Grading, CINE-D und sonstiges

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    • Na das ist ja der Punkt - mit diesen Profilen bleibt man natürlich in rec709, und unterliegt damit den Grenzen in dem Dynamikumfang von rec709. Was ja nicht schlecht sein muss. Aber es sind Grenzen.

      Und wenn man händisch die Sache verbiegt bist undefiniert, was nicht immer gut oder schlecht sein muss. Kontrollierst das auf einem halbwegs justiertem Monitor mag das ok sein. Aber wehe wenn nicht. Und automatische LUTs hast dann nicht, da wird alles zur Handarbeit. Was auch ok sein kann aber eben Arbeit ist.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • ro_max schrieb:

      PeterC schrieb:

      Besteht Interesse, dass ich mal den Ablauf eines erfolgreichen Gradings zusammenstelle ?
      Incl. der Punkte wann und wofür man LUTs verwendet?
      Mich würde das schon interessieren, allerdings würde ich vorschlagen, für solche eher "grundsätzliche" Sachen einen eigenen Thread zu eröffnen. Sonst geht so etwas in Threads mit anderen Themen, wie hier der GH5, schnell unter.

      Super,
      da offensichtlich Interesse da ist, werde ich das gerne machen.
      Es kann allerdings ein paar Tage dauern.
      Also bitte nicht ungeduldig werden, wenn es bis zum Ende des Wochenendes noch nicht ferig ist.
      Es soll ja anschaulich und verständlich werden. :)

      Viele Grüße
      Peter
    • PeterC schrieb:

      motiongroup schrieb:

      Welche LUT legst Du wo drauf? Warum eigentlich ..
      Das ist eine gute Frage. Vor allem der letzte Teil.

      Ich habe jetzt absolut keinen Überblick was alles hier im Forum schon diskutiert wurde.

      Aber das "LUT als primäres Grading drauflegen" lies bei mir folgende Frage aufkommen:

      Besteht Interesse, dass ich mal den Ablauf eines erfolgreichen Gradings zusammenstelle ?
      Incl. der Punkte wann und wofür man LUTs verwendet?

      Viele Grüße
      Peter
      Auch von mir hiermit mein offizielles Interesse und schon mal ein dickes DANKE vorweg!
    • Dann will ich mal ... :)

      Gleich vorab, damit die Forenbetreiber nichts befürchten müssen:
      Die dargestellten Personen sind bezahlte Schauspieler mit entsprechend unterschriebener Einverständniserklärung.

      Das Thema Colorgrading wird zwar immer wieder genannt, aber es scheint doch nicht jeder wirklich damit vertraut zu sein.

      Daher hatte ich mich angeboten, mal die grundlegenden Abläufe zusammenzustellen.
      Vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen dem Thema etwas näher zu kommen.



      Die grundlegenden Schritte in der Postpro dürften ja hinlänglich bekannt sein:

      - Rohschnitt
      - Feinschnitt
      - Grading
      - VFX
      - Ton

      wobei dies nicht zwangsweise in einem einzigen linearen Durchgang sein muss. :)


      In einem Atemzug mit "Grading" wird häufig auch "LUT" genannt.
      Dabei gehören die beiden gar nicht so eng zusammen, wie oftmals angenommen.



      LUT:


      Gleich als erstes Vorweg:
      LUTs (Lookup Tables = Nachschautabellen) sind derzeit in aller Munde.

      Ihre Vorteile sind, dass sie - da vorberechnet und bereitgelegt - schnell und ohne große Rechenleistung auf allen möglichen Geräten funktionieren.

      Sie funktionieren nach einem ganz ein fachen Prinzip:
      Die Kamera (oder welches Gerät auch immer) sagt: "Ich habe eine 12", dann sagt die LUT "gut, dann nimm statt der 12 die 17".
      Das ist alles - einfach ausgedrückt.
      Das Gerät braucht nichts berechnen, es fragt auch nicht nach, ob der Wert sinnvoll ist oder nicht. Es nimmt statt 12 die 17 und basta. :)


      LUTs werden also z.B. verwendet um in Kameras und auf Fieldmonitoren eine schnelle Grundkorrektur zu ermöglichen. So kann man LUTs in Kameras laden und dort einzeln zuweisen damit z.B. in sLog3 aufgezeichnet wird, der Regisseur auf dem Fieldmonitor aber trotzdem ein vorkorrigiertes Bild zu sehen bekommt um beim Dreh direkt nach dem Bild beurteilen zu können ohne sich an eine Log-Kurve oder sonstwas gewöhnen zu müssen.


      Wir haben oben gesehen, dass das Grading erst nach dem Feinschnitt erfolgt. Das bedeutet, der Cutter arbeitet bei Grob- und Feinschnitt erstmal mit dem bekanntermaßen sehr flach dargestellten sLog3-Material (oder einer anderen kameraspezifischen Aufzeichnungskurve).


      Auch da lassen sich LUTs verwenden. Sie werden der NLE (also dem Schnittprogramm) bereitgestellt, sodaß dies das vorkorrigierte Bild im Vorschaufenster und auf dem Kontrollmonitor anzeigt. Der Cutter hat dadurch einen realen Rec709 Bildeindruck, ohne dass das Filmmaterial selber in irgendeiner Weise vorkorrigiert würde.
      (Die LUT wird im Programm erst unmittelbar vor der Anzeige im Vorsschaufenster / Kontrollmonitor eingerechnet)


      Ebenso werden sie verwendet wenn Roh- oder Feinschnitt vor dem Grading ausgespielt (rausgerendert) werden, damit Regisseur oder wer auch immer das ungegradete Material nach Schnitt und Story begutachten können.
      Hierzu wird in der NLE direkt beim Export die LUT "zugeschaltet", ohne dass in der Timeline irgendetwas dazu unternommen wird. Sie kommt praktisch als allerletzter Schritt vor dem Codieren zur Anwendung und für den gesamten Film gleichermaßen.


      Solche Anwendungen sind es , die die Stärke der LUTs nutzen.
      Beim Grading selber kommen sie normalerweise nicht - oder nur ausnahmsweise - zum Einsatz.


      Warum?
      Das sehen wir im nächsten Kapitel. :)



      Grading:


      Für das Grading ist es wichtig, den Ablauf in zwei Teile aufzuteilen:

      1. Korrektur auf ein sauberes Neutralbild
      2. gestalterisches Grading ausgehend von diesem korrekten Neutralbild.


      Wir merken uns also:

      Für das Grading ist es unerlässlich zuerst ein neutrales korrektes Bild zu erarbeiten, bevor wir in irgendeiner Weise gestalterisch zu Werke gehen.


      Ich nehme als Ausgangsmaterial eine Aufzeichnung mit sLog3-Kurve. So können wir auch gleich auf Material eingehen, das mit kameraeigenen Gammakurven aufgezeichnet wurde.
      Im Prinzip ist es egal, welche Kamera und welche Kurve. Ich nehme sLog3 für dieses Beispiel.

      Für die Beispiele hier verwende ich Davinci Resolve 12.5.4.
      Die Abläufe und Grundlagen gelten aber für jedes Programm innerhalb seiner jeweiligen Leistungsfähigkeit.


      Eine Bemerkung gleich vorweg:
      Die Screenshots hier sehen ggfs. nicht hundertprozentig farbkorrekt aus. Das liegt daran, dass sie vom GUI-Monitor stammen und nicht vom kalibrierten Vorschaumonitor.



      Import und Grundkorrektur:

      Wenn wir sLog3 Material importieren, sieht es bekannterweise erstmal sehr flau aus.
      Das ist klar, da ja der erweiterte Kontrastumfang irgendwie abgebildet werden muss.


      Grund_001.jpg



      Also machen wir als erste Mal eine Grundkorrektur.

      Ich habe mir dafür anhand von Graukarte und Farbtafel eine grundlegende Korrektur erstellt.
      Wie das genau geht, kann ich gerne in einem anderen Beitrag erklären.

      Ich lege also diese Grundkorrektur auf das Material um damit die Kamerakurve in die gewünschte Ausgangskurve umzusetzen (in diesem Fall von sLog3 nach Rec709)


      Grund_002.jpg



      Als Vergleichbeispiel habe ich aus dieser Grundkorrektur eine 3D-LUT erstellt.
      Theoretisch könnte man diese Grundkorrektur ja auch mit einer LUT machen.
      Siehe hier:

      Grund_LUT.jpg


      Das Ergebnis sieht erstmal ziemlich gleich aus.
      Der Teufel jedoch steckt im Detail.
      Während bei Korrekturen in der Softwareberechnung über Korrekturparameter (Helligkeit, Farben, Kurven über "Drehregler" usw.) Fließkommaberechnungen zum Zuge kommen, die erstens bei Resolve 32 Bit tief sind und zweitens - das ist der wichtigere Aspekt - sie können Werte über Eins und und Werte unter Null darstellen.
      Einfach ausgedrückt: Sie kennen "weißer als weiß" und "schwarzer als schwarz".


      Schauen wir uns das genauer an:


      Wir haben bei der Aufzeichnung eine Dynamik aufgezeichnet, die die Möglichkeiten von Rec709 überschreitet.
      Das Weiß am rechten Ärmel der Dame brennt aus.

      Grund_ausbrennen.jpg


      Wir gehen also hin, legen eine Maske um den Ärmel und korrigieren die hellen Werte mit einer zarten Kurve wieder in den darstellbaren Bereich.


      Und siehe da, die Zeichnung ist wieder da, der Ärmel brennt nicht mehr aus.


      Grund_ausbrennen_korrigiert.jpg

      Nun kommen wir schon zum ersten Schwachpunkt der Verwendung von LUTs beim Grading:


      So sieht das Ergebnis aus, wenn wir statt vollwertiger Grundkorrektur eine LUT verwendet hätten:


      Grund_ausbrennen_korrigiert_LUT.jpg


      Hier nochmal genauer (auf 200% vergrößert):


      Während bei vollwertiger Grundkorrektur die Zeichnung des Ärmels (Knöpfe, Nähte usw.) wieder vollständig zum Vorschein kommen, sind sie bei der LUT Grundkorrektur verloren. Der Ärmel wird zwar dunkler aber nicht mehr detailreicher.


      Korrektur bei vollwertiger Grundkorrektur:


      Grund_ausbrennen_korrigiert_200Pc.jpg


      Korrektur bei LUT-Grundkorrektur:


      Grund_ausbrennen_korrigiert_LUT_200Pc.jpg


      Die LUT kann keine "weißer als weiß" Werte darstellen. Somit kann sie auch keine "weißer als weiß" Werte wieder zurück in den sichtbaren "knapp unter weiß" Bereich zurückholen.
      Sie schneidet gnadenlos bei 1 (Fließkomma) bzw. 1024 (10 Bit Ganzzahl) ab. Alles was im Ergebnis darüber ist, ist verloren.
      Das gleiche gilt für Schwarz.



      (CONTINUED)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von PeterC ()

    • Wir haben nun also eine grundlegende Helligkeitskorrektur geschaffen und sind bei diesem Stand:


      Grund_VorWeiss.jpg



      Nun machen wir eine leichte Weißkorrektur:


      Grund_NachWeiss.jpg



      und geben dem Gesicht wieder seine Farbe zurück:


      Grund_NachGesicht.jpg



      Dies soll uns für dieses Beispiel als Grundkorrektur reichen. Natürlich kann man weitere Bereiche des Bildes in Helligkeit und Farbe noch weiter korrigieren, das wiederholt aber im Grunde nur die Schritte und und würde den Beitrag hier unnötig aufblähen.


      Was haben wir also bisher gemacht:

      - Umsetzung Kameragamma nach Zielgamma (sLog3 nach Rec709)
      - Anpassung einzelner Bildbereiche um Zielgammaschwächen auszugleichen
      - Abgleich von Weiß / Grau
      - Abgleich von Hauttönen




      Gestalterisches Grading.


      Nachdem wir nun ein (mehr oder weniger) sauber korrigiertes Neutralbild geschaffen haben, können wir an das gestalterische Grading gehen.

      Hier soll nun der Ausdruck des Bildes auf die gewünschte Aussage bzw. die Geschichte angepasst werden.

      Die dargestellte Person ist ein wichtiger Part in dieser Szene. Dies unterstützen wir indem wir ihr mehr Tiefe geben.
      Mit einer Kurve machen wir den mittleren Dynamikbereich steiler, Richtung schwarz und Richtung weiss flacher. Dadurch geben wir der Person mehr Gewicht und heben sie vom Hintergrund ab.


      Vorher:

      Grad_VorCurves.jpg



      Nachher:


      Grad_NachCurves.jpg




      Nun lenken wir die Aufmerksmakeit auf ihr Gesicht bzw. ihre Augen, indem wir die Augen maskieren und ihnen mit etwas mehr Kontrast ausdrucksstärker machen und mit etwas mehr Schärfe den Blick anziehen:


      Grad_AugenMaske.jpg


      Grad_AugenKorrektur.jpg



      Hier nochmal zum Vergleich:

      Vorher / Nachher

      Augen_VN.jpg


      Hier kann man sich natürlich gestalterisch austoben.

      Ich halte es absichtlich knapp, um es nicht zu verkomplizieren.

      Trotzdem möchte ich noch kurz ein paar weitere Beispiele zeigen, um ein wenig Einblick zu geben, wie wichtig überlegtes Graiding zum Stützen der Story sein kann ... auch und gerade wenn man im Endergebnis oftmals gar nicht erkennt, was da alles gemacht wurde.


      (CONTINUED)

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    • Die Bilder sind jeweils links: vor dem Grading, rechts: nach dem Grading der jeweiligen Stelle
      (vorher/nachher Vergleich)


      Die Dame im Bild soll Fotos beurteilen.
      Wenn sie (rechts im Vergleichsbild) selber etwas farbstark auftritt, sind ihre Beurteilungen eher ernstzunehmden, als wenn sie (links im Bild) etwas farblos auftritt.

      Das farblose (links) Bild ist das ursprüngliche, also haben wir der Dame etwas mehr Gesichtsfarbe gegeben und die Lippen betont.

      Attrakt_VN.jpg





      Der Herr im Bild war - laut Story - kurz vorher im Urlaub.
      Also bekommt er etwas Urlaubsbräune ins Gesicht. (Die Visagistin war da etwas zu vorsichtig ... :) )

      Urlaub_VN.jpg





      Die Dame rechts im Bild ist erbost, also bekommt sie Röte ins Gesicht)

      erbost_VN.jpg





      Er hat Schmerzen, also ist sein Gesicht blass)

      Schmerzen1_VN.jpg

      Schmerzen2_VN.jpg




      Jetzt ist er tieftraurig, sein Gesicht wird verheult rot.

      traurig_VN.jpg



      Nun sind wir im Grunde schon durch die wichtigen notwendigen Schritte des Gradings durch.


      Für alle, die nun danach gieren "Wo bleiben die LUTs" ...


      (CONTINUED)

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    • Look


      Okayyyy ...
      Wenn man nun als Beipiel den Look eines 50er Jahre Farbfilms erreichen will, dann kann man nun der Einfachheit halber eine LUT drauflegen.
      (Wobei ich selber auch da lieber Korrekturkurven verwende - wegen der bereits angesprochenen Nachteile der LUTs)


      Nehmen wir den guten alten Kodak 2383 Film mit seinen betont gelben Hauttönen:

      Grad_Filmlook_Kodak.jpg





      Da dies aber doch ein bisschen krass ist, setzen wird davor noch eine Vorbereitung in der wir allgemein den Kontrast etwas reduzieren, dazu mittels Kurve den Kontrast in den MitteN noch weiter reduzieren, dunkel und hell dagegen etwas aufsteilen.
      So behält das Bild seine Gesamtdynamik, die Person selber bekommt aber wieder mehr Zeichnung.

      Grad_Filmlook_Kodak_korrigiert.jpg

      Grad_Filmlook_Kodak_korrEinstellungen.jpg




      So wurde das übrigens aussehen, wenn wir die gleiche "Filmlook-Korrektur" nach der LUT vornehmen würden:

      Grad_Filmlook_Kodak_korrNachLUT.jpg




      Wie man sieht, kann man das schlichtweg vergessen, weil die LUT einfach zu viel Bildinformation in die Tonne geschmissen hat.


      Fassen wir also nochmal zusammen:

      - Ohne korrigierendes Grading als erste Stufe ist kein erfolgreiches gestalterisches Grading möglich.
      - Korrigierendes Grading schafft ein neutrales Normalbild als Ausgangspunkt (= technisch korrektes Grading)
      - gestalterisches Grading unterstützt die Geschichte und die Bildaussage. (= gestalterisch erzählendes Grading)
      - LUTs kommen immer an der allerletzten Stelle der Verarbeitungskette zum Einsatz. (Fieldmonitor, Preview-Ausspielung nach Roh-/Feinschnitt usw.)
      - LUTs werden beim Grading praktisch nicht verwendet.
      - LUTs sind für das Grading ungeeignet, da stark verlustbehaftet.



      So mal der grobe Ablauf des Gradings mit den wichtigsten Punkten.

      Wenn jemand zu einzelnen Schritten detallierteres wissen möchte, schreibe ich da gerne noch etwas zusammen.

      Ebenso fall jemand wissen möchte, wie man sich eine Grundkorrekturkurve zusamenstellt (wie Anfangs angesprochen) oder wie man vorgeht, um mit Farbtafeln eine Grundkorrektur zu erreichen.


      Ich hoffe ich konnte einigermaßen anschaulich ein paar Grundlagen des Gradings darstellen.
      Es würde mich freuen, wenn es dem einen oder anderen einen Schritt weiterhelfen würde.


      Viele Grüße
      Peter

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von PeterC ()

    • Peter, einfach Klasse. :Applaus: :Applaus: :yes:

      Aber das selektive Korrigieren, z.B. des ausgebrannten Ärmels, ist etwas, was ich selbst noch nie probiert habe. Für meine Zwecke ist das schon ein wenig arg aufwendig und mit Masken habe ich mich in Vegas noch nicht befasst (vor Jahren mal in AE damit herumgespielt). Wenn ich das ansatzweise umsetzen wollte, wäre die Aktion schon mit ziemlich Lernaufwand verbunden (nicht zuletzt auch wegen der Node-Struktur in Davinci Resolve; ich denke da immer noch eher in Ebenen)

      Wie hoch schätzt Du so den durchschnittlichen Zeitaufwand für 1 Minute Video für Grundkorrektur und einfaches, gestalterisches Grading? So für eine Normalo-Produktion, z.B. ein Interview?
      Greetings,
      ro_max

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    • OK Peter, gut gemacht und Danke dafür..

      Ich mache eigentlich nichts anders als Du, außer, daß:

      - ich nur Cine-D kameraseitig zu Verfügung haben,
      - eigene CIne-D Settings in der Kamera festlege
      - die Zielgamma-Kurve ebenfalls in der Kamera festlege

      ich bekomme also aus der der Kamera "flach/flau" aussehende Clips raus
      mit sehr vielen Details auch in den Schatten und Lichtern. Da ich mit Zebra 100%
      zur Kontrolle aufnehme, habe ich normal meist kaum ausgefressene Lichter.
      Automatischer Weißabgleich klappt meist, muß kaum meine 18% Abgleichkarte
      nutzen.

      Ich habe daraus verschiedene "benutzdefinierte Settings" in der Kamera
      abgespeichert für Tageslichtaufnahmen.

      Dann kommen meine Lieblinks-LUT in EDIUS auf die Timeline-Clips
      mit folgender Feinabstimmung der Clips untereinander mit der Primären
      Farbkorrektur in EDIUS, manchmal auch mit Maskierungen.
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 9.x - DaVinci Res.14 +++

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Achilles ()

    • Vielen Dank ! Das war mal ein richtig guter Beitrag um das gesamte Problem in der Nachbearbeitung zu verifizieren. Ich selbst habe mich bisher auch gescheut wegen des Aufwands und dann aber doch manchmal geärgert das in einem take die Farben doch nicht so sind wie ich es mir vorstelle. Wenn ich dann korrigiere ist es meinst wieder zu krass.
      Deshalb würde mich auch ganz besonders die von dir angesprochene Grundkorrektur interessieren.

      Nochmals ganz herzlichen Dank für deine Mühe !!!

      Gruß ! Gerd
    • Eine hervorragende Darstellung, für die ich mich auch ganz herzlich bedanke.
      Die Beispiele sind in Davinci gemacht, d.. mit Profiwerkzeug. wie sieht das bei reiner Bearbeitung in Vegas aus. Was müsste dort beachtet werden?
      Dirk
    • Dirk-1 schrieb:

      wie sieht das bei reiner Bearbeitung in Vegas aus. Was müsste dort beachtet werden?
      Das würde mich zwar auch interessieren, aber ich vermute, Peter kennt sich mit Vegas nicht aus.

      Und wenn man versucht, einen solchen Workflow in Vegas nachzustellen, würde ich dafür einen separaten Thread empfehlen. Wenn sonst nacher hier Workflow-Beispiele von x verschiedenen Programmen diskutiert werden, blickt keiner mehr durch. Ich denke, die obigen Beiträge von Peter sollten als allgemeine Grundlagen so stehen bleiben und spezifische Umsetzungen nach NLE sortiert in getrennten Threads behandelt werden.
      Greetings,
      ro_max

      Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
    • Ich denke an dem grundsätzlichen Workflowablauf ändert sich da nichts, außer das NLE erlaubt es nicht mit
      LUTs sowie Farbräumen in der "Primären Farbkorrektur" zu arbeiten. Ein jeder hier muß eigentlich selbst wissen wozu
      sein NLE fähig ist. Bei mir ist es so, daß ich in EDIUS während des Grading mit dem Intraframe HQX-Codec arbeite,
      eingestellt auf 10bit-Berechnung, auch wenn es sich nur um 8bit Kameramaterial handelt. Ob andere gleichpreisige
      NLES ähnlich arbeiten können, weiß ich natürlich nicht.
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 9.x - DaVinci Res.14 +++