Welches Videoformat für Youtube?

    • Allerdings konvertiert ja Youtube die Videos intern um... für die niedrigeren Auflösungen. Und da kostet H.265 viel mehr Kraft als H.264 - für's Rechenzentrum jedenfalls.
    • Ich glaube, das letzte, worüber ich mir Gedanken machen würde, wären die Server und Rechensysteme von YouTube. :D Die sind da ganz gut bestückt (bei derzeit mehr als 400 Stunden Videoupload pro Minute). VP9 ist mittlerweile auch das von YouTube zur Codierung bevorzugt genutzte Format.
      Wo H.265 und VP9 kratzt, ist eher das eigene System.
    • Marco schrieb:

      Ich glaube, das letzte, worüber ich mir Gedanken machen würde, wären die Server und Rechensysteme von YouTube.


      Jaein... ich las dieser Tage mal, dass sämtliche Cloudsysteme soviel Strom benötigen wie Gesamtdeutschland. Ist schon heftig, was da abgeht. Allerdings mache mir da keine Gedanken über Google, sondern eher über deren Interesse, derartige Codecs vielleicht lieber nicht massenweise anzubieten.
    • sunday schrieb:


      Im Prinzip stimmt das aber mit Grenzen. Ich habe bei UHD-Material die Erfahrung gemacht, dass es am sinnvollsten ist auf ca. 25 Mbps zu rendern. Auch mit 60 oder 100 Mbps bekommst du keine bessere Qualität.

      Richtig. UHD fährt Youtube meiner Erfahrung nach mit ca. 25MBit in der Spitze, FullHD mit ca. 10MBit in der Spitze, im Durchschnitt beides eher weniger. Hab das mal geprüft, indem ich die fertigen Videos wieder runtergeladen habe. Sound wird in der Spitze (ab 720p, darunter ist es wohl weniger) auf 192kbps mp3 runtergefahren, also auch hier kann man ohne WAVE Downloadzeit sparen, wird eh nicht so wiedergegeben. Also wenn man das dreifache an Datenrate hochlädt, bringt das schlicht nichts. Ausser man hat 50MBit Up, dann wäre mir das wumpe. Leider hab ich das nicht. Die Konverter sind aber recht gut.

      Mittels der angesprochenen telefonischen Registrierung bekommt man sofort Zugriff auf die Möglichkeit Videos mit mehr als 15min Laufzeit hochzuladen. Wer das scheut, muss halbwegs fleißig sein. Ich weiß nicht ob es immer noch so ist, aber nach alten Erfahrungen wird diese Grenze auch bei einer regelmäßigen Fütterung des Kanals irgendwann entsperrt, ohne dass man extra was machen muss. Genau so ist aber u.a. die Funktion wieder gesperrt, wenn man eine Urheberrechtsverwarnung bekommt. 3 davon führen übrigens zur radikalen Sperrung des Kanals und der damit verbundenen Emailadresse. Man kann sich aber jederzeit mit einem neuen Account anmelden, nur der alte ist halt komplett tot. Fies ist das Verwarnungssystem auch, weil die 2. Verwarnung an die erste angehangen wird. Also wenn man eine bekommt, läuft die 6 Monate. Bekommt man nach 3 Monaten eine zweite, läuft die nicht etwa 3 Monate über die alte hinaus, sondern wird an das Ende der 1. drangeklatscht, also insgesamt dann 12 Monate auf "Bewährung". Und kommt dann in den 12 Monaten die Dritte...peng.

      Sehr schön (und oft missbraucht für Click Baiting) ist das persönliche Thumbnail. Man kann dort also aus dem Film selber eines extrahieren und hochladen und muss sich nicht auf Youtube und seine 3 willkürlichen Vorschläge (je aus dem 1.,2. und 3. Drittel des Videos) verlassen, die oft allesamt unbrauchbar sind. Die Funktion wird übrigens bei einer Verwarnung auch gesperrt.

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    • Berliner schrieb:

      wenn man eine Urheberrechtsverwarnung bekommt


      Bei mir hatten sie ja vermerkt, dass wegen Urheberrechten (Ton) das Video nicht überall abgespielt werden kann. In diesem Falle waren das die Niederlande. Ich nehme mal an, dass es sich hier nicht um die besagte "Urheberrechtsverwarnung" handelt. Oder etwa doch? :/
    • Wenzi schrieb:

      Berliner schrieb:

      wenn man eine Urheberrechtsverwarnung bekommt


      Bei mir hatten sie ja vermerkt, dass wegen Urheberrechten (Ton) das Video nicht überall abgespielt werden kann. In diesem Falle waren das die Niederlande. Ich nehme mal an, dass es sich hier nicht um die besagte "Urheberrechtsverwarnung" handelt. Oder etwa doch? :/

      Das Video ist dann meist komplett nicht abspielbar, also auch nicht mit Bild.

      Und nein...das ist noch keine echte Verwarnung, wenn automatische Sperren sofort nach dem Hochladen greifen. ABER...auch hier gibt es meines Wissens eine Einschränkung, weiß aber nicht ob noch aktiv. Wenn man in kurzer Zeit 3x hintereinander ein Video hochlädt was sofort automatisch gesperrt wird, hat man sich wohl eine echte Verwarnung "verdient". Bin mir aber nicht sicher ob das noch so ist. Die echten Verwarnungen gibts eigentlich nur wenn das Video nachträglich entfernt wird. Das steht dann auch fett vermerkt im Videomanager und Du bekommst die "erfreuliche" Nachricht mit allen Infos (wer sauer war etc.) an die hinterlegte Emailadresse. Auch bei den automatisch Gesperrten bekommt man eine Mailinfo samt Vermerk im Videomanager (gelbes Warndreieck), aber bis auf die genannte Ausnahme keine echte Verwarnung die Einschränkungen verursachen würde.
    • Danke für die Info. Ich bin da jetzt auch etwas hellhörig geworden: Ich verwendete eine völlig unbekannte Stelle aus einer Pink-Floyd-Platte - und das vor 30 Jahren und noch dazu in Fragmenten. Da war ich schon baff, dass sie dieses Frühwerk überhaupt kannten.
    • Berliner schrieb:

      Also wenn man das dreifache an Datenrate hochlädt, bringt das schlicht nichts.


      Für Youtube kann ich nichts sagen, aber bei Vimeo habe ich mal die unterschiedlichen Datenraten getestet und dabei festgestellt, dass die höheren Datenraten auch ein besseres Bild produzierten, obwohl die Datenraten der Videos beim Betrachten auf Vimeo gleich waren.
      Vielleicht habe ich mir das aber auch nur eingebildet. :)
    • Wenzi schrieb:

      Bei mir hatten sie ja vermerkt, dass wegen Urheberrechten (Ton) das Video nicht überall abgespielt werden kann. In diesem Falle waren das die Niederlande. Ich nehme mal an, dass es sich hier nicht um die besagte "Urheberrechtsverwarnung" handelt. Oder etwa doch?


      Nein, bei dir greift ja genau das, was ich mit den Musikrichtlinien in dem Thread im Allgemeinen Teil beschrieben habe, wo wir aber dann auf die Wasserwaage gekommen sind. Wenn dir der Ttitel von Pink Floyd bekannt ist, kannst du das vorher prüfen, was passiert. Wenn da steht in Deutschland nicht abspielbar, dann solltest du tunlichst eine andere Hintergrundmusik verwenden. Bei anderen Ländern musst du dann entscheiden, ob die für dich wichtig sind, denn dort kann das Video gesperrt sein. Meist trifft es aber auf Deutschland (und oft die Schweiz) zu.
      Weitaus häufiger als gedacht darf man aber urheberrechtlich geschützte Titel verwenden, nur halt sie nicht monetarisieren. Das war ja für mich die große Überraschung und es wundert mich weiterhin, warum in dem Thread niemand etwas dazu gesagt hat. Ich habe gerade am Sonntag wieder etwas mit der Musik von Theodorakis hochgeladen - kein Problem.

      Berliner schrieb:

      Hab das mal geprüft, indem ich die fertigen Videos wieder runtergeladen habe.


      So habe ich das auch geprüft. Bei höheren Datenraten konnte ich bei YT keine Verbesserung der Videoqualität feststellen.
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ
    • Es lässt sich nicht pauschal sagen, dass ein Upload mit dreifacher Datenrate nichts bringt, da verschiedene Codecs und Encoder völlig verschiedene Ergebnisse liefern. Ich denke da mitunter an den extremen Unterschied, den übliche interne H.264-Encoder von NLEs gegenüber guten x264-Encodern aufweisen. Je nach Bildmotiven und Encodingparametern wird man mit vielen H.264-Encodern selbst mit dreifacher Datenrate nicht die Qualität guter x264-Encoder erreichen. Und es ist ja nicht allein eine Frage der Datenrate, sondern da spielen so einige Encoding-Eigenschaften eine Rolle, die sich alle wiederum ganz verschieden auf verschiedenes Bildmaterial auswirken und die sich vom YouTube-Encoder teilweise nicht auf den selbst genutzten Encoder übertragen lassen. Ob mehr Datenrate hilft oder nutzlos ist, ist von vielen Bedingungen abhängig.

      Zudem sollte man bedenken, dass YouTube ein sich ständig veränderndes System ist. Wer heute ein Buch mit aktueller Auflage zum Thema »YouTube« kauft (viel Spaß beim Suchen, denn jeden Monat werden dazu rund 20 Exemplare auf den Markt geschmissen :D), muss damit rechnen, dass viele der darin enthaltenen Informationen zum Zeitpunkt des Lesens schon wieder veraltet sind. Selbst die offiziellen Angaben von YouTube hinken der Realität oft hinterher.
      So kommt es auch immer wieder mal zu Neucodierungen (wenn auch eher in Abständen von mehreren Jahren) und die waren bisher eher von einer Weiterentwicklung auch in Bezug auf Qualität geprägt. Wer also heute was hochlädt, das gerade mal so am jetzigen Download-Qualitätsstandard nagt, kann sich unter Umständen in einem Jahr ärgern, sofern es sich um ein Video handelt, dessen Wirkungweite für Zeitspannen der Ewigkeiten, wie ganze Jahre, gedacht ist.

      Auch wenn ich recht tief mit manchen Innereien von YouTube befasst bin und schon einige der Encodingeigenschaften forensisch seziert habe, hüte ich mich aus o. g. Gründen eher vor spezifischen technischen Angaben zur Vorbereitung eines Uploads, sondern finde, dass das sehr allgemein gehaltene und weiter oben schon erwähnte »Garbage in – Garbage out« ein guter Ansatz zum Umgang mit YouTube-Uploads ist.
      Ob dann ein Upload mit ungefähr gleicher, doppelter oder fünffacher Datenrate im Vergleich zum YouTube-internen Encoding gemacht wird, muss jeder für sich entscheiden und ist ja meist auch ein Kompromiss zur gegebenen Upload-Rate. Ich habe hier beispielsweise satte 224 kbit/s. Ich käme also eher selten auf die Idee, ein UHD-50p-Video mit 15 Minuten Länge unkomprimiert hochzuladen, gleich ob ich davon einen Qualitätsvorteil hätte oder nicht. :D
    • Eben, so geht es mir auch, vor allem bei UHD. FHD is noch ok. Ich glaube aber dass wir hier überwiegend Erbsen bzw. Pixel zählen und für den Endnutzer Encoder Optimierungen eh nicht sichtbar sind. Bedenkt man noch wie viele sich das vielleicht auf Smartphone oder Tablet in max. 720p anschauen, mache ich mir nicht den Aufwand, extreme Analysen des Youtube Verhaltens vorzunehmen. Ich habe meine Standardeinstellungen und raus damit auf die Youtube Server.

      @sunday

      Was ist mit "monetarisieren"? Bei den Urhebertreffern hat im Regelfall der Rechteinhaber monetarisiert, da kommste also eh nicht weiter. Ansonsten habe ich da kein Interesse dran.
    • @Berliner:

      Richtig, der Urheberrechteinhaber monetarisiert, falls dein Kanal monetarisiert ist, aber ansonsten gibt es keine Nachteile, wenn es so angezeigt wird. Die paar Cent kann man dann aber verschmerzen, wenn die Hintergrundmusik dafür passt. Wenn der Kanal nicht monetarisiert ist, dann gibt es praktisch keinen Nachteil - Voraussetzung ist natürlich, dass die Meldung kommt, dass das Video abspielbar ist. Bei Helene Fischer und Co. kommt natürlich "nicht abspielbar" mit den beschriebenen Konsequenzen.
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ
    • Ich weiß was das ist. Was ich meinte ist, dass die Videos die Urheberrechte verletzen, sowieso nicht monetarisiert werden können und bei den wenigen die bei mir über bleiben, muss ich nicht auch noch Werbung schalten.
    • Ist es ohnehin nicht sinnvoller selber zu hosten? Dann hat man auch nicht das Problem der Beschränkungen bei externen Videoplattformen. Man kann sein Material so wie es ist hochladen und es wird entsprechend ordentlich angezeigt. Zugegeben, man braucht wahrscheinlich schon eine ordentliche Hausnummer an Webspace um viel Videomaterial dauerhaft online zu haben, aber das ließe sich durch einen eigenen Server lösen. Je nachdem wie der Anwendungszweck aussieht. Bei vielen steht ja sowieso ein Heimserver rum, in meinem Umfeld ist das zumindest nicht ungewöhnlich.
      Hab dazu nur ganz kurz gegoogelt und sofort diese sehr übersichtliche Anleitung gefunden wie man mit HTML5 ein Video einbinden kann.
      Ich hab das selber so noch nicht gemacht, aber interessant ist, dass anscheinend nicht jeder Browser jeden Codec lesen kann - also muss Youtube und Co umwandeln damit jeder es sehen kann oder nicht? Wie es scheint kann man das als Privatmensch umgehen und ein Video in X Formaten zur Verfügung stellen, aber den Aufwand würde ich mir nicht machen.
      @Wenzi --> Vielleicht wird genau der Codec wie auch der H.264 von IE9 und Safari nicht unterstützt. Möglicherweise ist das genau der Punkt.
      Es soll ja noch Internetexplorer Nutzer geben :D
      Gruß!
      Leo
    • VHSroyale schrieb:

      Es soll ja noch Internetexplorer Nutzer geben


      Oh, ich benutze Chrome, IE, den Feuerfuchs - was mir gerade zwischen die Finger kommt. Ich habe nicht viel zum Hosten und damit will ich mir meine karge Freizeit nicht noch weiter schmälern.
    • Marco schrieb:

      Es lässt sich nicht pauschal sagen, dass ein Upload mit dreifacher Datenrate nichts bringt, da verschiedene Codecs und Encoder völlig verschiedene Ergebnisse liefern. Ich denke da mitunter an den extremen Unterschied, den übliche interne H.264-Encoder von NLEs gegenüber guten x264-Encodern aufweisen. Je nach Bildmotiven und Encodingparametern wird man mit vielen H.264-Encodern selbst mit dreifacher Datenrate nicht die Qualität guter x264-Encoder erreichen.


      Entspricht exakt meiner Erfahrung. Ich setze den x264vfw seit 2010 erfolgreich ein. Die Kompatibilität mit den YT Encodern ist sehr gut und die Renderqualität ist für mich ohnehin mit Abstand die beste im Hobbybereich. :yes:
      Viele Grüße aus Frankfurt,
      Andi
    • Entspricht exakt meiner Erfahrung. Ich setze den x264vfw seit 2010
      erfolgreich ein. Die Kompatibilität mit den YT Encodern ist sehr gut und
      die Renderqualität ist für mich ohnehin mit Abstand die beste im
      Hobbybereich.


      Okay, wieder was gelernt. Das die aber auch keine offizielle Verlautbarung dazu haben...