Filmkommentar und Nachvertonung für Einsteiger

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    • wolfgang schrieb:

      Der Punkt mit den kurzen knackigen Sätzen, die nicht nur das Bild beschreiben, kann ich nur unterstreichen.


      Das scheint mir ein besonders wichtiger Punkt zu sein.
      Häufig hört man Kommentare die das beschreiben, was im Bild direkt zu sehen ist.
      Das sieht der Betrachter jedoch selber und es muss nicht nochmals beschrieben werden.
      Die Kommentare sollten sich möglichst darauf konzentrieren, was man nicht im Bild sieht, also Erklärungen und/oder Beschreibungen zu dem gesehenen abgeben.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • sunday schrieb:

      Ich habe also nicht vor die Leute vollzuquatschen, auch wenn man den Inhalt dieses Textes nicht im Bild sieht. In erster Linie sollen weiterhin die Bilder sprechen. Der Text soll Informationen und Bewertungen zusätzlich bringen und dies soll eher in kleinen Dosen verabreicht werden.


      Was im Endeffekt auch wichtig und richtig ist. Nicht auf einmal zu viel Informationen in den Text packen - der Mensch kann sich nicht auf zwei Informationsquellen (Bild und Ton) gleichzeitig voll konzentrieren. Vor allem nicht zu viele "Hard Facts" wie irgendwelche Zahlen und Daten, etwa detaillierte Angaben, Jahreszahlen usw. in den Kommentar packen. An die kann sich später kein Mensch mehr erinnern.

      Ausführliche Texte sind dann sinnvoll wenn man z.B. in einem Reisebericht eigene Emotionen transportieren will die so nicht aus den Bildern erkenntlich sind. Oder wenn sie zusätzliche Infos ergeben die leicht verständlich sind. Daher eben auch kurze Sätze, ganz klare Sprache, fast schon auf "Kindergartenniveau" - denn komplexe (Zeitungs-)Texte "aus dem OFF" kann der Zuschauer niemals verstehen und begreifen wenn er nebenbei noch das Bild sehen soll.

      Wobei immer das Bild im Vordergrund stehen muss - am besten kann ich etwas im Bild zeigen.....

      Deutlich stärker und vor allem auch emotionaler wirken O-Töne. Bevor ich z.B. die Arbeit und Vita eines Künstlers in seinem Atelier mittels Off-Text "erkläre" während er bei seiner Arbeit zu sehen ist lasse ich ihn lieber selbst erzählen, über sich reden. Das ist tausende Male mehr emotional und bleibt dem Zuschauer auch besser im Gedächtnis !

      Wegen üben - klar braucht es Übung, Übung, Übung. Betonungen im Satz, Aussprache, all das ist kaum auf Anhieb "perfekt" zu schaffen. Auch die Stimme muss "geübt" sein damit sie gut klingt - wer im Chor singt und dort Stimmbildung und -Training macht hat einen ganz großen Vorteil. Aber auch die passende Betonung, nicht zu stark aber auch nicht monoton leiernd - das ist verdammt schwer.

      Ich tue mich auch sehr schwer beim Texte sprechen, muss fast jeden Off-Text 5 bis 6 mal vorher ohne Aufnahme laut lesen - und mache dann sicherlich auch immer mehr wie nur eine Aufnahme bevor mir diese gefällt und sie ohne Versprecher, ohne Betonungsfehler im Kasten ist.

      Wir sind halt keine Profisprecher die jeden Tag Filme vertonen, die machen das im Schlaf und ohne Vorbereitung aus dem Stegreif und es klingt "gut" ;)

      Und auch die Technik muss passen und (zuverlässig) funktionieren sonst muss ich mir zu viele Gedanken übre technische Probleme machen. Ist ja beim filmen selbst genau so - muss ich mir erst den Kopf über rein "handwerkliche" Dinge wie Blende, Belcihtung, Tonaussteuerung, Kamerabedienung "zerbrechen" kann ich nur noch schwerlich an so Dinge wie Motivewahl oder eben auch die Five-Shots und Zweischenschnitte denken. Technik muss fast inzuitiv beherrscht werden damit man den Kopf frei für kreative Dinge hat.... ;)
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • Das erinnert dann mehr an Blindenkommentar, einer Art Hörbuch, wie es auf den ÖR oft in einer Tonspur vorhanden ist (über Satellit).
    • sunday schrieb:

      . "Nur etwa 3 1/2 Flugstunden von uns entfernt liegt eine wunderbare Insel im östlichen Mittelmeer. In der Antike hielt man sie für den Geburtsort der Göttin Aphrodite. Wir nennen sie heute (kleine Pause) Zypern."


      Hallo Reinhold,

      ist ein interessanter Thread geworden mit vielen nützlichen Tips von erfahrenen Kollegen :thumbup:

      Bei den Kommentaren in (Amateurfilmen) gibt es natürlich viele verschiedene Stile. Dein Text will den Zuseher weiterbilden im Sinn einer Doku oder eines Bildungsfilms.
      Eine Alternative ist eventuell, dass Du dich persönlich einbringst und dem Zuschauer etwas von Dir selbst preisgibst, z.B. so:

      "Seit vielen Jahren wollte ich schon mal nach Zypern.

      Weil dort ja bekanntlich die Aphrodite geboren wurde, habe ich mit der Insel immer etwas geheimnisvolles verbunden.

      Aphrodite ist ja schließlich die Liebesgöttin.

      jetzt waren wir dort. ..."

      Das ist natürlich ein ganz anderer Stil und und ist hier nur als alternativer Denkanstoß gemeint! :beer:

      Gruß Jürgen
    • HJS schrieb:

      Das ist natürlich ein ganz anderer Stil und und ist hier nur als alternativer Denkanstoß gemeint!

      Ein durchaus interessanter Denkanstoß Jürgen! Falls ich einen Gesamtbericht für uns von dieser Reise mache, dann würde mir deine Einleitung besser gefallen.

      wolfgang schrieb:

      Es kann daher schon einen gewissen Sinn machen sich auch zu überlegen was man eigentlich aussagen will. Das ist dann eine klare Verbindung zur gesamten Story des Films. Was will ich aussagen, wo will ich mit dem Film hin?

      Ja, genau! Der Anspruch des Testfilms, zu dem ich den ersten Kommentar sprechen möchte, ist eigentlich nicht sehr hoch. Er hat aber eine klare Zielsetzung:

      1. Ich möchte über die Hotelanlage informieren. Das soll so geschehen, dass man vorab fast den Eindruck bekommt, als wäre man vor Ort.

      2. Da es so etwas wie eine bildliche Rezension ist, lasse ich neben zusätzlichen Informationen meine persönliche Wertung einfließen. Dem Zuschauer soll dabei geholfen werden zu entscheiden, ob diese Anlage etwas für ihn ist oder nicht.

      Das soll also kein Werbefilm werden. Da ich aber einen weitgehend positiven Eindruck hatte, geht es etwas in diese Richtung.

      Falls jemand neugierig geworden ist, worum es sich hier handelt, so kann er sich gern meine Rezension anschauen, die eine der Grundlagen meines Kommentars werden soll.
      Dort befindet sich übrigens schon eine Kurzversion (ca. 40%) des Videos, zu dem der Kommentar gesprochen werden soll. Es fehlt u.a. die Einleitung, die Abendunterhaltung und sämtliche Szenen mit Personenaufnahmen von vorn. Dort gibt es strenge Regeln und eine Beschränkung der Dateilänge auf 330 MB.

      Die Maltadiskussion im Showroom kam für mich zu spät, d.h. mir fehlen Nahaufnahmen. Etwas mehr Abwechslung bei den Einstellungen wird es bei der YT-Version aber geben.

      Vielen Dank noch für die aufmunternden Worte Wolfgang. Die kann ich auch gut gebrauchen. Ich merke jedenfalls, dass sich der Arbeitsaufwand durch einen Kommentar offenbar verdoppelt. Da bin ich mir noch nicht sicher, ob das hier mehr wird als eine Eintagsfliege.

      PS. Der Link führt leider nicht direkt zu meiner Rezension (Oase für Erholung...) von Nov. 15, wie ich gerade gemerkt habe. Da muss man sich bei Interesse durchklicken. Über das Video geht es aber schneller.
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sunday ()

    • elCutty schrieb:

      MacMedias Hinweise möchte ich noch durch einen für mich sehr wichtigen ergänzen. Beim Text bei Reisefilmen nicht die Vergangenheitsform wählen, wie sie häufig beim Vorführen von Dias genutzt wird, sondern den Zuschauer mit dem Präsens quasi mitnehmen und einbeziehen.

      Interessanter Hinweis, mit dem ich aber etwas Probleme habe. Bisher habe ich immer bewusst die Vergangenheitsform gewählt, da im Vorspann zu meinen Reisefilmen immer Datum und Dauer eingeblendet wird. Damit ist bei der Vorführung die Frage nach 1-2 Minuten "Wann und wie lange ward ihr dort?" gleich beantwortet (obwohl die Großmutter nach spätestens 5 Minuten mitten in einer wichtigen Kommentarstelle genau diese Frage nochmal stellt X( ). Wenn ich dann in 2016 einen Reisefilm z.B. von 2010 anschaue und dann "höre" .... wir fahren jetzt ins Zentrum von ..... klingt es für mich zumindest seltsam. Bin ich da allein auf weiter Flur?
    • kowi schrieb:

      Bin ich da allein auf weiter Flur?


      Ich denke 'ja'. Die vergangenheitsform finde ich in Videos nicht unbedingt optimal - das ist vielleicht bei einer Doku angebracht, die längst Vergangenes behandelt. Und die dann im nächsten Kapitel auf die Gegenwart aufbaut. Ansonsten gehe auch ich davon aus, dass ein Video in der sog. Gegenwart abspielt, also auf etwas, das uns unmittelbar dorthin führt und uns zeigen will, was wir dabei fühlen und denken - wie auf einem Rundgang.

      Sicher gibt es da keine feste Regel. Vergangenheitsform wähle ich allenfalls dann, wenn keiner mehr in dem Video lebt... :pfeifen:

      Noch etwas zum Text, was hier auch schon angesprochen worden ist: Das, was das Bild nicht zeigt oder zeigen kann, überbrückt ein gut gemachter Text auf galante Art und Weise. Er ergänzt also das Bild und bereichert es dadurch. Er zeigt also vielfach genau das auf, was man aus den Bildern nicht unmittelbar erfahren kann. Zu sehr darf diese Schere allerdings nicht aufgehen, sonst wird der Ton eher "asynchron" - d.h. das Bild zeigt etwas, was der Ton versucht, nun krampfhaft zu erläutern. Und das taugt einfach nicht. Manchmal allerdings schon - es gibt keine feste Regel dafür. Beispiel: Ein Text kann durchaus eine interessante Information übergeben, welche zunächst gar nicht zum Bild passt. Ich hatte mal eine längere Passage in einem Kanada-Video mit den Niagara-Fällen. Wer sich damit befasst, weiß auch, dass es dazu eine traurige Indianer-Story gibt. Die kann man (zu dafür geeigneten) Aufnahmen durchaus völlig nebeneinander erzählen, ohne dass sich zunächst ein fester Bezug ergibt. In meinem Beispiel zeige ich den Wasserfall von hinten (aus dem Höhlensystem), während ich von dieser Sage erzähle. Man sieht allenfalls eine Art Schatten im Wasser umherhuschen. Genau dazu passt dann aber diese Story, ja sie wirkt sogar irgendwie unheimlich dadurch. Auch hier ergänzt der Text das Bild, auch wenn es sich nur um pure Fantasie handelt.

      Das erzeugt bisweilen Stimmungen, die sich vor Ort gar nicht einstellen wollten. Der Film darf das aber...
    • Hallihallo,
      ein supertoller Thread!
      Da kann man als Einsteiger in dieses Thema sehr viel von Euch lernen und für das nächste Projekt mitnehmen. Danke!
      Auch ich hatte Anfangs mit den technischen Problemen zu kämpfen, bevor ich überhaupt mit dem (Be)Sprechen beginnen und üben konnte.

      Wenn ich kurz erzählen darf wie ich das Problem "Kommentar sprechen" für mich gelöst habe:
      Da ich erst mit dem Filmen beginne, wollte ich nicht vorab Geld in eine Ausrüstung investieren, die ich evtl. später doch nicht brauche. Ich habe von Vaters Super8 Zeiten noch ein Kameramikrofon zuhause, das klang am PC aber wie ein Telefon, also unbrauchbar. Aus meiner Zeit als DJ hatte ich noch ein Sprachmikrofon, das klang aber extrem basslastig und voluminös...auch unbrauchbar.
      Ein für mich brauchbarer Kompromiss war die Sprachnotizfunktion meines Smartphones. Die Aufnahmequalität im Smartphone habe ich auf höchste Stufe gestellt. Das Mikrofon im Handy ist ja für Sprache optimiert. Als Wind/Nahbesprechungsschutz habe ich einen Spülschwamm passend zurechtgeschnitten und über das Telefon gestülpt. Der Spülschwamm ist ein offenporiger Schaumstoff, also nichts anderes wie die einfachen Windschutzstulpen die es käuflich zu erwerben gibt.

      Als absolut wichtig in technischer Sicht hat sich der Aufnahmeort herausgestellt, so wie es MacMedia schon erklärt hat. Die normale Wohnstube oder das Arbeitszimmer hat sich bei mir als vollkommen unbrauchbar herausgestellt. Natürlich könnte man sich einen Schallabsorber selber zusammenbasteln wie es zuhauf auf YT erklärt wird, aber darauf habe ich verzichtet.
      Beste Ergebnisse hatte ich im Heizungskeller wo auch unsere Wäsche aufgehängt wird. Ich habe mich einfach mit einem Stuhl zwischen die aufgehängten Wäschestücke gesetzt und meine Kommentare ins Smartphone gesprochen. Das klang am besten, ohne Hall, ohne Reflexionen von den Zimmerwänden und den Mund sehr nah am Handy/Spülschwamm.
      Die Aufnahmen habe ich dann auf den PC per USB Kabel übertragen und in Audacity nachbearbeitet. Erst entrauscht, dann mit der Kompressor-Funktion Dynamiksprünge weggebügelt und am Schluss mit der Normalisieren-Funktion auf höheren und gleichmässigen Pegel gebracht.

      Lange Zeit und viele Versuche habe ich damit verbracht die Kommentare zu dem vorhandenen Filmmaterial anzupassen. Es wurde ja schon erwähnt, will man das Zusammenspiel Text-Film perfekt machen, so ist es wichtig schon die Filmaufnahmen auf die Kommentare abzustimmen. Als konventioneller Urlaubsfilmer ist bei mir der Werdegang genau andersrum. Erst werden die Filmschnipsel zusammengestöpselt und dann ein Kommentar dazu erstellt. Es zeigt sich wieder, auch beim Urlaub oder beim spontanen Ausflug mit der Kamera ist ein Drehbuch/Konzept von Vorteil.

      Erst nach der technischen Problemlösung kommt die Arbeit mit der eigenen Stimme und dem Text. Erst wenn man selber spricht und sich das Ergebnis anhört, merkt man wie man den Text und den Satzbau anpassen und verbessern kann. Kurze und einfache Sätze sind das A und O bei den Kommentaren. Wolfgang hat es schon gesagt, man muss Wörter und Satzbildungen finden, mit denen man am besten zurechtkommt. Erst wenn sich das selber gesprochene Wort auch für Andere klar und selbstverständlich anhört, hat man einen guten Anfang geschaffen.


      Grüße
      Klaus
    • kowi schrieb:

      da im Vorspann zu meinen Reisefilmen immer Datum und Dauer eingeblendet wird.

      Das habe ich unter dem Start-Button meiner BD-ISO Menüs auch und es ist natürlich klar, daß der Zeitpunkt zurück liegt, sonst wäre das Video ja noch nicht fertig :D

      kowi schrieb:

      .... wir fahren jetzt ins Zentrum von ..... klingt es für mich zumindest seltsam. Bin ich da allein auf weiter Flur?

      Du kannst das sogar noch steigern z.B. mit der bangen Frage " was wird uns da wohl erwarten... oder : erreichen wir unser Schiff noch rechtzeitig". Natürlich weißt du das aber für den Zuschauer wird so etwas Spannung aufgebaut. Die Lösung will er dann schon noch sehen, bevor er nach 1,5h einschläft ;)
      LG
      Peter
    • hoersturz schrieb:

      Wenn ich kurz erzählen darf wie ich das Problem "Kommentar sprechen" für mich gelöst habe:

      Schön, dass deine Erzählung nicht so kurz war. Ich bin als Anfänger für jeden Erfahrungsbericht dankbar.

      kpot11 schrieb:

      Die Experten sind sich fast alle einig, dass man Kommentare "üblicherweise" mittels Monomikrofon aufnehmen sollte.


      Darum habe ich zunächst mit dem Philips Mikro probiert.

      sunday schrieb:

      Ich habe im Schnittprg. meine Testaufnahme doppelt gehört, vermutlich weil ich mit einem Monomikrofon eine Stereoaufnahme gemacht habe. Bei der direkten Kontrolle passierte das aber nicht. Morgen teste ich mal das Stereomikro.
      Der Pegel ist jetzt nach der Verstärkung deutlich lauter, aber noch geringer als beim O-Ton. Er klingt außerdem etwas dumpf.


      Leider änderte sich daran nichts mehr. Daher habe ich jetzt doch das Stereomikro benutzt, bevor ich überall im Haus Testaufnahmen mache. Damit geht es deutlich besser.

      hoersturz schrieb:

      Erst nach der technischen Problemlösung kommt die Arbeit mit der eigenen Stimme und dem Text. Erst wenn man selber spricht und sich das Ergebnis anhört, merkt man wie man den Text und den Satzbau anpassen und verbessern kann.

      Ja, stimmt. Nach dem 20. Versuch finde ich meine Stimme auch nicht mehr so unmöglich wie am Anfang, und ich verschlucke kaum noch Buchstaben.

      kowi schrieb:

      Wenn ich dann in 2016 einen Reisefilm z.B. von 2010 anschaue und dann "höre" .... wir fahren jetzt ins Zentrum von ..... klingt es für mich zumindest seltsam. Bin ich da allein auf weiter Flur?


      Nicht ganz. Am Anfang hatte ich beim Schreiben des Textes damit auch ein Problem. Das Kollosseum im Rom steht natürlich noch, aber auch das durchgesessene Sofa in meinem (Ex-)Zimmer, das ich kritisieren möchte?

      Um aus diesem Dilemma zu kommen, musste ich mich dann doch persönlich einbringen und aus der Vergangenheit ein pseudo-live machen. Ursprünglich sollte es aus den weiter oben geschilderten Gründen ja ein eher neutraler, unpersönlicher Text werden.
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ
    • Also relevanter ist wohl, dass es keine Schallreflexionen gibt die störend werden. Darum gibts ja für Nachvertonung sogar eine Räume - und für daheim etwa sowas wenn man will:
      amazon.de/dp/B005C1MRK8/ref=wl…WUN&coliid=I12D0CXLECA9E6
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Jeder wird die Problematik des Kommentars wohl anders lösen. Mein größtes Problem dabei ist meine Faulheit. (Ok, offiziell nenne ich das "keine Zeit haben")

      Ist man nach der Aufnahme erst mal zu hause hat man viele Fakten von der Reise schon vergessen. So muß man Alles noch mal nachlesen, dann den Text formulieren und schließlich einsprechen.
      Schneiden, Entwackeln, Graden, Musik aussuchen, usw, usw. dann noch nachträglich kommentieren. Da braucht man Ewigkeiten bis der Film vorgeführt werden kann. Ich mache es daher anders.

      Meine Frau ließt den Reiseführer vor, damit wir wissen was wir sehen. Ich merke mir den Teil, den ich spontan für wichtig halte und spreche diesen dann direkt bei der Aufnahme in die Kamera. Da ich das frei Sprechen in unterschiedlichen Situation gewohnt bin, fällt mir das nicht schwer.
      Beim Schnitt muß ich die Aufnahmen ja nicht 1:1 verwenden. Mache Kommentare erweisen sich im nach herein als überflüssig, oder es gibt Einstellungen ohne Text. Einfach den gelungenen Kommentar laufen lassen und mit verschiedenen Einstellungen illustrieren.

      Der Livekommentar wirkt auch sehr natürlich und nicht so statisch. Ok, das Alles ist natürlich tagsformabhängig. :D
      schöne Grüße

      Christian


      Beiträge als Mod in Grün
    • Comte schrieb:

      Jeder wird die Problematik des Kommentars wohl anders lösen. Mein größtes Problem dabei ist meine Faulheit.

      Wenn ich sehe, dass sogar noch die Dateien unserer ersten Kreuzfahrt von 2007 fast unbearbeitet auf einer Festplatte liegen, weil ich damals "keine Zeit" hatte, dann werde ich wohl den Kommentar eher gezielt für einzelne Clips einsetzen und nicht zur Regel machen. Allerdings dürfte sich der momentane zusätzliche Zeitaufwand ja sicher reduzieren

      Comte schrieb:

      Ich merke mir den Teil, den ich spontan für wichtig halte und spreche diesen dann direkt bei der Aufnahme in die Kamera.
      Das habe ich gelegentlich auch gemacht allerdings eher als Gedächtnisstütze. Verwendet habe ich das nur gelegentlich.

      Comte schrieb:

      Der Livekommentar wirkt auch sehr natürlich und nicht so statisch.

      Im letzten Juni habe ich ja einige Clips für "Deutschland - made bei Germany" erstellt. Da das Regenwetter mir z.T. die eigentlich ausführlicher geplanten Außenaufnahmen verdarb, habe ich mich dazu entschlossen meine Frau beim Herstellen von Frühlingsrollen zu filmen. Die sollte sie an dem Abend für eine Geburtstagsparty mitbringen.

      Um die Sache interessanter zu machen, habe ich spontan während ihrer Arbeit ein Interview mit ihr geführt. Das fand ich nachher gar nicht so schlecht und habe es dann auch drin gelassen. Abgesehen davon war eine Neuvertonung ohnehin nicht erlaubt.

      Jedenfalls hat mich diese eher positive Erfahrung zusammen mit einigen kommentierten Clips im Showroom zu diesem Versuch geführt.

      So und nun wird es ernst. Von dem guten Drittel meines Hotelclips, den ich schon erstellt habe, habe ich mal einen kleinen Ausschnitt genommen. Für mich als so ziemlich blutigen Anfänger (zumindest in der Nachkommentierung) mit eher geringem Anspruch ist das relativ akzeptabel. Ihr werdet wahrscheinlich noch Macken hören, entweder beim Text, bei der Technik oder in der Aussprache. Für ein Feedback dazu wäre ich dankbar.

      Aber nochmal der Hinweis: es geht nicht darum das Hotel besonders interessant zu machen sondern einen eher realistischen Eindruck zu geben. Zum Text sieht man dann die 3 Örtlichkeiten aus verschiedenen Perspektiven. Aufgelockert wird es durch eine Angestellte, die einen Tisch deckt.
      Dateien
      • Kommentartest.MP3

        (1,67 MB, 58 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ