Angepinnt Von Vegas zu HandBrake

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    • Von Vegas zu HandBrake

      Da AVC H.264 mittlerweile das von mir am häufigsten genutzte Encoding ist und dabei die Vegas-Encoder Sony AVC und MainConcept AVC das letzte Quäntchen Qualität nicht rausrücken möchten, weiche ich für das AVC-Encoding oft auf HandBrake aus.
      Und weil mir der Vorgang per Intermediate auf Dauer zu sehr an Zeit und Speicherplatz nagt, habe ich mir dafür ein Verfahren gebastelt, um die ganze Sache zu automatisieren und das Intermediate einzusparen.

      Somit klicke ich in Vegas Pro nach dem Bearbeiten eines Projektes nur noch auf ein Symbol in der Werkzeugleiste und nach einer Verzögerung von ungefähr zehn Sekunden öffnet sich das Video automatisch in HandBrake.

      Wer Interesse daran hat, dieses Verfahren nachzubauen, findet auf VegasVideo.de eine detailierte Beschreibung mit Verlinkungen zu sämtlichen Programmen und Dateien, die dafür gebraucht werden. Nutzung auf eigene Gefahr.

      Der gesamte Prozess wurde unter Verwendung von Vegas Pro 13 entwickelt. Ob das auch mit früheren Vegas-Versionen funktionieren kann, weiß ich nicht. Zumindest muss darauf geachtet werden, die zur Vegas-Version korrekte Version des DebugMode FrameServers zu nutzen. Wenn es dann immer noch haken sollte, könnte es möglicherweise am Vegas-Script »Send2HandBrake« liegen, das in diesem Fall auf ältere Vegas-Versionen angepasst werden müsste.
    • Hallo Marco, da ich jetzt wieder zurück aus dem Urlaub bin, werde ich dein Verfahren mal testen. Schon mal danke für dein Bemühen.
    • Hallo Marco,

      danke für diese Anleitung. Es hat bei mir auch mit Vegas12Pro geklappt. (Ich musste nur anstatt der DebugMode FrameServer Ver 2.15(für vegas 13Pro) die Ver 2.14 installieren.)

      Gruß
      Mario
    • Hallo Marco,

      hast du das AVCHD-Ergebnis, daß Handbrake liefert, schon mal mit dem vergleichen können, was ein Encoder, der mit der LANCZOS 3-Methode arbeitet, liefert.
      Also mit der Bildqualität und der Abwesenheit praktisch jeglichen Aliasings, was beispielsweise Edius mit der Einstellung LANCZOS 3 beim Herunterskalieren abliefert.
    • Also ich habe einige kleine Tests gemacht und mit Vegas->Handbrake 1080p runterskaliert auf 720p und 576p und war angenehm ueberrascht ueber das gute Ergebniss. Auch Umwandlung von i nach p geht mit Vegas->Handbrake besser als mit Vegas selber. Der einzige Nachteil von Handbrake, man kann damit kein vernueftiges interlaced mp4 machen.
    • HandBrake skaliert immer per Lanczos 3.

      Theo, bezüglich interlaced - hattest du da schon meinen Hinweis aus dem Vegasforum berücksichtigt und das AviSynth-Script auf interlaced angepasst?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marco ()

    • Marco schrieb:


      HandBrake skaliert immer per Lanczos 3.


      KLASSE ! :thumbsup:

      (Hatte ich bisher noch nicht mitbekommen)


      Großen Dank, daß du VEGAS damit relativ unkompliziert zu einer erheblich besseren Herunterskalierungsqualität verhilfst :Applaus: :Applaus: :Applaus:


      Aktuell ist das ja so richtich wichtich geworden, da die ersten bereits in UHD filmen, aber wegen der noch nicht vorhandene Infrastruktur auch auf AVCHD runterskalieren möchten.
      Und das mit möglichst bester Qualität, statt neuen Aliasing-Problemen im FullHD-Bild.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von VIDFan ()

    • Marco schrieb:

      Theo, bezüglich interlaced - hattest du da schon meinen Hinweis aus dem Vegasforum berücksichtigt und das AviSynth-Script auf interlaced angepasst?

      Ja, habe ich, ich kriege aber trotzdem mit Handbrake kein brauchbares interlaced mp4 gerenderd. Ich habe noch einen Teil (HDV und DV) interlaced Ursprungsmaterial, das ich fuer meinen Fernseher lieber interlaced rendere. Umwandlen nach progressiv geht aber auch relativ gut mit Handbrake, auf jedenfall bedeutend besser als mit Vegas.
    • Zunächst einmal herzlichen Dank für diese Möglichkeit!
      Ich habe das gestern nach der wirklich guten Anleitung installiert und zum laufen gebracht. Es ist wirklich nur noch ein Knopfdruck.
      Heute habe ich ein kritisches File mit diesem Tool und zum Vergleich mit Vegas S-XAVC und TPGenc gerendert.
      Das Bild von Handbrake ist bei Bewegung jetzt flüssig und insgesamt mit wenig Artefakten bei kritischen Linien und Strukturen. TPGenc ist da noch eine Idee besser, Sony S-XAVC fällt bekanntermaßen deutlich ab.
      Leider habe ich noch Probleme beim abspielen von Handbrake-MP-4 Videos. Beim öffnen mit VLC-Media Player kommt kein Ton, der direkte Zugang per Stick zum Fernseher wird verweigert und mein X-Streamer sagt mir "Frame zu groß".
      TPGenc-Videos sind kein Problem. Gibt es da Einstellmöglichkeiten für die HandbrakeMethode, die ansonsten ja so besonders praktisch ist?
      Wer weiß da ein Lösung?
      Dirk
    • Die Einstellmöglichkeiten von HandBrake sind derart breit gefächert, dass deren Beschreibung schlecht in ein Posting reingequetscht werden können. Die Parameter, die für das x264-Encoding verfügbar sind, sind bei HandBrake und TmpegEnc annähernd gleich, so dass zwischen beiden Programmen auch die gleiche Encodingqualität erreichbar sein sollte. Da musst du aber aber schlicht etwas experimentieren, v.a. mit den Einstellungen, die in HandBrake über den Reiter »Advanced« angeboten werden. Ich kann da auch nur mit Nachdruck auf das Tutorial von Jan Ozer hinweisen, das auf dem VegasVideo.de-Artikel verlinkt ist. Die Grundlagen zu HandBrake werden da gut beschrieben.

      Der fehlende Ton könnte unter Umständen durch eine falsche Einstellung des FrameServers verursacht sein. Das wurde anfangs von mir auch falsch beschrieben und dann (zumindest im Text) nochmal korrigiert. Im FrameServer muss bei der erstmaligen Konfiguration »Write Audio as PCM samples in signpost AVI« aktiviert worden sein.

      ich kriege aber trotzdem mit Handbrake kein brauchbares interlaced mp4 gerenderd.

      Muss ich mir mal ansehen. Vielleicht hängt es ja nicht an HandBrake, sondern am FrameServer, so dass noch eine andere Anpassung des AviSynth-Scriptes notwendig wäre.

      Nachtrag:
      Soweit ich das sehe, geht HandBrake davon aus, dass das Zielformat immer progressiv sein wird. Interlaced als Output ist hier keine Option.
      Sollte doch aber auch o.k. sein, sofern in HandBrake ein entsprechend guter Deinterlacer gewählt wurde. Letzten Endes wird die Wiedergabe ja doch immer progressiv sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marco ()

    • Jetzt klappt das mit diesem Tool hervorragend und das Ergebnis des herunterrendern von 4K zu 2K ist wirklich gut!
      Nun nimmt Handbrake jeweils nur 4K oder 2K Videos zum rendern an. Kennt jemand eine gute Möglichkeit, fertige gemischte Videos (2k, 25p+2K,50p) lückenlos miteinander zu verbinden?
      Dirk
    • Ich habe eines der Batch-Scripte noch etwas optimiert, um Timing-Problemen aus dem Weg zu gehen. Wer möchte, kann die im Anhang verlinkte ZIP-Datei downloaden, entpacken und die Datei »start_vegas2handbrake.bat« gegen die Datei im Pfad C:\frameserver\batch\ ersetzen.

      Bei komplexen Vegas-Projekten kann es schon ein paar Minuten dauern, bis der Prozess voran geht. Solange wird dort vermutlich ein leeres Fenster namens »Mount« angezeigt. Einfach gelassen warten, bis sich dieses Fenster schließt und es weitergeht.

      Wenn der Prozess aber gänzlich hängen sollte oder abgebrochen werden sollte, bevor sich HandBrake geöffnet hat und der Batch-Prozess dann in einer ewigen Schleife hängen sollte:

      1. FrameServer stoppen und warten, bis sich das Frameserve-Fenster geschlossen hat.
      2. Per »Strg+C« den Batch-Prozess stoppen und im CMD-Fenster die Meldung mit »J« und »Enter« bestätigen.

      .
      Dateien
    • Wenzi schrieb:

      und ich benutze hier eine nicht besonders üppige SSD.

      Geht mir genauso ;)

      Grundsätzlich läuft die Vegas-Handbrake-Geschichte aber hier auch ( unter Vegas 12 ) . Wobei ich bisher nur kleine Clips eingesetzt habe.
      Es gilt noch Feinheiten einzustellen aber ich möchte das erst weiter austesten bevor ich dazu etwas schreibe.



      DV- it's not just a job, it's an adventure!

      (Signatur seit 2004...und das bleibt auch so)

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Da ich ja auch nach einer Möglichkeit gesucht habe, Lanczos 3 zu nutzen....erst einmal vielen Dank, Marco.


      Das mit C:/ interessiert mich auch. Werde mir das ganze einmal ansehen.

      Und...du schreibst..."wer möchte kann die neue Datei nutzen " Wirklich nur bei Problemen, oder generell besser, da optimiert?
    • Dabei geht in mir auch der Gedanke um, der sicherlich schon irgendwie/wo behandelt worden ist: Kann man über den X.264 auch direkt über Vegas heraus rendern? Ich meine 1:1 im HD-Format, ohne Skalierung und pipapo? Ich nehme mal es geht nicht, sonst würde man sich wohl nicht so einen Aufwand leisten.

      Und sollte es dennoch funktionieren: Wie?

      Fragen über Fragen...

      Aber danke erst einmal, Marco. Was mich daran halt ein wenig verunsichert ist die Tatsache, dass nach Erscheinen eines neuen Vegas (14?) wahrscheinlich wieder erneute Pfriemelei nötig sein wird. Und wenn die Entwicklung des Frameservers eingestellt wird, ist's vermutlich aus mit der Herrlichkeit.
    • Ich nehme mal es geht nicht, sonst würde man sich wohl nicht so einen Aufwand leisten.

      Korrekt. Mich hat es nur deshalb zu diesem Verfahren getrieben, weil ich keine Möglichkeit kenne, x264-Encoding mit den entsprechenden Einstellmöglickeiten innerhalb von Vegas Pro zu nutzen. Prinzipiell könnte das noch ein Stück weiter vereinfacht werden, indem HandBrake nicht per GUI, sondern per CMD gesteuert wird. Das würde aber nur dann was bringen, wenn eine pauschale Grundeinstellung des Encoders für alle und für jeden Anwendungsfall gleich gut wäre.

      Funktionieren sollte das mit jeder Vegas-Version, die das Vegas-Script fehlerlos interpretieren kann. Da gibt es zwar hin und wieder Änderungen, aber die sind eher selten (und das aktuelle Script basiert auf Bausteinen, die fast zehn Jahre alt sind).

      Bezüglich des Speicherplatzes bin ich mir ehrlich gesagt auch nicht ganz sicher. Auf jeden Fall liefert der Frameserver ja immer nur ein einzelnes Frame an, so dass an reeller Belegung nie viel mehr als das aktuell angeforderte Frame anfallen sollte. Das virtuelle Filesystem wird aber vermutlich die virtuelle Speicherbelegung anhand der Gesamtgröße des Videos berechnen. Ob das zu Problemen führen kann, weiß ich nicht. Nur bleibt mir für dieses Verfahren keine andere Möglichkeit als die C-Partition zu nutzen, weil das dafür auf einem gemeinsamen Nenner basieren muss.

      Und...du schreibst..."wer möchte kann die neue Datei nutzen " Wirklich nur bei Problemen, oder generell besser, da optimiert?

      Ich habe die Aktualisierung gestern in Windeseile gemacht und konnte es nur wenige Male testen (wobei es da immer fehlerfrei funktioniert hat). Und ich konnte das bisher noch nicht in die VegasVideo.de-Homepage einfügen, bzw. dort das Gesamtpaket aktualisieren.
      Die aktualisierte Fassung sollte das verlässlichere Verfahren bieten. Die ältere wird bei komplexeren Projekten ohne weitere Anpassung des Timings nicht funktionieren. Die aktuelle Fassung sollte frei von Timing-Abhängigkeiten sein.

      Was die Abhängigkeit vom DebugMode-FrameServer angeht – das ist korrekt. Ohne FrameServer wird das auf diese Weise nicht funktionieren. Da gäbe es die Alternative, das gesamte Verfahren darauf auszulegen, dass automatisch ein Intermediate gerendert wird und erst wenn dieser Rendervorgang abgeschlossen ist, würde HandBrake gestartet werden.
      Mal abgesehen davon, dass das um die Intermediate-Renderzeit länger dauern würde, könnte bei vergleichbarer Qualität zum jetzigen Verfahren nur ein unkomprimiertes AVI genutzt werden und falls nicht das Intermediate danach automatisch gelöscht werden sollte (was aber im Falle von Korrekturen wieder unnötig Renderzeit kosten würde), müsste das wieder manuell geschehen, womit der Automatisierungsprozess nicht ganz so effektiv wäre.
      Von daher bin ich ganz froh um den FrameServer.