„Luftwabbern“ bei langen Tele-Brennweiten

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    • „Luftwabbern“ bei langen Tele-Brennweiten

      Hallo zusammen,

      ich nutze an meiner 10 Jahre alten Canon XL-H1 eine Nikon-Optik D 80-400 mm (Crop-Faktor 7,2)




      Bei Auswahl langer Brennweiten habe ich so eine Art „Luftwabbern“ im Videobild. Habe mal mit offener Blende 5.6 und auch mit etwas geschlossener Blende 11 getestet.

      Bei Test #1 scheint das „Luftwabbern“ bei offener Blende 11 geringer zu sein.

      Bei Test #2 (etwas unscharf gestellt) scheint jedoch das Bild bei offener Blende schlecher zu sein.


      Sollte jemand von euch bei Gelegenheit mal Zeit und Lust haben, sich den 30 Sekunden Test anzuschauen, kann er sich das Video

      hier

      gerne runterladen.


      Würde mich natürlich über eure Meinung sehr freuen.

      Schöne Grüße

      Helmut
    • Servus Helmut!

      Leider habe ich mit der GH3 plus dem 300mm (entsprechend 600mm) auch solche Erfahrungen gemacht. Noch ärger wird es mit der digitalen Vergrößerung (nur ein Teil des Chips wird ausgelesen). Ich dachte an einen mechanischen Fehler. Aufnahmen mit derselben Brennweite in der Nähe sind aber völlig ruhig. Also kann es nur die Luftsicht sein.

      filedropper.com/20160321mon091529
      vg Ian

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ian ()

    • Bevor ich das Video angesehen habe, dachte ich auch erst an Hitzeflimmern. Da aber im Video Schnee liegt und auch kein strahlender Sonnenschein zu sehen ist, denke ich, dass das grundsätzliche Probleme die enorme Brennweite (2800mm KB) ist.

      Im Test 1 tun sich F5.6 und F11 IMO nicht viel (zumindest auf meinem kleinen Notebookbildschirm); bei Test 2 ist F11 zwar etwas besser, aber für mich wäre beides (vom Zittern her) unbrauchbar.

      Ich bin mit den technischen Daten der Canon XL-H1 nicht vertraut. Hat die einen Bildstabilisator? Falls ja, war der bei den Tests an?

      Für mich sah es in Test 2 irgendwie so aus, als könnte das Bild bei der kleineren Blende (F11) etwas "besser" stabilisiert werden, da es etwas schärfer wirkte. Aber vielleicht waren auch nur die Windverhältnisse unterschiedlich. Bei solchen Brennweiten potenziert sich bekanntermaßen jedes noch so kleine Wackeln der Kamera.
      Greetings,
      ro_max

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    • ro_max schrieb:

      Bei solchen Brennweiten potenziert sich bekanntermaßen jedes noch so kleine Wackeln der Kamera.
      Ich denke auch, dass das Video einfach "verwackelt" ist.

      ich habe Aufnahmen mit (KB) 600mm von einem stabilen Stativ aus gemacht, die ich dann noch nachträglich stabilisiert habe. Allerdings scheinen mir deine Aufnahmern auch nicht sehr scharf zu sein, so dass in diesem Fall eine nachträgliche Stabilisierung kaum möglich ist. Aber deine KB-Brennweite ist auch wirklich extrem!

      Gruß Jürgen
    • Danke euch Dreien. Ja, Ian, in deinem Video ist das echt ähnlich.
      Nein, Max. Die XL-H1 stabilisiert das Bild nur mit der Standard-Optik. Ich habe aus dem Auto gefilmt und die Luft angehalten. Das Wackeln kommt vom Wind :(
      Ja, Jürgen, hinzu kommt der große Crop-Faktor von 7,2 :(
    • HelmutS schrieb:

      Nein, Max. Die XL-H1 stabilisiert das Bild nur mit der Standard-Optik.
      Habe ich mir schon fast gedacht, denn sonst müsste die Canon ein Stabilisierungssystem im Body selbst haben und so etwas gab es meines Wissens damals nicht im HDV-Bereich.

      Übrigens heiße ich nicht Max. "ro_max" ist eine Art Wortschöpfung, die ich mir mal vor etlichen Jahren ausgedacht habe und seit 2004 oder so auch im Netz (neben anderen) als Nick verwende. Aber das konntest Du ja nicht wissen. ;)
      Greetings,
      ro_max

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    • Ohne das Beispiel jetzt gesehen zu haben, tippe ich aufgrund der gigantische Brennweite auf das bei Teleskop Besitzern sehr wohl bekannte Problem:

      Zum einen durch die Luft selber - verschiedene Luftschichten mit unterschiedlicher Temperatur - das gibt es auch im Winter !
      Zum zweiten wirkt sich bei extremen Brennweiten auch schon der Temperaturunterschied zwischen der Optik und der Umgebung, bzw. die warme Luft in der Optik und die Kälte der Umgebung - negativ aus. ( der Effekt sollte aber eher klein sein - aber es gibt ihn )

      Die Chance zusätzlich zu verwackeln ist bei solchen Brennweiten immer gegeben - man müsste die Finger weg von der Kamera haben.
      ( Nicht umsonst haben die Teleskop Besitzer Stative die durchaus auch mal den Preis des eigentlichen Teleskopes übersteigen - sau schwer und extrem standfest ! )

      mfg
      Roland
    • Danke auch dir für die Einschätzung, Roland. Als Stativ nutze ich ein über 30 Jahre altes Sachtler SuperHydro 35, das mit Holzbeinen 13 kg „leicht“ ist :)

    • So ein Stativ muss auch sein, denn die Kamera- und Objektivkombo ist ja nun nicht gerade ein ausgesprochenes Leichtgewicht...

      Ist das eine Fernbedienung am Stativgriff?
      Greetings,
      ro_max

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    • Bei dem schweren Aufbau, der Aufbauhöhe und der Brennweite, sehe bzw vermute ich nach dem Test-Filmchen auch eine Wackel-Problematik - trotz Sachtler.

      Das wäre ja relativ einfach austestbar.
      Halt mal zum Test mit Stativ und mal z.B. ohne Stativ von etwas ultra stabilem - z.B. einer Mauer etc.

      mfg
      Roland
    • Irgendwann gibt es physikalische Grenzen - durch die angesprochenen Luftwirbel, aber auch durch Vibrationen. Gegen Vibrationen hilft (in Grenzen) ein gutes Stativ - je schwerer desto besser - das aber auch wirklich verwindungsfest und stabil sein muss. Es soll Profis geben welche auch zwei Stative verwenden, eben weil die dann noch massiver stehen. Eines stützt das Objektiv, das andere die Kamera.

      400mm mit einem Crop von ca. 7 bedeutet ja im Endeffekt 2800mm Brennweite - das ist eine Menge ;)

      Da reichen wenige hunderstel Millimeter Bewegung an der Kamera um quasi ein halbes "Erdbeben" zu erzeugen. Daher muss alles fest und stabil sein, ohne Spiel zu haben - von jedem einzelnen Stativbein über die Kameramontageplatte bis hin zur Objektivfassung. Wenn da beislielsweise in der Kamera die Bodenplatte mit dem Stativgewinde drin gegenüber der Kamera quasi unmerklich Spiel hat können Erschütterungen an der Kamera durch einen Lufthauch oder durch Schritte am Boden bereits einiges bewirken.

      Und ehrlich gesagt traue ich einer XL-H1 da nicht so über den Weg - das Ding ist im Endeffekt auch "nur" ein Plastikbomber und nicht für sowas ausgelegt. So wie ich das sehe ist ja der Mont-Adapter nochmal auf er Basisschiene abgestützt - ich würde ggf. versuchen das Objeltiv auch noch mal abzustützen und alles spielfrei zu bringen. Könnte vielleicht was helfen....

      Solche Brennweiten sind nicht mehr ganz so einfach zu handeln ;)
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • Bei meinem kleinen Teleskop - mit deutlich weniger Brennweite - zeigt sich ganz deutlich im Sucher, das mein Balkon mit jedem noch so behutsamem Schritt ein klein wenig Schwingung auf das Teleskop überträgt.

      Ach ja, der Balkon ist in Stahlbeton ausgeführt !

      mfg
      Roland
    • Danke nochmal für eure zahl- und auch hilfreichen Antworten.
      Ja, am Schwenkarm ist eine Fernbedienung. Das Stativ kann ich zwar wackelfrei im Auto befestigen aber selbst Atembewegungen, und wie auch „Duisburger“ schon sagt, verstärken Stoßdämpfer und Federn schon leichte Bewegungen.
      Ich stütze sowohl Kamera als auch Objektiv einzeln auf der Kameraschiene ab (sieht man auf dem Foto wegen des Blades leider nicht.
      Ich habe auch in alle möglichen Richtungen in Bezug auf unterschiedliche Lufttemperaturen gedacht. Die letzte Idee war, daß vom heißen Auspuff die Luft am Autoäußeren emporsteigt,vor dem Objektiv "vorbeihuscht" und dadurch das hauptsächliche Wabbern produziert wird.
      Nochmals herzlichen Dank für eure Tipps und Meinungen.
      Schöne Grüße
      Helmut