Anforderungen für TV-Nutzung

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    • Anforderungen für TV-Nutzung

      Hallo alle Zusammen,
      ich bin zwar schon recht lange hier als Mitglied gemeldet, habe aber bislang zugegebenermaßen nur als stiller Lesender hier mein Dasein gefristet. Der ein oder andere aus dem Vegasforum mag mich kennen, und da dort ja bald (leider) die Lichter ausgehen, möchte ich mich mit meinem bescheidenen Wissen und meinen Fragen nun auch gerne hier einbringen.
      ... und eben eine solche Frage habe ich dann auch gleich ;)

      Ich habe eine Anfrage, ein Interview zu drehen, das eventuell auch im TV ausgestrahlt werden soll. Nun weiß der Kunde aber noch in keinster Weise, welche(r) Sender (ÖR, Privat, Lokal) es werden könnte(n):
      In der Vergangenheit haben wir einige TV-Werbespots produziert und wissen daher die Anforderungen bei den großen Privaten (XDCAM HD 422, 50Mbit): Nun kann ich mir aber nicht vorstellen, das wirklich jedes Material, das in den Nachrichten gesendet wird, diesen Standard erfüllt. Oder kann man notfalls "schummeln" und normalsterbliches AVCHD einfach hochrendern? Gedreht würde mit eine Sony A99, an die man via HDMI auch 422 aufnehmen kann. Jedoch hätte die zweite Cam diese Möglichkeit nicht.
      Da das Budgetz für diese Nummer nicht soooo toll ist, kann ich leider nicht allzuviel Fremdmaterial dazu mieten... zumindest würde ich das gerne vermeiden...

      Vielen Dank schonmal für eure Hilfe und ein lieber Gruß...

      Eric
    • nehme es via hdmi auf atomos ninja2 auf. dann ist es 4.2.2 und 10bit.
      dirk pel
    • Also ich würde da auch nicht schummeln, weil sowas von den Technikern durchaus erkannt werden könnte. Ein Ninja2 oder ein Ninja Blade wären tätsächlich Varianten - bedenke dabei nur dass dieses Material in Vegas nicht unbedingt gut zu verarbeiten ist. Vegas hat ja mit ProRes so seine Schwierigkeiten. Andere Varianten wäre vielleicht das Ausleihen von passendem Equipment.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Man wundert sich, was und wie manches geht. Wenn z B. Skype Aufnahmen für Interviews benutzt werden oder Handy Videos und auf der anderen Seite diese 4:2:2 Anforderungen gestellt werden.

      Keine Ahnung, was man davon halten soll. (Habe ich alles schon im ZDF "Heute Journal" gesehen.)
    • homer1 schrieb:

      Man wundert sich, was und wie manches geht.


      Ich denke mal, dass hängt von der Einzigartigkeit eines Ereignis-Videos ab: Filmt man mit einem Billigsthandy völlig verwackelt einen Flugzeugabsturz und dieser Streifen ist der einzige seiner Art, dann ist er Gold wert. Machen das viele und die Sache ist wiederholbar (z.B. Interview), sucht man nach einer guten Qualität oder lässt die Sache senderseitig sein und füllt die Lücke anderweitig.
    • Wenn Du Frau Merkel beim Joint rauchen filmst dann darf das ruhig AVCHD sein.....

      Da redet dann niemand mehr über 4:2:2 oder Bitraten und Broadcasttaugliches Equipment ;)

      Ansonsten wäre es schon ratsam sich an die Technischen Richtlinien der großen Sender zu richten. Also auf einem entspr. Gerät mit entspr. Codec aufzuzeichnen und nicht hinterher die Sache "hochzurechnen" - denn das ist unter Umständen durchaus feststellbar.
      Vor allem wenn noch kein Abnehmer feststeht mit dem man das Aufzeichnungsformat vorher abklären kann, denn wenn es z.b. Eine Redaktion will kann es auf einmal auch Material das nicht den Broadcastspezifikationen entspricht zulässig sein ;)
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    • MacMedia schrieb:

      Ansonsten wäre es schon ratsam sich an die Technischen Richtlinien der großen Sender zu richten. Also auf einem entspr. Gerät mit entspr. Codec aufzuzeichnen und nicht hinterher die Sache "hochzurechnen" - denn das ist unter Umständen durchaus feststellbar.

      Geht es hier nicht einfach um das Abgabeformat? Ob ich das hoch- oder runterrechne dürfte doch eigentlich egal sein, wenn es eine gewisse Qualität hat. (Die Farben nicht ausfransen, keine Mosaiks entstehen, ...)
      Geht es hier nicht einfach darum, dass es für den Sender verarbeitbar ist? Das die Helligkeit und die Farben stimmen und zwischen IRE 0 und 100 liegen? Der Ton bei -23LUF liegt usw. Wie ich dahinkomme kann dem Sender doch wurscht sein.

      Der Sender möchte das Material einfach in sein AVID reinschmeißen, ohne weitere Parameter einstellen zu müssen, was Technikerstunden kostet.

      (Ich sag mal, wenn du einen AVCHD-Film in Resolve reinschmeißt und eine Körnungs-Matten-Video mit wechselnder Körnung dazumischt und das ganze in 4:2:2 10 bit ausgibst. Wer will dann sagen, ob das echte Farben sind oder geschummelte Farben? )

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von homer1 ()

    • Es kommt doch immer darauf an, was in dem Video zu sehen ist.
      Ein Interview oder dergleichen muss wohl kaum absolute Spitzenqualität haben, da kommt es mehr auf Inhalte an.
      Ich beobachte z.B, dass selbst auf Sendern wie Arte mit hohen Ansprüchen immer mehr Dokumentationen gezeigt werden, die mit DSLR´s gedreht worden sind, also nichts mit 10bit und 442.
      Selbst da kommt es dann auf den Inhalt an. Wenn der passt, dann ist das in Ordnung.
      Ich habe im letzten Jahr etliche Clips für einen Freund zu France 3 (französischer Sender) geschickt, die diese Naturaufnahmen unbedingt für eine Dokumentation haben wollten.
      Das Material stammte aus einer billigen Canon 600D.

      ich würde mir da gar keine großen Gedanken machen sondern einfach in der höchstmöglichen Qualität, die deine Ausrüstung bietet, losfilmen.
      Wenn die dennoch mosern wandelst du halt eben in das von denen gewünschte Format um.
      Manch einer mag das Betrug nennen, ich behaupte aber mal es sieht eh kaum einer.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Ich würde das mit der Sendeanstalt abklären. Denn wenn du einen Vertrag hast, und dann die geforderte Qualität nicht liefern kannst, kann das böse ausgehen.

      Es geht auch nicht darum ob das Betrug oder nicht Betrug ist, und ob mans nachweisen kann oder nicht - es geht darum wie die dann reagieren. Das Risiko hast du.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • MacClane schrieb:

      ...Ich habe eine Anfrage, ein Interview zu drehen, das eventuell auch im TV ausgestrahlt werden soll. Nun weiß der Kunde aber noch in keinster Weise, welche(r) Sender (ÖR, Privat, Lokal) es werden könnte(n):...


      ;)
      Aber wenn der Kunde sendefähiges Material möchte, muss er eben auch das nötige Equipment zahlen.
      Hinterher bekommt sonst immer der Filmer den schwarzen Peter...
      LG
      Michael
    • ich würde mir da gar keine großen Gedanken machen sondern einfach in der höchstmöglichen Qualität, die deine Ausrüstung bietet, losfilmen.
      Wenn die dennoch mosern wandelst du halt eben in das von denen gewünschte Format um.
      Manch einer mag das Betrug nennen, ich behaupte aber mal es sieht eh kaum einer.


      Ich würde das mit der Sendeanstalt abklären. Denn wenn du einen Vertrag hast, und dann die geforderte Qualität nicht liefern kannst, kann das böse ausgehen.
      Es geht auch nicht darum ob das Betrug oder nicht Betrug ist, und ob mans nachweisen kann oder nicht - es geht darum wie die dann reagieren. Das Risiko hast du.


      Aber wenn der Kunde sendefähiges Material möchte, muss er eben auch das nötige Equipment zahlen.
      Hinterher bekommt sonst immer der Filmer den schwarzen Peter...


      Das Problem sehe ich ebenfalls darin das ein Sender Ärger machen kann wenn er dahinter kommt (egal wie) das ihm nach seinen Bedingungen als „nicht sendefähig“ einzustufendes Rohmaterial als „sendefähig“ verkauft wurde. Und zwar unabhängig davon ob das Material wirklich sendefähig ist oder nicht – denn auch mit einer „amtlichen“ Broadcastausrüstung kann man ganz fix nicht sendefähiges Material produzieren….und dem TV-Zuschauer mag das gar nicht mal auffallen ob da nun eine AVCHD-Cam gewerkelt hat oder eine XDCAM HD422-Broadcastmühle für schlappe 70.000€ oder eine Arri Alexa oder eine GH4 mit/ohne Atomos oder so.....

      Macht da dann ein Sender Ärger so wird der „Kunde“ an seinen „Filmfachmann“ sprich denjenigen der die Aufnahmen erstellt hat rantreten und ihn damit konfrontieren. Denn der ist ja der Fachmann, der muss wissen das es Probleme geben kann, von ihm wird erwartet das er sich auskennt und nicht einfach drauf los filmt. Der Filmersteller hat dann den schwarzen Peter, bleibt evtl. auf Kosten sitzen, darf sich vielleicht noch rechtlich mit seinem Auftraggeber herumstreiten und verliert ggf. einen Kunden.

      Daher Tacheles reden mit dem Kunden und ihm klar machen das wenn er diffuse Angaben macht wie „könnte vielleicht mal im TV gesendet werden“ er sich entweder auf ein quasi „Glücksspiel“ einlassen muss – der er tiefer in die Tasche greifen wird weil auf einmal Broadcast-Technik nach einem gewissen Mindest-Standard nötig wird. Entweder „Butter bei die Fische“ und abgeklärt ob die potentiellen Kunden auch mit Material nicht nach Standard zufrieden sind oder der Auftraggeber muss das Risiko selbst tragen – oder eben den (teureren) Technikeinsatz bezahlen und wenn es nicht zur Ausstrahlung kommt wurde eben Geld zum Fenster rausgeschmissen ;)

      Wenn man ehrlich ist dienen teilweise diese ganzen Norm-Vorgaben wie nur 4:2:2-Material mit einer Mindestbitrate usw. nämlich nur einem Ziel – das die Preise hoch gehalten werden und nicht jeder Hinz & Kunz sendefähiges Material mit seiner DSLR abliefern kann. Oder anders gesagt, kommst Du mit DSLR-Material bzw. nicht normkonformen Material an dann werden die Summen die für einen Film gezahlt werden auf einmal niedriger ausfallen – hast ja auch die „billigere“ Technik verwendet und der Film war/ist somit billiger zu produzieren.

      Und hinter vorgehaltener Hand geht auf einmal viel, denn wenn eine Redaktion bzw. ein Sender Material bzw. einen Beitrag oder Film unbedingt haben will dann spielt die Formatfrage auf einmal kaum mehr eine Rolle…. ;)
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    • wolfgang schrieb:

      Denn wenn du einen Vertrag hast, und dann die geforderte Qualität nicht liefern kannst, kann das böse ausgehen.


      Er hat ja gar keinen Vertrag mit einem Sender und auch keinen Sender, der das Material haben möchte.
      Es soll, wenn es fertig ist, ja eventuell Sendern angeboten werden.
      Die können dann ja entscheiden ob die Qualität reicht oder nicht.
      Von daher würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen sondern einfach mit der höchst möglichen Qualität filmen.

      MacMedia schrieb:

      Wenn man ehrlich ist dienen teilweise diese ganzen Norm-Vorgaben wie nur 4:2:2-Material mit einer Mindestbitrate usw. nämlich nur einem Ziel – das die Preise hoch gehalten werden und nicht jeder Hinz & Kunz sendefähiges Material mit seiner DSLR abliefern kann.


      So sehe ich das auch, denn es wird zur Zeit wirklich sehr viel Material aus DSLR´s auf allen Sendern gesendet.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Der Kunde erwartet sich dass das an Sender verkauft werden kann. Na wehe man hat ihm das garantiert, schriftlich ist ein Wahnsinn und auch mündlich nicht ungefährlich. Wenn er das will muss er die Equipmentkosten zahlen. Aber so zu tun als ob und dann nicht entsprechen - das ist keine saubere Geschäftspraxis und kan teuer werden.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Und warum gibts dann diese Diskussion hier?
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • wolfgang schrieb:

      Und warum gibts dann diese Diskussion hier?


      Ausgangspunkt war wohl das der beauftragte Produzent eines Videos sich nicht sicher war bzw. ist ob er mit einer A99 und einer nicht erwähnten zweiten Kamera uneingeschränkt im TV-Bereich verwertbares Material für seinen Kunden erzeugen kann - dieser Kunde weiss noch nicht ob und wie er das Material an einen TV-Sender verkauft, daher kann der Produzent nicht direkt beim Sender nachfragen - und hat hier nachgefragt, in der Hoffnung das ihm geholfen wird ;)

      Ich denke ihm wurde geholfen - er weiß jetzt das er nicht zu 100% damit durchkommen kann, aber gewisse Chanchen bestehen das es dennoch klappt. Und er auf der sicheren Seite ist wenn er durchgängig direkt nach Standard produziert.

      Eigentlich ist alles gesagt.....
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    • MacMedia schrieb:

      Ich denke ihm wurde geholfen - er weiß jetzt das er nicht zu 100% damit durchkommen kann, aber gewisse Chanchen bestehen das es dennoch klappt. Und er auf der sicheren Seite ist wenn er durchgängig direkt nach Standard produziert.


      Tja ich kann nur hoffen dass die Risken klar genug am Tisch gelegt worden sind. Was er, der das ja verkauft und damit kommerziell und in Risikoabwägung als Kleinunternehmer agieren muss, damit macht liegt jetzt natürlich bei ihm.

      MacMedia schrieb:

      Eigentlich ist alles gesagt.....


      Hoffentlich.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • ... das hab ich ja eine interessante Diskussion los getreten ;)

      obwohl ich zugegebenermaßen zunächst auch in Richtung "schummeln" tendierte, werde ich aber nun wirklich gemäß Standard produzieren...

      ich gebe zu, in meiner Frage waren viele "könnte" und "eventuells" drin... das liegt aber leider in der weit verbreiteten Unwissenheit vieler Agenturen... erst Recht, wenn es sich um Event-Agenturen handelt. Denen ist einfach nicht bewusst, welcher Aufwand sich hinter solchen Aufgaben wie "wir brauchen irgendein Video" verbirgt...