Zweiter Monitor 5” für HD-Camcorder

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      Ja, für die Nachbearbeitung hat man entschieden mehr „Reserve“.

      Meine Canon XL H1 machte bisher leider nur 1440x1080 HDV in 4:2:0 und 8 bit. Mein Samurai Blade nimmt jetzt direkt vom Sensor in Full-HD 1920x1080 in 4:2:2 und 10 bit auf.
      Dass ein Weißabgleich in ProRes ganz leicht geht habe ich auch schon entdeckt. Habe seit Neuestem ein Ninja Blade an Sony FX 1000 (HDV). Die Kamera-Einstellungen Picture Profile etc. scheinen auch durchzukommen, noch vor der HDMI-Ausgabe an den Atomos also. Nur mit dem Wave Form Monitor,Luma Overlay und der RGB Parade kann ich nichts anfangen. Kann man da wo was einstellen? Wenn ich mir die Begriffe in Wikipedia durchlese, bin ich nachher "so klug als wie zuvor". :)
      Gibt es dazu Lernmaterial, speziell auf Atomos bezogen? Die Bedienungsanleitung sagt ja nichts weiter aus, setzt Wissen voraus.
      Gruß, Andreas
      Habe meinen Samurai Blade (gleicht deinem Ninja, nur meiner hat einen SDI-Ausgang) auch erst ein paar Tage, Andreas. Wave Form Monitor,Luma Overlay und der RGB Parade habe ich leider auch noch nicht ausprobiert. Es gibt Videos im Netz, die die Arbeitsweise beschreiben.










      numeris schrieb:

      Nur mit dem Wave Form Monitor,Luma Overlay und der RGB Parade kann ich nichts anfangen.

      Der waveform-Monitor ist ein ideales Instrument, um Überbelichtungen zu erkennen. Entlang des Bildes sieht man, wo etwa schon Teile anfangen zu clippen - also abgeschnitten werden. Damit kann man die Belichtung recht fein einstellen. DAS ist eigentlich ein tolles Instrument, welches ich sehr gerne nutze. Gerade für Hauttöne ist das ideal, weil man da halt schauen kann ob man die üblicherweise empfohlenen 80% in etwa hat.

      RGB Parade teilt das halt in die 3 RGB-Farben auf, was eher interessant ist um eventuell falsche Farbabgleiche erkennen zu können. Analog zum Vectorscope. Und das Luma Overlay - wenn das die Umsetzung der Helligkeit in Farben ist dann sieht man noch besser als mit dem waveform Monitor wo genau Überbelichtungen vorliegen können. Denn das ist ja in die Fläche umgesetzt - und wenn es rot ist bist dort halt zu hell.

      Der Rauschmonitor ist auch hilfreich - weil man da besser erkennen kann wenn man bei wenig Licht schon zuviel Rauschen abbekommt. Ist aber eine Übung zu erkennen wann das Rauschen zu viel wird - denn mit diesem Instrument erkennt man erstmals, dass in jedem Bild Rauschen enthalten ist.
      Um Waveformmonitor oder auch das Vectorscope richtig verstehen zu können muss man schon ein kleinwenig in die Videotechnik abtauchen. Auch muss man sich zumindest grundlegend mit den normativen Grundlagen von Videosignalen auseinandersetzen.

      Tut man das nicht so kommt einem die Anwendung dieser "Messgeräte" durchaus nur kryptisch vor......

      Gut erklärt wird das in dem DVD-Lernkurs über Farbkorrektur und Grading von Thomas Wagner - insgesamt 17 Stunden Lernkurs der aber eben auch auf fundamentale Grundlagen eingeht. Denn das verstehen von Messinstrumenten und Messverfahren ist wichtig für ein korrektes Grading und eine saubere Farbkorrektur. Daher wird das ausführlich behandelt. Meiner Meinung nach deutlich besser wie in vielen Büchern oder rein theoretischen Kapiteln die man dazu im Netz findet.

      Ich habe hier diese Messgeräte sogar noch als reine "Hardware" herum stehen - so richtig echt mit eigener Bildröhre und hardwaremäßigen Einstellknöpfen und so ;)
      Vielen Dank für Eure Infos - ist eben ein Super Forum hier! :)

      Die Youtube-Videos habe ich mir schon auch fürs Wohnzimmer runtergeladen und die DVD von Thomas Wagner bestellt - gibts sogar noch ein paar Euro billiger im Netz. Dann habe ich noch ein paar Monate Zeit zum Lernen, bevor meine neugierigen Sponsoren (Vereinsmitglieder) mich fragen werden, was man mit dem Atomos-Kasterl alles machen kann und ich es ihnen vorführen muß ... ^^
      Gruß, Andreas

      HelmutS schrieb:

      Habe meinen Samurai Blade ...


      Dieses Video ist ein Vorgeschmack auf die Farbkorrektur-DVD von Thomas Wagner:


      Auf der DVD, Lektion 7.7 erklärt er Wave Form Monitor, Luma Overlay und RGB Parade. Allerdings ohne Bezug auf die Skalenwerte der Diagramme, die würden mich auch interessieren, sonst sind diese Monitore relativ wertlos.

      Man kann ja auch das externe (Richt-) Mikrofon direkt an das Atomos anschließen und sollte dann vom Kameramikrofon noch den Stereoton über HDMI reinkriegen. Muß ich noch austesten, ob da die Kamera mitlaufen muß oder Standby genügt. Wäre interessant, zusätzlich diese Stereo-Tonspuren für das Umgebungsgeräusch aufzunehmen.
      Gruß, Andreas
      Besten Dank für das Video und die interessanten Infos, Andreas. Ich werde mir die DVD jetzt auch bestellen. Tja, dann ist halt ein wenig Ausprobieren angesagt.
      Eigentlich wollte ich anfänglich ja nur einen 2.Monitor. Und jetzt habe ich die zusätzliche „Arbeit“ in der Backe :)
      Schöne Grüße
      Helmut
      Hallo Helmut,

      ja, die ständige Ausprobiererei mit neuer Technik nervt mich auch schon etwas. :) :cursing:

      Ich habe einem Internet-Bekannten meine kleine Sony NEX-5T bzw. die neuere Alpha-Reihe empfohlen und jetzt will er von mir wissen, wie das mit dem WLan geht. Bei mir geht aber alles über Kabel, Netzwerktechnik ist mir fremd. Ich muß noch MacMedia fragen, wie man die Meßinstrumente am Atomos intepretiert, denn auf der DVD werden sie nur vorgezeigt, die Skalen werden nicht besprochen.
      Gruß, Andreas

      MacMedia schrieb:

      Um Waveformmonitor oder auch das Vectorscope richtig verstehen zu können muss man schon ein kleinwenig in die Videotechnik abtauchen. Auch muss man sich zumindest grundlegend mit den normativen Grundlagen von Videosignalen auseinandersetzen.


      So ist es. Es ist immer wieder erstaunlich, welcher Hype gerade um Grading gemacht wird, aber das Wissen um Messgeräte gegen Null geht. So wie Du kenne ich die Geräte aus meiner Ausbildung noch als dicke Dinger auf dem Schreibtisch ;)

      Zorro schrieb:

      Es ist immer wieder erstaunlich, welcher Hype gerade um Grading gemacht wird, aber das Wissen um Messgeräte gegen Null geht.


      Ich könnte das Color Grading ganz gut gebrauchen, um eine häßliche LED-Bühnenbeleuchtung halbwegs zu neutralisieren. Also kein Hype. Und wo man das Wissen um die Meßgeräte in einer verständlichen Form herkriegt, wäre eigentlich meine Frage ans Forum. Denn auf der DVD wird auch nur schnell drübergefahren.
      Gruß, Andreas

      numeris schrieb:

      Und wo man das Wissen um die Meßgeräte in einer verständlichen Form herkriegt, wäre eigentlich meine Frage ans Forum.

      Wenn Englisch kein Problem ist, dann ist das Color Correction Handbook relativ gut. Ist aber keine schnelle Lektüre.

      Ansonst: wenn man die Schritte der Luminanz- und Farbkorrektur begriffen hat ist das auch eine wichtige Sache. In meinen Augen wichtiger als nur das Wissen um die Meßgeräte. Denn was Meßgeräte aussagen und wie man die interpretiert ist das Eine. Das Wissen wie man damit aber sein sehr reales Material abarbeitet ist noch immer das Relevantere.

      wolfgang schrieb:

      ... das Color Correction Handbook ist relativ gut. Ist aber keine schnelle Lektüre...


      Ganz so wissenschaftlich will ich das nach Möglichkeit gar nicht mehr so angehen. Ich will vor allem schöne Bilder und eine ruhige Kameraführung genießen... :)
      Ich habe mich jetzt erst einmal damit beschäftigt:

      1. Waveform-Monitor (Luma overlay):

      Die Welle geht über den Skalenwert 100 hinaus (Weißwert) und fängt erst über 0 an (Schwarzwert). Wenn ich den ND-Filter einschalte, bis zu Stufe 3, ändern sich praktisch nichts. Hingegen ändert sich was, wenn ich an den Bildprofilen der Kamera umschalte. Der Schwarzpunkt geht dann etwas runter, und das auch helle Band in der Mitte der Welle.

      Was habe ich also von diesem Meßgerät in der Praxis der Aufnahme? Wozu nützt mir die Skala 0-100? Welcher Teil der Kurve soll welchen Skalenwert nicht übersteigen?

      Gruß, Andreas

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „numeris“ ()

      numeris schrieb:

      Die Welle geht über den Skalenwert 100 hinaus (Weißwert) und fängt erst über 0 an (Schwarzwert).

      Das ist leider zu allgemein formuliert - und nicht in allen Werkzeugen richtig.

      Fallweis ist 0 eben wirklich 0 im Bereich 0..255, fallweise aber auch 16.

      Fallweise ist 100 = 255 im Bereich 0..255, fallweise aber auch 235.

      Hinweise: in Edius wird der Bereich 16..235 dargestellt, denn Edius ist für den Broadcast-Sektor. Ebenso derzeit in tools wie Prepare. In Vegas hingegen ist das z.B. umschaltbar. Normalerweise ist es ein Vorteil, wenn man die Bereich 0..16 und 235..255 ebenfalls sieht (und so erkennt ob dort Signale sind).

      numeris schrieb:

      Wozu nützt mir die Skala 0-100? Welcher Teil der Kurve soll welchen Skalenwert nicht übersteigen?

      Hängt vom Produktionsbedürfnis ab. Produziert man für Sender dann soll tunlichst alles innerhalb 16..235 liegen (sendesicherer Bereich). Produziert man für Kanäle für youtube die dann oft auf Computermonitoren abgespielt werden, kann man sich eher überlegen ob man nicht bis 255 die Signale gehen läßt.

      Denn typischerweise habe unsere Consumergeräte Signale in dem Berich 16..255 (also auch im Superweißbereich). Kameras, wo man den Bereich einstellen kann, sind wie etwa die GH4 in diesen Preisklassen eher selten.

      Wozu das beim Dreh wichtig ist? Na damit man sieht wie stark das Signal unterbelichtet ist/ob es wo clippt/wenn ja wo es clippt/um einschätzen zu können ob die Hauttöne passen. Beim Dreh ist das eine enorme Hilfe, so meine Erfahrung.

      Wozu es in der Postpro wichtig ist? Na damit man gezielt die Lumakorrektur machen kann, vom Monitor unabhängiger wird, gezielt die gewünschten Bereiche einstellen kann... such dir was aus. In der Postpro ist das auch sehr sehr wichtig das zu nutzen.

      wolfgang schrieb:


      Das ist leider zu allgemein formuliert - und nicht in allen Werkzeugen richtig.
      Fallweis ist 0 eben wirklich 0 im Bereich 0..255, fallweise aber auch 16.
      Fallweise ist 100 = 255 im Bereich 0..255, fallweise aber auch 235.
      Hinweise: in Edius wird der Bereich 16..235 dargestellt, denn Edius ist für den Broadcast-Sektor. Ebenso derzeit in tools wie Prepare. In Vegas hingegen ist das z.B. umschaltbar. Normalerweise ist es ein Vorteil, wenn man die Bereich 0..16 und 235..255 ebenfalls sieht (und so erkennt ob dort Signale sind)...


      Auf der Lern-DVD hat Thomas Wagner unter DaVinci Resolve den Waveform-Monitor aufgeschlagen und der hat eine Skala 0-1023.

      Sehr verwirrend!
      Gruß, Andreas
      Bei Premiere Pro gibt es auch unterschiedliche Skalen, je nachdem welchen Waveformtype man gewählt hat.

      Bei RGB, YC und YC-keine Chrominanz hat man bei 8 bit folgende Skalen rechts und links:



      Beim Waveformtype Luminaz sind es folgende Skalen:



      Ich weiß nun nicht ob Video2Brain auch Tutorials für Edius bereithält, für Premiere Pro gibt es dort aber einige, die auch alles ausführlich beschreiben.
      Gruß

      Hans-Jürgen

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