Spardruck beim BR erwischt auch die Tierfilmer

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      Spardruck beim BR erwischt auch die Tierfilmer

      Die beiden hat es erwischt bei dem BR, sie bekommen keine Arbeit mehr... Klick!

      Homepage Arendt/Schweiger: Klick!

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von „Achilles“ ()

      Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen sich mit aller Gewalt "verjüngen" und einen modernen, flotten Stil produzieren der natürlich nicht viel Geld kosten darf,,,,

      Da passt dieser Schritt doch voll dazu. Tierfilme sind erstens sehr teuer und zweites für viele junge Leute unter 30 völlig uninteressant. Es ist daher nicht verwunderlich das hier auch wenn hervorragende Arbeit abgegeben wurde die Sendungen aus dem Programm gekickt wurden.

      Wenn man sich die Homepage der beiden Tierfilmer ansieht so wird man merken das die beiden 2016 drei Folgen erstellt haben - in den jahren 2014 und 2015 dafür aber keine einzige Folge. Somit wird klar das eine einzige Folge recht kostspielig ist - muss sie doch die Kosten für die Aufnahmen vor Ort, für das Equipment und quasi den Arbeitslohn der beiden für umgerechnet ein Jahr "bezahlen" können. Auch wenn die beiden Tierfilmer sicherlich nicht zu den Spitzenverdienern zählen sondern eher ein sehr überschaubares Entgeld bekommen (im TV-Sektor wird man nicht reich, außer man sitzt auf einem sicheren Chefposten a la Intendant o.ä.) und Equipment heute quasi "spottbillig" ist - das wir hier über relativ große Summen reden dürfte klar sein.

      Dazu kommt der Zwang der Sender auf einmal "jung" und "hip" werden zu müssen, die überalterten Zuschauerstrukturen unbedingt verjüngen zu wollen. Das sieht man auch an der Umstrukturierung von einsfestival in ONE und die (krampfhaft?) dabei versuchte Programmverjüngung mit einem Focus auf ein Zielpublikum von unter 30 Jahren....

      Und zu einem jungen Programm passen eben Tierfilme nicht dazu - eher seichte Witze und hippe frische Farben, wackelige DOF-Orgien und blos keine Information oder sonstwas wo das Hirn des Zuschauers arbeiten müsste - lieber Talkshows nach amerikanischem Vorbild und krampfhaft-lustige Comedyshows mit vom Band eingespielten Lachern.

      Die TV-Empfänger sind schon flach - jetzt muss unbedingt das Programm nachziehen..... ;D


      Bei der Hauptnachrichtensendung des BR um 18:30 Uhr werden drei Moderatoren eingesetzt für eine halbe Stunde,
      bei der Tagesschau eine Stude später genügt dagegen ein Nachrichtensprecher für 15 Minuten! :thumbsup:
      Beste Grüsse von Bruno!
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      Ihr könnt mich schlagen, aber wenn der BR sparen und Stellen einsparen muss, dann doch bitte bei Kollegen die in Rente gehen können.
      Das mag für die beiden enttäuschend sein, schlimmer würde es junge Familienväter bzw Mütter treffen.
      Noch dazu ist das das Los der Freischaffenden, keine Garantie für Folgeaufträge.

      k-m-w schrieb:

      Ihr könnt mich schlagen, aber wenn der BR sparen und Stellen einsparen muss, dann doch bitte bei Kollegen die in Rente gehen können.


      Im Endeffekt stimmt das schon - lieber ältere in den (vermeindlich wohlverdienten) Ruheszand schicken als 50-Jährige Langzeitarbeitslose zu generieren.

      Es ist allerdings so das gerde freischaffende Medienleute beim Fernsehen nicht gerade üppig bei der Rente aufgestellt sind - denn soooo gut verdient man tlw. auch nicht. Viele ältere sind darauf angewiesen so lange zu arbeiten wie es ihnen möglich ist - planmäßig in Rente gehen oder in den Vorruhestand, das können sich viele eben nicht leisten.

      Der "Sparzwang" der Sender ist eben nicht neu, die Bezahlung war schon die letzten Jahre eher weniger üppig.

      k-m-w schrieb:


      Noch dazu ist das das Los der Freischaffenden, keine Garantie für Folgeaufträge.


      Das ist ein Problem das jeder selbstständige "Unternehmer" hat - egal ob Freelancer oder auch Handwerker - ist man nur von einem Auftraggeber abhängig kann einen dies ziemlich in den Ruin treiben wenn eben der eine Auftraggeber einem - aus welchen Gründen auch immer - seine Aufträge entzieht bzw. Verträge nicht verlängert werden.

      Irgendwann habe ich mal gehört das so etwas auch "unternehmerisches Risiko" genannt wird.... ;)

      In der Fernsehbranche sehe ich ganz andere Probleme. Gehaltvolle Inhalte mit Qualität zu produzieren bedarf eines gewissen Aufwandes und Aufwand bedeutet immer Kosten. Wenn die Sender nicht mehr bereit sind Aufwand angemessen zu entlohnen wird die Qualität zwangsläufig immer weiter absinken - durch Zeitdruck (Zeit ist Geld...) bei der Produktion, durch mangelnde Recherche und Vorbereitung, durch weniger Personal usw. - und das bekommt natürlich der TV-Zuschauer immer mehr zu spüren wenn er gehaltvolles, gutes Fernsehen sehen will.

      Wobei ich tlw. letzteres bezweifle - es werden immer mehr Menschen die sich nur "berieseln" lassen wollen, denen gehaltvolles Fernsehen schnurzegal ist...
      Ja die Sehgewohnheiten ändern sich.
      Ich bin mit Grzimek, Cousteau und später Horst Stern aufgewachsen. Später hat das Interesse an Tierfilmen stark nachgelassen. Eigentlich nur noch wenn was besonderes gezeigt wird, vorwiegend BBC....
      NationalGeo ist aber auch ganz gut mit Tierfilmen.

      Der BR ist vielleicht auch nicht der richtige Spartensender dafür. Dafür muss man sich Verbünde suchen, wie "ZDF Enterprises" oder halt die Sparte selbst mit NatGeo, dann ist man gut vernetzt und kann weltweit verkaufen.

      Da müssen die "Produzenten" halt auch ein bisschen mit der Zeit gehen und nicht stehen bleiben.
      Gute Tierfilme sind teuer zu produzieren - weniger gute wollen Viele nicht mehr sehen, sind besseres gewohnt.
      In England ist das budget bei der BBC gebündelt - bei der ARD aufgeteilt auf viele Sender. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.
      Bei uns wird das Geld für überflüssiges Verwaltungspersonal verschwendet. Da müsste mal eine grundlegende Reform her. Geht aber nicht, da die entscheidenden Leute ja ihre Posten und Fleischtöpfe verlieren würden.
      Dirk
      Aus meiner Österreichischen Sicht: die "Bayern" und auch die anderen Deutschen Sender haben sehr oft vorgeführt wie gutes Fernsehen gemacht wird. Leider kämpft auch die BBC mit Geldsorgen und kürzt Stellen.

      Bin mit Otto König und Hans Hass aufgewachsen (und hatte einige Zeit so einen Bart!!!) Der Letzte noch lebende in dieser Reihe ist Sir David Attenborough. Von den Jüngeren gefällt mir, obwohl seine Sendungen ganz anders sind und vielleicht wissenschaftlich nicht ganz 100%ig, Andreas Kieling. Jacques Cousteau hätte ich jetzt fast vergessen, auch nicht 100% wissenschaftlich, war aber spannend anzusehen. Und dann noch ganz anders, Melcolm Douglas. Habe seit ein paar Monaten ein DVD-Sammelalbum vom ihm. Nicht nur Naturfilm sondern auch Umgang mit dem Land Rover, Kochen, Fischen, Feuer machen... Abenteuer pur, von dem ich im Wienerwald nur sehr wenig anwenden kann :Zwinkern:
      vg Ian