Richtmikrofon Rode NTG3 oder NTG8 ?

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    • Richtmikrofon Rode NTG3 oder NTG8 ?

      Ich suche ein/zwei gute Richtmikrofone, um möglichst stereo aufnehmen zu können.

      1. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob stereo bei Richtmikrofonen überhaupt Sinn macht.

      Ich habe da auch schon zwei in die engere Wahl gezogen:
      a) Rode NTG3 mit 13dbA Rauschen
      b) Rode NTG8 mit 8 dbA Rauschen

      2. Jetzt frage ich mich was machen die 5dbA Unterschied aus? Hört man das wirklich?

      Ich möchte die Richtrohre mit einem Tascam HD-P2 betreiben um Geräusche Natur (Vogelgezwitscher, Wind, Gewässer) oder auch Maschinen (Trecker) oder Personen (Gespräche/Interview) draußen aufzeichnen.

      Gibt es dazu Tipps?
    • Ich habe das NTG3 schon seit Jahren und früher hauptsächlich mit Henkelmännern (mit XLR) eingesetzt (heute, mangels XLR-Anschluss, nicht mehr mit Kameras). Mit der Qualität war ich, verglichen mit dem MCE86 S II, zufrieden. Das NTG8 kenne ich nicht aus eigener Erfahrung.

      Ob man den Unterschiede auf dem Papier beim Grundrauschen hört, kann ich nicht sagen. Das NTG3 ist aber für meinen Geschmack schon ziemlich rauscharm. Bin aber auch keine "Audio-Profi". ;) Und bei Außenaufnahmen dürfte das Grundrauschen ohnehin nur eine eher geringe Rolle spielen.

      Hinsichtlich der Wahl zwischen NTG3 und NTG8 gebe ich zu bedenken:
      - das NTG8 ist ca. 50-60% teurer
      - der Windschutz (Blimp) muss wegen der übergroßen Länge des NTG8 erweitert werden (Zusatzkosten, mehr "Drehmoment" am Pistolengriff, mehr Gewicht z.B. an der Angel)

      Zwei jeweils mit Windschutz ausstaffierte NTG3/8 gehen dann schon ein wenig ins Geld (ca. 1.750 €/ca. 2.600 €). Ob sich das für einen Stereoeffekt (insbesondere bei Aufnahmen aus der Distanz) lohnt kann ich nicht sagen, da ich ohnehin kein Stereo hören kann.
      Greetings,
      ro_max

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    • Für mich ist Richtcharakteristik und Stereo in sich schon ein Widerspruch....
      Es klingt schon anders, ob man ein reines Monorichtmikro oder ein Stereorichtmikro benutzt.
      Ich verwende seit Jahren das Stereorichtmikrofon AT 835S, den Vorgänger des AT BP 4029. Der Klang ist ausgezeichnet und wenn man nicht gerade Bühnenaufnahmen mit deutlichem Stereoeffekt herstellen will (dafür benutze ich seit Jahrzehnten das beyerdynamic MCE 82) ist der Raumklang völlig ausreichend und der Richteffekt deutlich genug.
    • Ja, ein mono Richtmikro ist nicht so gut, wie ein stereo Richtmikro, aber ich denke zwei mono Richtmikros sind durch frei konfigurierbaren Abstand zwischen beiden ähnlich, wie eine 3D-Kamera mit geteiltem Objektiv durch eine Linse oder durch zwei komplette Optiken. Das dürfte ähnlich sein.

      3D bedarf genau so eines optimierten Abstands zwischen den Optiken, wie zwei Mikrofone. Was bei der Optik der Abstand der Augen sein soll, soll bei der Akustik der Abstand der Ohren sein. Anders können bestimmte Phasenaufhebungen oder -verstärkungen zustande kommen. Da gibt es einen Mindestabstand, der ich meine auf doppelter Wellenlänge liegen sollte, aber ich bin kein Audioengeneer. Andererseits mag es ungünstig sein zwei eigenständige Mikros wirklich parallel auszurichten.

      Es ist natürlich auch nicht dienlich, wenn man einen vobeifahrenden Trecker aufnehmen möchte und stundenlang erstmal die Mikrofone einrichten muss.

      Bisher nehme ich mit einem normalen Mono-Handmikro Sennheiser Fire auf. Ist zwar kondensator, aber letztens auf einer Baustelle, wo ich einen Brückenabbruch aufnehmen wollte, hörte man nicht nur den fallenden Brückenträger, sondern auch die "Schneekanonen", die Wasser zur Staubbindung versprühten. Das waren Störungen im hohen Frequenzspektrum, die ich erstmal einigermaßen ausfiltern musste.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von homer1 ()

    • Solltest du ein NTG8 mit Fell-Windschutz benötigen, sag Bescheid.
      Ich hätte eines abzugeben, das ich als Reservemikro habe und noch nie eingesetzt habe.
      Ist quasi neuwertig.
      Ali(et)aara(punkt)at
      LG Ali

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von groover ()

    • Ich habe noch etwas im Internet gestöbert und mich für das NTG3 entschieden.
      1. ist es günstiger
      2. ist es in der idealen Länge, damit man es auch mit den Pistolengriffen und DeadCat-Haltern ohne Verlängerung nutzen kann.
      3. es isoliert ganz gut den vorderen Sound, ohne zu selektiv zu wirken, wenn man mal nicht ganz die Richtung trifft.
      4. Stereosound kann man auch aus einem Monosignal designen (Chorus/Delay/Phasenverschiebung), wenn man erstmal ein "sauberes" Signal hat.
    • homer1 schrieb:

      Ich habe noch etwas im Internet gestöbert und mich für das NTG3 entschieden.
      1. ist es günstiger
      2. ist es in der idealen Länge, damit man es auch mit den Pistolengriffen und DeadCat-Haltern ohne Verlängerung nutzen kann.
      3. es isoliert ganz gut den vorderen Sound, ohne zu selektiv zu wirken, wenn man mal nicht ganz die Richtung trifft.
      4. Stereosound kann man auch aus einem Monosignal designen (Chorus/Delay/Phasenverschiebung), wenn man erstmal ein "sauberes" Signal hat.

      Hi,

      ich bin irgendwann beim Sennheiser ME66 gelandet.

      Man hat immer die passende Richtcharakteristik und die Tonqualität ist bombastisch.
      Gut 10 db mehr Signal-Rauschabstand gegenüber dem Rode, das als Alternative stand, hatten mich dann vollend überzeugt.

      Bisher hat sich die Entscheidung immer wieder bestätigt.
      Gerade in etwas schwierigeren Verhältnissen sind die Reserven extrem hilfreich.

      Für Stereoaufnahmen braucht man halt zwei.
      Entweder passend zu den Tonquellen platziert oder mit kurzen Kapseln, passend ausgerichtet und gfs. Trennscheibe dazwischen.


      Ich kann das ME66 jedenfalls wärmsten empfehlen.

      Viele Grüße
      Peter
    • Hallo,
      zum Thema Sennheiser ME66/K6 Modul fällt mir ein das ich meins verkaufen möchte zusammen mit ME62 und Zubehör.
      Bei Interesse PN an mich.

      Gruß DLW
    • PeterC schrieb:

      Gut 10 db mehr Signal-Rauschabstand gegenüber dem Rode
      Woher hast Du diese Info? Ich kann den S/R-Abstand weder auf der Sennheiser noch auf der Rode Website finden:

      Sennheiser ME66: Ersatzrauschpegel (A-gewichtet): 10 dB, Grenzschalldruck 125 dB / 1 kHz (K = 1%)
      Rode NTG3: Eigenrauschen (A-gewichtet): 13 dB, Grenzschalldruck 130 dB / 1 kHz (K= 1%)

      Wo findest Du da die gut 10dB Differenz zugunsten des Sennheiser?
      Greetings,
      ro_max

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    • Wenn's nur umdas Rauschen ginge, dann könnte ich auch das NTG8 nehmen mit 8db Rauschpegel, aber dann hätte ich eine 55cm Stange. Das NTG3 ist nur 25cm lang.

      Das Sennheiser ME66 werde ich mir dann vorher auch nochmal zu Gemüte führen. Danke für den Tipp.
    • ro_max schrieb:

      PeterC schrieb:

      Gut 10 db mehr Signal-Rauschabstand gegenüber dem Rode
      Woher hast Du diese Info? Ich kann den S/R-Abstand weder auf der Sennheiser noch auf der Rode Website finden:
      Sennheiser ME66: Ersatzrauschpegel (A-gewichtet): 10 dB, Grenzschalldruck 125 dB / 1 kHz (K = 1%)
      Rode NTG3: Eigenrauschen (A-gewichtet): 13 dB, Grenzschalldruck 130 dB / 1 kHz (K= 1%)

      Wo findest Du da die gut 10dB Differenz zugunsten des Sennheiser?

      Ausgemessen.
    • Nun habe ich das Rode NTG8, aber bin etwas enttäuscht über die Richtwirkung.

      Wenn die Lüfter meines PC brummen, sind sie dennoch zu hören, wenn ich am PC einen Kommentar spreche oder es ruhig ist. Man kann wohl keine Wunder von dem Mikrofon erwarten.

      Aber wenigstens reduziert es etwas die Umgebungsgeräusche im Gegensatz zu meinem AKG3000C.
    • homer1 schrieb:


      Wenn die Lüfter meines PC brummen, sind sie dennoch zu hören, wenn ich am PC einen Kommentar spreche oder es ruhig ist. Man kann wohl keine Wunder von dem Mikrofon erwarten.

      Aber wenigstens reduziert es etwas die Umgebungsgeräusche im Gegensatz zu meinem AKG3000C.

      Zaubern kann (leider) kein Richtmikrofon - wäre zu schön.... ;)

      Ein ruhiges Umfeld ohne Störgeräusche und mit guter Akustik ist wichtig wenn man hochwertige Sprachaufnahmen machen will. Sonst würde niemand mehr den Aufwand einer Sprecherkabine o.ä. treiben, sondern "nur" ein Richtmikro in einem 08/15-Studioraum verwenden....
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    • Gerade in Innenräumen liegt es ogtmals nicht an der Richtwirkung des Mikrofons, sondern an den Geräuschreflektionen an Wänden, Decke, Boden, Möbel usw.
      Wenn das Störgeräusch durch die Reflektion dann wieder von vorne ins MIkrofon kommt, hilft die beste Richtwirkung nichts mehr.
      Für Sprachaufnahmen ist ein recht einfacher Trick: PC ausschalten und das Mikrofon an einen Audio-Recoder anschließen.

      Viele Grüße
      Peter
    • PeterC schrieb:

      Klar.
      Die schlafzimmereigene Sprecherkabine. :)

      Ein akustischer "Wall" aus Bettdecken und dann mit der Decke überm Kopf mit der Taschenlampe im Hotelzimmer Ton für einen TV-bericht einsprechen - das habe ich schon einige Male erlebt, u.a. fürs japanische Fernsehen. Da macht Tonassi besonderen Spass, Du verstehst rein NULL....(zumindest mit meinen Japanischkenntnissen....) ;)

      Moderne und audiomäßig gut designte Autos haben übrigens oftmals auch eine gute Akustik - an einem stillen Ort geparkt ergibt das u.U. auch ein gutes Ergebnis für Sprecheraufnahmen.....sollte halt kein Dacia sein, sondern eher ne Limousine der gehobenen Klasse.

      Porsche hat da aktuell einige bestimmt geeignete allradgetriebene Immobilien mit Dieselmotor.... :D :D :D
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