Weißabgleich Objektivdeckel bzw. Weißabgleichsfilter?

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    • Weißabgleich Objektivdeckel bzw. Weißabgleichsfilter?

      Gibt es jemanden, der einen Weißabgleich Objektivdeckel bzw. Weißabgleichsfilter verwendet?
      Irgendwelche Erfahrungen – positiv, negativ?
      Was ist besser einen Deckel (gleicher Hersteller) pro Kamera oder ein Filter für alle verwenden?
      Da ich die zum Abgleich bei Tieraufnahmen in Afrika verwenden möchte ist ein Abgleich mittels einer Karte nicht möglich.
      Ich hatte bei das „Problem“ bei meinem letzten Urlaub, dass zwischen der Canon und der Sony ein tlw. starker Farbsprung war.

      Andere Lösungen?
      Alles mit z.B. 6000 K filmen?
      Kameras:
      Canon XA20
      Sony CX900
      Sony AX33 (AX53)

      Vielen Dank im Voraus.
      MfG
      A-Wolf
    • Hallo:
      1) Ich filme meist mit "Sonne", ("Bewölkt" wenn die Sonne nicht zu sehen ist, etc.). Liefert bei mir (Canon) eigentlich fast immer optimale Ergebnisse.

      2) Mitten im Wald oder bei Mischlicht (z.B.) verwende ich einen Weißabgleichsdeckel (ist noch nicht mal von Canon und fkt. bestens).

      3) Automatischer Weißabgleich nur, wenn ich völlig ratlos bin (gleiche Szene damit nochmals gefilmt; wenn möglich!).

      4) Falls sich hinterher (zuhause) rausstellt, dass was nicht ganz so perfekt "hingehaut" hat ===> NLE-Effekt, meist 3-Way (oder Farbabgleich oder YUV-Kurven).

      Gruß kurt
    • Normal macht man den Weissabgleich immer genau in dem Licht in welchem später das Motiv beleuchtet ist. Das Dumme ist eben dabei das Du dem Löwen schlecht eine Graukarte in die Pranken drücken kannst ;)

      So ein Weissdeckel war früher mal Standard auf vielen Kameras - das Problemd abei ist aber das Du nicht auf das Licht abgleichst das auf Dein Motiv fällt, sondern auf das welches direkt in die Kameralinse fällt....der Löwe liegt im Schatten, Du stehst in der prallen Sonne => es könnte passieren das der Löwe jetzt einen Blaustich bekommt. Kann passieren, muss nicht !

      Bei fixen Kelvinwerten musst Du zu 90% jede einzelne Szene im Weiss abgleichen - das ist viel Arbeit, aber wenn es gar keine Möglichkeit gibt durchaus anwendbar. Mache ich z.B. immer so wenn ich ein Konzert filmen muss und ich kein "Bühnenlicht" bekomme - dann kommen alle Kameras auf 3200K fix und ich muss dann eben das Material einmal auskorrigieren - aber es ändert sich die Korrektur eben nicht während laufender Aufnahme so wie das ggf. bei einem automatischen Weissabgleich er Fall wäre !
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    • Das Licht neben dir wird nicht dramatisch anders sein als das Licht welches den Löwen umgibt. Insofern könnteste durchaus auf eine kleine 18% Graukarte abgleichen, die eben neben dir liegt. Ansonst würde ich auch einen fixen Kelvin-Wert oder die fixe Tageslichteinstellung nehmen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Dank erstmal für den Erfahrungsaustausch. :thumbsup:
      Ich habe auch schon probiert meine Frau mit einem weißen T-shirt zum Löwen zu stellen - aber sie verweigerte. :pfeifen:
      Das mit den 18% Graukarten ist durch die Enge im Fahrzeug nicht wirklich praktikabel.
      Ich sitze am Fahrersitz, an der Seitenscheite sind 2 Saugstative mit den Kameras montiert. Mit meinen 1,90m kann ich auch den Sitz nicht weiter zurückstellen.
      Bei einer fixen Einstellung bin ich mir nicht sicher, ob die bei jeder Kamera gleich interprtiert wird. Als Beispiel die XA20 braucht abends am Wasserloch 3200 K die CX900 3500 K um die "gleiche" Farbe zu produzieren.
      Ich werde mir ein paar "Deckel" zulegen und wenn ich Zeit habe mal probieren.

      MfG
      A-Wolf
    • Möglicherweise sind die Kameras ungleich. Aber wenn du beide in fixen Einstellungen betreibst dann sind sie wenigstens nachher in der Postpro abgleichbar.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Es gibt aus meiner Sicht einen "filosofischen" Ansatz.
      Dafür gehe ich mal in die analoge Zeit mit dem Diafilm oder auch Super( Schmalfilm.
      Der kannte nur zwei Zustände: Tageslicht oder Kunstlicht!
      Zu der Zeit gab ich Kurse in der Colorverarbeitung auch vom Negativ und mein Ansatz war auch da eine Filterung zu finden analog zum Diafilm - ein Filterung für den ganzen Film..
      Natürlich gab es trotzdem für den "fine print" gelegentlich eine leichte Nachsteuerung.
      Der Diafilm/Super8 Film gab dann die Morgen- oder Abendstimmung dann effektvoll wieder.
      Deswegen neige ich zu fester Einstellung - ist die bei beiden Kameras fest - dann hast du, wie Wolfgang schon sagt, eine feste Differenz die zu ermitteln ist und dann geht es recht unaufwändig weiter.
    • Immer wieder ein interessantes Thema, die Sache mit dem Weißabgleich.

      Bei Fernsehproduktionen wo mehrere, auch unterschiedliche Kameras eingesetzt werden, stellen wir immer nur fixe Werte ein.
      Geht wirklich so sehr einfach zu handhaben.

      Bei Produktionen wo ich mit meinen Kameras arbeite, mache ich gerne Weißableich nach Lichtsituationen.
      Gut, das sind alles Panasonic Geräte, die sind aufeinander abgestimmt.
      LG Ali

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von groover ()

    • Danke für den „filosofischen" Tipp :D - ich hatte zu dieser Zeit auch „nur“ mit Agfa Chrome 100 (200) und im Notfall mit Fuji fotografiert.
      Im Klartext ist es wohl am sinnvollsten, wenn ich die Kameras welche keine „Kelvin“ Einstellung haben, auf z.B. „Wolke“ einstellen und die anderen mittels der Farbtemperatur anpasse, ohne Rücksicht auf die „Temperaturnummer“.
      Da ich morgen früh für 4,5 Wochen auf Dienstreise bin (mit limitiertem I-Net) ersuche ich um Nachsicht, wenn ich nicht immer gleich antworten kann.
      MfG
      A-Wolf
    • .....ganz vergessen, zu schreiben.
      Den Objektiv-Weißabgleichdeckel habe ich auf den Objektiven zur GH4 drauf.
      Muss aber gestehen, so richtig begeistert mich der Weißabgleich nicht.

      Grau/Weißkarte sitzt da natürlich viel besser ;)
      Der Objektivdeckelweißabgleich rutscht immer etwas ins "zu warme"
      LG Ali
    • In der analogen Zeit gab es auch "Farbanalyzer" für den Farbnegativfilm um schnell gute Prints zu erhalten.
      Dabei gab es das "Wallner" System, er verlangte eine Aufnahme mit dem Weißdeckel, der bei ihm sogar eine kleine Kalotte war, wie ein halbierter Tischtennisball.
      Das Problem ist dann aber das Motiv selber - da dürfen keine Farbdominanzen sein. Deswegen ist eine Karte besser, wenn man nicht fixiert arbeiten will.