Kommentarton mit audacity verbessern

    • Kommentarton mit audacity verbessern

      Hallo zusammen,
      ich bin gerade am finalisieren eines neuen Film-Projektes mit ca. 16 Minuten. Wir haben den Interviewton mit den Protagonisten mit einem externen ganz guten Mikrofon aufgenommen, d.h. der Ton ist top! Habe heute nun den Sprechertext im Tonstudio aufnehmen lassen und es mir als wav Datei rüberspielen lassen! Leider ist dieser Sprecherton nicht so voluminös stark wie der externe Interviewton,Habe jetzt schon mal mit audacity einen Kompressprfilter plus "normalisieren" drübergelegt.
      Das Ergebnis haut mich jetzt nicht um! Da im Film der Sprecherton überwiegt, soll dieser natürlich auch lautstärkenmäsig dominieren! Gibt es vllt. eine andere Option mit audacity?

      Schöne Grüße Christian
    • Hallo Christian,

      da bisher niemand geantwortet hat. Bitte google "audacity presets voice over". Da bekommst du eine ganze Reihe Treffer, die auf Voice Over eingehen. Das sind Einstellungsn und Presets, mit denen sich ein gesprochener Kommentar verändern und anpassen lässt. Evetuell kommst du damit weiter. Ich benutze das Programm nicht, kann deshalb keine speziellen Hinweis geben.

      Hier z. B.: "Introduction to basic Audacity audio editing for voice over auditions":






      Wenn es etwas kosten darf, habe ich gute Erfahrungen mit izotope-Programmen Nectar Elements und Nectar 2 gemacht. Kannst dir eine Testversion runterladen. Wenn das nur ein zeitliches Problem ist, vielleicht reicht schon die Testversion.

      Beste Grüße, Uli
    • Hallo Uli,
      vielen Dank! Werde ich heute Abend gleich googeln! Machen nämlich gerade einen Film über
      Walter Röhrl und seine Anfänge aus dem Jahr 1972 (Olympiarallye)!
      Der Film soll nämlich bis Ende des Monats fertig sein!

      Schöne Grüße
      Christian
    • Ich bearbeite den Ton fast nur mit Audacity. Mit dem Kompressor lässt sich schon einiges machen. Dazu muss man etwas mit den Einstellungen experimentieren und die Stärke der Kompression anpassen.
      Dazu vielleicht noch mit Equalizer den unteren Frequenzbereich (Stimmen) leicht verstärken, dann könnte das schon ganz gut klingen. Und auch die Rauschentfernung kann (in Grenzen) gute Dienste leisten.

      Gruß
      KDS
    • Hallo Christian,

      um richtig mit einer Mikrofonaufnahme arbeiten zu können, sollte man sich etwas mit den Eigenschaften des benutzten Mikrofons auskennen. Eine gute Hilfe ist da folgende Datenbank, die auch die Frequenzverläufe beinhaltet. Denn daran kannst du später deine Equalizer-Einstellungen ausrichten. recordinghacks.com/microphones

      Grundsätzlich schneidet man die Frequenzen unterhalb von 60 Hz mit einem möglichst steilflankigen Equalizer ab, weil diese Frequenzen keine brauchbare Toninformation enthält, aber dafür um so mehr Leistung in den Lautsprechern zieht. In den Höhen sollte man ab 16kHz auch die Frequenzen kappen, da diese auch nicht richtig wahrnehmbar sind (außer für ein "Hundegehör" oder bei Musik (krisper Sound mit luftigen Höhen, aber für den Sprecher unbedeutend). Hier wird höchstens bei einer mp3-Komprimierung "Müll" kodiert.

      Wenn du also deine Mikrofon-Kennkurve kennst, dann kannst du die entsprechenden Schwachstellen des Mikrofons anheben oder absenken.

      Anschließend kannst du mal deine Stimme im Spectrum betrachten und die typischen "Ess"-Laute sowie die gesamte Charakteristik deiner Stimme bestimmen. Das hilft dann bestimmte Frequenzen, wie die "Ess"-Laute zu dämpfen und andere, die der Stimme Volumen geben, zu verstärken.

      Das Ergebnis kannst du dann durch einen Kompressor noch etwas differenzierter ausarbeiten, um deiner Stimme die gewünschte Charakteristik zu verleihen.

      Natürlich gehört zu einer Stimmaufnahme auch ein gutes Mikrofon. Ich habe zur Zeit ein AKG3000B, werde aber bald auf ein Neumann TLM102 wechseln, da dieses einen superlinearen Frequenzverlauf besitzt, welcher nur in den Höhen leicht anhebt.

      Viel Spaß beim Ausprobieren!
    • Hallo zusammen,
      vielen Dank für Eure zahlreichen Tips!
      Den Kommentarton habe ich gestern bei meinem Freund in seinem Studio sprechen lassen!
      Er ist Theaterschauspieler und zugleich ein sehr gut gebuchte Sprecher (auch synchron)!
      Er ist bestens ausgerüstet was das Studio angeht! Ich weiß, das er ein Neumann Mikro hat, allerdings kenne ich nicht den genauen Typ!
      Jetzt muss ich halt seinen Ton noch etwas optimieren, da er zu sanft (leise, nicht voluminös) klingt, also im Verhältnis zu dem anderen Ton (Interviewton)!
      Denke ich muss am kommenden WE eine Extraschicht einlegen!

      Vielen Dank schon mal!

      Schöne Grüße
      Christian
    • Ich habe es einfacher, denn ich benutze von TC-Electronics den Assimilator (leider wurde die Hardwareserie eingestellt auf der das Plugin läuft, aber nur mal zur Demonstration).
      tcelectronic.com/de/assimilator/

      Da nimmst du deinen Lieblingsfilm oder deine Lieblingsmusik-CD und passt den Frequenzgang deiner Audioaufnahme einfach dieser an.

      Deshalb hört sich teilweise auch ein Radiosprecher an, wie der andere. Jeder hat seine Chipkarte mit seinen EQ-Einstellungen, die einmal eingemessen werden und fertig ist der Radio-Sound.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von homer1 ()

    • Manchmal hilft es auch ein bisschen mit den Parametern des Kompressors in Audacity zu spielen. Vorher mit einem EQ die Stimme "aufblasen" ist natürlich auch keine schlechte Idee, beides zusammen dürfte einiges bewirken.

      Für Edius gibt es ein schönes Plugin zum Stimmen "aufblasen", nennt sich Voxengo Voxformer und bietet im Endeffekt mehrere Kompressoren die Frequenzspsezifisch eingesetzt werden können. Man kann also die tieferen Sprachanteile mehr komprimieren als die hohen Anteile und der Stimme damit richtig "Druck" machen....

      Ich habe es selbst nur mal als Trial ausprobiert und leider nicht gekauft. Normal arbeite ich auch eher in Audacity und mache das eben mit EQ und Kompressor, meist mit ganz brauchbarem Ergebnis.

      Und soooo viel Arbeit ist das auch nicht.....

      Ach ja, anstelle in Audacity "Normalisieren" zu nutzen kannst Du auch mal den Filter "Verstärken" probieren. Mit Normalisieren hatte ich schon tolle Effekte die eher nicht so schön waren ;)
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    • Vielen Dank für die Infos!
      Ich habe sogar den kostenpflichtigen Voxengo Voxformer für edius!
      Der ist bestimmt noch besser als audacity, aber ich komme leider mit dem nicht klar!
      Ist mir irgendwie zu unübersichtlich! Hab ich deshalb auch nicht mehr "groß" benutzt!
      Werde mich heute Abend an den PC setzen und mal versuchen Eure Tips umzusetzen!

      Schöne Grüße
      Christian