Onlinespeicher,Cloud?

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    • Jein
      Das Problem dabei ist, dass wenn du von unterwegs auf deine Daten zugreifen willst, du auf die langsame Uploadgeschwindigkeit deines eigenen DSL angewiesen bist. Eine externe Cloud hat den Vorteil, dass der Download der Dateien sehr schnell geht, der Upload aber natürlich auch langsam. Aber wenn die Dateien einmal übertragen sind, habe ich immer die schnelle Geschwindigkeit für die Downloads.
      Von der Sicherheit des eigenen DSL-Anschlusses und des dann daran angeschlossenen NAS wollen wir lieber nicht reden, da ist jede externe Cloud Fort Knox im Vergleich.
      Habe selbst eine Synology NAS, habe sie auch ins Internet freigegeben, weiß also wovon ich spreche.
    • Hallo Helmut,

      mit Deiner Aussage: "Von der Sicherheit des eigenen DSL-Anschlusses und des dann daran angeschlossenen NAS wollen wir lieber nicht reden, da ist jede externe Cloud Fort Knox im Vergleich."...
      - hast Du schon recht.

      Ich möchte aber auch mal meinen Senf beigeben:
      Ich betreibe die Fotografie professionell, speziell in meinem Fachgebiet der Gemälde- und Skulpturenfotografie des Mittelalters. Unser Archiv hat etwa 50.000 Aufnahmen, meist Großformat. Viele dieser Aufnahmen werden von anderen Verlagen oder Museen zum Abdruck angefordert und natürlich auch bezahlt, schließlich lebe ich (auch) davon.

      In einer Cloud wären mir diese Aufnahmen zu unsicher, niemand im Internet bietet Dir etwas kostenlos an, irgendwo ist immer ein Haken. Da mir meine DATEN, nicht aber das uneingeschränkte Nutzungsrecht der Aufnahmen, sollten sie z.B. aus einer Kirche oder einem Museum stammen, zustehen, käme ich in Teufels Küche, würden die Aufnahmen ohne mein Wissen veröffentlicht.

      Wer seine privaten Fotos dort einstellt (Mutters Geburtstag, Hochzeit, Taufe, Urlaub etc.), der macht sicherlich nichts falsch. Aber prof. Fotos mit Verwertungscharakter gehören dort nicht hin.

      Bei uns lagert alles auf Servern, die keinen Internetzugang haben. Auch meine Macs haben keinen, das sind "Arbeitstiere". Bestellt jemand Aufnahmen oder fragt, ob wie dies oder jenes haben, dann bekommt der Kunde erst einmal Tumbnails zur Auswahl. Das alles geschieht über mein "Turnschuhnetzwerk", somit bleiben meine Daten immer bei mir und nur das geht raus, was gefordert ist.

      Bin ich unterwegs und brauche gewisse Aufnahmen, dann nehme ich meine mobile 2TB-Festplatte mit, da paßt das wichtigste drauf. Und Platz braucht die ja nicht gerade viel.

      Meine Aufnahmen jedenfalls kommen in keine noch so angeblich sichere Cloud.

      Gruß
      Winfried
    • Da hast du ja auch völlig Recht. Jeder der Daten irgendwo aufbewahrt und die dann übers Internet abrufbar sind, sollte sich der Gefahr des Missbrauchs klar sein.
      Keiner legt Geldscheine auf eine Parkbank und wundert sich dann, dass sie auf einmal weg sind.
      Es gibt Vorteile die für eine Cloud sprechen, die Nachteile die damit verbunden sind muss man dann aber auch akzeptieren. Deswegen halte ich den einzigen möglichen Weg in diesem Fall die Daten zu verschlüsseln. Daten, bei denen es egal ist, wenn sie in fremde Hände fallen würde ich auch nicht verschlüsseln.
      Ich habe sogar daheim ein externes Festplattengehäuse das Verschlüsselung erlaubt und da sind Daten drauf, die dann auch bei einem Einbruch oder wenn ich sie unterwegs verliere geschützt sind.

      satechi.net/index.php/computer…nclosure/satechi-lockdown
    • ... aber auch wenn die Daten auf deiner Festplatte nach dem Diebstahl wegen der Verschlüsselung sicher sind - weg sind sie trotzdem!

      Das Datacenter in der Cloud wird zwar nicht geklaut, aber ist - bei einem seriösen Anbieter gesichert.
      Sensible Daten lege ich sowohl zuhause als auch in der Cloud verschlüsselt ab.
      Liebe Grüße
      Uwe
    • Original von Albireo
      Meine Aufnahmen jedenfalls kommen in keine noch so angeblich sichere Cloud.

      Den Standpunkt verstehe ich nur zu gut. Man muss sich einfach mit dem Gedanken anfreunden, dass keine Cloud sicher ist. Der Datenklau bei Adobe zeigt, dass auch riesige Firmen gegenüber konsequentem Diebstahl machtlos sind. Was ins Internet hochgeladen wurde, entzieht sich letztendlich meiner Kontrolle. Selbstverständlich gibt es gute Gründe für die Cloud. Ob das nun mein Terminkalender oder Teile meines Büros sind, es ist einfach unglaublich praktisch auf verschiedenen Geräten an verschiedenen Standorten immer den gleichen Datenstand zu haben. Nur gibt es das nicht für lau. Da nimmt man sich einen Profi-Hoster, der sich darauf spezialisiert hat. Aber an die letztendliche Sicherheit glaube ich da auch nicht, auch wenn mir mein Hoster schriftlich versichert hat, dass seine Server auf deutschem Rechtsgebiet stehen.

      Als abgesicherten Speicherplatz sehe ich die Cloud auch nicht. Das wird zwar gerne so vermarktet, schwimmt der Hoster geschäftlich den Bach hinunter, dürften das alles nur Worthülsen gewesen sein. Die Sicherung meiner Daten obliegt mir selbt. Und die hab ich in 3-facher Ausfertigung, automatisiert und tages-aktuell. Und alles was ich unterwegs benötige, habe ich auf einem verschlüsselten USB-Stick bei mir. Das hat sich bis dato bewährt.
    • Original von Albireo
      Meine Aufnahmen jedenfalls kommen in keine noch so angeblich sichere Cloud.


      Ich denke mal, dafür ist eine Cloud auch gar nicht gedacht.
      Ich bearbeite gerade einen Film über das Pantanal (Brasilien) und habe dazu über 200gb Rohmaterial auf der Festplatte.
      Da wird doch wohl niemand auf den Gedanken kommen diese Mengen in eine Cloud zu laden, oder?
      Selbst der fertige Film wäre mir dazu viel zu groß.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Nochmals ein Satz dazu:

      Warum bieten uns diese Leute eine "Cloud" an? - Manchmal sogar für sehr wenig Geld. Irgendeinen Grund werden die schon haben, uns zuliebe machen die das keinesfalls. Und irgendwo muß da ein Haken sein, vielleicht auch nur im "Kleingedruckten".
      Es wurde ja schon erwähnt, was passiert, wenn eine solche Firma den Bach runter geht oder an einen Dritten verkauft wird.

      Bei einigen Fotoservern, auf die man seine Bilder kostenlos hochladen kann steht sogar dabei (ganz klein natürlich...), daß der Betreiber die Aufnahmen auch zu Werbezwecken verwenden kann. Und Werbezwecke bedeutet auch, sie verkaufen zu können. - Und da machen die Leutchen auch noch mit!

      Vor nicht all zu langer Zeit wurde die Bildagentur, bei der meine Aufnahmen lagen, an Corbis verkauft. Die wollten sofort andere Bedingungen einbringen, natürlich zum Nachteil des Fotografen. Da habe ich meine Bilder gekündigt und zurückgefordert. - Gut, das könnte man mit heutigen digitalen Daten auch machen, aber da genügt eben eine Kopie und der Rest verbleibt trotzdem bei der Agentur, ohne daß ich es weiß. Aber bei den Millionen von Fotos, die bei den Agenturen lagern glaube ich nicht, daß man jede vor dem Zurückschicken einscannen würde. Ich rede hier natürlich von anaglgen Fotografien.

      Mit Digitaldaten gehe ich da vorsichtiger um.

      Aber wie schon geschrieben wurde, bei Privatdaten und Urlaubsfotos oder Fotos, die man gerne anderen zeigen möchte, kann man das machen, mit wichtigen Daten wohl besser nicht.

      Besten Gruß
      Winfried
    • Ich weiß nicht, ich persönlich kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass meine Dateien online abrufbar sind. Okay, nur für mich... aber ich habe die Angst, dass es irgend eine Sicherheitslücke gibt und so Dateien Dritter heruntergeladen werden können. Ich nutze zwar Dropbox, aber nur für unwichtige Dinge.
    • Wer von euch verwendet für seine Bilder die zum Beispiel kostenlose Telekom Cloud? Habe mich da mal registriert aber bin nicht ganz sicher ob ich die kostenlosen 25Gig verwenden sollte für die Bilder. So ganz sicher sehe ich meine Daten dort nicht.


      Ich muss jetzt meine Meinung hierzu etwas revidieren: Zwar lade ich jetzt beileibe nicht mein gesamtes Bildmaterial hoch, eher ein paar Bilder oder Clip-Beispiele, um sie mit anderen besprechen (teilen) zu können - also quasi als Zwischenspeicher, auf den dedizierte Personen passwortgesteuert zugreifen können. Der Datenschutz spielt hier für mich keinerlei Rolle, das könnte eigentlich jeder einsehen... kann man aber nicht.

      Die Telecom Cloud ist schon eine nette Geschichte und groß genug für meine Zwecke ist sie auch. Sensible Daten werden dort nie landen, sondern allein auf meinem lokalen NAS. :pfeifen:

      Früher benutzte ich für meine "Cloud" einen FTP-Server von 1&1 - es war das Gleiche in Grün, nur hieß das halt anders. Immer diese Schlagwörter... :Zwinkern:
    • Da ich denke, dass das Thema auf jeden Fall noch aktuell ist, wollte ich es nochmal aufgreifen.
      Vor allem vom sogenannten Free Webspace, der von so vielen Host Services angeboten wird, würde ich dringend abraten. Kostenlos heißt in dem Falle auch ressourcenarm. Service, Wartung und Sicherheit kann allein mit zusätzlichen Werbe oder B2B Einnahmen niemals gewährleistet sein. Strato hat das auf ihrer Seite ziemlich gut erklärt, warum man vor allem bei seinen eigenen (eben vor allem sensiblen, wie Lothar schon schreibt) Daten nicht das erstbeste oder eben preisgünstige zurückgreifen sollte. Ich bin selber auch dort Kunde und bin vom Sicherheitsprofil überzeugt.

      LG
      johannis
    • Das wundert mich aber doch etwas das man heute noch von Sicherheit überzeugt sein kann. Nix ist sicher in meinen Augen, ausser nicht im Netzwerk zu hängen ist noch sicher.
      LG Andreas
    • Als ernsthaftes Backup kommt wg. der großen Datenmengen die Cloud nicht in Frage. Aktuell müsste ich dort knapp vier TB hochladen: Viel zu langsam, viel zu teuer.

      Was ich mache, alle meine wichtigsten Bilder werden im Ausgabformat JPEG bei Zenfolio gespeichert. Das ist aber nur eine Verteilstation und quasi eine Zusatzsicherung.

      Beste Grüße, Rod
    • Beim Thema Datenablage in einer Cloud sollte man nüchtern und wenig blauäugig nicht gleich zur angesagtesten und coolsten Cloud greifen, sonderns sich zumindestens ein paar Fragen stellen:

      1. Wo hat das Unternehmen seinen Sitz und wo werden die Daten gespeichert?

      2. Welche Sicherheitsmaßnahmen kann man selbst ergreifen

      Zu 1.
      Ich würde meine Daten nur einem Cloudbetreiber anvertrauen, der seinen Geschäftssitz und seinen Rechtssitz in der EU bzw. in den der EU rechtlich angeschlossenen Ländern, wie z.B. der Schweiz hat.
      Dann unterliegen sie nämlich dem Datenschutz der EU.

      Zu 2.
      Während ich Daten, wie Fotos+Musik bei Cloud-Lösungen wie unter 1. beschriebenen Anbietern speichern würde, käme das bei sensibleren Daten wie Dokumente, Zugangsdaten, ... für mich nicht in Frage.

      Ich selbst teile unkritische Daten über mein Mediencenter bei der Deutschen Telekom.
      Da ich selbst bei dem Laden in der IT-Entwicklung arbeite, kenne ich den Aufwand, den man hier treibt, um alle Datenschutzauflagen zu erfüllen.
      Man weiß dort genau, dass man sich Patzer bei der Sicherheit nicht leisten kann, da man sich dieses Geschäft sonst todsicher selbst kaputtmachen würde.

      Kritischere Daten lagere ich z.B. beim Anbieter Wuala, der seine Daten in der EU hält und somit auch 1. erfüllt..
      Für diesen spricht, dass dort meine Daten verschüsselt abgelegt werden.
      Allerdings verschlüsselt diese Daten nicht der Abieter sondern ich mit meinem Client.
      Deshalb weist Wuala auch darauf hin, dass er keine Möglichkeiten hat, Daten zu restaurieren, wenn der Kunde seinen Schlüssel nicht mehr kennt.

      Es gibt bestimmt keine absolute Sicherheit, aber wenn der Aufwand so hoch ist, dass sich jeder Gierige fragt, ob es den Aufwand wert ist, um an meine Daten zu kommen.

      Ganz darauf zu verzichten, kommt für mich nicht in Frage, da ich die Möglichkeit, von überall an meine Daten zu kommen, wenn ich einen Internet-Zugang habe.

      Übrigens: Wenn ich nur einen unverschlüsselten Hotspot-Zugang im Hotel/Flughafen oder Bahnhof habe, baue ich dort einen VPN-Zugang zu meinem Router daheim auf und greife von dort aus auf meine Daten zu.
      Das ist bei meinem iPhone/iPad nur ein Klick Aufwand.

      Gruß
      Uwe
      Liebe Grüße
      Uwe