Licht in den Augen - Tutorial von Dedolight

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    • Gestern habe ich mir das, ziemlich mittelmässige, Remake von "die glorreichen 7" angesehen.
      Dabei habe ich mal verstärkt auf die Lichtstzung in den Augen geachtet, besonders auf die Reflexe :)
      Ist schon erstaunlich was da im Film alles gemacht wird, was damit zum Ausdruck gebracht wird... und beim normalen zusehen achtet man nicht darauf.

      Also ruhig mal das Tutorial ansehen und beim nächsten (langweiligen) Film darauf achten.
      LG
    • Danke!

      Wenn Ihr was über Licht wissen wollt, dann ist Dedo Weigert eine Instanz. Seit 84 baut seine Firma unter anderem Licht für Kino- und Fernsehproduktionen.

      Wen es interessiert, der kann sich seinen Youtube-Videokanal anschauen. ACHTUNG: Dort sind auch Werbefilme für seine Produkte. Trotzdem kann man viel von Ihm lernen. Für seine Arbeit hat er auch einen Oscar Bekommen, den Technical Achievement Award. Seine ruhige Art, wie er etwas erklärt, unterscheidet sich wohltuend von dem Geschwätz aufgeregter Hampelmänner.

      Selbst wenn ihr nicht ausleuchten wollt, lernt man durch seine Erklärungen, worauf es beim Licht ankommt. Das kann man dann bei Aufnahmen nutzen, bei denen man - wie fast immer - keine zusätzliches Licht einsetzt. Weiß man, worauf es beim Licht ankommt, kann man z. B. den Interviewten woanders hinstellen.

      Beste Grüße, Uli
    • Sehr interessant - beim nächsten Film mal drauf achten wie Licht eingesetzt wird und was für Tricks dahinter stecken könnten.
      Dachte immer so grün leuchtende Augen werden zu 100% digital erzeugt. Eine Hollywood Produktion wird das doch nicht mit ner Lampe machen?
      Man vergisst doch sehr schnell, dass im Film wirklich nichts, aber auch nichts dem Zufall überlassen wird. Am allerwenigsten wahrscheinlich das Licht.
    • Freddy82 schrieb:

      Dachte immer so grün leuchtende Augen werden zu 100% digital erzeugt. Eine Hollywood Produktion wird das doch nicht mit ner Lampe machen?

      Das Augenlicht selbst wird meist nicht in der Nachbearbeitung erzeugt. Das ist viel zu wichtig. Es lenkt den Blick des Zuschauers auf das Gesicht des Schauspielers - das Funkeln im Auge des Stars - und gibt dem Gesicht Tiefe. Da bei einem Hollywoodfilm jedes Set aufwendig ausgeleuchtet wird, ist der Lichtreflex im Auge mit drin. Dass er dann eine besonders tiefe Farbe, intensives Grün, annimmt, das könnte beim Colorgrading verstärkt worden sein.

      Jeder Mensch schaut immer zuerst in das Gesicht eines Menschen, wir sind darin sehr geübt und würden ein nicht gut gemachtes künstlich erzeugtes Licht schnell erkennen. Die Hornhaut ist gekrümmt, mit der Bewegung der Schauspielers ändert sich der Lichtreflex ständig, was wir instinktiv schon oft gesehen haben. Das alles mit einer Tracking-Maske in der Post zu machen, wäre sehr aufwendig und teuer.

      Auch in der Studiofotografie wird sorgsam auf den Lichtreflex im Auge des Protagonisten geachtet. Sonst hätte der Abgelichtete schnell ein ausdruckloses, flaches und "totes" Gesicht.

      Beste Grüße, Uli

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rod ()

    • Ein Lichtreflex in den Augen ist fast schon ein "Muss" - und zwar nicht nur in der szenischen Filmerei, sondern sogar bei Aufnahmen für schnelle "News" o.ä. im Vernsehen.

      Viele Kameraleute haben daher bei Interviews o.ä. Aufnahmen wo ich dem Protagonisten direkt und in oftmals Großaufnahme in die Augen sehe ein Kopflicht auf der kamera. Das muss nicht so stark sein das es das Gesicht ausleuchet, aber es erzeugt eben einen Lichtreflex im Auge.....
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    • Krass, hätte ich nicht gedacht. Da sind die soweit mit Ihren Effekten und ganze Armeen und Landschaften werden realistisch gerendert - aber sowas muss noch "per Hand" gemacht werden.
      Aber deine Erklärung - also das Muster was bei uns gespeichert ist etc - macht durchaus Sinn. So können echt kleine Details ein großes Gesamtbild zerstören und billig wirken lassen.