Filmkommentar und Nachvertonung für Einsteiger

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    • sunday schrieb:

      Wenn ich sehe, dass sogar noch die Dateien unserer ersten Kreuzfahrt von 2007 fast unbearbeitet auf einer Festplatte liegen, weil ich damals "keine Zeit" hatte, dann werde ich wohl den Kommentar eher gezielt für einzelne Clips einsetzen und nicht zur Regel machen.


      Ich gehe langsam dazu über, meine Reisefilme primär für uns zu machen und da muss dann nicht mehr unbedingt noch ein Kommentar sein. Sonst wird das ja nie fertig...

      Musik und Geräusche machen dagegen viel mehr Spaß und ergänzen den Film enorm. Das könnte der Text zwar auch tun, aber ich brauche das zunehmend nicht mehr.

      Walter Sedlmayr drehte mal eine Reisefilmserie und kommentierte diese live im laufenden Film - "Reisen mit Walter Sedmayr" hieß das damals. Da er sehr viel hintergründigen Humor einstreute, waren diese Filme ein pures Vergnügen - natürlich eher für Bayern, denn das war im Dialekt gesprochen.

      Hier ein Link:
    • sunday schrieb:

      Von dem guten Drittel meines Hotelclips, den ich schon erstellt habe, habe ich mal einen kleinen Ausschnitt genommen. Für mich als so ziemlich blutigen Anfänger (zumindest in der Nachkommentierung) mit eher geringem Anspruch ist das relativ akzeptabel. Ihr werdet wahrscheinlich noch Macken hören, entweder beim Text, bei der Technik oder in der Aussprache. Für ein Feedback dazu wäre ich dankbar.


      Es haben sich zwar 17 Leute den Kommentartest angehört, aber es kam leider keine Rückmeldung. Ob das nun eher ein gutes oder doch schlechtes Zeichen ist, vermag ich nicht zu deuten.

      So blieb als einzige Kritikerin meine Frau. Die bestätigte mir, was ich ohnehin schon dachte, dass ich nämlich zu viele Endkonsonanten verschlucke. Also üben, üben...

      Die unter Nr. 20 hier genannte Einleitung habe ich von 1a - 1r eingesprochen, bis es einigermaßen passte. Bei Nr. 10 war dann auch schon mal bei 10c Schluss.

      Zwischendurch dachte ich, dass es sinnvoll wäre, sich mal ein altes Beispiel hier anzuhören, über das früher einmal diskutiert wurde.

      Und was habe ich gefunden? Absolut nichts - das hat mich dann schon gewundert. Es gibt viele Fragen und Angebote über Musik. Dass Kreative Nachvertonung an sich, wie ja das Unterforum heißt und die doch laut Beschreibung 50% ausmachen soll, über all die Jahre so stiefmütterlich behandelt wurde, das war dann eine Überraschung für mich.

      Ich bin ja erst seit 2 Jahren aktiv dabei und habe mich nur bis 2008 durchgewühlt. Falls ich also irgendwo etwas übersehen habe, wo ein Kommentar als Beispiel sich befindet, dann wäre ich für einen Link dankbar.

      Ansonsten meine ich, dass es dann ja mal höchste Zeit wird hier im Forum, dass eben nicht nur theoretisch Hinweise gegeben werden. Nicht falsch verstehen: das war schon sehr hilfreich für mich und ich habe auch versucht da einiges umzusetzen, z.B. Text im Präsens, Sätze nicht zu lang, deutliche Aussprache u.a.

      Aber wie es schon so schön heißt: Grau mein Freund ist alle Theorie. Daher habe ich mich entschlossen das fertige Ergebnis hier einzustellen. Irgendwer muss ja nach 15 Jahren (?) mal den Anfang machen.

      Für den Showroom kommt der Clip ohnehin nicht in Frage, da der Inhalt für die meisten eher langweilig sein wird. Außerdem weiß ich nach der Maltadiskussion inzwischen selbst, dass da Nahaufnahmen fehlen. Dieser Bereich interessiert mich in diesem Fall nicht und wäre hier auch OT. Eine Aufklärung will ich aber noch leisten, da einige hier ja immer hinschauen wie ein Luchs. Ich hatte im November in Zypern nur ein Schulterstativ mit. Das ist sehr kompakt und leicht und war besonders beim Wandern in den Bergen sehr angenehm. Gelegentlich ist aber eine leichte Unruhe im Bild, die ich nicht wegbekommen habe.

      Hier soll es aber um die Vertonung, insbesondere um den Kommentar gehen. Meiner Frau ist es noch zu wenig Text. Ich finde aber die Pausen, wo man sich mehr auf die Bilder konzentriert, gut und wollte den Clip nicht "vollquatschen". Dass sich dieser doch recht erhebliche zusätzlich Arbeitsaufwand dadurch eher reduzierte, war ein angenehmer Nebeneffekt. :)

      Ohnehin lief meine Motivationskurve vom Frust über die Lust bis "jetzt reicht es langsam". Nun würde mich interessieren, wo ich bei Text, Aussprache usw. auf dem richtigen Weg bin und wo ich noch (beim nächsten Mal) nachbessern muss.

      Einen Hinweis zur Musik gebe ich lieber noch, damit das nicht evtl. nach Kritik ansonsten als Rechthaberei missdeutet wird. Zu einem Video aus dem griechischen Teil von Zypern gehört für mich zumindest teilweise griechische Folklore. Also habe ich stundenlang gesucht. Gemaprobleme und dergleichen sind ja schon etliche Male hier diskutiert worden. Jedenfalls habe ich nach all der Suche nur ein Stück gefunden, das mir gefiel und ich passend fand. Daher habe ich das mehrfach eingesetzt. Da es kurz ist und im Wechsel mit anderer Musik eingesetzt wird, hielt ich das für das kleinere Übel im Vergleich zum Wählen von unpassender Musik. Der Originalton war nur in Ansätzen zu gebrauchen.


      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ

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    • Ich bin bei Voice Over auch Anfänger: Ich sag mal, wie es rüberkommt:

      Mir ist deine Sprache zu ruhig, fast betulich.Jeder Satz fällt vom Sprachrhythmus hinten ab, es baut sich kein Spannungsbogen auf. Stell dir vor, ein Interessierter fragt dich: Wie war das Village? Da würdest du vermutlich weniger (fast) staatstragend antworten. ;)

      Nicht so zurückhaltend, persönlicher erzählen. Statt: "Die Mahlzeiten kann man an drei verschiedenen Stellen einnehmen". Vielleicht: "Am liebsten haben wir auf der geschützten Terrasse gegessen. Das Restaurant ist zu unruhig und die kleine XYZ zu eng."

      Zum Inhalt: An einigen Stellen erklärst du den Zuschauern, was sie sehen. Z. B.: "Im Restaurant befindet sich auch die Bar" man sieht: Restaurant mit Bar. "Am Pool gibt es ausreichend Liegen", man sieht: Pool mit ausreichend Liegen. Entweder weglassen oder Zusatzinfos geben.

      Beste Grüße, Uli
    • Rod schrieb:

      Mir ist deine Sprache zu ruhig, fast betulich.Jeder Satz fällt vom Sprachrhythmus hinten ab, es baut sich kein Spannungsbogen auf.


      Mir kommt die Spache auch viel zu langsam über, mittels Audicity kann mann ohne der Tonhöhe zu ändern die Spachegeschindigkeit mit z.B. 10% erhöhen. Habe ich öfters gemacht weil ich als Holländer natürlich meine deutsche Kommentartexte langsamer spreche um keine Fehler zu machen.
      Und was man im Bild sehen kann bedarf keinen Kommentar.
      Aber wie schon vorher von vielen gesagt braucht man sehr viel Übung. Einen Film ohne Kommentar zu scheiden geht schnell aber dann fangt die Arbeit erts richtig an.
      Viel Erfolg weiter,
      Dirk PEL
    • dirk_pel schrieb:

      Mir kommt die Spache auch viel zu langsam über


      Ich weiß nicht, ob man das mit Audicity kompensieren kann. Da fehlt einfach die Betonung. Du musst das mit viel mehr "Schmackes" erzählen", mit mehr Begeisterung. Sonst schlafen Dir die Zuschauer ein...

      Aber sonst hast Du schon Potential, Du kannst da noch einiges tun! Und das heißt üben, üben, üben...
    • Vielen Dank für die ersten wirklich brauchbaren Kommentare zu meinem Kommentar.

      Rod schrieb:

      Mir ist deine Sprache zu ruhig, fast betulich.Jeder Satz fällt vom Sprachrhythmus hinten ab, es baut sich kein Spannungsbogen auf.


      Das ist ein schöner Hinweis. Schade, dass so etwas nicht schon nach meiner Kommentarprobe hier kam. Dann hätte ich etwas verbessern können. Na dann beim nächsten Mal.

      Rod schrieb:

      An einigen Stellen erklärst du den Zuschauern, was sie sehen. Z. B.: "Im Restaurant befindet sich auch die Bar" man sieht: Restaurant mit Bar. "Am Pool gibt es ausreichend Liegen", man sieht: Pool mit ausreichend Liegen. Entweder weglassen oder Zusatzinfos geben.

      Das ist auch ein wesentlicher Hinweis, der beim Restaurant mit Bar auch richtig ist. Verzeih, dass ich bei den Liegen am Pool evtl. altklug klinge: Die Zusatzinfo bei den Liegen am Pool ist, dass es ausreichend viele sind. Die berüchtigten Handtuchreservierer sind hier eigentlich nicht nötig, weil es genügend Liegen für die etwa 150 Leute sind. Das kann man im Bild nicht erkennen.

      Tatsächlich gab es dann doch ein paar dieser Unverbesserlichen. Am Anfang evtl. weil sie die Kapazität nicht einschätzen konnten, nachher dann um näher am Pool zu sein, mehr Sonne zu haben oder was auch immer.

      dirk_pel schrieb:

      mittels Audicity kann mann ohne der Tonhöhe zu ändern die Spachgeschwindigkeit mit z.B. 10% erhöhen.


      Ein interessanter Hinweis, danke.

      cutaway schrieb:

      Und hier geht um die richtige Betonung:


      Das werde ich mir mal gelegentlich zu Gemüte führen.
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sunday ()

    • Zu dem bisher gesagten - Geschwindigkeit, Betonung, Spannungsbogen - noch ein weiterer Hinweis:
      Die Sprachlautstärke ist unterschiedlich. Man kann das vermeiden indem man in einem Audioprogramm die einzelnen Kommentarteile nach der Aufnahme normiert. Insbesondere sollte man auch auf die Ausgewogenheit von Kommentar und Hintergrundmusik achten.
    • Hallo Reinhold,

      ich finde, dass Du einen sehr schönen Urlaubsfilm gemacht hast, der Eure Erinnerung an diesen Urlaub wach hält. Mir gefällt auch die Bildqualität und der Schnitt und die Musik finde ich auch recht gut passend. Also von mir: :thumbup:

      Dein Sprechstil wird Dir wohl nicht zu vollen Auftragsbüchern als Kommentarsprecher beim Fernsehen gereichen. Aber Du hast den Film ja wohl auch für Dich und deine Familie gemacht. Was hältst du von folgender Idee:

      Deine Frau könnte sich doch mal als Sprecherin versuchen. Wenn sie sagt, "ich kann das nicht", würde ich das nicht gelten lassen. Ein leichter asiatischer Akzent kann einen sehr hohen Sympathiefaktor haben und vielleicht eine interessante Option sein.

      Gruß Jürgen :beer:
    • kowi schrieb:

      Die Sprachlautstärke ist unterschiedlich. Man kann das vermeiden indem man in einem Audioprogramm die einzelnen Kommentarteile nach der Aufnahme normiert. Insbesondere sollte man auch auf die Ausgewogenheit von Kommentar und Hintergrundmusik achten.

      Danke für den Hinweis. Damit hatte ich bis zum Schluss ein ziemliches Problem. Der Kommentar war deutlicher leiser als der O-Ton oder die Hintergrundmusik. Ich musste diese beiden also im Pegel absenken und den Kommentar anheben. Zusätzlich kam dann noch die Absenkung bei der Hintergrundmusik, wenn der Kommentar kam. Das ging dann fast gegen 0.
      Da ist die Timeline viel zu ungenau und ich muss beim nächsten Mal ein Audioprogramm nutzen. Wird aber bei der Normierung dann nicht die Hintergrundmusik mit auf das gleiche Niveau gehoben?

      Rod schrieb:

      Mir ist deine Sprache zu ruhig, fast betulich.


      Es ist nicht so, dass ich nicht am Anfang versucht hätte etwas mehr Dynamik in die Stimme zu bekommen. Beim Mikro lag der Pegel aber schon bei kanpp 80%. Bei mehr Dynamik lag ich dann gleich im roten Bereich. Trotzdem war der Kommentar deutlich leiser als der Rest des Tons. Unterschiedliche Mikros haben daran nichts geändert. Irgendwie kam ich aus diesem Dilemma nicht raus.
      Beim nächsten Mal werde ich zum Vergleich mal auf das Mikro der Kamera sprechen.

      Wenzi schrieb:

      Aber sonst hast Du schon Potential, Du kannst da noch einiges tun! Und das heißt üben, üben, üben...


      Danke für den Trost. Dann werde ich es noch irgendwann versuchen.

      dirk_pel schrieb:

      Einen Film ohne Kommentar zu schneiden geht schnell, aber dann fängt die Arbeit erst richtig an.

      Das kannst du laut sagen, darum werde ich in Zukunft nur vereinzelt so etwas machen. Allerdings ging es dieses Mal wegen der Intro auch nicht so schnell. Wegen der Animationspleite im Genuathread mit VdG wollte ich mal was anderes machen. Die Sache mit Google Earth war bei mir auch eine Premiere, aber das nur nebenbei weil OT.

      Wenzi schrieb:

      ich gehe langsam dazu über, meine Reisefilme primär für uns zu machen und da muss dann nicht mehr unbedingt noch ein Kommentar sein. Sonst wird das ja nie fertig...


      Wenn ich an die vielen Objekte denke, die ich noch auf Halde habe, dann sehe ich das ebenso. Ein Kommentar wird wohl eher für etwas reserviert, das für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Es war aber interessant, das mal einmal auszupobieren und ein Stück hier auch zu dokumentieren.
      Bei mir im HK mache ich den Kommentar aber lieber live - sofern ich mich noch erinnere.

      elCutty schrieb:

      Du kannst das sogar noch steigern z.B. mit der bangen Frage " was wird uns da wohl erwarten... oder : erreichen wir unser Schiff noch rechtzeitig".


      Manchmal denke ich zwar die Demenz beginnnt schon, aber daran kann ich mich in der Regel noch erinnern. :)
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ
    • sunday schrieb:

      ....Da ist die Timeline viel zu ungenau und ich muss beim nächsten Mal ein Audioprogramm nutzen. Wird aber bei der Normierung dann nicht die Hintergrundmusik mit auf das gleiche Niveau gehoben?

      Nein, wenn du es entsprechend anordnest, ist das kein Problem. :pfeifen:
      Das erste Geheimnis lautet: mehrere Audiospuren nutzen - geht auch mit Pinnacle und sicher auch mit Power Direcor.
      Dann zweitens - schildere ich mal kurz eine Vorgehensweise dazu:
      Den Kommentar Text schreibe ich zum aktuellen Stand des Videos auf der Timeline TL (Monitor 1) komplett in ein Worddokument auf Monitor 2.
      Auf Monitor 1 wird jetzt das Audioprogramm gestartet (in meinem Fall Accoustica). Jetzt Micro an und den Kommentar Stück für Stück von Monitor 2 ablesen und aufnehmen. Bei Fehlern einfach das Stück wiederholen und weitermachen.
      Ist alles im Kasten, dann beginnt die Audiobearbeitung. Aus dem Gesamt-Audiofile werden nun einzelne Sätze separat bearbeitet, d.h. Überbetonungen dämpfen, Störstellen raus, so dass ein harmonisches Klangbild entsteht.
      Jetzt das Satzstück "NORMIEREN" (an maximal Pegel angleichen) und separat abspeichern.
      Sind alle Satzstücke fertig, werden sie auf der "Audiospur Kommentar" in der TL an der entsprechenden Stelle abgelegt.
      So kommt es zu keiner Vermischung mit den Audiospuren "Original" und "Hintergrundmusik" und eventuell weiteren Audiospuren.
      Klingt vielleicht etwas aufwendig, hat sich aber (zumindest bei mir) als effiziente Vorgehensweise für eine gute Videovertonung etabliert.
    • sunday schrieb:

      Rod schrieb:
      Mir ist deine Sprache zu ruhig, fast betulich.


      sunday schrieb:

      Es ist nicht so, dass ich nicht am Anfang versucht hätte etwas mehr Dynamik in die Stimme zu bekommen. Beim Mikro lag der Pegel aber schon bei kanpp 80%. Bei mehr Dynamik lag ich dann gleich im roten Bereich. Trotzdem war der Kommentar deutlich leiser als der Rest des Tons. Unterschiedliche Mikros haben daran nichts geändert. Irgendwie kam ich aus diesem Dilemma nicht raus.
      Beim nächsten Mal werde ich zum Vergleich mal auf das Mikro der Kamera sprechen.

      Das ist ein Missverständniss. Ich meinte nicht die technische Lautstärke sondern die Art des Sprechens selbst.

      Beste Grüße, Uli
    • kowi schrieb:

      Das erste Geheimnis lautet: mehrere Audiospuren nutzen - geht auch mit Pinnacle und sicher auch mit Power Director.

      Ja, das stimmt. 3 Tonspuren habe ich bereits jetzt benutzt: O-Ton, Musik, Kommentar. Normierung habe ich wohl falsch verstanden. Ich dachte, das wäre so etwas wie unterschiedliche Pegel bei der Erstellung einer Blu-Ray anpassen, aber das nennt man wohl normalisieren.
      Vielen Dank dafür, dass du deinen Workflow so ausführlich dargestellt hast. Beim nächsten Projekt werde ich mir das mal genauer anschauen. Bei dem regen Interesse hier bin ich aber ziemlich sicher, dass du bis dahin auch für jemand anders etwas Nützliches geschrieben hast.

      Rod schrieb:

      Das ist ein Missverständniss. Ich meinte nicht die technische Lautstärke sondern die Art des Sprechens selbst.


      Das habe ich schon so verstanden. Beim Bemühen dynamischer zu sprechen ging der Level aber meist in den roten Bereich, und es klang vereinzelt dann sogar verzerrt. Da ist wohl ein großer Unterschied zwischen meinem ruhigen Grundton und lautem Sprechen (musste ich übrigens früher beruflich häufig). Vielleicht geht das bei meiner Frau besser.
      Viele Grüße, Reinhold
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    • Hallo Jürgen,

      HJS schrieb:

      ich finde, dass Du einen sehr schönen Urlaubsfilm gemacht hast, der Eure Erinnerung an diesen Urlaub wach hält. Mir gefällt auch die Bildqualität und der Schnitt und die Musik finde ich auch recht gut passend.

      Wenn ich ein Video in den Showroom einstelle, dann schalte ich ja schon fast automatisch in den Lernmodus. Egal ob es nun um Animation, verschiedene Perspektiven, Goldener Schnitt oder Wackelei ging, es gab immer Denkanstöße und brachte trotz z.T. deutlicher Kritik immer etwas. Ich gebe aber gern zu, dass es auch mal zur Abwechslung angenehm ist so etwas zu lesen. Es freut mich sehr, dass dir mein Clip gefällt. Das passt auch gut hierein, weil wir uns hier ja nicht näher mit dem Video- sondern mit dem Audiobereich beschäftigen.

      HJS schrieb:

      Dein Sprechstil wird Dir wohl nicht zu vollen Auftragsbüchern als Kommentarsprecher beim Fernsehen gereichen.

      Schon beim Üben habe ich es geahnt, dass ich wohl kein Naturtalent beim Kommentar bin. Bei Ice Age 5 oder 6 muss ich mich dann wohl auch nicht als Synchronsprecher bewerben. :)
      Eine Chance habe ich ja noch: einer meiner Beiträge für den Wortmann-Film ist quasi ein Interview mit mir selbst. Aber wenn ich ehrlich bin, dann glaube ich eher an die Frühlingsrollen meiner Frau.

      HJS schrieb:

      Aber Du hast den Film ja wohl auch für Dich und deine Familie gemacht.

      Den Film an sich auf jeden Fall. Im Original schmückt den aber die wundervolle Musik von Theodorakis (geht los mit Zusammenleben). Mit Neuvertonung sollte er dann bei You Tube im Januar erscheinen, Das habe ich allen Leuten, mit denen wir im Urlaub nette Gespräche hatten, versprochen.
      Außerdem sind einige Angestellte aus dem Hotel ganz heiß darauf, u.a. die nette junge Dame aus Bulgarien, die den Tisch deckt.
      Bei den Vorbereitungen zur Neuvertonung habe ich dann u.a. die Beiträge von Uli und dir im Showroom gesehen und gehört. Das brachte mich dann auf die Idee mit dem Kommentar.
      Außerdem wird meine Rezension über das Hotel dadurch deutlich aufgewertet. Ich denke, dass sich potentielle Gäste da ordentlich informieren können, vor allem wenn man daran denkt, was es da sonst so gibt z.B. das oder etwas besser das hier.

      HJS schrieb:

      Deine Frau könnte sich doch mal als Sprecherin versuchen. Wenn sie sagt, "ich kann das nicht", würde ich das nicht gelten lassen. Ein leichter asiatischer Akzent kann einen sehr hohen Sympathiefaktor haben und vielleicht eine interessante Option sein.


      Sie bedankt sich ganz herzlich bei dir für den Vorschlag und ist mit einem Versuch einverstanden. Auch Iris hat ja deinen Clip deutlich aufgewertet. Ein kleiner Akzent ist da oft charmant. Statt asiatisch kann es auch fränkisch oder schwäbisch sein. Nur sächsisch geht bei mir gar nicht. Bei der Ausfahrt von Stockholm aus durch die Schären hat mir einer quasi einen unfreiwilligen Livekommentar aufgesprochen. Der Mann auf dem Balkon nebenan hatte durchaus Ahnung, was er seiner Frau so erzählte. Ich fühlte mich aber irgendwie an die Transitfahrten bzw. die Einreise in die DDR erinnert.

      Huch, ich bin schon wieder OT. :)

      Dann schnell gute Nacht
      und Grüße nach Nürnberg
      Reinhold :beer:
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ
    • Tonmäßig würde ich nicht gleich normalisieren, sondern lieber, wie aufgenommen schneiden. Da ist dann erstmal nichts "verstellt". Die Worte und Sätze werden in den richtigen "Fluss" oder das richtige Timing gebracht.

      Anschließend würde ich auch nicht normalisieren, da dieses die Pegel schon auf ein Maximum hochsetzt, ohne die typische Sprecherdynamik zu berücksichtigen.

      Statt dessen würde ich erstmal einen Audio-Compressor einsetzen, der einen gewissen "Druck" in die Sprachaufnahme bringt. Hier sollte man mit einer Compression von ungefähr 4:1 arbeiten.

      Da der Compressor eine Attack- und eine Releasephase hat, war es wichtig erstmal das Sprechtiming hinzubekommen. Die Attackphase würde ich um die 10 ms und die Releasephase um die 200ms wählen.

      Hilfreich kann für den Kompressor folgende Seite sein:
      bws-tonstudio.ch/kompressor.htm
    • homer1 schrieb:

      Hilfreich kann für den Kompressor folgende Seite sein:

      Danke für den HInweis. Erstaunlich, was es da so alles gibt. Mit dieser Unterart des Hobbys kann man offenbar so richtig viel Zeit verbringen.

      Ich denke, dass für mich persönlich das eher nicht in Frage kommt. Nicht etwa, weil ich das nicht benötigen würde, sondern weil ich so tief wohl nicht in die Materie einsteigen werde.

      Trotzdem finde ich deinen Hinweis gut und wichtig. So haben wir später einen guten Sammelthread zum Thema Kommentar, wo man sich informieren kann und auf den man dann immer wieder verweisen kann. Im Gegensatz zum Showroom ist das auch nicht in wenigen Monaten irgendwo auf hinteren Seiten verschwunden und dann kaum noch auffindbar.
      Viele Grüße, Reinhold
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    • sunday schrieb:

      Da ist die Timeline viel zu ungenau und ich muss beim nächsten Mal ein Audioprogramm nutzen. Wird aber bei der Normierung dann nicht die Hintergrundmusik mit auf das gleiche Niveau gehoben?

      Das ist möglicherweise nur eine Grenze des verwendeten Werkzeugs. In anderen Tools kann man in der timeline gerade beim Audioteil sogar viel feiner als nur auf der Einzelbildebene arbeiten - was auch in einem Audioprogramm nicht anders wäre.

      Und idealerweis hat man halt verschiedene Spuren, und hält verschiedene Tonquellen getrennt - O-Ton, Musik, Geräusche/Effekte und Kommentar. Normalisieren macht man dann ohnedies besser in einer betroffenen Spur oder sogar nur für einzelne Clips.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Über eine Woche ist seit der Veröffentlichung auf YT vergangen. Ein paar (positive) Rückmeldungen von Mitreisenden kamen bereits. Auf Nachfrage habe ich auch einen Kurzkurs zum Runterladen gegeben.
      Was bisher fehlt ist eine Rückmeldung von der Hotelanlage, obwohl ich die (in englisch) informiert hatte. Das war bei den vorab erstellten beiden Clips über die Abendunterhaltung mit Originalton (verlinkt über das Mediencenter der Telekom) ganz anders. Da kam schnell eine ausführliche Dankesmail.

      Den Grund des fehlenden Feedbacks kann ich mir denken. Wer sich meinen Kommentar genau angehört hat vermutlich auch. Deswegen wollte ich ohnehin hier noch einmal nachhaken.

      Es haben mich ja mehrere Beiträge im Showroom auf die Idee mit dem Kommentar gebracht, weil sie (nicht nur) meiner Meinung nach das jeweilige Video deutlich aufgewertet haben.
      Beim Schreiben des Kommentartextes hier fiel mir auf, dass mir etwas aber fehlte und das waren kritische Untertöne. Vielleicht spielt mir aber auch meine Erinnerung einen Streich, oder ich habe das überhört. Jedenfalls war nach der Intention des Kommentars (dargelegt hier in #25) klar, dass ich auch einige kritische Punkte ansprechen wollte. Das dürfte nun wohl verantwortlich für das Ausbleiben einer Rückmeldung sein.

      Wie handhabt ihr das in euren Videos? Wird da auch Negatives erzählt oder steht ihr eher auf dem Standpunkt, dass ihr euch nur an die schönen Dinge erinnern wollt? Vielleicht soll das Video sogar andere ein klein wenig neidisch machen oder zumindest ermuntern, so eine Tour auch zu machen?

      MacMedia schrieb:

      So wie wenn wir bei einer Diaschau quasi den Urlaub erzählen würden. Klingt meist besser wie aus dem Reiseführer vorlesen.

      Genau und da habe ich zumindest auch immer die "Klopper" erzählt.
      Viele Grüße, Reinhold
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    • Gelegentlich wird bei einem Clip im Showroom nicht nur Filmkommentar eingesetzt sondern auch etwas ausführlicher darüber diskutiert. Leider erinnert man sich nach einer Weile kaum noch daran, bei welchem Clip das war. Wenn der dann auf der 2. Seite verschwunden ist, ist er sowieso bald aus dem Sinn.

      Daher möchte ich in den wenigen Fällen, wo es noch wichtige Ergänzungen zu dem hier erörterten gibt oder ein besonders eindrucksvoller Filmkommentar vorliegt, hier mal einen Link setzen. Gewissermaßen ist das dann Filmkommentar für Fortgeschrittene.
      Den Anfang mache ich mal mit dem Clip über das Technikmuseum.

      MacMedia schrieb:

      Betreffend dem Spannungsaufbau - ich finde das auch oft völlig übertrieben. Aber es scheint sehr stark in Mode zu sein....

      Darum geht es hauptsächlich.
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ
    • Aus aktuellem Anlass habe ich das wieder hervor gekramt. Zunächst freue ich mich, dass auch dieser Thread unbeschadet durch den Serverwechsel ging. Er ist doch eine große Hilfe, wenn man sich neu in die Materie einarbeitet oder sich länger nicht mehr damit beschäftigt. Jedenfalls habe ich mir die 3 Seiten noch einmal durchgelesen und fand es recht hilreich, weil ich mich seit ca. 10 Monaten nicht mehr mit dem Thema befasst habe.

      sunday schrieb:

      Vielen Dank noch für die aufmunternden Worte Wolfgang. Die kann ich auch gut gebrauchen. Ich merke jedenfalls, dass sich der Arbeitsaufwand durch einen Kommentar offenbar verdoppelt. Da bin ich mir noch nicht sicher, ob das hier mehr wird als eine Eintagsfliege.


      Die Vorahnung hat sich bestätigt. Dieser doppelte Zeitaufwand hat mich bei den anderen Projekten dieses Jahres weitgehend abgeschreckt - mit 2 Ausnahmen.

      sunday schrieb:

      Im letzten Juni habe ich ja einige Clips für "Deutschland - made bei Germany" erstellt. Da das Regenwetter mir z.T. die eigentlich ausführlicher geplanten Außenaufnahmen verdarb, habe ich mich dazu entschlossen meine Frau beim Herstellen von Frühlingsrollen zu filmen. Die sollte sie an dem Abend für eine Geburtstagsparty mitbringen.
      Um die Sache interessanter zu machen, habe ich spontan während ihrer Arbeit ein Interview mit ihr geführt. Das fand ich nachher gar nicht so schlecht und habe es dann auch drin gelassen.


      Das war zwar mit Kommentar aber eine Nachvertonung habe ich mir dann doch verkniffen. Jedoch habe ich inzwischen den Clip erstellt und in 2 Teile geteilt.


      Jedoch war dieser Thread für mich sehr hilfreich für das größte Projekt, das ich bisher erstellt und veröffentlicht habe. Ich habe es seinerzeit auch in den Showroom eingestellt.



      Mit einer Ausnahme wurde es aber nicht weiter beachtet. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass dies mit bisher über 16000 das Video mit den meisten Zugriffen auf meinen YT-Kanal ist.

      Einerseits hatte ich für die Missachtung ein gewisses Verständnis, weil das Thema (Videorezension eines technischen Gerätes) einfach zu exotisch für den Showroom ist. Offenbar hat zuvor noch nie jemand so etwas dort eingestellt,

      Andererseits ist das auch fragwürdig wenn ich jetzt beobachte, wie alle förmlich nach Videos über die GH5 lechzen, wie nach einem Tropfen Wasser in der Wüste. Hier interessiert man sich halt hauptsächlich für Kameras, in anderen Foren für TVs oder Autos usw.

      Beim Wort Wüste bin ich auch beim aktuellen Anlass angekommen. Bei dem schlechten Wetter draußen hatte ich mal wieder Lust, ein Video mit Kommentar zu machen und habe dafür unsere Dubaireise im Dezember ausgesucht. Anders als beim 1. Mal möchte ich aber keine Hotelanlage vorstellen sondern einige Höhepunkte dieser interessanten Stadt zeigen.

      HJS schrieb:

      Bei den Kommentaren in (Amateurfilmen) gibt es natürlich viele verschiedene Stile. Dein Text will den Zuseher weiterbilden im Sinn einer Doku oder eines Bildungsfilms.
      Eine Alternative ist eventuell, dass Du dich persönlich einbringst und dem Zuschauer etwas von Dir selbst preisgibst


      Ein klein wenig in diese Richtung soll es gehen. Vielleicht macht auch meine Frau mal mit. Ich habe nämlich evtl. eine Premiere vor. In all den Jahren habe ich bestimmt schon tausende von YT-Videos angespielt und etliche auch ganz gesehen und mir auch oft die Homepages angeschaut. Ich kann mich aber an keinen Fall erinnern, dass jemand sein Video in unterschiedlichen Sprachen vorgestellt hat.

      Der Hintergrund ist, dass wir in den VAE eine Reihe netter Leute kennengelernt haben, die kein deutsch aber englisch verstehen. Nicht nur weil einige spontan meinen Kanal abonniert haben, möchte ich denen (und nicht nur denen) mal den Service auch einer englischen Version bieten.

      Hat jemand von euch schon mal so etwas gemacht oder ein Angebot bei YT gesehen? Dann würde mich ein Link interessieren.