"Kinolook" mit HitFilm Cinema Style Pack

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    • "Kinolook" mit HitFilm Cinema Style Pack

      Im letzten Jahr habe ich ein Upgrade auf Magix Video Deluxe Premium gemacht.Als Zugabe gab es das HitFilm Cinema Style Pack mit 10 Effekten.
      Gestern habe ich das Zusatzprogramm freigeschaltet und mit dem Cine Like Effekt einen 60 Sekunden Clip produziert.

      youtu.be/gVDZjsRWuCI

      Meine Frage an Euch wäre,was man sich genau unter einen Filmlook vorstellen muß.Es gab etliche Einstellungsmöglichkeiten,die ich aber nicht genutzt habe.
      Eine andere Frage wäre,ob man unbedingt mit 24p aufnehmen muß oder ob die Framerate keine Rolle spielt.

      Viele Grüße
      Dieter
    • k-m-w schrieb:

      "Den Filmlook" gibt es nicht.
      Es ist der Versuch digitalen Film, mit allen Möglichkeiten der digitalen Möglichkeiten, wie einen analogen Film aussehen zu lassen.

      Schritt 1 ist die 180 Grad Regel....
      Danke für den Hinweis! Da ich in 4K UHD mit 30fps gefilmt habe und einer Belichtungszeit von 1/60sek,sollte das passen.
      Viele Grüße
      Dieter
    • burnaby schrieb:

      Eine andere Frage wäre,ob man unbedingt mit 24p aufnehmen muß oder ob die Framerate keine Rolle spielt.
      Ich denke, vielleicht sogar unbewusst wird eine Framerate von 24 FPS als "Kino" aufgefasst. Als Peter Jackson versucht hat, mit seiner Hobbit-Trilogie 48 FPS als high frame rate zu etablieren, ist das bei Kritikern und Publikum anscheinend auf eher wenig Gegenliebe gestoßen. In mindestens einer Review der Filme hat sich der Kritiker beklagt, 48 FPS sehen nicht wie Film aus, sondern wie ein Video(spiel). Ihm hat die 24p Fassung besser gefallen. Ich habe weder die eine noch die andere Version im Kino gesehen und die BDs sind 24p. Mir fehlt also der persönliche Vergleich. Nur sind meines Wissens seitdem keine anderen Filme mehr mit mehr als 24p ins Kino gekommen.

      Selbst benutze ich auch 24p (oder genauer gesagt 23,976p), aber das hat andere Gründe, als einen "Kinolook" anzustreben. ;)

      k-m-w schrieb:

      Es ist der Versuch digitalen Film, mit allen Möglichkeiten der digitalen Möglichkeiten, wie einen analogen Film aussehen zu lassen.
      Da allerdings heute auch eine ganze Reihe von Kinofilmen digital gedreht werden, würde ich eher dazu tendieren, es als "Kinolook" und weniger als "Filmlook" zu bezeichnen. Ein "Filmlook" im engeren Sinne wäre für mich, der Versuch, wie Michael bereits schrieb, ein digitales Video so aussehen zu lassen, als wäre es z.B. auf einer bestimmten Sorte/Marke von chemischem Film gedreht worden. Dazu wird dann ein entsprechendes Grading gemacht und teilweise sogar künstlich Artefakte wie Filmgrain, Schmutz, Risse, Abnutzungserscheinungen, etc. hinzugefügt. Ich würde zwar für manche Sachen einen gewissen "Kinolook" anstreben, aber keinen "Filmlook" im obigen Sinne. Aber das ist wohl Geschmackssache. ;)
      Greetings,
      ro_max

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    • ro_max schrieb:

      ....ist das bei Kritikern und Publikum anscheinend auf eher wenig Gegenliebe gestoßen. In mindestens einer Review der Filme hat sich der Kritiker beklagt, 48 FPS sehen nicht wie Film aus, sondern wie ein Video(spiel). Ihm hat die 24p Fassung besser gefallen. ...
      Naja, 99,876534% des Publikums hat nichts davon gemerkt. Nun ja vielleicht war es eigentlich schön es etwas schärfer zu sehen ;)
      Aber es war eben neu und Hardcore-Filmfans fanden es störend. Aber die haben schon bei der Einführung des Farb- und des Tonfilms protestiert und das Ende jeder Kultur vorhergesagt. ;)
      LG
      Michael
    • k-m-w schrieb:

      Aber die haben schon bei der Einführung des Farb- und des Tonfilms protestiert und das Ende jeder Kultur vorhergesagt. ;)
      :Applaus: :Applaus: :Applaus:
      Ein Film beginnt mit einer Geschichte. Der Look soll die Geschichte unterstützen. Die Szene auf YouTube mit der Eisenbahn und dem Cine Like Effekt finde ich in diesem Fall zu dunkel und mit zuviel Kontrast. Woanders mag der Effekt passen.
      vg Ian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ian ()

    • k-m-w schrieb:

      Naja, 99,876534% des Publikums hat nichts davon gemerkt.
      Wie gesagt, wie viele es gemerkt haben oder nicht, weiß ich nicht. Ich habe es auch selbst nicht gesehen, da ich nie ins Kino gehe. Aber es hat meines Wissens seither keinen weiteren Versuch gegeben, HFR mit 48 FPS im Kino zu etablieren und meine Vermutung wäre, falls es überwiegend positiv aufgenommen worden wäre, dann hätte es mehr Produktionen in HFR gegeben (es soll derzeit wohl wieder eine geben, die eine noch höhere Framerate benutzt, aber da ist dann sicher auch wieder die Frage, wie viele Kinos die dann auch wiedergeben können).

      Wie dem auch sei, es geht hier um einen Film- oder Kinolook und der hat sich nun einmal bis dato mit 24 FPS etabliert. Ob sich höhere Framerates, ebenso wie der Ton- und Farbfilm, mittel- oder langfristig im Kino durchsetzen werden, bleibt halt abzuwarten.
      Greetings,
      ro_max

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    • Ian schrieb:

      Die Szene auf YouTube mit der Eisenbahn und dem Cine Like Effekt finde ich in diesem Fall zu dunkel und mit zuviel Kontrast.
      Würde ich auch so sehen. Die Schatten sind etwas arg dunkel.

      Und ohne Kontext ist so eine "Szene" hinsichtlich einer von der Geschichte bestimmten Farbstimmung schwierig zu beurteilen.
      Greetings,
      ro_max

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    • Oftmals wird "Filmlook" durch geringe Schärfentiefe und ein "filmisches" Grading mit dunklen Ecken und entsättigten Farben usw. definiert....

      Im Endeffekt ist aber vieles was als "Filmlook" verkauft wird eher die "Dampfhammermethode" - gerade wenn man vorgefertigte Presets hernimmt. Das Grading und auch die Schärfentiefe oder DOF muss die Aussage des Bildes unterstützen, muss einfach dazu passen und die passende bzw. gewünschte "Stimmung" transportieren. Und je nach dem was ich mit den Bildern aussagen will können die auch messerscharf bis zum Rand sein, die Farben gut gesättigt bzw. die Bilder farblich sehr warm oder auch kalt gefärbt sein.

      Den einen und einzig wahren Filmlook gibt es nämlich nicht..... ;)

      In dem Beispiel mit der Dampflok ist tatsächlich der Kontrast extrem - das ist fast schon eine auf "Dämmerung" getrimmte Farbabstimmung. Das kann passen, muss aber nicht passen - und es gilt zu unterscheiden ob der Zug eine bestimmte Stimmung "transportieren" soll oder ob es darum geht den Zug zu zeigen. Wenn ich ausdrücken will das z.B. die Reise sehr lange gedauert hat und es später wurde - dann kann so eine nächtliche Stimmung im Licht der untergehenden Sonne passen. Wenn aber nach dieser Einstellung z.b. noch weitere Bilder kommen die erkenntlich am Tag handeln ist das Grading zu dunkel geraten.

      Man muss das immer im Bezug zueinander sehen....
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    • Ja allerdings gibts Parameter die den Kinolook ausmachen.

      Und da gehören schon noch größere Sensoren, das Spiel mit der geringe Tiefenschärfe, und auch die Typische Körnung von Film dazu. Dazu gehört 24p - weil das als in der Vergangenheit wahrgenommen wird. Und einiges mehr.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • k-m-w schrieb:

      Schritt 2: noch besser 24 Bs und Letterbox 2:35

      nofilmschool.com/boards/questions/169-vs-235

      ;)
      Danke! Mit Magix wird ein Seitenverhältnis von 2.35:1 sicher nicht möglich,aber in meiner Lite-Version von Resolve12.5 wird unter Output Blanking ein Seitenverhältnis von 2.35 angeboten.
      Mit Adobe Premiere ist das sicher auch kein Problem,aber das habe ich leider nicht.Mir gefällt es eigentlich recht gut,so wie es ist.Auf jeden Fall wird eines meiner nächsten Videos in 4K 24p
      Cinema-Mode gedreht,bin gespannt aus das Resultat.
    • Ian schrieb:

      Ein Film beginnt mit einer Geschichte. Der Look soll die Geschichte unterstützen. Die Szene auf YouTube mit der Eisenbahn und dem Cine Like Effekt finde ich in diesem Fall zu dunkel und mit zuviel Kontrast. Woanders mag der Effekt passen.
      Die Szene habe ich am späten Nachmittag aufgenommen und ich empfand die Stimmung,die das Licht erzeugte,sehr schön.Es wäre ein leichtes gewesen,den Kontrast etwas zurückzunehmen,aber ich mag es so.
    • MacMedia schrieb:

      In dem Beispiel mit der Dampflok ist tatsächlich der Kontrast extrem - das ist fast schon eine auf "Dämmerung" getrimmte Farbabstimmung. Das kann passen, muss aber nicht passen - und es gilt zu unterscheiden ob der Zug eine bestimmte Stimmung "transportieren" soll oder ob es darum geht den Zug zu zeigen. Wenn ich ausdrücken will das z.B. die Reise sehr lange gedauert hat und es später wurde - dann kann so eine nächtliche Stimmung im Licht der untergehenden Sonne passen. Wenn aber nach dieser Einstellung z.b. noch weitere Bilder kommen die erkenntlich am Tag handeln ist das Grading zu dunkel geraten.
      Danke MacMedia,Du hast es auf den Punkt gebracht. Die wie Du schreibst auf"Dämmerung getrimmte Farbabstimmung" kommtt der Realität ziemlich nah,denn es war kurz vor Einbruch der Dunkelheit.
      Genau diese Stimmung wollte ich zeigen auch auf die Gefahr hin,dass das Ganze etwas zu dunkel gerät.
    • wolfgang schrieb:

      Ja allerdings gibts Parameter die den Kinolook ausmachen.

      Und da gehören schon noch größere Sensoren, das Spiel mit der geringe Tiefenschärfe, und auch die Typische Körnung von Film dazu. Dazu gehört 24p - weil das als in der Vergangenheit wahrgenommen wird. Und einiges mehr.
      Als ich die Szenen aufgenommen habe,war noch nicht abzusehen,das daraus einmal ein Kinolook entstehen würde.Für das Spiel mit der Schärfentiefe wäre mein Leica Nocticron sicher ideal,beim nächsten Video im "Kinolook"
      werde ich es sicher einsetzen
    • k-m-w schrieb:

      Naja, 99,876534% des Publikums hat nichts davon gemerkt. Nun ja vielleicht war es eigentlich schön es etwas schärfer zu sehen
      Aber es war eben neu und Hardcore-Filmfans fanden es störend.
      Ein paar mehr dürften es schon gewesen sein, die es gut fanden oder sich aufregten - je nach Gusto. Die Mehrheit merkt tatsächlich nichts, aber die stören sich ja noch nicht mal dran, wenn es bei YT-Videos dauernd wackelt oder gar hochkant gefilmt wird. Ich filme ja selbst mit UHD 24p, würde aber sofort auf 48p (besser natürlich 50p) umsteigen. Ja, es stimmt, etliche Kinofans bevorzugen das Kinogeruckel (ich übertreibe etwas). Ich dagegen würde den Soaplook - wie er gern verteufelt wird - sofort willkommen heißen.

      In dem Heimkinoforum, in dem ich seit über 10 Jahren aktiv bin, hatten wir diese Diskussion natürlich. Wer Lust hat, kann sich da mal informieren über die Meinungen.

      Ist 24p noch zeitgemäß?
      Viele Grüße, Reinhold
      https://www.youtube.com/channel/UC9_Mp7nbdIxnbx_JpXfQjsQ
    • Ich bin der Meinung: für jeden Gusto gibt es Liebhaber und ein paar Hater.
      Also mache ich die Filme entweder nach meinem Geschmack (am liebsten, da kann ich auch mal spielen) oder eben nach Kundengeschmack.

      Für die große Leinwand fimen wir eh nur selten, und auch die DPs sprechen sich im Stil mit dem Regisseur und dem Coloristen ab.
      Die Freiheit, nur nach eigenem Geschmack filmen zu können haben nur die Amateure :yes:
      LG
      Michael
    • sunday schrieb:

      n dem Heimkinoforum, in dem ich seit über 10 Jahren aktiv bin, hatten wir diese Diskussion natürlich. Wer Lust hat, kann sich da mal informieren über die Meinungen.

      Ist 24p noch zeitgemäß?
      Danke für den Link zum Heimkinoforum :thumbup: Es ist interessant zu lesen,wie sehr die Meinungen auseinanergehen,was 24p betrifft.Ich mag eher flüssige Aufnahmen und werde in Zukunft
      weiterhin mit 30p/60p filmen,es ist einfach zeitgemäßer wie ich finde.Der sogenannte Filmlook ist auch damit möglich,auf Grain und Ruckler kann ich verzichten.

      Viele Grüße
      Dieter
    • k-m-w schrieb:

      Für die große Leinwand fimen wir eh nur selten, und auch die DPs sprechen sich im Stil mit dem Regisseur und dem Coloristen ab.
      ich finde es eine Spielerei, wenn man im Kinoformat dreht bei Video! Das 2.35 : 1 Format gehört auf die große Leinwand und sieht auf einem Flach-TV einfach nur komisch aus! Oben und unten einen schwarzen Balken! Was soll das? Das macht ein Video nicht besser, im Gegenteil!

      meine 2 cents!
    • In der Diskussion wird leider immer übersehen, dass die Zuseher 24p (meist unbewußt) eben als in der Vergangenheit liegend erleben, 50i oder 50p aber als in der Gegenwart. Das macht für Geschichten wie den Hobbit eine enormen Unterschied und ist schon ein Stilmittel.

      Ist daher eher die Frage ob sowas für den jeweiligen Film wichtig ist oder nicht.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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