Weißabgleich & Farbtemperatur

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    • Weißabgleich & Farbtemperatur

      Der Weißabgleich (white balance) begegnet uns immer wieder. Die white balance kann man in einer Kamera entweder auf "Auto" stellen, dann kümmert sich der Kasten darum, oder einen Wert selbst wählen.

      Nur, was verbirgt sich hinter dem Weißabgleich? Wie wirkt sich ein anderer Weißabgleich auf das Bild aus? Wie sieht dann die veränderte Farbtemperatur (color temperature) im Bild aus? In diesem Video von Lensprotogo wird das anschaulich gezeigt:

      "White Balance & Kelvin Color temp explained", (Youtube) via lensprotogo:





      Beste Grüße, Uli
    • Hier noch Beispiele
      Beste Grüße, Uli
    • Ohne den links gefolgt zu sein: der oder ein Weißabgleich sollte schon mit Überlegung gemacht werden.
      Das beste ist immer noch das weiße Blatt was das Licht so bekommt wie die Szene ist. Wobei zu unterscheiden ist ob ich Sonne oder Schatten nehme.
      Das Blatt Papier verhindert auf jeden Fall den Einfluss des Motivs (die rote Rose z.B.)
      Die Überlegung ist: wie neutral muss das Bild sein?
      Da ich aus der analogen Fotografie kommen neige ich zu festen Kelvin Werten. Bei einem Diafilm habe ich auch nur entschieden: Tageslicht oder Kunstlicht. In der Wahl eines Filters bzw des Filmtyps.
      Die alten Superachtkameras kannten in diesem Sinn auch nur diese zwei Zustände.
      Nochmal ausgehend vom "neutralen" Mittagslicht - mit dieser Einstellung werden die Tageszeiten für mich ehrlicher, besser dargestellt in der Farbwiedergabe.
      Wenn aus arbeitstechnischen Gründen eine Anpassung vorgenommen werden muss ist das was anderes.
      Spannend ist die Verwendung der Kelvineinstellung wenn Kunstlicht und Tageslicht letztlich gleichwertig daher kommen sollen.
      Also das "warme" Licht im Wohnzimmer und das nicht zu kalte Licht jenseits des Fensters.
      Da hilft das Blatt Papier auch nicht mehr so richtig.
    • Man sollte kein Blatt verwenden sondern eine genormte Weiß- oder Graukarte. Das Blatt Papier liefert doch Werte die etwas daneben liegen. Gibt es oft in Kombination und für ein paar Euro.

      Diese Dinger sind neben dem Weißabgleich vor allem auch noch gut für die richtige Belichtungseinstellung.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Im Sommer war ich wieder einmal in der Türkei und habe in Ephesos in den Hanghäusern gefilmt / photographiert - Vor einigen Jahren hatte ich dort schon einmal Aufnahmen gemacht und den Weißabgleich der Kamera überlassen.
      Die Hanghäuser sind mit eine Stahl-Kunststoff-Konstruktion überdacht, aber leider ist diese alles andere als Farbneutral, ich war damals im Nachhinein etwas enttäuscht von den Aufnahmen.
      Dieses Jahr habe ich einfach eine weiße Serviette mitgenommen und vor Ort damit einen manuellen Weißabgleich gemacht.
      Ergebnis: deutlich bessere Farben in den Aufnahmen, auch mit einer nicht genormten Grau- oder Weißkarte, vielleicht wäre es damit noch besser geworden?
    • Das weiß keiner.

      Aber für mich ist der zweite Aspekt - das Abgleichen bei slog auf den 50% Graupunkt oder den 90% Weißpunkt - eigentlich noch wichtiger. Denn vor einer jeden Farbkorrektur steht ja die Luminanzkorrektur.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Automatischer Weißabgleich kann nur empfehlen, einen manuellen Weißabgleich braucht man nur selten.
      Die Sony kameras wie auch ich habe sind sehr treffsicher und genau mit Weisabgleich und meine DSC-RX10Eins ist ebenso top mit Automatischen Weißabgleich.

      Ich probiere natürch auch mit manuellen Weißabgleich aber aus meiner sicht lohnt sich das nicht, der Automatsicher Weißabgleich macht schon sehr gut.
    • HSMOVIE schrieb:

      Automatischer Weißabgleich kann nur empfehlen, einen manuellen Weißabgleich braucht man nur selten.
      Die Sony kameras wie auch ich habe sind sehr treffsicher und genau mit Weisabgleich und meine DSC-RX10Eins ist ebenso top mit Automatischen Weißabgleich.

      Ich probiere natürch auch mit manuellen Weißabgleich aber aus meiner sicht lohnt sich das nicht, der Automatsicher Weißabgleich macht schon sehr gut.


      Na ja, des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
    • Na nur sollte man auch wissen was ein automatischer Weißausgleich für Nachteile haben kann. Es können sich ja auch die Lichtverhältnisse verändern - bei Mischlicht steigen die Automatiken dann ziemlich sicher aus. Also ja, jeder wie er mag! ;)
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • HSMOVIE schrieb:

      Automatischer Weißabgleich kann nur empfehlen, einen manuellen Weißabgleich braucht man nur selten.


      Kannst Du solche Weisheiten vielleicht mal etwas für Dich behalten? Ich filme z.B. fast nur mit festen Einstellungen wie Tageslicht oder Kunstlicht, wenn es dazu passt. Gut, ich habe natürlich keine Sony - deshalb muss ich das zwangsläufig manuell machen. :pfeifen:
    • Achilles schrieb:

      Können Deine aufgeführten Panas echt keinen Auto-Weißabgleich?


      Doch - aber ich machte mit dem Auto-Weißabgleich immer wieder mal böse Erfahrungen, gleich welche Kamera und von welcher Firma. Wenn der erst einmal innerhalb einer Szene wegdriftet, wird's im NLE schwer, das wieder auszugleichen. Mein Hinweis da oben war eher ironisch gemeint.
    • Ich verwende auch fast immer feste Werten. Früher bei 8mm Film oder Dias gab's auch nur Tages oder Kunstlicht. Im Schnitt kann ich immer noch korrigieren wenn notwendig.
      Bei Farbnegativfilm hatte ich damals einen weisse Kappe vor der Linse und machte einen Bild vom Licht. Beim Vergrössern in der Dunkelzimmer konnte man dann dieses Bild ausmessen und die nötige Filterung bestimmen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Dirk PEL
    • dirk_pel schrieb:

      Beim Vergrössern in der Dunkelzimmer konnte man dann dieses Bild ausmessen und die nötige Filterung bestimmen.


      Das waren noch Zeiten - habe ich auch mal gemacht (ohne Referenzbild), aber das war alles verdammt schwer zu filtern (und noch schwerer zu erkennen). Man musste dazu immer wieder mal die Dunkelkammer verlassen. Ich nahm damals noch Filterfolien, denn einen Farbmischkopf konnte ich mir nicht leisten. Wie leicht ist das doch heute...
    • Wenn ich eine Mischlichtszene vor mir habe aus Schatten- und Sonneneinstrahlung,
      dann liefert der A-WA bei meiner Kamera schon ein sehr gutes Ergebnis. Ich wüßte garnicht
      ob es besser ausfällt, wenn ich auf Schatten oder die Lichter messen soll und dann mit
      irgendeinem gemittelten Wert zu filmen. Außerdem habe ich in meinem NLE alles was
      ich zu einer Farbstimmungskorrektur - auch lokal - benötige falls mir die Farbgebung der Szene
      nicht gefallen sollte. Man kann aber alles auch komplizierter realisieren...
      Es gelingt mir mit meinem NLE aus einer normalen Aufnahme emotionale Wirkungen nach Vorlagen
      (screenshots) z.B. aus dem Film "Brash-The-Revenant" auf meine eigene Videoaufnahme zu übertragen.
      Das ist alles halb so schlimm, eher doppelt so gut... ;)
      ++++++ GUT DING BRAUCHT WEILE ! ++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 8.x bald 9 - DaVinci Res.14 +++
    • Beispiel für das Versagen der AWB: stahlblauer Himmel über ebensolchem Meer ->>> das Blau wird "entsaftet", d.h. in der Sättigung reduziert. Oder bei einem Sonnenuntergang versucht die Automatik, dem stimmungsvollen Licht das Rot zu entziehen. Immer dann, wenn Abweichungen von der normalen Tageslichtstimmung gegeben sind, wird's kritisch - sogar im NLE bei der dann nötigen Korrektur. Manchen Ausgleich bekommt man einfach nicht mehr hin, das sieht dann unnatürlich aus. Und wenn sich die AWB während einer Szene verändert, wird es kritisch. Beim guten alten Schmalfilm hatte man zwei Lichtstimmungen - Tageslicht und Kunstlicht (wie oben schon erwähnt). In den meisten Fällen hat es trotzdem geklappt und die Lichtstimmung blieb erhalten.

      So hat eben jeder sein eigenes Kochrezept. :yes:
    • Ja diese Nachteile gibt es alle. Ich vermute, was gemeint war ist die Sichtweise, dass für "Automatikfilmer" die Automatiken ja auch Ergebnisse liefern, mit denen viele Konsumenten dann doch zufrieden sind. Vielleicht weil sie es gar nicht besser wissen. Diese Automatiken von Sony sprechen halt den Einsteiger an, indem er mit den Automatiken nicht völlig absurde Ergebnisse bekommt.

      Dass der Kameramann mit mehr Erfahrung aber aus all diesen Gründen eher mit einem fixen Weißausgleich arbeitet, oder einen Abgleich auf ein weißes Blatt oder sogar auf eine genormte Graukarte/Weißkarte macht, ist dann halt schon eine deutlich professionallere Arbeitsweise.

      Ist halt eine Frage der Erfahrung und der Zielsetzung.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • dirk_pel schrieb:

      Bei Farbnegativfilm hatte ich damals einen weisse Kappe vor der Linse und machte einen Bild vom Licht. Beim Vergrössern in der Dunkelzimmer konnte man dann dieses Bild ausmessen und die nötige Filterung bestimmen


      Das war die Wallner Methode und hatte auch ihren Wert. Ich hatte seinerzeit die Herstellung von Colorbildern geschult und bin dann den nächsten Schritt gegangen, die Filterung für den Film(typ) zu ermitteln. Dann hatte man viel Ruhe beim Bilder machen.
    • So eine Kappe gabs auch bei meiner frühen Sony Video 8 Kamera, um damit einen manuellen Abgleich zu machen. So gesehen hat sich nicht mal sonderlich viel verändert.

      Was ich mir mal vor einiger Zeit für die Nutzung mit der FS7 angelacht habe, ist das Teil hier:
      amazon.de/gp/product/B005DEPXW…age_o03_s01?ie=UTF8&psc=1

      Daran ist auch die Größe interessant. Einfach, weil ich über die Einstellung im waveform Monitor oder Zebra damit für slog auch die Belichtung auf den entsprechendne Prozentsatz einstelle.
      xdcam-user.com/2014/12/ultimat…e-ei-on-the-sony-pxw-fs7/
      Einziges Hindernis: man macht das dann doch nicht immer, und korriert auch mal in der Post.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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