Videos nachbearbeiten (ColorDirector)

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    • Videos nachbearbeiten (ColorDirector)

      Hallo!

      Ich habe mich endlich einmal mit einem Programm beschäftigt, das ich schon länger installiert habe: Cyberlink ColorDirector 2 (64bit). Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es alles rausholen kann, was an Schärfe und Farbabstimmung/Kontrast in den Videos drinnen steckt - gibt es Alternativen zu diesem Programm? Meine Fotos bearbeite ich mit PhEl und Lightroom nach, Videos muß man also auch nachbearbeiten, um ähnliche Erfolge zu erzielen wie bei den Fotos? Ich bin sehr überrascht von den Ergebnissen, denn bisher wurde bei mir lediglich geschnitten - Edius 7 derzeit. Jetzt habe ich Videos in 1080p50, 28mbps, von meiner Sony NEX-5 von einem Segeltörn. Bearbeitet mit dem ColorDirector sehen die wirklich gut aus.
      Gruß, Andreas
    • Streng genommen gehen solche Dinge mit jeder NLE, die Werkzeuge für die Luminanzkorretur und für die primäre und sekundäre Farbkorrektur drinnen haben. Die Frage ist aber oft wie gut diese Werkzeuge sind. Und natürlich gibts dafür dann auch immer wieder zusätzliche Plugins. Es hängt wie so oft von den Bedürfnissen ab.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • numeris schrieb:

      Meine Fotos bearbeite ich mit PhEl und Lightroom nach, Videos muß man also auch nachbearbeiten, um ähnliche Erfolge zu erzielen wie bei den Fotos?


      Ich denke das es da schon einen Unterschied gibt ob man ein Foto bearbeitet oder das mit einem Video macht. Beim Foto hast du im Idealfall eine RAW - Datei und salopp übersetzt einen Frame :-). Beim Video hast du unterschiedlichste Aufnahmeformate (Codecs) weniger komprimierte stärker komprimierte weniger bit mehr bit 4.2.0/4.2.2/4.4.4 und dann natürlich auch RAW ich denke mal da ist die Bearbeitung um einiges komplexer!
      Bei den Dateien die aus deiner Cam kommen würde ich soweit ich das weis mit zu intensiver Farbe,Kontrast,Schärfebearbeitung vorsichtig sein. Lieber ein PP wählen das das meiste schon Kameraintern regelt :)

      Gruß Bachi
    • Ist da nicht primär die Datenmenge der Unterschied? Und - klar - die Frage ob das bereits eine für die Sichtgeräte fertige Gammakurve hat. Aber sonst sehe ich das nicht mal so unterschiedlich. Es gibt ja auch bei Fotos so Dinge wie jpegs.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Ist PP eine bestimmte Kameraeinstellung? Ich verwende meist die "Intelligente Super-Automatik", die sehr schöne Stillbilder macht, die man nur gelegentlich nachbearbeiten muß. Ich habe zwar früher stundenlang an nur einem Bild in der Dunkelkammer gewerkelt, aber jetzt bin ich faul und verwende JPEG, auch weil ich aus den Fotos Diashows mache mit gut 100 Bildern und öfters weit mehr. Mit der gleichen Einstellung der NEX-5 filme ich. Die Nachbearbeitung habe ich jetzt entdeckt, und nur ganz behutsam gemacht, und raus gekommen sind kräftigere Kontraste und bessere Schärfe, alles ohne übertrieben zu wirken, im Gegenteil viel plastischer und originaler in der Ansicht als ohne Bearbeitung. 1080p50 mit 28mbps in AVCH264 ist die höchstmögliche Einstellung für Video bei der NEX-5. Falls es eine so kleine Kamera mit großem Sensor (18x24mm) einmal auch für 4K geben sollte, wäre die interessant für mich. Als Zusatzmodell zum Nachfolger für meine FX1000, der noch auf sich warten läßt...
      Gruß, Andreas
    • wolfgang schrieb:

      Es gibt ja auch bei Fotos so Dinge wie jpegs.


      jpgs bearbeitet man aber doch nicht! und im Videobereich ist es doch auch so das man besser bei stark komprimierten Dateien die Bearbeitung besser sein lässt bisschen heller oder dunkler ok oder bisschen schärfen aber wirkliches color-grading doch nicht?

      @ Andreas

      PP (Picture Profil) ist zum Beispiel Cinema 1 also ein festgelegtes Color Picture Profil für deine Cam wo du im nachhinein nicht mehr viel nachbearbeiten musst. Behutsames drehen an den Reglern sollt das wohl aushalten:-)

      Gruß Bachi
    • Bachi schrieb:

      jpgs bearbeitet man aber doch nicht! und im Videobereich ist es doch auch so das man besser bei stark komprimierten Dateien die Bearbeitung besser sein lässt bisschen heller oder dunkler ok oder bisschen schärfen aber wirkliches color-grading doch nicht?


      Tja ich kenne genug die auch jpegs bearbeiten. Und ich halte den Vergleich recht passend - Consumer Formate mit 8bit 420 zu bearbeiten ist eigentlich die gleiche "Weisheit" wie wenn man jpegs bearbeitet. Und genau aus diesem Grund empfehlen ja professionelle Coloristen mindestens ProRes oder DNxHD/HR und neuerdings wird wohl auch XAVC (ohne S) dazu zu zählen sein, und natürlich auch noch Codecs wie Cineform oder andere hochwertige.

      Aber im Kern gehts immer um die gleiche Sache: nämlich bei den erforderlichen Luma- und Farbkorrekturen und einem nachfolgendne Grading die größtmögliche Bearbeitungsreserve zu haben! Und natürlich ist RAW noch besser - aber das ist halt auch ein workflow der von den Aspekten des Speicherplatzes halt entsprechenden Aufwand braucht. Colooristen werden immer auf RAW gehen wollen, wenn man sie frägt und sie auf sonst nichts Rücksicht nehmen müssen - und eine Produktionsentscheidung mit was man nun produziert will eine wohlüberlegte sein.

      Darüber hinaus braucht sich aber auch niemand zu fürchten. Das ist eine Frage des Aufwandes den man treiben will. Denn natürlich kann jeder auch mit H.264 oder in Zukunft wohl mit H.265 und 8bit weiterfahren - diese Entscheidung muss für jeden selbst passen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Natürlich bevorzugt der Colorist immer das ARRI-Raw oder RED-RAW. Ganz einfach weil er dabei ohne Nachzudenken an den Reglern schrauben kann. Da ist immer genug "Fleisch am Knochen".
      Die wahre Kunst ist es, aus einem lumpigen massiv chroma-subgesampeltem 8Bit -Video noch etwas halbwegs Ansehnliches zu zaubern. Da muss man langsam anfangen zu überlegen, was machbar und sinnvoll ist.
    • wolfgang schrieb:

      Tja ich kenne genug die auch jpegs bearbeiten.


      die kenne ich auch das heist aber nicht das das dann auch Qualität ist ! Im Fotobereich kenn ich mich sehr gut aus hab jahrelang als Retuscheur gearbeitet die Abkürzung jpg gibts da nicht :-)) und ich denke das gleiche gilt für Film natürlich kann man alles bearbeiten die Frage ist was stelle ich für Anforderungen an die Qualität.

      Du hast selbstverständlich recht entscheiden muss das jeder für sich!

      Gruß Bachi
    • Na ich tue mir (bisher) nicht raw an - ProRes ist ja auch schon ein Quantensprung verglichen zu H.264.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • 4K hat die 8bit Beschränkungen gottseidank deutlich entschärft - natürlich nur für uns Amateure.
      Dirk
    • wolfgang schrieb:

      Na ich tue mir (bisher) nicht raw an - ProRes ist ja auch schon ein Quantensprung verglichen zu H.264.


      Da hast du recht ich nutze ProRes nur wenn ich mehr in der Nachbearbeitung machen möchte was im Filmbereich noch nicht oft vorgekommen ist :) ansonsten reicht mir das interne h.264! Ich möchte mich noch nicht so ganz diesem irren Datenaufkommen geschlagen geben...:-)

      Gruß Bachi
    • Dirk-1 schrieb:

      4K hat die 8bit Beschränkungen gottseidank deutlich entschärft - natürlich nur für uns Amateure.

      Nicht wirklich, weil du ja unverändert in 8bit 420 editierst.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • wolfgang schrieb:

      Nicht wirklich, weil du ja unverändert in 8bit 420 editierst.

      Doch, ich merke das deutlich bei der Farbkorrektur. So ist z.B. das Banding, was bei 2K sehr unangenehm war, nur noch bei extremen Situationen wahrnehmbar. Insgesamt ist ein deutlich größerer Eingriff möglich als bei 2k, trotzdem ist natürlich 10 bit noch weit besser, gar keine Frage.
      Dirk