Farbmanagement mit X-Rite - auch für Video

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      Farbmanagement mit X-Rite - auch für Video

      Nach deren Homepage sind die Farbtafeln, die man teilweise auch über Amazon bekommt, auch für Videos tauglich. Nur die im ersten Video gezeigte Schwarz-Grau-Weißkarte habe ich bei Amazon leider nicht gesehen:

      Auf dieser Seite finden sich einige Beispiele wie die mit den Tafeln für Videos arbeiten:

      xritevideo.com/

      Die Methode wird etwa mit Adobe gezeigt - läßt sich meines Erachtens in jede NLE anwenden die eine 3-Weg Farbkorrektur hat (idealerweise mit Pipetten-Funktion).

      Viel Spaß dabei:
      Ist es Dir nicht mehr bunt genug Wolfgang, tust Dich ja ganz schön reinhängen.

      Habe mich ein wenig in DaVinci Resolve Lite eingearbeitet. Nach dem abstoßen der Hörner bin ich aber zu der Erkenntnis gelangt, dass ich mit diversen BidStyle für die Canon DSLR bei der Aufnahme und mit dem Grading in EDIUS genug bunt kolorieren kann, in kürzerer Zeit, vor allem mit verschiedenen LUT-YUV-Kurven die ich mir angelegt habe. Also bin ich wieder zurück bei den eigentlichen Wurzeln!
      Beste Grüsse von Bruno!
      Bridgekamera DMC-FZ300(UHD), Sony Xperia Z2(UHD), UHD-Verwertung in FHD, EDIUS Pro 8.x, i7-6700 & i7-870-Videoschnitt-PC, Windows 10 Home - 64Bit & Sonstiges.
      # Meine Beiträge sind durch die Meinungsfreiheit geschützt. Sollte sich jemand provoziert, kritisiert, gestichelt oder beleidigt fühlen, entschultige ich mich hiermit und bitte um Beitragslöschung #
      Original von Achilles
      Ist es Dir nicht mehr bunt genug Wolfgang, tust Dich ja ganz schön reinhängen.


      Ich schätze halt richtige Farben.... :D
      Funktioniert die Videokarte von X-Rite auch (automatisch!) in Edius?

      Die Fotokarte hat z.B. ein Plugin für Lightroom. Damit habe ich auch schon automatische Farbabgleiche für Video gemacht (als Voreinstellung speichern, dann über den Clip legen). Aber wo es ja schon eine Videokarte gibt, die ich erst heute entdeckt habe, wäre es natürlich besser, diese mit EDIUS direkt zu benutzen.
      Edius - nicht dass ich wüßte. Ich wäre auch an sowas interessiert. Aber eine automatische Unterstützung scheint es eher noch für wenige NLEs zu geben.
      Das Problem bei manuellem Arbeiten (Karte + Vectorscope) ist, dass KEINE der Hautfarben miteinbezogen werden kann. Bei der automatischen Übernahme hingegen werden die Hautfarben auch kalibriert. Farbtafeln gibt es wie Sand am Meer, aber AUTOMATISCHE sind eben selten... Und für Video ist dies die einzige die ich kenne. Schade auch, dass bei der grossen Version der Siemensstern nicht dabei ist. Mir gefällt die grosse Version viel besser. Nützt aber alles nichts, wenn ich danach wieder manuell alles einstellen muss, obwohl theoretisch ein Button (Match) wie bei FCP reichen würde. X-Rite schreibt auf der Internetseite, dass solche Plugins folgen würden.... und das steht dort seit es die Karte gibt! Seither hat sich nicht viel getan. Leider.

      Solange es für EDIUS keine automatische Lösung gibt, werde ich es über die normale Farbtafel und Lightroom machen - oder halt alles manuell in EDIUS. Gerade für Camera-Matching wäre es toll gewesen. Für meine beiden Tafeln kenne ich sogar die LAB-Werte, kann also auch theoretisch die Hautfarben manuell EXAKT einstellen. Bei der Videotafel von X-Rite hingegen habe ich noch keine YUV-Werte gefunden... wie soll ich dann die Hautfarben einstellen? Und von den Farbfeldern gibt es nur die 6 Standardfarben (mehr könnte man ja auch nicht manuell einstellen - es sei denn man hat Referenzen).

      cici schrieb:

      Bei der Videotafel von X-Rite hingegen habe ich noch keine YUV-Werte gefunden... wie soll ich dann die Hautfarben einstellen?


      Vielleicht so, daß es auf den 10 verschiedenen HDTVs meiner Nachbarn immer identisch aussieht! 8o
      Beste Grüsse von Bruno!
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      cici schrieb:

      Für meine beiden Tafeln kenne ich sogar die LAB-Werte, kann also auch theoretisch die Hautfarben manuell EXAKT einstellen.

      Nur bei welcher Farbtemperatur des Lichts? Du hast ja nicht immer eine definierte K-Zahl, und das verändert die abzubildenden Werte ja auch.

      Automatische Korrektur - also das scheint es wirklich eher selten zu geben. Das was im Video für Resolve zu sehen ist ist natürlich toll. Das kleine Vegas-Plugin kann das auch - aber sicherlich nicht die Software von X-Rite. Und für Edius kenne ich bisher gar keine derartige Lösung. Leider.

      wolfgang schrieb:


      Nur bei welcher Farbtemperatur des Lichts? Du hast ja nicht immer eine definierte K-Zahl, und das verändert die abzubildenden Werte ja auch.


      Die Farbtemperatur spielt keine Rolle. Weiss, grau und schwarz haben immer die Werte 0 im LAB-System. Diese bekommen sie zuerst zugewiesen (z.B. Weissabgleich, Grauabgleich, Schwarzabgleich). Danach haben die Farben von X-Rite (oder die von Datacolor) eine bestimmte LAB-Kombination. Das ist ja das besondere an der automatischen Kalibrierung: Die LAB-Werte werden dabei den entsprechenden Feldern zugewiesen - inklusive Hautfarben (oder Pastelltöne beim Spydercheckr). Mit der Tabelle und den LAB-Werten, kann ich theoretisch auch manuell die Hautfarbe in ein LAB-Gitter eingeben: z.B. hat das eine Feld die a-/b-Kombination von 14/14. Die hat sie immer (nach dem W-/G-/S-Abgleich). Deshalb kann man die Tafel nicht beliebig lange benutzen. Mit der Zeit verändern sich die LAB-Werte der Felder (z.B. verblassen die Farben).

      Mit RGB-geht es nicht, weil RGB im Gegensatz zu LAB nicht genormt ist. In der Geologie werden die Munsell-Farben benutzt mit den entsprechenden sauteuren Farbtafeln. Dort ist es auch so: Wenn ein Lehm mit einer Farbtemperatur von soundoviel Kelvin angeleuchtet wird, dann wird das die Munsell-Karte auch. Deshalb kann man ja überhaupt solche Tafeln verwenden.

      LAB und YUV ist nicht exakt das selbe. Und LAB wird im Videobereich nicht benutzt. Wir brauchen aber Referenzwerte für die Farbtafel und eine manuelle Eingabemöglichkeit, wie es bei der Fototafel der Fall ist. Es geht ja um EXAKTES Arbeiten. Ob die Hautfarben im Vectorscope einigermassen plausibel sind oder nicht, teste ich sonst doch besser mit echter Haut.... wenn ich sowieso die Werte der Farbfelder auf der Tafel nicht kenne. Das macht die Idee der Tafel für mich obsolet. Beim Spydercheckr habe ich 48 (!) Felder und diese Funktionieren sowohl im digitalen, automatischen Angleich, oder manuell. Nach dem digitalen Angleich hat jedes Feld auf dem Monitor den gleichen LAB-Wert, wie das Farbfeld auf der Farbtafel. Das kann ich ja mit der Pipette überprüfen (auf LAB umstellen). In RGB geht das wie gesagt nicht, weil RGB nicht genügend genormt ist. Ein bestimmter RGB-Wert kann verschiedene "Gesichter" haben. Ein YUV- oder LAB-Wert ist auf der ganzen Welt gleich.
      In Vegas Pro basieren manche Farbkorrekturfilter auf dem LAB-Modell (in erster Linie »LAB-Anpassung«) und das Histogramm wahlweise auch im LAB-Modus betrieben werden. Bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass auch das Vegas-Plug-in »Graide Color Match« intern in LAB arbeitet.
      Naja, jenseits der Betrachtung spezifischer Farbräume (und da bist du sicherlich viel viel sattelfester als ich es bin) meine ich schon, dass auch Hauttöne je nach Lichtverhältnissen etwas anders aussehen können. Im Sonnenuntergang oder bei schönem klassischem Kunstlicht ist hier die Wahrnehmung doch etwas anders, auch wenn unsere Augen das stark ausgleichen weil wir erlernt haben was Erinnerungsfarben sind. Und da kommen wohl Automatiken auch an ihre klaren Grenzen, weil sie eventuell zu stark hinregeln.

      Also so gesehen sind wohl Automatiken gut um eine Grundeinstellung zu bekommen. Und dann gehts sowieso an die manuelle Feinjustierung. In Wahrheit ist das weder eine einfache noch triviale Material - es hat seinen Grund warum Colorist ein eigenständier Beruf ist, und es da eher eine Handvoll Leute im deutschsprachigem Raum gibt die da wirklich gut sind (und ich gehöre da sicherlich nicht dazu! :) ).

      wolfgang schrieb:



      Also so gesehen sind wohl Automatiken gut um eine Grundeinstellung zu bekommen.


      Natürlich hast du recht: Hauttöne sehen je nach Lichtquelle verschieden aus, vorallem, weil sie keine Pigmente sind (wie die Felder auf der Farbtafel), sondern weil sie aus Prismen (Hautschüppchen) AUF Pigmenten (Melanin), AUF und teilweise gemischt MIT Hämoglobin und Bilirubin. Dieser komplexe Aufbau der Haut führt dazu, dass die Hautfarbe für die Kamera äusserst schwierig einzufangen ist. Gerade die Hautschüppchen, welche als transparente Prismen die darunterliegenden Pigmente verändern, führen zu kaum berechenbarem Glänzen / Mattieren etc. - ein wenig Schweiss und / oder Hautfett und die sowieso schon komplexe Hautfarbe gerät gänzlich ausser Kontrolle ;) .

      Die hautfarbenen Farbfelder sind hingegen reine Pigmente (z.B. aus echter Erde). Auf den üblichen Farbtafeln sind sie MATT. Sie haben also nichts mit der menschlichen Haut zu tun.... ausser eben ähnlichen LAB-Werten. Der Sinn dieser Farbfeldern ist es dann, die kameraspezifische Farbverschiebung auszugleichen. Einfach erklärt ist das anhand des Himmels, der bei gewissen Geräten einfach immer zu sehr zu einem Türkis neigt. Diese generelle Neigung gilt es auzumerzen. Für das Himmelblau genauso, wie für die Hautfarbe. Wie du schreibst, Wolfgang: "dann gehts sowieso an die manuelle Feinjustierung". Mit einer akkuraten Darstellung von vorliegender "echter" Haut, hat das nur am Rande etwas zu tun. Die Kamera soll einfach vor Beginn irgendwelchen Colorgradings etc. zuerst einmal eine ideale Ausgangs-"Kalibrierung" bezüglich der Farben erhalten. Je mehr Farbfelder wir dafür haben, desto besser. Wir kennen das vom Weissabgleich: Macht man lediglich einen Weissabgleich, dann stimmen oft andere Grautöne trotzdem nicht... und das Rot vielleicht schon gar nicht. Hat die Karte aber Weiss, Grau, Schwarz, Rot, Grün und Blau, dann führt das auf jeden Fall zu besseren Ergebnissen (z.B. bei Kamera-Matching), als NUR mit einem Weissabgleich. Mit jeder Farbe die auf einer Tafel hinzukommt, wird die Kamera besser kalibriert. Nur darum geht es. Mit RGB-CMY fehlen mir die Hauttöne, welche ja genau dazwischen liegen. Dafür hätte ich gerne die Farbfelder. Und diese machen IMHO nur Sinn, wenn ich die entsprechenden LAB- oder YUV-Werte kenne. X-Rite liefert diese nicht zur Videokarte, soviel ich weiss...

      @Marco: Danke für den Hinweis! - Das ist gut zu wissen.... Jetzt fehlen halt eben noch die LAB-Werte der X-Rite Videotafel ;)