Interessante Videos machen

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    • Interessante Videos machen

      Ich suche einen Workshoop, wie man möglichst interessante Videos macht. Ich nehme ja immer zwei Kameras für meine Fahrten und möchte auch immer die gesamte Fahrt zeigen. Wenigstens habe ich als schonmal zwei Perspektiven. Aber so ein durchgehender Stream ist langweilig und möchte niemand länger als fünf Minuten sehen. Daher suche ich nach Möglichkeiten, wie man so einen Film interessant gestalten kann. Weis da jemand was? Welche Techniken bieten sich an, wie geht man vor?
    • Der Architekt schrieb:

      Ich suche einen Workshoop, wie man möglichst interessante Videos macht.

      Die Frage klingt wie: Ich möchte Künstler werden und mit Film interessante Dinge machen. Wo gibt es dazu Kurse? Das ist viel zu allgemein.

      Sage zumindest so spezifisch wie möglich, knapp und prägnant: Was kannst du und wo soll es hingehen?

      Du kannst ....?

      Ziel: Genre, Kurzfilm, Urlaubsfilm, Serienfilm, Youtube-Film, Vimeo-Streifen, Familienfilm, Experimentalfilm, Musikvideo, journalistische Video, Reisefilm usw. Was willst du investieren? Zeitaufwand, Materialaufwand, Kosten?

      Beste Grüße, Uli
    • Moin,

      die Frage ist wirklich sehr allgemein. Du hast doch bestimmt im Kopf welcher Art von Film dein Endprodukt nahekommen soll oder?
      Letzten endes ist es doch ein kreativer Prozess, natürlich macht es schon Sinn entsprechende Technik dabei zu haben.
      Mit "Interessant" meinst du bestimmt durchgehend spannend und emotional - zumindest stelle ich mir das bei so einem privaten Projekt vor.
      Für Kamerafahrten ohne Wagen würde ich einen Gimbal anschafen, so kann man ruhigere Bilder machen wenn man läuft und es wird nicht alles so wackelig.
      Außerdem würde ich mir eine 50€ Drohne aus China zulegen die auch ne HD Cam drinne hat - ja sowas gibt es.
      Dann kan man auch mal die Orte von oben filmen und hat nettes Material zum schneiden und für Atmosphäre.
      Kurse kann ich dir nicht empfehlen. Guck mal hier was mit Drohne/Gimbal möglich ist
      designlovr.de/magazin/gopro-hero5-und-karma-videodrohne
      Mit Lowbudget sieht es viellccht nicht ganz so Highend aus, aber man kann das ja günstig nachbauen :)

      Gruß!
      Fredy
    • Es bieten sich eigentlich generell die Technik des Storytellings an. Da hatten wir hier mal den MUSE Kurs, der nicht gerade umsonst war aber durchaus empfehlenswert ist. Einige Teile hat es sogar gratis gegeben.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Naja, die Frage ist so unpräzise gestellt, weil ich selbst nicht weis, was ich genau will. Interessant solls halt sein, weil mich das eigene Material irgendwie langweilt. (Gut, ich habe das gefilmte auch in Real erlebt.) Einiges von dem was gepostet wurde konnte ich aber schon lesen und hat mir Anhaltspunkte gegeben, wie man sowas aufbauen kann. Das funktioniert aber nur, wenn ich beispielsweise einen schönen Film machen will bei dem ich unseren Hausberg hoch und runter fahre. Da kann ich im Vorfeld bereits Aufnahmen machen oder ggf. die Kameras anders positionieren und die Strecke mehrmals fahren.

      Schwierig wird es eher, wenn ich halt wirklich von A nach B fahre. Dabei kann ich mich nie entscheiden, was ich zeigen und was rausschneiden soll, weil ich immer gerne die gesamte Strecke festhalten will. Wenn ich was rausschneide empfinde ich es irgendwie als unvollständig. Auch wann ich zwischen Helmansicht und Lenkstangenansicht umschalten soll ist so eine Frage. Ansicht nach hinten geht eigentlich gar nicht, weil das total uninteressant ist (Die Kamera hinten habe ich meist wegen des Sound, weil man dort den Motor, das Schalten, etc. am besten hört). Am Ende habe ich bei solchen Fahrten halt "nur" zwei oder drei Kameraperspektiven (was eigentlich schonmal mehr ist als der normale Hobbybiker so hat) und weis doch nicht so recht was ich mit dem Material anfangen soll. Die Filme die ich im Internet als mal so sehe finde ich teilweise gut gemacht und geschnitten, aber für mich selbst schaffe ich es nicht.

      Besonders actionreich soll es übrigens nicht sein, denn ich fahre vernünftig und will das natürlich auch zeigen. Die Familie und Verwandtschaft sollen keine Angst um mich haben müssen, wenn sie das Material sehen. (Außerdem wäre ich schön blöd mit den Kameras wie ne gesenkte Sau zu fahren und dann von der Polizei angehalten zu werden.)

      Wie im Dokument von wabu geschrieben: "Wer filmt hat noch lange keinen Film". Zu dem Schluss bin ich auch gekommen und daraufhin entstand dann der Thread.
    • Aha. Du Fährst. So wie ich es dem text entnehme Rad. Ob jetzt Rennrad oder Mountainbike kann ich nicht entnehmen....

      Also der perfekte Kandidat für "Actioncams" & Co !

      Reine Fahraufnahmen nutzen sich sehr schnell ab, werden langweillig. Daher musst Du immer eine Story aussen rum bauen, eine kleine Geschichte erzählen. Vornehmlich mit den Bildern welche Du erstellst, ergänzt durch einen Kommentartext wenn das Bildmaterial nicht reicht um eine Story abzubilden...vor allem werden reine Fahraufnahmen dazu nicht ausreichen. Um eine Geschichte zu erzählen musst Du sicherlich mit anderen Aufnahmen aus einer normalen Videokamera ergänzen...

      Viele Tipps hast Du ja schon oben bekommen - es gibt unendlich viele "handwerkliche" und grundlegende Dinge wie man Geschichten in Bilder umsetzt. Angefangen bei der Five-Shot-Regel über Einstellungsgrößen hin zu einer passenden Schnittfolge. Dazu kommen ebenfalls ganz handwerkliche Sachen wie der goldene Schnitt, die 2/3-Regel oder ähnliche Sachen hinsichtlich der Motivaufteilung im Bild.

      Dazu gehört dann natürlich als Grundlage noch das ganze grundsätzliche Zeugs zur Kamerabedienung - Blende, Belichtung, Weissabgleich, Brennweite, Bildformate, Codecs usw.

      Was ebenfalls dazu gehört ist die Sache wie man bestimmte Stimmungen, bestimmte Dinge über die Bilder "transportiert", wie quasi das Film machen "funktioniert" - anders gesagt wie man eine Story in Bilder umsetzt und warum man bestimmte Dinge am besten mit genau diesen oder jenen Bildern am besten umsetzt - wie wirken verschiedene Einstellungsgrößen, wie verschiedene Kamerapositionen auf den Zuschauer.

      Das alles kombiniert und angewendet - zusammen mit einer guten Geschichte die es zu erzählen gilt - das macht dann einen guten Film aus !

      Alles in allem eine sehr umfangreiche Sache - es wird keinen Kurs, kein Seminar und keine Schulung geben die das alles umfasst. Dazu ist das nötige Wissen viel zu umfangreich um das alles auf einmal mitzubekommen.

      Einfach googlen, Dinge lesen, Meinungen vergleichen. Tutorials ansehen. Das Internet ist voll davon !

      Vieles bekommst Du hier schon mit, z.B. postet Rod immer wieder mal interessante Beiträge wo er auf die Webseiten anderer verweist - erst in den letzten Tagen gab es einen Hinweis zu verschiedenen Brennweiten und deren Wirkung.

      Oder Du schaust Dir beispielsweise die freien Tutorials von Lutz Dieckmann an, auch er sit ab und an hier vertreten. Auch das lesen diverser Fachzeitschriften wie Videoaktiv, Videofilmen o.ä. ist sicherlich hilfreich, ebenso der Besuch derer Webseiten.....

      So langsam baut sich dann ein eigener Wissensvorrat auf - und notfalls kann man ja auch mal nachfragen ;)
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • Rod schrieb:


      Ziel: Genre, Kurzfilm, Urlaubsfilm, Serienfilm, Youtube-Film, Vimeo-Streifen, Familienfilm, Experimentalfilm, Musikvideo, journalistische Video, Reisefilm usw. Was willst du investieren? Zeitaufwand, Materialaufwand, Kosten?

      Beste Grüße, Uli


      Nachgefragt:

      Was wäre denn ein Youtube oder Vimeo Film? Also was hat die Plattform mit dem Inhalt zu tun?

      Unterschied von Urlaubsfilm zu Reisefilm?
    • Ich denke mit Youtube-Film ist die typische Vlogger-Filmart gemeint mit all dem "Schrott" (Gestern war ich Makeup kaufen) über Infos (Hands on "DJI Mavic" / Review) bis zu "Let's Play" mit der Aufzeichnung von PC-/Konsolen-Spielsessions oder Walkthrough. Oder einfach nur Pranks, wo Leute erschreckt oder geärgert werden.
    • Zorro schrieb:

      Was wäre denn ein Youtube oder Vimeo Film? Also was hat die Plattform mit dem Inhalt zu tun?

      Theoretisch nix, faktisch sehr viel.
      Aus den genannten Gründen wird für Youtube und Vimeo teilweise sehr unterschiedlich und vor allem mit unterschiedlichen Konzepten aufgenommen. Danach hatte Architekt ja gefragt.

      Aber Zorro, eigentlich weißt du das alles auch.

      Nein, ich bin nicht der Meinung, dass auf Youtube nur Schrott läuft. Diese Kritik greift meiner Ansicht nach viel zu kurz und ist oberflächlich. Sollte aber in einem eigenen Thread diskutiert werden.

      Beste Grüße, Uli
    • Der Architekt schrieb:

      Schwierig wird es eher, wenn ich halt wirklich von A nach B fahre. Dabei kann ich mich nie entscheiden, was ich zeigen und was rausschneiden soll, weil ich immer gerne die gesamte Strecke festhalten will. Wenn ich was rausschneide empfinde ich es irgendwie als unvollständig.

      Hier ist deine Idee: Alles dokumentieren. Der Film soll "vollständig" sein.

      Der Architekt schrieb:

      Am Ende habe ich bei solchen Fahrten halt "nur" zwei oder drei Kameraperspektiven (was eigentlich schonmal mehr ist als der normale Hobbybiker so hat)

      Du hast sogar mehr Kameraperspektiven als die meisten, aber das Material reicht nicht zu einem Film.

      Der Architekt schrieb:

      und weis doch nicht so recht was ich mit dem Material anfangen soll.

      Es soll ein Film über deine Motorradfahrt(en) werden, aber irgendwie funktioniert es nicht, das Material "langweilt" dich selber. .

      Mal andersrum gebürstet: Was willst du denn mit dem Film sagen? Bisher lese ich aus deiner Beschreibung: Ich will eine (meine) Motorradfahrt zeigen. Dass das als Konzept zu wenig ist, hast du selbst schon bemerkt.

      Nur, was statt dessen? Jetzt kommt die sattsam bekannte Aussage: Du musst eine Geschichte erzählen. Viele Mitleser rollen vermutlich schon die Augen: Was soll man denn da für eine Geschichte erzählen, ist das Gegenargument.

      Das muss man sich jetzt überlegen. Denn, wie oben schon von dir bemerkt, nur die Kamera aus zwei Perspektiven draufhalten ist total langweilig.

      IDEE (es gibt noch viele andere): Du kannst verschiedene Erzählperspektiven wählen:

      Die Motorrad-Fahrt und Technik-Story: Du erzählst und zeigst im Bild, wie du sicher und trotzdem schnell fährst. Ausrüstung, Reifen sind wichtig. Welche Kurvenfahrtechnik? Wie bremst man eine Kurve an, wie beschleunigt man raus. Was tun, wenn einem die Straße ausgeht usw. Da brauchst du auch ein paar Szenen von der Straße aus. Publikum: Motorradfahrer. Du erzählst: Wie fahre ich sicher Motorrad.

      Die Motorrad-Reise-Story: Dein Ziel, die Landschaft vorzustellen. D. h., du musst absteigen, Landschaft und Leute filmen, die Einfaht in ein Dorf / Burg usw. filmen und sagen, wo du bist und was es da spannendes zu sehen gibt. Vielleicht noch einige Tipps. Du erzählst: Was ist in dieser Landschaft / Stadt usw. interessant und spannend.

      Die innere Reise-Story, vermutlich die spannendste Geschichte. Während der Fahrt denkt du über dich und dein Motorrad nach. Du erzählst uns, dem Zuschauer, was Motorradfahren für DICH bedeutet. Wie du dazu gekommen bist, welche Gefühle du beim Fahren hast. Was es dir bedeutet. Vermutlich auch amschwierigsten. Du erzählst über dich.

      Nur deine Fahrt abzufilmen, das magst selbst du dir kaum noch anschauen.

      Beste Grüße, UliB

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Rod ()

    • Wenn ich es richtig verstanden habe hast du eine Helmkamera. Die ist wohl am interessantesten bei Kurvenfahrten.
      So habe ich eine Idee: Du fährst in eine gerade Strecke, senkst dein Haupt so das der Tacho zu sehen ist.
      Im Filmschnitte kommst du in die gerade /schnitt auf Helmkamera kurz mit dem Tacho/ schnitt: das Ende der geraden.
      Damit hast du für den Zuschauer es lückenlos.
      Und dann schau dir mal die Vorschläge von Rod an ob da nicht Material erstellt werden kann was auch in den Kurven eingeschnitten werden kann.
      z.B. Stell eine Kamera auf Stativ an den Strassenrand - fahr zurück , wende und fahre auf die Kamera zu. Oder stelle sie umgekehrt das sie dich von hintern erfasst.
      Nimm vom Lenker in Großaufnahme den blinkenden Blinker, filme in den Scheinwerfer und blinke auf. Bei solchen Bildern soll man die Umgebung nicht sehen und so kannst du reinschneiden...
    • @ Der Architekt: War das hilfreich? Konntest du mit den Hinweisen was anfangen? Falls nein, um was genau geht es dir? Warum hört man von dir nichts?

      Hier noch ein Buchtipp: "Die Videoschnitt-Schule: Für spannende und überzeugende Filme (Galileo Design)" von Axel Rogge.

      Im Forum könnten dir diese Threads weiterhelfen: "schnitt-bücher" und teilweise "Bücher über das Drehbuchschreiben".

      Vor längerer Zeit habe ich bei Gero Breloer einen Kurs belegt, war damals sehr gut: "FILMEN MIT SPIEGELREFLEXKAMERAS"

      Beste Grüße, Uli