Ein neuer Film entsteht - eine Dokumentation

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    • Ein neuer Film entsteht - eine Dokumentation

      Hallo,

      hier möchte ich einmal (wenns genehm ist..) über den Fortlauf unseres neuen Filmes berichten, ggf. auch unter "Pleiten, Pech und Pannen"...

      Zur kurzen Einführung:
      Der Film "Anschauliche Astronomie" soll ein Wegweiser für angehende Hobbyastronomen sein. Er soll aufzeigen, was man zur Astronomie braucht, was es kostet und wie man das Equipment einsetzt. Im Gegensatz zu anderen Filmen dieser Art, die gerade im TV liefen, wollen wir zeigen, daß dies auch mit relativ einfachen Mitteln geht (Maximalpreis der Ausrüstung ca. € 1000.-)

      Heute, am Sonntag, dem 1.12.2013 hatten wie den ersten Drehtag. Es lief ansich alles wie geschmiert (mit kleinen Ausrutschern...).

      Uwe und Frank (meine beiden Moderatoren) trafen um 15 Uhr bei uns im Atelier ein. Bei "etwas" eisiger Kälte, denn die Umluftheizung unserer Halle hätte zu starke Geräusche verursacht.
      - Pullover war also angesagt.

      Zuerst die Besprechung der beiden ersten Szenen in unserem Besprechungszimmer, - da war es wenigstens noch warm. Wie machen wir`s, wer fängt an und wenn, wie?

      Gut, alles war besprochen, also hin zum "Set". Probe: die Vorstellung der beiden Protagonisten. Die Kamera lief noch nicht, jeder gab seine Vostellung über sich selbst ab und ich konntrollierte den Bildausschnitt. - Klappte schon mal gut, vielleicht noch etwas steif. Also nochmal ohne Kamera. - Ging Klasse!

      O.k., Klappe 1, die erste. Uwe fing an, kam (fast) bis zum Ende, dann ein böser Verplappler. Er: zu Frank hin gewandt: "Scheiße!"
      Also: Nochmal, Vorstellung 1, Klappe, die zweite....
      Immerhin, bis beide durch waren, stand da Klappe die 8. (.....)

      Aller Anfang ist schwer. Die ersten 3 Minuten des Films benötigten immerhin mal satte 30 Minuten und je etwa 5-8 Drehs. Dann war das schon mal im Kasten. Und das war erst die Vorstellung meiner beiden Moderatoren (Amateure natürlich aus der Astroszene).

      Phase 2: Der erste Einstieg in die Astronomie: Die drehbare Sternkarte, das Antroid und das Fernglas.
      Ansich zwei Drehs, die ineinander übergehen sollen (und es auch taten). Beide Akteure waren nun schon etwas mehr gelöst, was dann auch "nur" jeweils 5 Klappen erforderte. Es war lustig. Mehrere Versprecher, einige durch meine Intervention verursacht. Nur als Beispiel:
      Man legt sich in einer lauen Sommernacht in den Liegestuhl und betrachtet sich mit dem Fernglas die Objekte, die dafür eben am besten geeignet sind: Andromeda, die Plejaden und die Hyaden. - Hm, was gemerkt?
      Im Sommer ???? - Mist! Also neu, das ganze nochmal! - OHNE Sommer ...
      Für die nicht Eingeweihten: die benannten Objekte sieht man mit Ausnahme der Andromeda Galaxie nur im Winter ....

      Am Ende: wir hatten Spaß dabei, auch wenn es im Atelier recht kalt war. Und die ersten Szenen haben wir nun schon im Kasten. Aber es wird noch ein hartes Stück Arbeit werden, bis die Aufnahmen alle gemacht sind. Es ist für die Akteure wie für mich ganz schön anstrengend, mehr als wir zuvor dachten. Die einen müssen auf ihre Mimik und auf die Texte achten, ich muß merken, wenn etwas falsch läuft (Texte und Mimik) und mich um Bildausschnitt, Zoom, Blende und Scharfeinstellung achten (die Kamera läuft manuell, das ist mir sicherer).

      Summa Summarum: so kann es weitergehen, wir haben Spaß dabei, die beiden kommen immer besser in ihre Rolle und das schwierigste liegt hinter uns, die Einführung und die Fernglasbeobachtung. Die nächste Sequenz werden die Teleskope bilden. - Und da sind unsere beiden Moderatoren endlich in ihrem Element, dann flutscht es richtig...

      Soweit der Bericht des ersten Drehtags.

      Und wie wird gefilmt?
      Kamera: JVC-GY-5001E mit 16x Fujinon Zoom
      Format: DV (als Lehrfilm auf DVD)
      Kameraausstattung: Hinterkamerabedienung Schneider für Blende/Zoom
      Hinterkamerabedienung für Schärfe
      Licht: Normlicht Kunstlicht 3200 Grad Kelvin, 1x Schirm silber, Durchmesser 2,2m, 2x Schirm 1,2m und 1x direkt Arri Stufenlinde 2KW, Hintergrund mit 1x 650W KL mit Blaufolie (Dämmerungseffekt)
      Ton: 2x AKG Mikrofone über Phantomspeisung, Stereo, am Galgen über den Akteuren montiert.

      Alles im Atelier mit "Zimmeraufbau" vor der Hohlkehle mit Requisiten.

      Soweit so gut. Sollte dieses Thema interessieren, dann bitte ich um Meldungen. Sollte es nicht interessieren, dann werde ich ohne Groll das ganze nicht mehr weiterführen. Ich dachte hierbei nur, es könnte für andere interessant sein, wie so etwas abläuft, wenn man als "Halb"-amateur mit Amateuren als Moderatoren arbeitet, welche Schwierigkeiten dabei auftreten und wie wir sie versuchen zu meistern.

      Beste Grüße
      Winfried

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Albireo ()

    • Also ich finde das durchaus interessant! Weiter so ... :D
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Danke Wolfgang,

      war mir nicht sicher, ob das hier interessiert.
      Weiter geht es zwischen den Tagen. Beide Mederatoren haben derzeit viel zu tun, der eine ist Direktor einer Gesamtschule, der andere im Aufsichtsrat einer großen Firma. Und nun kommen die Weihnachtstage....

      Das war heute mal ein Anfang, der uns zeigen sollte, wie gut das läuft. Habe mir gerade noch einmal die verschiedenen Einstellungen angeschaut. Die Vorstellung der beiden werden wir wohl zwischendurch noch einmal drehen, die beiden erscheinen mir einfach noch zu steif....

      Gruß
      Winfried
    • Moin Winfried,
      finde ich, wie Wolfgang bereits bemerkte, ach für mich sehr interessant wie ihr das durchführt. Also, weitere Berichte.
      Schön wäre es, wenn eine kleine Kamera mitlaufen würde, die dann mit Bildern die Schilderung untermalen würde.
      Ist natürlich ein großer Aufwand und hält evtl. von der eigentlichen Arbeit ab.

      Herzliche Grüße, gutes weiteres Gelingen,Uwe
    • Hallo Uwe,

      danke für Deinen Beitrag.
      Ja, es war geplant, einige Standaufnahmen mit der D3x mitzuschießen. Die Fotokamera stand auch 2 Meter neben mir und war aufnahmebereit. Doch in der ganzen Hektik des ersten Drehtages habe ich sie glatt vergessen!
      Aber beim nächsten Dreh werden wir ein paar Aufnahmen machen, die auch den Aufbau des Sets zeigen werden. - Ist versprochen.

      Ich war einfach zu sehr mit dem Filmen beschäftigt, das erforderte die meiste Aufmerksamkeit. Ich schließlich mein erster Dreh nach gut und gerne 20 Jahren. Da muß man sich dauernd einhämmern, nicht zu viel Zoomen, wenige Schwenks etc. Zudem noch auf Mimik und Texte achten, aufpassen, daß keiner mit den Händen eine Faust macht, daß die Akteure locker bleiben etc.
      Da blieb vorerst keine Zeit für Zwischenschüsse mit der Fotokamera.

      In dieser Woche werde ich noch die Zwischenschnitte drehen, die statisch aufgenommen werden und wozu ich keine Personen brauche. So die Fahrt entlang der verschiedenen Fernglasarten und das Zeigen der Austrittspupille der Ferngläser.

      Gruß
      Winfried
    • So,

      ich melde mich hier mal wieder in dieser "Abteilung" rein und berichte weiter:
      Im Winter mussten wir ja pausieren, das Gebläse der Heizung war für den Livfeton einfach zu laut und hatte gestört. Und ohne Heizung war es einfach zu kalt. Ist eben ein Fotostudio und nicht als Filmstudio konzipiert.

      Nun wollten wir im Frühjahr - also jetzt, - weiterdrehen. Aber die Abteilung "Pleiten, Pech und Pannen" verfolgt unser Ansinnen sehr vehement. Just als wir begannen zu drehen, baute man vor unserer Halle eine Baustelle auf. Die Rohrleitungen des Abwasserkanals werden neu verlegt. LKWgebrumme, kreischende Bagger direkt vor der Halle, da verstehst Du innen das eigene Wort nicht mehr! Dann kommt die Rüttelmaschine, - es reicht!

      Ergo müssen wir weiter warten, bis die Baustelle eine Straße weiter nach unten gezogen ist und wieder Ruhe einkehrt. Wird wohl noch 3 Wochen dauern...

      In der Zwischenzeit haben wir aber die Requisiten und Möbelwände umgebaut und verfeinert. Zudem komme ich nun mit der JVC-GY-5001 besser zurecht, ich habe halt Trockenübungen gemacht und einen 2m langen Slider gebaut. Momentan bin ich dabei, den Getriebemotor anzukoppeln und auszutesten. Da etwas vergammelt, wird auch die große Hohlkehle neu gestrichen (16m lang und 6 Meter hoch, das braucht einiges an weißer Farbe...).

      Nun müssen wir warten, bis hier wieder Ruhe einkehrt. Ich werde weiter berichten, sobald wir in den Startlöchern sitzen.

      Lieben Gruß
      Winfried
    • Moin Winfried,
      lass es ruhig angehen. Wenn die Bauarbeiten fertig sind, dann geht alles mit frischen Elan weiter.

      Viel Glück und gutes Gelingen bei Allem!

      Herzliche Grüße,Uwe