Anfängerfragen: DSLR/M und Camcorder

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    • Anfängerfragen: DSLR/M und Camcorder

      Hi,

      ich filme bisher mit einer Panasonic SDT750, hatte mit dann eine Sony TD20 gekauft (da gefällt mir die Qualität überhaupt nicht, kann bei 3D auch nur in gaaaanz bestimmten Situationen benutzt werden - vielleicht bin ich auch zu doof dafür...).

      Jetzt überleg ich seit Jahren, ob ich ne DSLR mit Videofunktion kaufen soll. Nachdem jetzt in VIELEN Threads hier VIEL steht und ich den Überblick verlier - und auch nicht mehr weiß, wo ich welche Frage besser stell, mach ich ein neues Thema auf, denn bei sowas will ich möglichst keine Fehlinvestition tätigen...

      Jetzt war ich mir, nach einem Beitrag von Wenzi, schon sicher, dass ich die GH3 mit nem 14-140er-Objektiv kaufen werde (besserer Stabi), dann hab ich von einem gewissen "Wenzi" eine amazon-Rezension gefunden (es gibt von ihm hier zwei, gemeint ist die vom 6. März 2013), und da kommt die GH3 gar nicht gut weg...: amazon.de/product-reviews/B009…ySubmissionDateDescending )

      Wegen dieser Rezension kam ich auf den Gedanken, dass die Qualität auf Testfotos, die Qualität von Testfilmen, die mit schweren Stativen gedreht wurde etc. vielleicht nicht alles sagen - besonders, wenn man in der Praxis alles allein schleppen muss und darum HÖCHSTENS ein Einbeinstativ dabei hat...

      Danach hab ich mal nach ein paar Videos gesucht:

      PROBLEM 1: Autofocus

      Das erste Video, dass ich dazu gefunden habe, war ein Vergleich zwischen einer Canon 70D und der GH3. Wenn man ohne große Ausrüstung unterwegs ist, dann könnte ich mir vorstellen, dass das "von Hand fokussieren" nicht so einfach und nicht schnell und/oder genau geht. Wenn dann noch die Sonne im Display blendet... Der Unterschied zwischen den beiden Kameras hat mich (als totalen Laien mit DLSR/M) ziemlich beeindruckt.



      Der Autofokus der GH3 wird eigentlich überall in Tests gelobt - weil er so schnell ist - das gilt aber scheinbar nur für Fotos. Nach diesem Video dauert es ne ganze Weile bis die GH3 überhaupt merkt, dass man da was verstellen müsste... (hatte da auch noch ein paar andere Videos, ein Schwenk von einem Zaun auf die Straße - die Schärfe blieb immer auf der Einstellung des Zauns, obwohl die Straße schon 3/4 des Bildes ausgefüllt hat... die Kamera "hat nicht gemerkt", dass sich da was im Bild verändert)

      Also hab ich bei slashcam in den DSLR-Vergleichen nachgeschaut - dort steht die 70D in der Rangliste VOR der GH3 und der Autofokus wird sehr gelobt.

      Über slashcam fand ich ein Video, dass die Schärfeverlagerung im Autofokus bei der GH3 zeigt. Es kommt mir so vor, als ob die Kamera beim Schärfen nicht an der richtigen Stelle aufhört, sondern weiter verstellt - dann irgendwann merkt, dass es zuviel war - und dann zurückgeht. Ich glaube, man bezeichnet das als "pumpen"?



      Wenn sowas öfters (vielleicht sogar oft) passiert, dann kann man den Autofokus bei der GH3 doch eigentlich nicht benutzen, oder?


      Die "Objektverfolgung" (oder wie man das nennt), scheint aber bei der GH3 ziemlich gut zu funktionieren:



      Dann hab ich noch dieses Video gefunden und die Geschichte mit dem "Touch-Focus" scheint ziemlich praktisch zu sein.



      Darum frage ich mich jetzt, wie siehts mit dem Fokussieren in der Praxis aus? Also dann, wenn man auf nem Ausflug ist und höchstens ein Einbeinstativ dabei hat - und nicht bei einem "Profi-Filmdreh" mit 3-Bein, Steadycam etc....

      Stellt ihr alles von Hand ein? Benutzt ihr meistens den Touch-Focus?

      PROBLEM 2: ND-Filter

      Wenn ich das hier im Forum und bei Slashcam richtig kapiert habe, dann ist der ND-Filter bei DSLRs/DSLMs wegen der Bewegungsunschärfe/Belichtungszeit extrem wichtig. Ich dachte bisher, man braucht das nur für Bokeh-Aufnahmen - da hatte ich wohl falsch gedacht...

      Für DSLRs gibts Filter zum Draufschrauben, anscheinend sind aber "billige" Filter sehr schlecht für die Bildqualität, nicht nur wegen Farbverfälschung sonder scheinbar auch wegen der Zeilenauflösung (anscheinend ist es dann so, als hätte man ein billiges Objektiv). Folgendes Video ist vielleicht nicht das beste Beispiel - aber wenn ich das richtig kapiert hab, dann könnte man so nen Filter fast immer drauf haben - denn es bewegt sich fast immer was... In diesem Video braucht mans sogar bei stark bewölkten Himmel. Aufgenommen aber mit ISO 100. Anscheinend sollte man bei der GH3 aber nicht höher als ISO 400 gehen - also dürfte man bei Sonnenschein wohl immer nen ND-Filter drauf haben...



      Jetzt haben die neuen Sony-Camcorder einen 4-stufigen ND-Filter eingebaut. Ich weiß nicht, wie das bei den Camcordern funktioniert, ich kann mir nicht vorstellen, dass da IM Camcorder dann 4 Graufilter vor den Sensor geschoben werden. In Bezug auf ND-Filter wäre ein Camcorder wohl besser...

      Wie ist das in der Praxis? Habt ihr immer nen ND-Filter dabei? Eigentlich bräuchte man doch mehrere verschiedene, oder?

      Ich hab im Internet was über Cokin-Filterhalter gefunden - damit könnte man Filter schnell wechseln und mehrere Filter gleichzeitig benutzen - ich weiß aber nicht, was die taugen...

      Problem 3: Stabilisator

      Ich hab hier gelesen, welche Objektive besser und schlechter sind: Panasonic GH3

      Und witzigerweise ist das "qualitativ schlechteste" Objektiv beim Stabi das beste... Also müsste man dann wohl, wenn man kein 3-Bein dabei hat und auch mal aus der Hand filmen wil,l das 14-140er benutzen, weil man dann kein "hochfrequentes Zittern" im Bild hat.
      Angeblich entsprechen die "Objektiv-Möglichkeiten" der Sony AX100 / CX900 ziemlich genau dem Lumix 14-140. Stimmt das?



      ZUSAMMENFASSEND:

      - Kann es sein, dass man mit einer Sony CX900 genauso gut, vielleicht sogar besser fährt als mit einer GH3 (mit Lumix 14-140)? Ist im Vergleich mit der AX100 / CX900 der einzige Vorteil einer GH3, dass man ein Objektiv WECHSELN kann? Ich könnte mir vorstellen, dass bei vielen Hobby-Filmern das Objektiv nicht oft gewechselt wird - oder ist das falsch?

      - FALLS eine DSLR besser ist, sollte man, auch wenn die Bildqualität etwas schlechter ist, lieber in eine Canon 70D investieren als in eine GH3?

      Viele Grüße und Danke,

      hubse
    • Hallo Hubse,

      ein Antwortversuch.

      1. Die DSLR-Filmerei hat so eingeschlagen, weil man mit den großen Sensoren - von Micro 4/3 bis Vollformat - erstmals mit der Tiefenschärfe arbeiten konnte. Die Lawine wurde mit Erscheinen der Canon 5DII von LaForet ("Reverie") losgetreten. Dank der endlich vorhandenen Tiefenschärfe konnte man szenisch Objekte oder Darsteller freistellen. Das war bis dahin nur mit Kameras möglich, die ein Vielfaches der DSLRs kosteten.

      Die Frage, ob man auf DSLR umsteigt ist zunächst eine Frage, ob du gestalterisch mit Tiefenschärfe arbeiten willst. Dies kannst nur du aus deiner Praxis heraus beantworten. Wenn dir das nicht sooo wichtig ist, dann kommt eher eine gute Videokamera in Frage. Die hat grundsätzlich den Vorteil, dass meist alles dran ist, das man zum filmen braucht: Passendes Zoomobjektiv, ND-Filter, gute Audio-Sektion usw. Bei einer DSLR kommt oft ein Rig dazu, an dem man die notwendigen Teile dranschraubt, eher wenig handlich.

      2. Aktuell haben wir die Besonderheit, dass eine DSLR, die GH4, für weniger Geld mehr zu können scheint, Z. B. 4K auf SD-Karten, als eine zu kaufende Videokamera, die Sony FDR-AX100. Das muss sich aber in der Praxis erst noch beweisen.

      3. Du fragst nach dem besten Objektiv, Kamera, Touch-Screen usw. Die Frage nach dem Besten ist nicht zielführend, sie treibt einen höchstens in den Wahnsinn. ;) Du vergleichst jetzt seit Monaten schon zig Filmchen und kommst nicht weiter. Hier meine Standardantwort bei solchen Situationen:

      A) Kaufe niemals, nie und unter keinen Umständen einen Camcorder,
      nur weil wir hier oder jemand anders dir einen empfohlen hat.

      B) Vergiss die ganzen Bestenlisten. Es ist nett, wenn "dein" Camcorder
      im oberen Drittel der Liste ist, aber es ist nicht zwingend für eine
      Kaufentscheidung.

      C) Nimm das Objekt deiner Begierde in die Hände. Wie fühlt es sich an?
      Liegt die Cam gut in deinen Pranken? Entscheidend: Fasst sie sich so gut
      an, dass du sie spontan eher mitnimmst als liegen lässt? Im Schrank
      macht der technisch beste Camcorder der Welt absolut keine Aufnahmen.
      Fasst sich die Nummer Eins der Bestenliste für dich nicht gut an, dann kaufe sie nicht.

      D) Siehst du was? Bieten Display und Sucher für dein Auge ein Bild, mit
      dem du eine Aufnahme wirklich gut komponieren kannst? Im Gegensatz zum
      Foto kannst du im Nachinein den Bildausschnitt nur gering verändern. Der
      Frame, die Verteilung von Licht, Schatten, Linien, Gewicht der
      Farbflächen usw. sollten schon bei der Aufnahme recht gut sein.

      E) Überlege dir, was für Filme du machen willst und suche danach die Geräte aus.
      Urlaubsfilme, Videos von Ereignissen, Kurzfilm mit einer Handlung usw.
      Wenn dir klar ist,
      was und wie du filmen willst, dann fällt die Entscheidung für dieses oder jenes Equipment leichter.

      Zu den Detailfragen:

      4. Autofokus: Da wird vermutlich die D70 momentan etwas besser abschneiden als z. B. die GH3. Aber, ob eine Automatik jemals das überlegte Setzen von Schärfe ersetzen kann, hängt stark von deinen Ansprüchen und deiner Art zu filmen ab. Da kann ich auch nur sagen, versuche dir die Geräte zu leihen und entscheide dann. Ich werfe die Automatik beim Filmen fast immer raus, egal ob ich mit meiner Panasonic GH2, Sony A7r oder der Canon D60 meines Sohnes filme. Aber das sind meine Erfahrungen, nicht deine.

      5. Touch-Focus: Finde ich bei meiner GH2 sinnvoll, wäre beim fotografieren schön, wenn dies die A7 auch hätte, ist aber für mich nicht so entscheidend. Wie immer, das muss du mit deinen Bedürfnissen selbst beurteilen, wie wichtig ein Touch-Focus für dich ist.

      6. ND-Filter: Ohne Frage, es wäre schön, wenn ein guter ND-Filter in den DSLRs eingebaut wäre. Ich benutze einen variablen ND-Filter und schraube ihn halt drauf. Ist lästig, geht aber momentan nicht anders. Wobei, eingebaute ND-Filter erst bei Videokameras der gehoben Preisklasse zu finden sind.

      7. Zoomobjekrtiv: Huh, kannst du dich jahrelang ich Foren streiten. Ganz grob gesagt, wenn du fast nur filmen willst, dann ist ein Zoomobjektiv praktischer. Du kannst schnell den Bildwinkel anpassen, ohne das Objektiv wechseln zu müssen. Mit ganz wenigen Ausnahmen sind Zoomobjektive optisch den Festbrennweiten unterlegen. Aufgrund der geringen Auflösung der HD-Kameras machte sich das beim filmen nicht ganz so bemerkbar. Das ändert sich mit 4K, vermute ich.

      8. Stabilisator: Das hängt, wie immer, stark von deiner Art zu filmen & fotografieren ab. Ich lasse mein Manfrotto Einbeinstativ immer häufiger zugunsten eines kleinen 3-Beiners daheim. Letztlich ist eine absolut ruhige Aufnahme durch nichts zu ersetzen. Den elektronischen Warp-Stabilisator setze ich ungern ein.

      9. Zu deiner "Zusammenfassend"-Fage: Ja, das kann für dich zutreffen. Das musst du aber selbst rausfinden, da bist du dein eigener Reiseleiter. Das wolltes du nicht hören, ich weiß. ;) Ob GH3 oder 70D, Gott, das sind zwei unterschiedliche Konzepte, die man so auf die Schnelle nicht vergleichen kann, auch hier-> siehe Reiseleiter.

      Beste Grüße, Rod
    • Ein gewisser "wenzi" meint hierzu: Sehr gute Beratung! Was meine Rezension bei Amazon angeht, so stehe ich dazu - was mich aber nicht abhalten würde, die GH3 noch einmal zu kaufen. Für mich ist das die Kamera schlechthin... für mich, wohlgemerkt. :)
    • Ich stehe der ganzen Lobhudelei über filmende DSLR/DSLM eher kritisch gegenüber. Gerade für jemanden der nicht viel szenisch geplante Aufnahmen machen möchte ist ein Camcorder oft die bessere Wahl.
      Die Entscheidung ist sehr schwer - ich persönlich bin inzwischen weg von filmenden Fotoapparaten (mit Ausnahme der HX20) und nehme lieber eine Videokamera in die Hand wenn es "schnell" gehen soll und eher kleines Reisegepäck gefragt ist, z.b. im Urlaub.
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • MacMedia schrieb:

      ich persönlich bin inzwischen weg von filmenden Fotoapparaten


      Und ich persönlich bin dort "angekommen". Aber das muss absolut nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Ich möchte heute (und momentan) keinen Camcorder mehr benutzen. Das war schon mal ganz anders. Und es kann sich eines Tages wieder wenden... das Blatt.
    • Hi,

      ich hab die GH3 gestern im Geschäft ausprobiert, hatte auch ne SD-Karte mitgenommen und Material mit nach Hause genommen.

      Im Autofokus pumpts gewaltig, genauso wie im slashcam-video oben. Im Touchfokus seh ich dieses Pumpen aber nicht! Kann es wirklich sein, dass das Pumpen nur mit Autofokus auftritt? Das wäre klasse, denn nach der einen Stunde im Geschäft glaub ich, dass ich wohl meistens den Touchfokus benutzen werde, wenn ich mit nem Einbein im Urlaub bin...

      Noch eine Frage zum Objektiv, da ich gestern das 12-35er und das 14-140er drauf hatte: Im GH4-Thread (den ich mit meinen Anfängerfragen nicht noch mehr zumüllen will...) schreib jemand, dass man die Blende NIE ganz öffnen sollte, weils die Bildqualität verschlechtert. Im Geschäft hab ich rumprobiert, seh aber keinen Unterschied (weiß auch nicht, wo ich genau hinschaun müsste - und im Geschäft war natürlich auch gutes Licht...).

      Nachdem das 14-140er nicht besonders lichtstark ist, man auch mit diesem Objektiv mit der Teifenschärfe spielen will und dadurch die Blende öfters weiter öffnen müsste als bei einem lichtstärkeren Objektiv: Kann es beim 14-140er zu Bildqualitätseinbußen kommen, oder ist die Lichtstärke ausreichend? Denn dass die Lichtstärke nicht so gut ist wie bei anderen Objektiven bedeutet ja nicht unbedingt, dass das Objektiv schlecht ist - nur mangels Erfahrung/Wissen kann ich das mit den angegebenen Zahlen nicht abschätzen...

      Viele Grüße,

      hubse
    • Das mit der Blende ist eine alte Geschichte:
      Man sagte immer - zwei Stufen abblenden, bessere Randschärfe
      Aber auch nicht mehr - denn je kleiner die Blende desto mehr Beugungsunschärfe.....
      lässt sich alles nachweisen - hat mich beim filmen und fotografieren nie gestört.
      Und zum Thema allg gibt es hier auch was zu lesen
      Der Beitrag von Rod ist sehr zielführend
    • Hallo Hubse,

      schon mal prima, dass du eine GH3 in die Hand genommen hast. Zu viele kaufen nach Bestenlisten, ohne die Kamera jemals in die Hand genommen zu haben.

      Zum Autofocus
      : Mit dem pumpenden Autofokus hast du eines der DSLR-Probleme gesehen. Wenn das Licht gut ist und sich das Objekt gleichmäßig bewegt, nur kleine, den Autofokus ablenkende Objekte im Bild sind, dann kann ein Autofokus erstaunlich gut funktionieren. Nur, wenn eine Bedingung wegfällt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Autofokus die Schärfe "sucht" und pumpt. Bei mir fliegen all solche Szenen raus. Da ich so zu viel Material verliere, ist bei mir die Automatik oft ausgeschaltet. Ich muss sagen, dass ich oft bei schwachem Licht aufnehme, da hat es die Automatik natürlich besonders schwer. Frage: Bei welchem Licht willst und wirst du aufnehmen?

      Der Touchfokus funktioniert unter den gleichen Bedingungen wie ein normaler Autofokus. Es war vermutlich genügend Licht in dem betreffenden Bereich und die Kamera hat schnell - vermutlich auf ein unbewegliches Objekt - scharf gestellt. Wenn sich das Objekt dann aber bewegt, gilt das Gleiche wie im 1. Absatz geschrieben. Läuft deine Frau/Freundin, dann kannst du sie zwar per Touchfokus immer wieder scharfstellen, wenn die Touch-Automatik das schafft. Dann wird das Bild aber völlig unruhig: scharf - nicht scharf - scharf - nicht scharf usw. ... . Die Schärfe würde im günstigsten Fall immer wieder auf das Objekt eingestellt, das seht aber blöd aus und ist kaum vorzeigbar. Frage: Welche Art von Filmen willst du machen?

      Zu Objektiven: Wie von Wabu geschrieben, im Normalfall verbessert sich die Abbildungsleistung von Objektiven (MFT bis Vollformat), wenn man um mindestens zwei Blenden heruntergeht. Liegt die Anfangsöffnung schon hoch, dann wird es natürlich duster. Aber, das hängt davon was, wie, wo und wann du aufnimmst. Jemand der Reisefilme macht, mit hellem Tageslicht gut klarkommt, der blendet eh ab ("Wenn die Sonne lacht, nimm Blende acht"). Frage: Willst du mit dem Gerät auch fotografieren? In welchem Verhältnis wird bei dir Video und Bild sein?

      Zu den beiden von dir genannte Objektiven kann ich nichts sagen, da ich sie noch nie benutzt habe. Von der Messtechnik und Nutzerberichten weiß man, dass das 12-35 optisch besser ist als das 14-140er. Aber, das ist Äpfel mit Birnen verglichen. Die Objektive sind für zwei völlig unterschiedliche Zielgruppen gebaut worden. Das 14-140 (zehnfach!) deckt einen riesigen Bereich ab, ist lichtschwach und kann optisch kaum so gut sein wie das 12-35er. Es ist eher als immer drauf Objektiv zu sehen. Das 12-35 (24-70 35mm Äquiv.) richtet sich eher an Fotografen, die sich mit sehr guten Linsen ein 4/3-System aufbauen wollen, die sich also für das System schon entschieden haben.

      Warum sehe ich keine Unterschiede zwischen einem preiswerten und einem teuren Objektiv, alles nur Abzockerei? Wenn ein guter Fotograf/Videograf ein tolles Motiv bei optimalen Lichtverhältnissen - 35mm, Blende acht oder elf, 1/250 Sek und 100 ASA - aufgenommen hat, dann sieht ein Ungeübter auch auf einem guten Bildschirm so gut wie keine Unterschiede. Jemand der weiß, auf was und wo man schauen muss, erkennt eventuell Differenzen, die aber für die Bildwirkung unerheblich sind. Die Leistungsfähigkeit des teuren Objektives, ich geh mal davon aus, dass es auch wirklich besser ist, kommt erst bei schwierigeren Licht- und Aufnahmebedingungen deutlich zum tragen. Auch, auch hier die Frage: Was und wie willst du aufnehmen?

      Du hast geschrieben, dass du bisher mit einer Videokamera gefilmt hast. Lass dich nicht davon beeindrucken, dass hier gerade DSLRs a la GH3/4 durch das Forum getrieben werden. An den Antworten hast du ja auch schon gesehen, dass einige für Videos mit den DSLRs sehr gut klarkommen, während andere wieder zur bewährten Bau- und Bedienungsform einer Videokamera zurückgekehrt sind.

      Kauf nicht vorschnell. Überlege, was du wie machen willst und entscheide dann in Ruhe. Ich kann dir versichern, dass auch in fünf Monaten noch genügend bauchbare Kameras da sind. Außerdem wirst du hier vor allem vor und nach der Photokina sehen, dass wir mit Begeisterung eine neue Sau durchs Foren-Dorf treiben. ;)

      Beste Grüße, Rod

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rod ()

    • wabu schrieb:

      Aber auch nicht mehr - denn je kleiner die Blende desto mehr Beugungsunschärfe..... lässt sich alles nachweisen - hat mich beim filmen und fotografieren nie gestört..


      Jepp. Das sehe ich auch so.

      Und ansonsten stimme ich allen Punkten voll und ganz zu: Man muss diese Teile schon mal selbst in die Hand nehmen, sonst wird das nix. Man - auch Du! - wird/wirst Dir schon eine eigene Meinung bilden MÜSSEN, indem Du es selbst einmal ausprobierst. Dem einen passt es sofort, dem anderen kommt recht bald die Frage auf: Weshalb tue ich mir das nur an?

      ICH habe mich nicht von alledem beeinflussen lassen, sondern dachte mir eines Tages nur: Das Filmern mit einem der geläufigen und exzellenten Camcorder kann nicht der Weisheit letzter Schluss gewesen sein für mein Hobby (Panasonic SD-909): Ich will wieder mehr daraus machen können/dürfen/müssen, als nur auf den Auslöser zu drücken und die Automatik wird's dann schon meistens richten.

      Gesagt, getan... und nicht bereut. Ich für mich - und für sonst keinem anderen. :anbet:
    • Ich habe auch die GH3 ausprobiert und filme gelegentlich mit meiner 5D Mark III, die eigentlich für die Fotojobs zuständig ist.
      Für mich persönlich und für meine Anwendungsgebiete passen Camcorder im "Henkelmannformat" besser und sind einfach praktikabeler.
      Ich hatte auch mal die Canon Legria HF G30 - toller Camcorder aber kein gutes Gefühl bei der Haptik...
      Die XF Reihe von Canon ist wie für mich gemacht! ;) Damit habe ich das Werkzeug an der Hand, was zu 90% meiner Jobs und zu meinen privaten Projekten
      passt und den Rest erledige ich mit den DSLRs.
      Fast noch wichtiger als der Camcorder oder die DSLR ist Zubehör zum Filmen. An erster Stelle steht das Licht und Lichtformer, denn nicht jeder will mit irgendwelchen
      "Nachteulen" im Dunkeln rumfilmen und ein Interview in einem Innenraum ohne passende Beleuchtung sieht auch mit dem "Wundermittel" GH4 ziemlich blass aus! :P

      Man sollte immer daran denken, dass die Kamera / der Camcorder nur ein Werkzeug ist und es nicht auf einen zu hohen Sockel stellen!
      Es soll der Job / das Projekt erledigt werden und das möglichst einfach und gut...ohne viel "Gehampel"! ;)

      Mein Tipp: Probier dir beide Systeme aus und überlege dir, was für die Hauptarbeit bei deinen Filmprojekten von Nöten ist, der Rest ist meist teurer Luxus.
      Es ist nur ein Werkzeug...

      just my two cent!
    • Hi,

      ich hatte übers Wochenende von einer Freundin eine GH3 daheim (leider hats geregnet...), mit einem 14-140er-Objektiv und hab rumprobiert (Sie hat die Kamera mal billig bei ebay gekauft und benutzt sie, wenn es mal nicht "klicken" darf - sonst nimmt sie nur Canon "und die ist viel besser". Frägt man sie, in was genau - dann antwortet sie: "In ALLEM!")

      Jetzt beobachte ich natürlich schon länger de GHx-Videos bei vimeo sehr genau - und da fällt mir schon auf, dass es da SEHR VIELE schlechte Videos gibt, also so, dass auch keiner mehr sagen kann: "Das ist so gewollt..."

      Der hier hätte, besonders bei den Motiven vielleicht besser Fotos machen solln: vimeo.com/96426425
      Die folgenden zwei links hätten ein Stativ benutzen solln:
      vimeo.com/96653620
      vimeo.com/96556997

      Dieses "Gewackle" ist wirklich schlimm.

      Jetzt hab ich natürlich mal ausprobiert, wies mit einem Einbeinstativ so funktioniert (man will nicht soviel mitschleppen...) - und da wackelts auch noch sehr - zwar nicht so schlimm, wie in den oberen links, aber wirklich ruhig sind die Aufnahmen auch nicht... Also bleibt einem bei DSLR/M eigentlich nichts anderes übrig, als die Kamera auf ein 3-Bein zu stellen und möglichst nicht zu bewegen...(außer Schwenks - und die soll man, wenn ichs richtig kapiert hab, möglichst sparsam einsetzen). Werden DSLR-Filme dann nicht irgendwie zu einer "besseren" Fotoshow?

      Viele Grüße,

      hubse

      Wirklich gefallen haben mir in letzter Zeit eigentlich nur zwei Videos bei vimeo, dass man sowas nur mit Monster-Zubehör hinkriegt, ist mir klar...:
      vimeo.com/95030149
      https://vimeo.com/95519345


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