Video und 3D-Raum

    • Video und 3D-Raum

      Mal so in den Raum gefragt:
      Hat wer schon mal Erfahrungen bei der Verbindung "Echtvideo" und "virtuellem Raum" gemacht?
      Also z..B. Greenscreen- Aufzeichnung und dessen Einbindung in einem 3D-Raum.

      Lösungsnsätze, Vorgehensweisen wären mal ganz interessant.
    • Ich nehme an du sprichst nicht von s3D-Filmen und der Nutzung von Greenscreen. Da gäbe es schon einige Erfahrungen - aber das dürfte nicht das sein was du suchst.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • Hallo
      Ich dachte in diese Richtung, zumindest als Einstig in die Materie:



      Wobei mir das Beispiel insofern simpel erscheint als das die Probantin sich ständig hinter dem Tresen befindet. Aber als Einstieg erstmal ok.

      Muß doch möglich sein soetwas mit Amateurmitteln zu realisieren.
      Also wäre die Frage, wie nimmt man soetwas auf? Wie muß die Kamera positioniert sein? Wie läßt sich das Ganze Szenario ins richtige (Perspektive etc.) Verhältnis setzen? usw. usf...

      Man kann dazu dies und das Googeln aber so richtig Aha-Effekte sind die Ergebnisse leider nicht.
    • 3D Raum sagt mir nix
      Aber ich kann z.B. einen Klassenraum filmen/fotografieren.
      Dann filme ich die Person vor grünem Hintergrund und ggf einen Tisch grün abgedeckt davor.
      Nun gehe ich in mein Schnittprogramm und packe in die obere Spur mein Kassenzimmer
      darunter kommt jetzt die Person: green keying / green box oder wie immer das heisst macht alles grün transparent.
      Zusätzlich die Grösse und Position anpassen - das war es dann
    • 3D Raum sagt mir nix

      Ein virtueller Raum, der defakto garnicht existiert. So wie das Studio im obigen Beispiel. Das Studio selbst ist alles 3D-Konstrukt. Die Stadtbilder sind hineinprojizierte Fotos.
      Einzig die Frau mit ihrer Zettelwirtschaft sind "echtes Video".
      Alles zusammen sieht aus wie aus einem Guss.

      Aber ich kann z.B. einen Klassenraum filmen/fotografieren.
      Dann filme ich die Person vor grünem Hintergrund und ggf einen Tisch grün abgedeckt davor.
      Nun gehe ich in mein Schnittprogramm und packe in die obere Spur mein Kassenzimmer
      darunter kommt jetzt die Person: green keying / green box oder wie immer das heisst macht alles grün transparent.
      Zusätzlich die Grösse und Position anpassen - das war es dann


      Schön wärs. Wie stellst Du sicher, das dein Klassenzimmer mit der gefilmten Person übereinstimmt?
      Wo legt sie z.b. ihre Zettel ab? Auf dem grünen Tisch, das ist klar. Aber gerade der wird ja ausgekeyt. Das heißt die Zettel hängen dann in der Luft.
      Meine Frage ist dementsprechend: Wie läßt sich z.B. dieses Problem Lösen?
    • Um sowas zu machen muss man schon für die richtige Perspektive sorgen. Auch was das Klassenzimmer angeht.. Die Zettel liegen dann auf dem realen Tisch.
      Von Roman Schön gab es vor Jahren mal ein Beitrag wo er sich in einem virtuellen Raum bewegte - da finde ich aber keinen link..
    • Also das Beispiel ist halt ein komplexerer Bluescreen Effekt. Wie bei jedem Bluescreen Effekt hast du primär das Problem der gleichmäßigen homogenen Ausleuchtung - die hier nicht auf die Frau sondern auch auf den Hintergrund aber vor allem auch auf den grünen Tisch zutreffen muss. Die richtige Wahl des Lichtes ist hier durch den Tisch die besondere Herausforderung - weil leuchtet man den Tisch zu intensiv mit grünen Licht an, "spritzt" das auf die Frau - und wenn man mit zuwenig Licht auf den Tisch geht hast eine ungleichmäßige Ausleuchtung. Und natürlich muss man die Frau selbst mir herkömmlichen Licht anleuchten.

      Die Lichtsetzung ist also hier schon mal die erste Herausforderunge, und das gelingt wohl mit gutem Lichtequipment in einem guten Studio leichter als mit Hilfsmitteln.

      Die andere Herausforderung wurde schon angesprochen. Da muss man dann das Bild so zusammensetzen dass die Sache perspektivisch natürlich aussieht. Sprich - auch das Bild des Studios muss passend mit dem Bild der Frau übereinander gelegt werden. Auch das ist nicht unbedingt einfach, je nach verwendeten Werkzeug - aber machbar.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • wolfgang schrieb:

      Die Lichtsetzung ist also hier schon mal die erste Herausforderunge, und das gelingt wohl mit gutem Lichtequipment in einem guten Studio leichter als mit Hilfsmitteln.


      Reale Lichtverhältnisse ist die eine Möglichkeit. Eine andere wäre, wenn Du die ganze Beleuchtung komplett in einem 3D-Programm wie Blender/Cinema4D/3DsMaxx o.ä. machen würdest.Diese (und auch andere ähnliche Progr.) beherrschen z.T. auch Motion-Tracking.
      Voraussetzung ist natürlich, Du kannst mit einem solchen Programm umgehen. Die sind in der Regel sehr komplex und bedürfen einiger Einarbeitungszeit. Blender ist die kostenlose Variante, die anderen sind - nun ja recht expensiv.
      old_det auf https://www.turbosquid.com/Search/Artists/old_det
    • Das wird nicht gehen. Denn um den Schritt des keyings kommst nicht herum, und das geht ohne gutes Licht kaum gut.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • Ja natürlich kannst das keying in Blender oder einem anderen tool machen. Nur ist das nicht der Punkt. Der Punkt ist dass für jede Art von keying bereits bei der Aufnahme eine gute Ausleuchtung Pflicht ist. Weil selbst die besten Keyer für die gute Trennung einfach genug Licht brauchen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang
    • Also Keying würde ich in Aftereffects machen. Die Lichtsituation selbst emfinde ich als gar nicht so problematisch. Was nicht heißt, das sie nicht bedacht werden müßte.

      Ich versuch das mal gedanklich durchszu spielen. Ausgehend von dem obigen Beispielvideo.

      Dort habe ich es sozusagen mit drei Aufnahmen zu tun, die ich in Übereinstimmung bringen müßte.
      1. das künstliche Studio; hier würde ich ein vereinfachttes 3D-Studio mit extrudierten Flächen in AE anlegen. Wichtig ist ja nur, es erstmal von seiner prinzipiellen Funktionsweise her hinzu bekommen.
      2. Der Hintergrund, z.B. Fensteraussicht können auch erstmal Fotos sein.
      3. die Greenscreenaufnahme, einfach so wie oben dargestellt. Mit grünem Tisch und fertig.

      Das Licht
      Da fang ich mal mit den Fotos an. Da es sich um Aussenaufnahmen handelt, kann ich hier nicht viel beeinflussen. Mal abgesehen davon, eine bestimmte Tageszeit und Blickrichtung auszuwählen. Sagen wir ich habe bei der Aufnahme das Licht links hinter mir im Rücken.

      Dies müßte ich bei der Greenscreenaufnahme nachbauen. Spontan würde ich sagen, klassische 3-P-Beleuchtung. Führungslicht entsprechend links, Aufheller rechts, Spitze ebenfalls rechts.
      Der Greenscreen hat natürlich seinen eigenen Lichtkreis. Gegebenfalls noch zusätzlich ein bischen was für die Tischausleuchtung. Alles mit Softboxen und Defuser.

      Das 3D-Studio. Ein Licht für die allg.Helligkeit. Für die Fenster ein Lichtwurf von hinten. Auch mit dem Ziel um in AE einen leichten Schattenwurf zu simulieren. Führungslicht von links und Aufheller von rechts, wie gehabt. Nur das es hier jetzt das Studiolich simulieren soll.

      Könnte mann das so erstmal machen?
    • Die Fotos haben eine höhere Auflösung als die Videos. Als eigene 3D-Ebene, denke ich, braucht man diese nur etwas weiter Hinten in der Z-Achse Anordnen. So müßte sich bei einer Kamerabewegung eine entsprechende Perspektivische verschiebung ergebn. Oder?
    • Mit einem bloßen Foto als Hintergrund lässt sich keine perspektive Angleichung erreichen. Das ist ja gerade das, was ein virtuelles Studio ausmacht. Sonst wäre es nur ein gut arrangiertes Keying. Kern der Virtualität ist aber das automatisierte, perpektivische Berechnen des Hintergrundes bei Kamerabewegungen.
    • Aber hier geht es doch überhaupt nicht um ein bloßes Foto als Hintergrund.
      Vielmehr ist es doch so, das in dem Studio Fenster eingebaut sind durch die man die besagten Fotos sieht. Wenn nun diese Fotos in der z-Achse mit etwas Abstand von den Fenstern angeordet sind ergibt sich selbstverständlich eine perspektivisch erscheinende Verschiebung zwischen den Fenstern und den Hintergrundfotos.
    • Wenn die Dame sauber gekeyt ist (dafür ist das gute Licht, viel Farbe und ein gutes Verfahren notwendig), sehe ich keine Probleme, sie z.B. im 3DStudioMax in ein virtuelles Studio einzusetzen.
      Dort kann selbstverständlich auch ein stereoskopischer Hintergrund eingefügt werden. Einfaches Zusammensetzen in z.B. Vegas (wie oben beschrieben) hat aber den selben Effekt.
      Nachträgliche (also nicht gefilmte) Kamerabewegung (z.B. um die Dame herum) werden natürlich eher nie funktionieren.