Wie Polarlichter filmen?

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    • Wie Polarlichter filmen?

      Hallo zusammen,

      nächsten März geht es nach Island mit der Hoffnung Polarlichter zu sehen.
      Natürlich möchte ich die dann auch mit meiner Sony NX 70 aufnehmen.
      Hat jemand eine Idee ob das überhaupt machbar ist (die Belichtungsdauer kann ich ja nicht beeinflussen) oder so etwas schon mal gefilmt?
    • Hi ruessel,

      ich kann die Verschlusszeit auf 1/6 hochschrauben und die Belichtung auf 1,8 setzen (aber das macht die Automatik wahrscheinlich automatisch auch).
      Frames zusammenrechnen kann die Kamera nicht.

      Ansonsten hätte ich noch die GOPro3 Black.
      Wäre das eventuell die bessere Wahl?
    • Hallo,

      die besten Polarlichter habe ich bei f:4.0 und 400ASA mit 30" Belichtungszeit erhalten. Es war ein 12mm Sigma Objektiv. Geht also eigentlich nur mit time laps an der digitalen Spiegelreflex. Jede Videokamera würde hier unterbelichten, da deren Belichtungszeit zu früh endet. - Ist ja (leider) nicht dafür geschaffen. Bei Gain +30 hättest Du auch zu viel Rauschen.

      Gruß
      Winfried

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    • Ich habe in Lappland letzten März Polarlichter gefilmmt. Tip: Mit 1/12 Sekunde oder weniger Verschlusszeit filmen, in der Nachbearbeitung mit 200-400% abspielen lassen. dann ruckelt es nicht mehr; da Polarlicht sich langsam bewegt, fällt das nicht weiter auf; die Rauschunterdrückung dezent aktivieren, da Polarlicht keine Texturen hat.
    • Bei Timelapse hast Du je nach Kamera und Helligkeit eine Verschlusszeit von 5-30 Sekunden pro Bild, d.h., die feinen Strukturen verwischen; vor allem das feine Glitzern ist vollständig verloren. Bei 1/25 und allenfalls 1/12 Sekunde hat man das noch drauf.
    • Hi,

      ja, das würde mich auch interessieren. Wir hatten hier bei uns im "Badischen Frankenland" 1996 2x sehr schöne Polarlichter in Grün und Rot. Habe viele Aufnahmen (Foto) gemacht. Ein Glitzern habe ich aber auch visuell nicht bemerkt. Das mag aber auch an der Geographie (für Polarlichter "südliche Gefilde") liegen.

      Gruß
      Winfried
    • Zitat youtube:

      Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar, weil es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden.
    • Original von Erichus
      ....zwar sieht man kein Glitzern, aber diverse Feinheiten, wie die spitzen Säume nach unten etc. Das geht halt bei Timelapse verloren.


      Mir ist nicht ganz klar, warum das so sein soll.
      Ist es nicht völlig egal, ob eine Kamera nur alle 2 Sekunden ein Bild aufnimmt oder ob sie in 2 Sekunden 100 Bilder aufnimmt, aber bis auf 2 von denen alle in der Nachbearbeitung verworfen werden?
      Warum sollen da auf einmal feine Säume oder glitzern zu sehen sein?
      Nach meinen Erfahrungen müsste doch die wesentlich höher aufgelösten und mit weniger Rauschen versehenen Aufnahmen einer DSLR wesentlich mehr Feinheiten liefern.
      Oder bin ich da auf dem Holzweg?
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Ist es nicht völlig egal, ob eine Kamera nur alle 2 Sekunden ein Bild aufnimmt oder ob sie in 2 Sekunden 100 Bilder aufnimmt, aber bis auf 2 von denen alle in der Nachbearbeitung verworfen werden?


      Es geht um die effektive Belichtungszeit..... bei 2 Sekunden Belichtungszeit verschwimmen die Details (Bewegungsunschärfe).
    • Ich kann doch mit einer DSLR genau so belichten wie mit einem Camcorder.
      Nur machen es die meisten User nicht, weil dadurch das Bild drastisch verschlechtert wird (Iso oder Gain müssen hochgedreht werden).
      Es wird schon seinen Grund haben, warum die meisten User für Timelaps bei Nacht keinen Camcorder, sondern einen Fotoapparat nutzen.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Es wird schon seinen Grund haben, warum die meisten User für Timelaps bei Nacht keinen Camcorder, sondern einen Fotoapparat nutzen.


      Ebend - weil die Polarlichter derart dunkel sind, dass man mit einem Camcorder und dessen min. 1/25s einfach nichts auf den Chip bringt. Was nützt mir eine Detailschärfe (bei derart langsamen Vorgängen), wenn ich nichts davon sehe? Das ist für mich kein Argument - das sind feine Nebel, die keine scharfen Konturen aufweisen (können).


      Es geht um die effektive Belichtungszeit..... bei 2 Sekunden Belichtungszeit verschwimmen die Details (Bewegungsunschärfe).


      Welche Details eigentlich? Siehe oben...
    • Mit 1/50 sek, allenfalls 1/25 oder 1/12 sek Belichtungszeit funktioniert beim Fotoapparat kein Polarlichtbild, bei der Videokamera aber schon (C300, 12dB Gain) Der Verwischungseffekt ist bei Timelapse-Aufnahmen ungleich höher wie eben bei den kurzen Videoverschlusszeiten. Deshalb gehen die feinen Details verloren. Bei meiner Canon EOS 550D musste ich zwischen 15 bis 25 Sekunden Belichtungszeit einstellen, um brauchbare Foto-Bilder zu haben. Da war der Verwischungseffekt schon erheblich. Ist das Polarlicht sehr hell, kann mal die Verschlusszeit auf 5 Sekunden gehen, was aber immer noch lange ist. Zur Frage, welche Details: Eben kleinere oder grössere kurzeitige "Ausreisser" des Polarlichtes sowie generell die Bewegungen im Raum.

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