Video ausmachen ;)


      Aber um mal auf das eigentliche Thema zurück zu kommen - dem Abschied von Hollywood und dem ganz großen Aufwand einer Hollywoodproduktion - dahinter steckt oftmals der Wunsch kreativer, schneller, spontaner arbeiten zu können. Hollywood ist ein großer, behäbiger Haufen, da reden Gewerkschaften mit, es gibt Reglementierungen und Dinge werden gemacht "weil man das schon immer so gemacht hat" und ähnliches. Den Wunsch da freier zu sein und den Ballast einer großen Studioproduktion abzuwerfen, auch auf Kosten der Bildqualität ist für mich verständlich. Allerdings muss es meiner Meinung nach nicht gleich der Rückschritt auf ein iPhone sein, das ist vielleicht dann schon ein kleinwenig heftig....
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    • ro_max schrieb:

      Finde ich nicht gut. Von "Hollywood" bzw. namhaften Filmemachern erwarte ich eine höhere (technische) Bildqualität als sie dem Hobbyisten/Amateur normalerweise möglich ist.

      ro_max schrieb:

      aber das Bild ist schließlich ein wesentlicher Aspekt des Endprodukts.
      Aber wenn das Bild gut genug ist? Wenn das Bild genau zur Geschichte passt, dann hat es doch seine Aufgabe erfüllt.

      Soderbergh sagt zu dem Bild, das er mit dem iPhone erreicht: “I’ve seen ['Unsane'] 40 feet tall. It looks like velvet. This is a game changer to me.” ("Ich habe ["Unsane"] gesehen, 40 Fuß groß. Es sieht aus wie Samt. Das ist eine grundlegende Wende für mich." (Business Insider - Übersetzung von mir)

      Gut, ab Februar / März werden wir sehen, wie das Bild ist und ob sich seine Story damit erzählen lässt.

      MacMedia schrieb:

      Wobei ich inzwischen meine eine Abkehr vom "Pixelwahn" zu bemerken - manchmal geht inwzischen der Wunsch nach maximaler Bildqualität zurück - einige Filmer sind da inzwischen wohl am "zurückrudern" und haben erkannt das auch andere Dinge einen guten Film oder ein gutes Video ausmachen
      Unter uns Amateuren wird "maximale Bildqualität" sehr oft mit den meisten Pixeln und vor allem maximaler Schärfe :P gleichgesetzt. Zum Beweis der Qualität schauen wir uns einen Chart an und zählen die Linien, die aufgelöst werden.

      Nebenbei, die meisten Arri Alexa & Co Kameras haben nicht mal 4K (meist 2,8 K oder 3,4K) und sind trotzdem die am häufigsten verwendeten Kameras bei Profis "Infographic: Cameras and Lenses Used to Shoot Sundance 2018 Movies" (Nofilmschool)

      Auf die Frage nach 4K schreibt Arri "Mit einer ALEXA Classic können Sie im Format 16:9 ARRIRAW (2.8 K) drehen und in der Postproduktion ein Upsampling auf 4K Cine oder 4K UHD durchführen. Diese Methode hat sich bei zahlreichen Spielfilmen erfolgreich bewährt. Beispielsweise bei [i]Skyfall, der sogar in IMAX-Kinos gezeigt wurde, oder bei Avengers, X-Menund vielen anderen Filmen (...) Drehs im Open Gate ARRIRAW Format (3.4K) mit anschließendem Upsampling in der Postproduktion. Auf diese Weise entstehen aktuell eine Reihe von High End-Spielfilmen in 4K DCI."

      Wenn für eine Amateurkamera allein das Wort "Upsampling" verwendet würde, dann würde ein Shitstorm :Schmerz: durch die Foren fegen, der den sofortigen Untergang (mindestens) dieser Kameramarke ganz sicher vorhersagen würde.

      Amateure scheuen vor allem zurück, was nicht messbar und damit für sie eindeutig einzuordnen ist. Beispiele: Diese Kamera hat 501 Punkte und ist damit messbar besser als die mit 499 Punkten. Mal ehrlich, wie viele Bestencharts habt ihr z. B. bei "Videoaktiv" heruntergeladen, um genau so Eure Kamera zu finden (ich erkenne mich selbst wieder)? ;) Der Trompetenchart zeigt bei Kamera XY eine etwas bessere Auflösung als bei der AB an, damit ist XY der AB messbar überlegen. "Die kauf ich". Das erinnert irgendwie an "malen nach Zahlen".

      Sowie es um die künstlerische Beurteilung eines Bildes geht, scheuen die meisten Amateure zurück. Da fühlen sie sich unsicher, das lässt sich nicht messen und damit eindeutig einordnen. :/ Meist wird dann noch nachgeschoben, ist ja eh alles subjektiv, meint: darüber brauchen wir nicht sprechen. Aber ganau darüber sollte man sprechen, denn das macht einen Film wirklich aus.

      Zurück zum Pixelwahn: In der Tendenz meine ich auch, dass sich ganz, ganz langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass Schärfe nicht alles ist. Dass die Art, wie eine Kamera feinste Farb- und Helligkeitsabstufungen darstellt, wie hoch der Dynamikumfang ist, für die Story weit wichtiger sind. Und überraschenderweise kommen da plötzlich Smartphones mit auf die Tagesordnung. Schaun mer mal, was die alles noch leisten. ;)

      Beste Grüße, Uli
    • MacMedia schrieb:

      Den Wunsch da freier zu sein und den Ballast einer großen Studioproduktion abzuwerfen, auch auf Kosten der Bildqualität ist für mich verständlich. Allerdings muss es meiner Meinung nach nicht gleich der Rückschritt auf ein iPhone sein, das ist vielleicht dann schon ein kleinwenig heftig....
      Das ist eben auch mein Punkt. Wenn man bekannte Schauspieler bezahlen kann, dann ist auch eine RED-Kamera, eine Cxxx, FSx, Ursa Mini Pro, o.ä. locker im Budget drin.

      MacMedia schrieb:

      Von der Zeit die manche mit dem "Pixelpeepen" beschäftigt sind gar nicht zu reden - wenn man die vielleicht mal in ein ordentliches Konzept für seine Filme, in eine gute Vorbereitung oder auch in einen ordentlichen Kommentar investieren würde - das macht einen Film deutlich besser als wie wenn er mit der allerneuesten Kamerageneration gedreht wird....
      Das ist prinzipiell wohl richtig. Aber: Wer investiert denn (auch als Amateur) diese ganzen Aufwand in Idee, Drehbuch, Umsetzung, Produktion, etc. um dann ein Smartphone für ein paar (hundert) Euro einzusetzen, um das Ergebnis all dieser Arbeit festzuhalten?

      Ich habe noch keine Angaben zu den Kosten für "Unsane" gefunden, aber das Budget müsste schon 7-stellig sein. Und dann ein iPhone? :wallbash:
      Greetings,
      ro_max

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    • Rod schrieb:

      Aber wenn das Bild gut genug ist? Wenn das Bild genau zur Geschichte passt, dann hat es doch seine Aufgabe erfüllt.
      Hmh. Wem ist das Bild gut genug? Wenn das Bild eines Films Mist ist (ich also beim Ansehen permanent denken muss, dass meine Kameras das besser hinbekommen hätten), dann schaue ich den Film nicht weiter. Egal wie toll die Story ist. (Und tolle Storys sind ohnehin sehr, sehr rar gesät, auch in Hollywood. Daher mache ich auch keine "Filme". Ich weiß einfach keine (für mich realisierbare) Story, die es sich lohnen würde, filmisch zu "erzählen".)

      Rod schrieb:

      Soderbergh sagt zu dem Bild, das er mit dem iPhone erreicht: “I’ve seen ['Unsane'] 40 feet tall. It looks like velvet. This is a game changer to me.”
      Kann ich nicht beurteilen. Ich werde den Film (wenn überhaupt) erst sehen, wenn er "gratis" auf Amazon Video läuft und bestimmt nicht im Kino oder auf Kauf-BD. Es hat in den letzten 20 Jahren allerdings auch keinen anderen Film gegeben, für den ich einen Kinobesuch auf mich genommen hätte. :pfeifen:
      Greetings,
      ro_max

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    • Ich halte die Diskussion für absurd. Nur weil einer aus irgendeinem Protest in Hollywood mit dem iphone dreht, auch wenn’s Herr Sodertal ist muss man das auch machen wollen?

      Hat auch nichts mit der Story zu tun - nur Unerfahrene glauben mit Pixel die Story ersetzen zu können.

      Ich habe mit iPhones gedreht, aber auch der FS7/EVA1. Warum auch nicht? Geht beides.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • wolfgang schrieb:

      Ich halte die Diskussion für absurd. Nur weil einer aus irgendeinem Protest in Hollywood mit dem iphone dreht, auch wenn’s Herr Sodertal ist muss man das auch machen wollen?
      Na Soderbergh dreht, sofern es stimmt, real mit einem iPhone. Insofern ist es nicht absurd. Und dass jeder ihm folgen soll oder gar muss, hat er nicht mal andeutungsweise gesagt. Ich finde seinen Schritt insofern bemerkenswert, da er vor seiner Pause mit den REDs gedreht hat.

      wolfgang schrieb:

      Hat auch nichts mit der Story zu tun - nur Unerfahrene glauben mit Pixel die Story ersetzen zu können.
      So hat das auch niemand gesagt.

      Meine Schlussfolgerung wäre anders: Soderbergh mag das mit einem iPhone für die große Leinwand hinkriegen, der weiß worauf es ankommt.

      Wir brauchen ein wenig mehr technische Unterstützung, zum Beispiel eine Panasonic FZ2500/1000, G80, GH4/5, eine Sony A53, A6000/6300 oder eine Canon D60/70/80 usw. und können beruhigt unsere kleinen Filme machen.

      Beste Grüße, Uli