Grading, CINE-D und sonstiges

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • PeterC schrieb:

      Mein Anwenderumfeld ist eben das, wofür die FS7 gebaut wird.

      .....aber Design und Anschlüsse der FS7 sind ausgelegt für Praktiker.Anwender, die damit tagtäglich arbeiten, bei denen es zuverlässig sein muss und sich im praktischen Alltag bewähren.

      ......

      Dazu gehört auch, dass man sich nicht daüber wundern braucht, dass HDMI nicht ausreichend für die Vorschau ist.
      Denn wenn man das erste Mal einen Dreh vorbereitet, bemerkt man sehr schnell am eigenen Leib, das die 10m der HDMI-Spezifikation viel, viel, viel zu kurz für die Strecke zwischen Kamera und Regisseur sind.

      Ebenso weiß man die Wichtigkeit von Timecode ein/aus und Genlock.
      Dass dies im szenischen Einsatz bereits bei der Tonsynch zum Einsatz kommt, lernt man ebenfalls bereits beim ersten richtigen Dreh ... selbst als Assi, Toni oder Scriptgirl/-boy. Kamera, Ton, elektronische Klappe reicht dazu schon - und der Cutter in der Post ist happy. :)

      Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung das oben genannte nur bestätigen. Bei richtig "professionellem" Arbeiten gelten ganz andere Anforderungen - noch mehr je mehr man die szenischen Bereiche verlässt und in den Rportageeinsatz geht. Oder gar in die aktuelle Berichterstattung.

      Um auf HDMI zurückzukommen - es gibt genügend Profi-Kameras welche gar kein HDMI haben, eben weil es zu unzuverlässig und auch sonst ziemlich ungeeignet ist. Fängt mit den nicht verriegelbaren und furchtbar mechanisch empfindlichen Steckern an und geht weiter mit der Längenbeschränkung. Das es trotzdem in Kameras wie der FS5 oer FS7 oder auch anderen Broadcast-Handhelds Einzug gehalten hat - das hat eigentlich nur einen Grund: das man auch mal "provisorisch" wenn man z.B. auf einem Dreh abends im Hotelzimmer sitzt man den Hotel-TV zur schnellen Vorschau nutzen kann - und nicht nur den kleinen10" oder vielleicht 19"-Monitor den man dabei hat....

      Dazu kommt das viele "DSLR-User" inzwischen zu Kameras wie eben der FS7 umgeschwenkt sind - und das diese eben HDMI als einzige Schnittstelle "kennen" und dann logischerweise auch versuchen daran auch z.b. an einer FS7 einen externen Recorder zu hängen. Eben weil es Recorder dafür am Markt gibt. Die sind vielleicht nicht unbedingt voll professionell tauglich, aber es funktioniert eben. Und wenn jemand damit auskommt - warum nicht...? Er darf sich nur nicht beschweren wenn er später Probleme bekommt ;)

      Das mit dem Timecode ist genau die gleiche Sache - gutes Tonequipment kann man direkt mit dem TC Out der Kamera syncen - oder man kann sich bei Mehrkameradrehs das leben kräftigst vereinfachen wenn auf allen geräten der genau gleiche Timecode vorhanden ist - klar, auch da gibt es "Workarounds" auch im professionellen Umfeld (...die meist auch aus der DSLR-Ecke stammen....) wie Tools zum nachträglichen Syncen via Ton usw. Und auch da gilt - es mag funktionieren, muss es aber nicht.... ;)

      Und wer darauf angewiesen ist das sein Arbeitsergebnis absolut perfekt ausfällt - der wird das eben anders sehen wie derjenige welcher ggf. einfach sagen kann "Szene 0815 die zweite..." und einfach die Klappe nochmals fallen muss (weil die erste "versemmelt" wurde wegen einem technischen Fehler....

      Oder anders ausgedrückt - ich habe einmal in meiner Zeit als Kamerassi und Tonmensch den Ton einer Pressekonferenz mit einigen hochrangigen Politikern versaut - das ganze kam dann am Abend nochmal in den Tagesthemen (vorher in der Tagesschau...) und ich bin beim Gucken fast im Boden versunken - weil der Ton nicht perfekt war weil ich beim Arbeiten geschlampt habe. Sowas macht man nicht oft....

      Daher setzt sich bei einigen Leuten eben ein anderes Verhältnis zur Technik durch - fängt an bei der "Tauglichkeit" von kameras hinsichtlich Robustheit und geht weiter bis hin zu narrensicherer Bedienung. Was glaubst Du wie oft ich später dann im laufschritt schnell "irgendwie" einen Weißabgleich gemacht habe weil wir quasi "blitzartig" einen Stabndortwechsel gemacht haben - das ist oft nicht mehtr schön gewesen. da muss jeder Griff sitzen, zeit zum lange die Bits auseinanderklauben und für großmächtige Anpassarbeiten gibt es da nicht.... ;)
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • MacMedia schrieb:

      Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung das oben genannte nur bestätigen. Bei richtig "professionellem" Arbeiten gelten ganz andere Anforderungen - noch mehr je mehr man die szenischen Bereiche verlässt und in den Rportageeinsatz geht. Oder gar in die aktuelle Berichterstattung.
      Das ist alles keine Entschuldigung für persönliche Beleidigungen wie "praxisfremdes Theoriegesammle". Diese Art der persönlichen Untergriffe und Beleidigungen akzeptieren wir hier grundsätzlich nicht. Daher wurde eine ernst gemeine Verwarnung ausgesprochen - denn aus diesen Regeln hat sich keiner Auszunehmen. Wir wollen hier einen wertschätzenden Umgang miteinander.

      Oder wie man mir als Betreiber dieses Forums unterstellen könne dass ich den Praxisaustausch unterbinden würde verstehe ich nicht. Hier sind ja genug Leute aktiv dabei, hier erfolgt ständig ein Austausch und ein Praxisaustausch wird sicher nicht unterbunden. Warum sollte das auch sein? Erkläre mir das mal einer.

      Also da wären eigentlich Entschuldigungen angebracht, denn das war schon weit unter der Gürtellinie.



      Und zur Sache selbst: mir ist schon völlig bewusst das HDMI nicht die Professionalität von SDI erfüllt. DAS ist ja nichts Neues. Nur bleibt dann in dieser FS7 bezogenen Diskussion tatsächlich die Frage, warum eben Sony den professionellen SDI Anschluss der FS7 eben nicht auch UHD/4K tauglich gemacht hat. Denn selbst wenn sich viele Profis eine FS7 kaufen um damit in Wirklichkeit nur HD aufzuzeichnen - mögen sie das tun - will ich damit auch UHD/4K DCI aufzeichnen können. Und ich will durchaus die Wahlmöglichkeit haben, entweder intern oder extern aufzuzeichnen.

      Und es ist lächerlich dass ich über SDI nicht bescheid wüsste - denn warum habe ich den Shogun 1 seit geraumer Zeit, der SDI-Eingänge besitzt? Würde die FS7 über SDI auch UHD ausgeben können, dann würde ich damit durchaus lustvoll arbeiten. Kann sie aber nicht. Ist auch nicht mein Fehler sondern ein Faktum.

      @ Bruno, du kannst in Edius 8 durchaus auch LUTs verwenden - aber der Primary Color Corrector bringt dir bereits alle Standardumrechnungen für die gängigsten x-logs mit. Egal, ob das für die FS7 slog2 und slog3 oder für die GH4/5 v-log l ist. In den Kameras wirst du eben zu x-log aufnehmen müssen, das ist so einfach wie man eben ein Profil einstellt - und das ist es dann auch schon. Komplexer sind dann die Belichtungsregeln - aber das hat nicht unmittelbar was mit der Kamera zu tun.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • wolfgang schrieb:

      @ Bruno, du kannst in Edius 8 durchaus auch LUTs verwenden - aber der Primary Color Corrector bringt dir bereits alle Standardumrechnungen für die gängigsten x-logs mit. Egal, ob das für die FS7 slog2 und slog3 oder für die GH4/5 v-log l ist. In den Kameras wirst du eben zu x-log aufnehmen müssen, das ist so einfach wie man eben ein Profil einstellt - und das ist es dann auch schon. Komplexer sind dann die Belichtungsregeln - aber das hat nicht unmittelbar was mit der Kamera zu tun.
      Danke Wolfgang,
      ich besitze einige LUT für EDIUS, z.B. : GC_Titan_Cinelike_D_to_Rec709.cube (Full/Full)
      Ich nehme auf im Cine-D Picture Style, modifiziert wie folgt: Kontrast -1, Schärfe 0, Rauschen+1, Sättigung +1

      Sind die Clips so aufgenommen worden, dann kann man auf alle Clips die obige LUT auf die EDIUS-Timeline legen.
      Selbstverständlich ist dann noch möglicherweise ein Feintuning mit der "Primären Farbkorrektur" hier und da durchzuführen,
      schließlich sind auch Gegenlichtaufnahmen etc. dabei. Ich kontrolliere immer die Wirkung mit dem Vektorskop.

      Wie Du siehst, ist mein Workflow recht einfach... :Zwinkern:
      Mich würde halt interessieren, wir das andere Hobby-Coloristen hier machen ? 8)
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 8.x - DaVinci Res.14 +++
    • wolfgang schrieb:

      Nur bleibt dann in dieser FS7 bezogenen Diskussion tatsächlich die Frage, warum eben Sony den professionellen SDI Anschluss der FS7 eben nicht auch UHD/4K tauglich gemacht hat. Denn selbst wenn sich viele Profis eine FS7 kaufen um damit in Wirklichkeit nur HD aufzuzeichnen - mögen sie das tun - will ich damit auch UHD/4K DCI aufzeichnen können. Und ich will durchaus die Wahlmöglichkeit haben, entweder intern oder extern aufzuzeichnen.
      Die Antwort ist ganz einfach - und nennt sich Produktpolitik ;)

      Man will sich vermutlich bewusst von den höherwertigen Cine-Kameras abgrenzen. Darum nur die interne Aufzeichnungsmöglichkeit - und externes UHD/4K DCI gibt es mit dem entsprechenden Adapter welcher ebenfalls nochmal extra kostet.

      Auch wenn es viele eben nicht wahr haben wollen - die Aufzeichnungsmöglichkeit von 4K ist bisher bei vielen professionellen Anwendungen nicht das Kernthema, sondern eher ein nettes "Add-On" und wer mehr will - siehe oben - der kauft entweder einen extra Adapter dazu oder gleich eine höherwertige Kamera....

      Die FS7 wurde von Sony wohl bewusst in den eher "Low-Cost-Bereich" bei professionellen Camcordern platziert - auch wenn das Ding für viele Amateure eher kein Low-Cost darstellt, sondern eher Highend. Für Sony ist das Ding eher im "Billig-Bereich" zu Hause - man denke nur daran welche Preise normal für klassische Broadcast-Camcorder aufgerufen werden. Da sind die gut 10.000€ für eine FS7 wirklich Low-Cost wenn so eine professionelle HD-Kamera a la PDW mit um die 20.000 bis 25.000€ (ohne Optik!) zu Buche schlägt - und eine F5 o.ä. Cine-Kamera mit noch viel mehr €uros.

      Die "Wunschkamera" im Niedrigpreissegment gibt es eben nicht - und wird es meiner Meinung nach nicht so schnell geben. Auch wenn sich viele da das eine oder andere wünschen würden - das würde die komplette Produktpolitik von diversen Herstellern über den Haufen werfen. Drum kastrieren diese ihre Geräte ein kleinwenig ;)
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • Ja warum soll den der Workflow nicht einfach sein? GV hat in Edius den Primary Color corrector vorgesehen, um darüber auch LUTs auf das Material legen zu können. Eine native Umrechnung von Cinelike D ist halt nicht vorgesehen - aber es geht auch ohne dass dies vorgesehen wäre.

      Der LUT ist halt immer eine gewisse Interpolation wie hier gesagt worden ist - was mich persönlich wenig stört da man das Materials ohnedies immer manuell anpassen muss. In Vegas macht man das übrigens mit LUT-Plugins.

      Die Kontrolle mit Vektorskope halt ich da schon für wichtiger, die sollte immer erfolgen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • MacMedia schrieb:

      Die Antwort ist ganz einfach - und nennt sich Produktpolitik

      Man will sich vermutlich bewusst von den höherwertigen Cine-Kameras abgrenzen. Darum nur die interne Aufzeichnungsmöglichkeit - und externes UHD/4K DCI gibt es mit dem entsprechenden Adapter welcher ebenfalls nochmal extra kostet.
      Ja sicher - nur kommt hier auch Sony unter einen gewissen Druck. Erst war ziemlich lange in der internationalen Community gar nicht bekannt dass die Ausgabe über HDMI mit 10bit 422 nur bis UHD 30p geht - da haben selbst Insider wie Mitch von CV geschaut wie er das von mir gehört haben, und wollten es am Anfang nicht glauben.

      Eine Weile gabs die Ausrede das 10bit über HDMI für UHD 50p nicht spezifiziert sei - und jetzt kommt erbärmlicherweise die GH5 mit 1/5 des Preises und kann das dann sehr wohl. Auch wenn der Sensor natürlich weniger kann, aber das stört viele wenig.

      Und da über SDI das gar nicht geht, ist mir HDMI sehr wohl ein lieber Ausgang. Ich habe ja auch den XDCA - und damit geht dann die Ausgabe zu Raw und den externen Rekordern sehr wohl. Ist aber mit dem 12bit linear log auch ein Kompromiss.

      MacMedia schrieb:

      Die FS7 wurde von Sony wohl bewusst in den eher "Low-Cost-Bereich" bei professionellen Camcordern platziert
      Dass die FS7 für den Profi billig ist, ist auch klar - und wer mehr braucht greift halt zu F5 oder ähnliches. Oder nimmt halt die Blackmagic Mini Ursa.

      Nur kommt man auch ohne dem ganzen Zusatzzauber schon recht weit.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

      Grüne Kommentare sind aus der Admin-Funktion geschrieben
      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Ich halte es für müßig, die Hersteller von Spitzenkameras wegen des einen oder anderen Features zu beschimpfen. Die Entwicklung dieser Kameras, sei es Sony, Panasonic, Blackmagic oder andere ist in den letzten Jahren so schnell vorangeschritten, dass alle Anwender, seien es Profis oder Amateure, grosse Probleme haben, mit der Nutzung der neuen Möglichkeiten Schritt zu halten.
      Kaum einer kennt die vielen Zwänge bei der Entwicklung neuer Modelle, die massenweisen Tradeoffs, wo entweder das eine oder das andere Gewünschte Platz hat und das alles, ohne die Aktivitäten und Richtungen der Wettbewerber im Voraus zu kennen. Seinen wir froh, dass es so einen Wettbewerb mit naturgemäß unterschiedlichen Lösungen gibt - es ist zu unserem Nutzen.
      Bleiben wir bei der sachlichen Abwägung, ob nun die eine oder andere Lösung für uns persönlich die bessere ist, aber verzichten wir auf Schmähungen des in unseren Augen nur 2. Siegers oder desjenigen, der eine andee Lösung bevorzugt.
      Dirk
    • PeterC schrieb:

      1. Korrektur auf ein sauberes Neutralbild
      Hallo Peter,

      Ich nehme auf mit verschiedenen Bildprofilen auf z.B.:

      a) "Portrait": kontrast -5, Schärfe -5, Rauschminderung -5, Sättigung -5 --->Gammakurve: Lichter -4, Schatten +3
      b) "Natürlich": sonst wie oben...
      c) "Cine-like D: sonst wie oben...

      Mit Vergleichsaufnahmen bei Sonnenlichtausleuchtung und bei bedeckten Himmel stellte ich fest:

      - die Aufnahmen fallen bei Sonnenlichtausleuchtung intensiver aus als bei bedeckten Himmel, logisch...
      - Besonders "Natürlich" gefällt mir sehr gut(schön entsättigt und "flach", egal ob Sonne oder bedeckter Himmel. Die beiden anderen Bildprofile fallen intensiver aus

      Gestern habe ich mit viel Sonnenlicht am Nachmittag in der Altstadt viele Szenen aufgenommen, auch im Dom zu Würzburg(dort war genügen Licht für die FZ300).

      LUT Anwendung auf die gefilmten Impressionen:

      Ich verwende 3D Luts die kostenlos im Netz verfügbar sind, jeweils Rec709.

      Für die Außenaufnahmen hat die von mir favorisierte LUT auf Anhieb gut gepaßt,
      ein Color-Feintuning der Aßenclips war nur im geringen Umfang erforderlich.
      Diese LUT hat für die Innenaufnahmen überhaupt nicht gepaßt, hier mußte ich
      eine andere LUT wählen damit mir das Videobild dann auch gefallen hat. Auch
      mußten das Color-Finetuning mit der primären Frabkorrektur nur noch geringfügig
      angepaßt werden.

      Erkenntnisgewinn:

      1. Das Neutrabild ist jeweils genügend entsättigt gewesen was nach dem Auflegen der LUT
      dann auch sofort einen "Acha-Effekt" mir entlockte.
      2. Das Neutralvideo darf nicht zu intensiv gesättigt sein, sonst fällt das Feintuning zu umfangreich
      aus bzw. die LUT wird ganz und gar unbrauchbar für das Vorhaben.

      Wie hälst Du es mit der Nachschärfung, habe ja die Schärfe in der Aufnahme ganz rausgenommen.
      Zu welchen Zeitpunkt schärfst Du im NLE nach und welchen Nachschärfungsmaßstab legst Du da an?
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 8.x - DaVinci Res.14 +++