Kabelloses Mikofon

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    • Kabelloses Mikofon

      Hallo

      Ich drehe oft Reportagen und dazu steht meist jemand vor der Kamera und erklärt etwas. Welche Art oder welches Mikrofon wäre dafür am besten geeignet? Mit oder ohne Kabel? Da die Person aber auch oft NICHT im Bild ist und sich quasi hinter der Kamera bewegt und spricht, würde wohl ein Richtmikro ausscheiden, oder?

      Vielleicht gibt es auch gute Seiten, die Ihr mir empfehlen könnt.

      Alternativ könnte ich mir vorstellen, mit einem Diktiergerät vor der Kamera erstmal zu üben. Nur wie bringe ich dann beide Spuren so übereinander, dass der Film nicht darunter leidet?

      Gruß Michael
    • Das paßt dann doch besser in den Audiobereich, kein Problem ich habe es mal verschoben.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Für deine Situation bitte kein Richtmikro verwenden. Das Mikro sollte so nah wie möglich am Mund des Sprechers sein. Ein Richtrohr ist zu weit weg. Außerdem verstärkt es auch all die Geräusche, die aus der Richtung des Sprechers kommen, z. B. ein Auto, das hinter ihm vorbeifährt.

      Kabelllösungen:

      Sind einfach, störungsfrei und preiswert. ABER: Jeder 2. bleibt an dem sch... Kabel hängen.

      Reportermikro, das der Sprecher in der Hand hält. Er sollte aber geübt sein, sonst fuchtelt er mit dem Ding nur rum, auch kleine Bewegungen stören oft, und der Ton ist dann lausig.

      Lavaliermikro: Das sind die kleinen Dinger, die in der Gegend um den Hemdkragen befestigt werden. Aufwand: Die kleinen Mikros müssen so befestigt werden, dass der Abstand zum Mund stimmt und die Klamotten nicht schaben oder rascheln. Ist etwas Fummelarbeit, aber der Reporter oder der Interviewte kann zumindest nicht mit dem Mirko rumhantieren, im schlimmsten Fall auf was zeigen.

      Funkstrecken

      Gibt es sowohl für Reportermikros wie für Lavaliermikros. Vorteil, das überall baumelnde Kabel entfällt. Reporter und / oder Interviewte können sich bewegen. Distanz Kamera-Reporter kann sich ändern, der Reporter kann auch mal weiter weg stehen, mit Kabel eher schwierig.

      Zu beachten: Auf passende Funkfrequenzen achten. Sender und Empfänger sollten auch gut gegen Funkstörungen abgesichert sein, vor allem in Räumen, in denen Wlan und andere Funkstrecken arbeiten, Hallen o. ä. Sollte man mit mehreren Kameras drehen, ist eine kleine Latenzzeit wichtig.

      Das "offizielle" Standardmodell kommt von Sennheiser: EW 122-P G3 E. Google bitte nach Tests. Von Sennheiser gibt es auch eine digitale Funkstrecke namens AVX. Ich habe mir eine Nummer kleiner das Rode Filmmaker Kit gekauft, und bin zufrieden. Bitte googlen und hier kurz reinschauen: "Erfahrungen mit Rode Filmmaker Kit?"

      Weitere Hersteller: AKG, Audio Ltd (professionell), Shure, Sony (speziell für Sony Kameras) usw.

      Beste Grüße, Uli

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rod ()

    • Travel-Cycle schrieb:

      Alternativ könnte ich mir vorstellen, mit einem Diktiergerät vor der Kamera erstmal zu üben. Nur wie bringe ich dann beide Spuren so übereinander, dass der Film nicht darunter leidet?

      Zum übern gar nicht schlecht. Dann bekommst du ein Gefühl dafür, was du wirklich brauchst.

      Den externen Ton vom Diktiergerät synchronisierst du so:

      Am Anfang der Aufnahme klatscht du mit den Händen. Das ergibt eine Audio-Pegelspitze. Du nimmst sowohl mit dem Mikro der Kamera, wie mit dem externen Rekorder auf.

      In der Audiospur im NLE legst du die beiden Pegelspitzen vom internen wie externen Ton genau übereinander. Dann ist Bild und Ton synchron. Solltest du sehr lange Aufnahmen am Stück machen, dann könnte Ton und Bild langsam auseinanderdriften. Das ist aber eine neue Diskussion.

      Beste Grüße, Uli
    • Bloss dann kein Diktiergerät extra kaufen, mit dem Handy nehmen schon die Radiostationen ihren Ton und Interviews vor Ort auf ;)
      Aber nicht vergessen: Windschutz übers Mikro des Handys!
      Siehe Foto Interviewsituation bei Radio Arabella :yes:
      Dateien
      • Arabella.jpg

        (135,25 kB, 17 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Kommt drauf an, ob du einen erst voll verkabeln kannst, um ein Lavalliermikro zu nutzen oder ob du ihm nur kurzzeitig ein Handmikro in selbige drückst. Hast du Strom am Interviewort, um ein Kondensatormikro mit 48V Phantomspeisung zu nutzen oder kannst du nur ein dynamisches Mikro nutzen, weil keine Phantomspeisung zur Verfügung steht?

      Willst du ein Mikrofon-Recorder, wie Zoom H2 oder Tascam nutzen oder gar einen richtigen Fieldrecorder, wie den Tascam HD-P2, den man sogar mit der Kamera synchronisieren kann, wenn es eine professionelle Kamera ist.

      Es kommt immer auf den Aufwand an, den man bereit ist zu betreiben und ob selbiger lohnt. Für einen Webblog wohl ehr nicht, aber für eine NationalGeo-Doku vielleicht schon.
    • Oha, viele Antworten, die ich erstmal verdauen und verarbeiten muss.

      Budget fürs Mikro: Hmm, keine Ahnung, wäre aber zweitrangig. Aber sollte zur PANA V777 passen. Auch wegen Preisverhältnis. Ich würde mir kein Mikro kaufen, welches preislich nicht zur V777 passt.

      Diktiergerät: Ich habe schon ein Diktiergerät, könnte es also mal testen. Aber warum ich vorher klatschen soll, habe ich noch nicht so ganz verstanden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ich unmittelbar vor dem Gerätemikro klatschen sollte, oder?

      Windschutz übers Mikro: Wie sollte der wohl aussehen, wenn ich das Diktiergerät benutze? Geht auch eine ausgelatschte Socke? Ne, Spaß beiseite ;)

      Hab mir das Rode Filmaker Kit mal angesehen. Erscheint mir für die PANA V777 doch etwas überkanditelt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Travel-Cycle ()

    • Travel-Cycle schrieb:


      Hab mir das Rode Filmaker Kit mal angesehen. Erscheint mir für die PANA V777 doch etwas überkanditelt.


      Dann brauchst Du Dir die Sennheiser-Lösungen nicht mehr anzuschauen. Die wären dann noch viel mehr „überkandidelter“ da nochmals deutlich teurer wie das Rode-Kit ;)

      Du musst Dir allerdings immer im klaren sein das ein ordentliches Mikrofon auch in der Einsteigerklasse nicht für Zweieurofuffzich zu bekommen ist. Das fängt bei roundabaut 100 bis 150€ an und geht durchaus auch bis in Preisregionen von 350 bis 400€ hoch – für ein einfaches Einsteigerkit. Also Vorsicht bei 49€-Kit’s aus fernöstlicher Fertigung - da ist oftmals der Ärger über trotzdem schlechten Ton fix von Anfang an mit eingebaut….
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    • Aber warum ich vorher klatschen soll, habe ich noch nicht so ganz verstanden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ich unmittelbar vor dem Gerätemikro klatschen sollte, oder?


      Kamera einschalten, Mikro einschalten, und (vor Beginn der eigentlichen Aufnahme) klatschen.
      Wenn man dann in der Timeline der Videobearbeitungssoftware die Filmspur und die Tonspur übereinenanderlegt kann man anhand dieses deutlichen Peaks Film und Tonspuren ziemlich einfach synchronisieren.
      Den gleichen Zweck hat beim professionellen Film die "Klappe", auf der neben dem Tonpeak noch so einige visuelle Infos rüberkommen.
    • Ich schliesse mich mal dem Thema an. Für Dokus möchte ich einen Interviewer mit einem Mikro ausstatten. Das Mikro soll kabellos sein, qualitativ gut, und halbwegs professionell aussehen. Gibt es Mikros die intern aufzeichnen ohne Fieldrecorder oder brauche ich dazu einen Recorder. Es wird sich bei meinen Projekten hauptsächlich um Aussenaufnahmen handeln.
      Kameraausstattung: Momentan filme ich noch mit meinen beiden Festplattencamcordern von Sony in HD, da kann ich sowiso kein Mikro anschliessen. Demnächst will ich mir die Panasonic HC-X1 zulegen, muss aber noch etwas Geld ansammeln. Syncronisieren würde ich dann beim Schnitt.
      Vieleicht habt ihr einen konkreten Tip oder könnt mir sagen worauf ich achten müsste. Ausgeben würde ich zwischen 50,- bis 300,- €
      viele Grüße: Burkhard
    • rico77 schrieb:

      Ich schliesse mich mal dem Thema an. Für Dokus möchte ich einen Interviewer mit einem Mikro ausstatten. Das Mikro soll kabellos sein, qualitativ gut, und halbwegs professionell aussehen.

      Preislich dürfte hier das Rode Newsshooter Kit überbleiben. Drahtloses Ansteckmikro mit überraschend guter Qualität zu einem überraschend günstigen Preis.

      Damit kannst Du dann via Miniklinke in einen Consumer-Camcorder oder via XLR in einen semiprofessionellen oder professionellen Camcorder gehen. Oder auch auf einem kleinen externen Recorder aufzeichnen.

      Bitte nicht den fehler machen und irgendein "günstiges" Funkmikro für 129€ oder so im Netz kaufen - die sind i.d.R. Kernschrott und oftmals in DL auch nicht zugelassen. Ebenso Vorsicht beim kauf von gebrauchten Mikros, da sind momentan jede Menge Modelle im sog. C-Band, also zwischen 786 und 822MHz in divesen Auktionshäusern oder via Kleinanzeigen günstig zu bekommen - Problemd abei ist das diese in gesagtem Frequenzban aktuell nicht mehr betrieben werden dürfen und man ggf. auch Störungen durch LTE hinnehmen muss...
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • MacMedia schrieb:

      Damit kannst Du dann via Miniklinke in einen Consumer-Camcorder oder via XLR in einen semiprofessionellen oder professionellen Camcorder gehen. Oder auch auf einem kleinen externen Recorder aufzeichnen.
      Danke schon mal für die Info! Ich habe mir bzgl. des Kids einige Infovideos angesehen.....muss aber als zwar kreativer Mensch aber in punkto der dazugehörigen Technik wohl immer auf Beratung angewiesener Laie, noch mal nachfragen. Aber es gibt ja zum Glück dieses Forum :)
      Wie ich es verstanden habe sind Mikro und Lavalier nicht dabei. Welches Lavalier würdest du empfehlen und welches Mikro? Das Mikro sollte idealerweise auch als Aufbaumikro auf der zukünftigen Pana HC-X1 ihren Dienst tun.
      2. Frage: Hat der Empfänger auch eine Speichereinheit so daß man zur Not auch ohne Kamera Tonaufnahmen machen und mittels USB-Verbindung auf den PC bringen kann?
      viele Grüße: Burkhard