Portrait einer Stadt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Portrait einer Stadt

      Hallo zusammen,

      genau das in der Überschrift stehende würde ich sehr gerne realisieren. Es soll jetzt nicht ein Clip dem anderen chronologisch bis zum Ende folgen, sondern das Ganze soll interessant, informativ und vorallem kurzweilig werden, auch für diejenigen, die event. garnicht dabei waren. Viele kennen das ja wahrscheinlich, wenn man eine Stadt besichtigt. Man hat Blicke von oben, Strassenzüge, viele Menschen, Autos, dann wieder ruhigere Plätze mit Cafes und Restaurants, besonders interessante Stadtviertel, Museen oder aber historische Gebäude wie z. B. Kirchen u.v.m.

      Die Frage ist nun, wie setze ich es gekonnt in Szene, womit fange ich an und womit höre ich auf ? Brauche ich unbedingt einen Titel ?

      Es gab mal in irgendeiner Videozeitschrift, weiss leider nicht mehr welche, einen guten Bericht zum Thema, event. weiss jemand, welchen ich meine ?!?

      Wer hat Vorschläge bzw. den berühmten roten Faden, bin für jeden Tipp dankbar.
    • Sowas kann gut werden wenn man die Geschichte aus der Sicht eines Einwohners erzählen kann, der - vielleicht mit einem Besucher - die Stadt besichtigt. Und immer wieder was zu den Besonderheiten erzählt. Und damit es dem Zuseher erlaubt einen persönlicheren Bezug aufzubauen als wenn man nur Mauern, Strassen, Denkmäler und Plätze sieht.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Herbie schrieb:

      Die Frage ist nun, wie setze ich es gekonnt in Szene, womit fange ich an und womit höre ich auf ? Brauche ich unbedingt einen Titel ?


      Ich war ja auf der letzten Digitalfilm-Messe in München und hörte mir einen sehr guten Vortrag von Lutz Diekmann an. Er handelte exakt von Deinem Problem: Kreativität. Wann kommt diese und wie kann man sie in die Tat umsetzen. Man fand heraus, dass Leute, die sehr kreativ sind, täglich Zeitphasen erleben, in denen sie an... nichts! ... denken, jedenfalls an nichts Produktives. Sie fragen auch keine anderen, was sie jetzt tun könnten. Sie lassen lediglich ihre Gedanken schweifen und malen sich in ihrer Phantasie irgend welche Situationen aus, auch wenn sie noch so verrückt sein sollten. Und genau dabei kommen oft die kreativen Gedanken - Kreativität ist nichts Vorgegebenes, sondern etwas spontanes, was es noch nicht gibt (für uns). Leute, die sich auf ein Projekt konzentrieren und das durchziehen müssen, sehen dabei oft in ein schwarzes Loch. Ich sehe das täglich an zahlreichen Werbespots - sie müssen einfach etwas bringen... koste es, was es wolle. Und es ist meistens absolut ÖÖÖÖDDDDEEEE. In Übersee sah ich dagegen schon überaus ungewöhnliche Werbespots, über die ich herzhaft lachen konnte. Warum geht das hier nicht? Weil wir hierzulande strengen Mustern folgen, also eingefahrenen Gleisen. Will ich in D ein Produkt verkaufen, dann muss ich das in die Kamera halten. Einfallslos, öde, ohne Witz - und deswegen ist Werbung bei uns meistens so fade.

      Nun zu Deiner Frage: Wenn Du hier im VT nach guten Tipps für ein Stadtportrait-Video anfragst, dann hast Du fast schon verloren. Denn Du willst hier etwas NACHMACHEN, was andere vor Dir schon kreativ leisteten. Du musst Deine eigenen Gedanken entwickeln - manchmal auch nur, um sie wieder zu verwerfen. Dann neue Gedanken entwickeln. Je mehr Du Dich dabei irgend welchen eigenen Zwängen unterwirfst, umso erfolgloser wird Dein Unterfangen.

      Lutz Diekmann (siehe oben) hat am Dienstag um 18:30 Uhr einem völlig übermüdetem Publikum in München einen hervorragenden Vortrag darüber gehalten, worüber ich ihm sehr danke. Es war zu rel. später Stunde der einzige Vortrag, der mir wirklich etwas brachte. Und die meisten Besucher blieben auch tapfer in ihren Sitzen... sitzen. :yes:
    • Herbie schrieb:

      genau das in der Überschrift stehende (Porträt einer Stadt) würde ich sehr gerne realisieren.

      Sag bitte genauer: Wer ist das Zielpublikum? Deinr Freunde und Bekannen aus der Stadt? Fremde, die touristische Infos suchen? Jemand der sich für Geschichte der Stadt interessiert? Neue Bürger der Stadt, als Einführung?

      Und versuch bitte mal kurz zu sagen, mit welchen Informationen und welchem Gefühlt der Zuschauer aus dem Film kommen soll.

      Je nachdem, wie der Schwerpunkt liegt, kann man den Film unterschiedlich angehen.

      Beste Grüße, Uli
    • Wenzi schrieb:

      Wenn Du hier im VT nach guten Tipps für ein Stadtportrait-Video anfragst, dann hast Du fast schon verloren. Denn Du willst hier etwas NACHMACHEN, was andere vor Dir schon kreativ leisteten.

      Das kann zwar, muss allerdings nicht zwingend so sein. Dem späteren Werk sieht man ja nicht an, woher die Grundidee gekommen ist.

      Man kann sich sicherlich eine gute Ideen wo intelligent klauen, nur was man dann daraus macht kann einen ziemlichen Unterschied ausmachen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Hallo zusammen,

      ich möchte niemanden beklauen oder gar etwas nachahmen, sondern rein nur Ideen sammeln und meinen eigenen Film draus machen.
      Habe mich heute mal hingesetzt und eine Gliederung geschrieben, wie ich mir es vorstelle. Ich glaube, das könnte etwas werden.

      DANKE für eure Meinungen und besonderen Dank an Stefan für Deinen Film.
    • Hallo Ihrs,

      ich glaube gerade bei einer Städtereise kommt aus meiner Sicht noch ein anderes Problem dazu. Eigentlich solltest Du vorher wissen was Du machen / filmen möchtest. Das Problem dabei ist aber, das es dann meistens nicht mehr Familien- bzw. Mitreisenden-kompatibel ist. Ich habe das sehr stark in Singapur erlebt, da war die ganze Zeit so ein "once in a Lifetime" Gefühl mit am Start. Sinngemäß: Du musst, das und das filmen und darfst aber keine Szene versauen - weil Du kommst eh nicht mehr her. Und ganz ehrlich, das killt jede form von Kreativität und es geht ganz sicher irgendwas in die Hose... ;) Wir waren nur drei Tage dort und hatten vorher eine Liste erstellt, was wir alles sehen und ich filmen wollte. Ich habe tolle Bilder gemacht, aber von meinem ursprünglichen Plan war nicht mehr viel übrig. Die Stadt war sehr beeindruckend aber auch anstrengend und wir mussten Rücksicht auf unseren Sechsjährigen nehmen.

      Wie gesagt - tolle Shots sind geworden nur die unbedingt die geplanten.

      BTW: Ich finde die "mit 150€ unterwegs" Reihe mit Nick Benjamin von ZDF WISO in der hinsicht großartig. Ein guter Geschichtenerzähler.
    • Ob ein Punkt fehlt oder dazukommt stört bei "Aufzählungsfilmen" nur den der weiß wie es geplant war. Genug aufnehmen und beim Schneiden daran denken: "weniger ist mehr".
      vg Ian
    • Digi_Joe schrieb:

      Das Problem dabei ist aber, das es dann meistens nicht mehr Familien- bzw. Mitreisenden-kompatibel ist.

      :yes: Das hat wohl schon fast jeder hier erlebt.



      DV- it's not just a job, it's an adventure!

      (Signatur seit 2004...und das bleibt auch so)

      INFO: Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Wenzi schrieb:


      Nun zu Deiner Frage: Wenn Du hier im VT nach guten Tipps für ein Stadtportrait-Video anfragst, dann hast Du fast schon verloren. Denn Du willst hier etwas NACHMACHEN, was andere vor Dir schon kreativ leisteten. Du musst Deine eigenen Gedanken entwickeln - manchmal auch nur, um sie wieder zu verwerfen. Dann neue Gedanken entwickeln. Je mehr Du Dich dabei irgend welchen eigenen Zwängen unterwirfst, umso erfolgloser wird Dein Unterfangen.


      Sehe ich nicht so. Es gibt quasi Gerüste, Strukturen und Wege die i.d.R. einen erfolgreichen Film ausmachen. Genauso wie es das ganze auch in der Malerei gibt, beim Musik komponieren, beim Bücher oder Geschichten schreiben usw.

      Neben diesen Grundlagen gehört dann natürlich ein gewisses (großes) Maß an eigener Kreativität dazu !

      Mir hat mal ein erfolgreicher Filmautor gesagt das man dem Zuschauer eine Art "Mehrwert" geben muss. In einem solchen Film wie einem Städteportrait, einer Reportage o.ä. muss man den Zuschauer an Orte und zu Dingen und Geschehen mitnehmen die ihm ansonsten verborgen bleiben würden - dann wird der Film spannend und interessant !

      Für ein Städteportrait bedeutet dies nicht einfach quasi einen Reiseführer filmisch "bebildern", sondern die kleinen Anekdoten, die Geschichten hinter den Kulissen erzählen. Beispielsweise bei einem Gebäude - hier kann ich einfach die Fakten wie im Reiseführer aufzählen - wann erbaut, was für Funktionen hatte es, was ist es jetzt usw. - oder aber ich suche nach den kleinen Geschichtchen hinter der direkt erkennbaren Fassade - wer hat dort früher gewohnt oder gelebt, wie hat er dort gelebt. Oder wer arbeitet heute dort, was passiert "hinter den Kulissen" usw.

      Ich kann beispielsweise das Rathaus einer Stadt zeigen - dazu erzähle ich dann vielleicht noch knallharte Fakten zu Parteien, Stadtrat und Bürgermeister. Oder ich blicke hinter die Kulissen, zeige wie dort die Menschen arbeiten, was hinter den Mauern passiert - nicht alles, aber vielleicht das eine oder andere davon.....

      Oder wenn ich ein Freibad zeige - die "erwartbaren" Bilder direkt vor Ort mit badenden, planschenden und fröhlichen Kindern erwartet jeder. Wenn ich aber jetzt auf einmal zeige wie der Bademeister früh vor der Eröffnung seine Technik kontrolliert, das Bad herrichtet oder so etwas - das sieht ein Zuschauer normal nicht, das weckt automatisch die Neugierde im Zuschauer auch ohne überzogen angelegte Spannungsbögen und künstliche Spielhandlungen o.ä.

      Ich kann die berühmte Bäckerei des Ortes die einmaliges Brot bäckt von außen zeigen, vielleicht ein paar Nahaufnahmen und auch noch ein Statement der Verkäuferin als O-Ton o sie ihr legendäres Brot anpreist, dazu noch ein Interview mit einem Kunden. ODer aber ich stehe nachts auf und gehe mit dem Bäckermeister in die Backstube wie er das Brot zubereitet - letzteres ist deutlich spannender. Aber eben auch sehr aufwendig in der Produktion und vor allem auch in der Vorbereitung und der Recherche ;)
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • MacMedia schrieb:

      Neben diesen Grundlagen gehört dann natürlich ein gewisses (großes) Maß an eigener Kreativität dazu !


      Genau das meinte ich. Doch diese Grundlagen kann man z.B. auch durch Literatur erwerben, man muss sich nur mal damit beschäftigen (wollen). Der Rest ist dann aber harte Arbeit und/oder Spaß an der Freud. Oder auch nicht... :pfeifen:
    • Vielen Dank an MACMedia auch von mir. :thumbsup:
    • Hallo,
      Video-Creator, früher Admin beim Video-Intern-Stammtisch und sicher auch einigen hier bekannt hat 2014 einen Film über seine Heimatstadt gemacht. Ich fand den echt gut gemacht. War aber mit Sicherheit einiges an Aufwand das alles zu organisieren und zu realisieren. Dazu braucht es dann schon Leute, die mit ziehen und sich ebenso dafür begeistern. Natürlich war der Film über 14 Minuten lang. Allerdings war da echt eine Handlung mit dabei.
      Hier der Link zum Film:
      Zu Besuch in Sehnde
      (da es sich nicht um einen Film von mir handelt habe ich das mal nur als Link eingefügt und nicht eingebettet)
      Grüßle,
      Steve
    • MediaSteve schrieb:

      Allerdings war da echt eine Handlung mit dabei.


      Schon ungewöhnlich so ein Städteportrait aufzubauen. Vor allem braucht es ein Team das sowas realisiert. Und das team muss über eine längere Zeit "verfügbar" sein wenn man mehrere Veranstaltungen abbilden will. Die sind ja nicht alle direkt hintereinander ;)

      Aber es ist eine schöne Möglichkeit einen "roten Faden" in den Film zu bekommen und völlig verschiedene Themen zusammenzufügen.

      Über meine Heimatstadt gab es auch mal einen offiziellen Trailer, dieser ist aber nicht mehr im Netz zu finden. Hätte ich sonst auch mal verlinken können.....
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar