Ausgebrannte Highlights / Überbelichtung

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    • Ausgebrannte Highlights / Überbelichtung

      Hi,

      ich hab mir grade auf youtube ein Video zur Sony RX100 angeschaut, wie man bei Fotos dafür sorgt, das es keine ausgebrannten Highlights gibt, z.B. durch eine Belichtungsreihe, durch DRO-Funktion (hab nicht kapiert, was das sein soll) oder durch HDR.

      Wenn ich das richtig verstanden habe, dann macht die RX100 bei HDR-Fotos eine Belichtungsreihe, die sie selbst "zusammenmischt", was man sonst bei einer Belichtungsreihe selber machen muss (wie das gehen soll - keine Ahnung).

      Nachdem ich bei meiner Videokamera öfter das Problem habe, dass entweder der Himmel weiß und der Vordergrund OK ist ODER der Himmel OK und der Vordergrund schwarz ist, frage ich mich, ob man sowas mit DRO und oder HDR auch beim Video machen kann.

      Ich weiß, dass es HDR-Kameras gibt (keine Ahnung ob die HDR-Funktion der RX100 nur bei Fotos ist), aber wird dann beim Film bei jedem Bild auch so eine Belichtungsreihe gemacht und von der Kamera automatisch gemischt?

      Gibt es eine Möglichkeit, auch bei älteren Kameras (in meinem Fall Sony TD20, Panasonic SDT750) solche Überlichtungsprobleme einigermaßen in den Griff zu bekommen OHNE dass der Vordergrund zu dunkel ist? Mehr als den "intelligenten Kontrast" hab ich dafür bisher nicht gefunden...#

      Hier noch der link zum YouTube-Video, es reicht, wenn man sich das ab 4:00 anschaut:

      Viele Grüße,

      Martin

      P.S. Ich wusste nicht genau, wo ich das reinschreiben soll, ihr dürft das gerne verschieben oder den Titel umbenennen, wenn das nicht ganz passt.
    • hubse schrieb:

      Gibt es eine Möglichkeit, auch bei älteren Kameras (in meinem Fall Sony TD20, Panasonic SDT750) solche Überlichtungsprobleme einigermaßen in den Griff zu bekommen OHNE dass der Vordergrund zu dunkel ist? Mehr als den "intelligenten Kontrast" hab ich dafür bisher nicht gefunden...#

      So eine Möglichkeit gibts nicht wirklich, denn der Dynamikumfang ist halt vom Prozessor recht starr definiert - und von der Übertragungsfunktion, wo wir ja wissen dass Kameras die direkte in rec709 filmen hier eine ungünstigere Übertragung haben, verglichen mit Kameras die log-Files aufzeichnen.

      HDR ist halt für Videoaufzeichnung auch erst im Kommen. Sicher werden die Angebote in Zukunft zunehmen, aber soweit ich das überblicke gibts im Moment halt für Video da noch eher wenig im Consumerbereich.

      Heißt gerade für ältere Geräte wie die TD20, wo ein Ersatz sowieso nicht mehr möglich sein dürfte weil kein Hersteller mehr 3D-Kameras anbietet, dass man halt den Helligkeitsumfang ohne Clipping nach oben ausreizen kann. Und dann nur probieren kann in der Postproduction mit so Dingen wie Farbkurven eine Aufhellung der zu dunkel geratenen Bildteile zu erreichen. Aber natürlich hat man da Grenzen, denn was außerhalb des Dynamikumfangs des Geräts war das ist fehlt halt an Bildinformation im Material. Und die Bearbeitung ist auch mit 8bit limitierter als wenn du 10 oder 12 bit hättest.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • hubse schrieb:

      Gibt es eine Möglichkeit, auch bei älteren Kameras (in meinem Fall Sony TD20, Panasonic SDT750) solche Überlichtungsprobleme einigermaßen in den Griff zu bekommen OHNE dass der Vordergrund zu dunkel ist? Mehr als den "intelligenten Kontrast" hab ich dafür bisher nicht gefunden...#

      HDR ist zuerst bei Foto-Aufnahmen verwendet worden. Man hat von einem ruhenden Objekt mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Blenden gemacht. In einem Bild war noch Zeichnung in den dunklen Bereichen, aber die Lichter waren ausgefressen. In der zweiten Aufnahme waren die Lichter richtig belichtet, aber die Schatten waren abgesoffen. Mit einer HDR-Software rechnet man jetzt die beiden Bilder zusammen und so ist im gerenderten Bild Zeichnung in den Schatten wie in den Lichtern.

      Da die beiden Aufnahmen hintereinander gemacht werden, sollte sich nichts schnell bewegen. Die Software ist nur bedingt in der Lage, diese sog. Geister herauszurechnen, z. B. eine schnell fahrendes Motorrad.

      Im Video-Bereich wird jetzt versucht, zwei Aufnahmen in der Zeit zu machen, in der normalerweise nur eine Aufnahme entsteht. Red hat dazu z. B. eine Technik (HDRx) entwickelt, in der ein Bild bei 24 fps und einer 1/50 Skunde aufgenommen wird. Gleichzeitig wird eine 2. Aufnahme mit einer Unterbelichtung von zwei Blenden mit einer 1/200 Sekunde gemacht. Diese beide Aufnahmern werden bei der Red-Technik in zwei Streams in einem R3D-File aufgezeichent und später von der Red-Software zusammengerechnet.

      Ein sehr aufwendiges Verfahren, das sich mit Sicherheit nicht bei älteren Camcordern nachrüsten lässt.

      Hier ist ein Link: "High Dynamic Range Video with HDRx" In der Mitte der Seite bei "HOW IT WORKS" seht Ihr, wie zwei Aufnahmen gemacht werden und in der Zeichnung wird gezeigt, wie sie dann zusammgerechnet werden. In dem Bild darunter wird gezeigt, wie sich die jeweiligen Techniken im Bild auswirken, mit der Maus drüberfahren.

      Beste Grüße, Uli