Windgeräusche Panasonic HC-X909 (5.1 Sound)

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    • Windgeräusche Panasonic HC-X909 (5.1 Sound)

      Kamera Typ Panasonic HC-X909


      Wie kann ich am Günstigsten die Windgeräusche des 5.1 Mikrofons schon bei der Aufnahme reduzieren? Manchmal sehe ich so eine Art selbstgebasteltes "Katzenfell", aber ich kann doch jetzt nicht den Kitties in der Nachbarschaft hier Fellfetzen ausreißen .... Das würden wohl weder die Katzen noch die Herrchen und Frauchen mögen.


      - Nutzt/Reduziert das "Fellchen" wirklich so viel den WindSound?


      - (wo) Finde ich in Studio 20.5 eine brauchbare Nachbearbeitung?
      - was passiert dann mit dem reduzierten "gewünschten" Ton?


      Dank & Gruß!
    • Guten Morgen,

      schau ob es für dein Micro eine "deadcat" gibt. ( Bei Thomann z.B. wird man oft fündig )
      In der Tat werden damit Windgeräusche schon bei der Aufnahme reduziert. Eigene Erfahrung - und ich will die tote Katze nicht mehr missen.
      Studio 20* kenne ich nicht. Grundsätzlich aber gilt, dass es eher schwierig werden dürfte, Windgeräusche im Nachhinein sauber zu eleminieren.



      DV- it's not just a job, it's an adventure!

      (Signatur seit 2004...und das bleibt auch so)

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    • kub59 schrieb:

      - Nutzt/Reduziert das "Fellchen" wirklich so viel den WindSound?
      Es bringt etwas, aber Wunder sollte man nicht erwarten. Insbesondere bei kleinen Modellen.

      chikks schrieb:

      schau ob es für dein Micro eine "deadcat" gibt. ( Bei Thomann z.B. wird man oft fündig )
      In Kameras eingebaute 5.1 Mikros schließen meistens mehr oder weniger bündig mit dem Kameragehäuse ab. Daher muss eine Deadcat u. U. aufgeklebt werden und kann nicht, wie bei externen Mikros üblich, darüber gezogen werden. Bei Thomann gibt es für reguläre Mikros Deadcats, aber ob die auch Klebevarianten haben, weiß ich nicht. Daher ist möglicherweise Selbstbasteln angesagt.

      Selbst verwende ich bei der Aufzeichnung keinen 5.1 Ton, sondern nur Stereo (oder Mono) über ein externes Mikro (mit Deadcat versteht sich ;) ).
      Greetings,
      ro_max

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    • pummie schrieb:

      verzichte auf 5.1 und kauf dir ein externes Mikro
      ....was sich mir nicht erschließt: Warum rät man jemanden der 5.1 versuchen möchte, auf 5.1 zu verzichten???? Selbst wenn es in die Hosen gehen sollte, hat er/sie auf jeden Fall Erfahrungen gewonnen. Und das zunächst fast (Katzenfell) kostenlos. Das macht doch auch das salz in der Suppe aus, oder? :streichel:
      Gruß Heinz
    • kub59 schrieb:

      - (wo) Finde ich in Studio 20.5 eine brauchbare Nachbearbeitung?
      - was passiert dann mit dem reduzierten "gewünschten" Ton?
      Ich bin mir nicht sicher, wie die Fragen gemeint sind:
      - Meinst Du eine Nachbearbeitung des Ton statt der Benutzung eines Windfells (also eine softwaremäßige Reduzierung von Windgeräuschen)?

      - Was ist der "gewünschte" Ton? Geht es um den Ton mit den reduzierten Windgeräuschen oder um die Verarbeitung von 5.1 Ton allgemein?

      Da die Frage nach der Deadcat einigermaßen beantwortet zu sein scheint, wären die übrigen Fragen vielleicht in einem separaten Thread zu klären.
      Greetings,
      ro_max

      Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
    • Windgeräusche sind sehr komplex. Man muss da unterscheiden:

      a) Rauschen
      b) Pfeifen/Heulen
      c) Quetschen der Mikrofonmembran

      Ein gleichmäßiges a) oder b) kann mit Software, die in das Frequenzspektrum eingreift, herausgefiltert oder zumindest gedämpft werden. Im einfachsten Fall nutzt man einen Equalizer, um das betroffene Frequenzband zu dämpfen. In schwierigeren Fällen nutzt man eine Frequenzspektrumanalyse, die lernfähig ist. Diese wird mit dem Störgeräusch (ohne Nutzaufnahme) angelernt und entfernt genau dieses Störgeräusch.
      Dabei wird dann der Nutzton auch in Mitleidenschaft gezogen. Er wird dann dumpfer und verliert an Brillianz.

      Bei c) hat man keine Möglichkeit mehr in das Störgeräusch einzugreifen, weil wenig bis kein Nutzton mehr aufgezeichnet werden kann, weil die Mikrofonmembran schon vom Wind zusammengedrückt wird und keine weitere Schwingung selbiger weder stattfinden noch aufgezeichnet werden kann.

      Es ist also immer besser erst garkeine Störsignale aufzuzeichnen als das aufgezeichnete Signal um die Störungen zu reduzieren, was meistens nur eingeschränkt funktioniert. In der Tontechnik und Psychoakkustik muss man bedenken, dass Frequenzen einander, je nach Lautstärke und Frequenzband, überdecken. Was aber überdeckt wird, kann man nicht mehr aus dem Nichts wieder hervorholen. Das ist sozusagen der "Tote Winkel" der Akkustik.
    • OK, hoffentlich verständlicher:

      - FALLS es in Corel/Pinnacle Studio Version 20.5 eine Funktion zur reduzierung von Wingeräuschen geben sollte, WO wäre die zu finden?

      - Der "gewünschte Ton" sind die Gespräche der Personen, die sich in diesem Fall von vorne nach hinten durch das Bild begeben, und zwar zu Fuß. Dabei unterhalten diese Personen sich in normaler Lautstärke. Der 5.1 Sound ist dafür notwendig, es soll ja unterschieden werden können wer von vorne noch durch das Bild kommen wird (Ton vorne) und wer schon nach hinten verschwunden ist (Ton hinten), nicht mehr zu sehen, aber immer noch zu hören.

      - Und das mit möglichst wenig Windgeräuschen im Ton.

      Klar soweit? (Das ist NUR ein Zitat von Jack Sparrow !)

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      Die 10€ in das Gutmann-Teil werde ich investieren, danke für den Tip!
    • Sehr beeindruckend, wie das Beispiel von Hans-Jürgen zeigt.

      Hier hat man den Vorteil, dass die Rumpelfrequenzen meist im Bereich um die 60-200 Hz liegen, was weit weg von hohen Quietschfrequenzen von schnatternden Vögeln ist. Das könnte man fast mit einem Equalizer "wegbügeln". Die Frequenzspektrumanalyse hat aber den Vorteil, dass hier auch über den zeitlichen Verlauf nur dann gedämpft wird, wenn das Rumpeln da ist. Wenn da gerade kein Rumpeln ist (kein gelber Bereich), wird der Frequenzbereich auch nicht gedämpft. Das steigert natürlich die Qualität des verbleibenden Nutzsignals.

      Ein ideales Anwendungsgebiet für die Offline-Berechnung. Gleiches ist übrigens auch mit Wavelab (ab V6 meine ich) möglich, nur nicht so komfortabel bezüglich (Audioextract und anschließende Wiedereinbettung ins Video). Aber audiotechnisch sind beide gleichwertig. Bei Wavelab exportiert man halt die gesamte Audiospur und importiert sie auch wieder ins Video.

      Eine weitere Möglichkeit das in Echtzeit zu machen besteht mit dem VST-Plugin Sonnox "Oxford Supresser" | Tutorial - YouTube welches nicht nur ein DeEsser ist, sondern auch andere störende Frequenzen herausfiltern kann. (Benutze ich manchmal auch zur Geräuscheleminierung.)
    • kub59 schrieb:

      OK, hoffentlich verständlicher:

      - FALLS es in Corel/Pinnacle Studio Version 20.5 eine Funktion zur reduzierung von Wingeräuschen geben sollte, WO wäre die zu finden?

      - Der "gewünschte Ton" sind die Gespräche der Personen, die sich in diesem Fall von vorne nach hinten durch das Bild begeben, und zwar zu Fuß. Dabei unterhalten diese Personen sich in normaler Lautstärke. Der 5.1 Sound ist dafür notwendig, es soll ja unterschieden werden können wer von vorne noch durch das Bild kommen wird (Ton vorne) und wer schon nach hinten verschwunden ist (Ton hinten), nicht mehr zu sehen, aber immer noch zu hören.

      - Und das mit möglichst wenig Windgeräuschen im Ton.

      Klar soweit? (Das ist NUR ein Zitat von Jack Sparrow !)

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      Die 10€ in das Gutmann-Teil werde ich investieren, danke für den Tip!
      Diese Frequenzspektrumanalyse und -anpassung sind schon sehr speziell. Ich bezweifel, dass sowas Bestandteil in der Studio-Software ist. Die schreiben ja gerade mal was von einem neuen Ducking, was aber nur ein Ton "Ein- und Ausschalten" bei fehlendem Nutzsignal ist.
    • Bezüglich dem 5.1 würde ich das auch mit Audition/Wavelab erledigen. Dazu muss man das 5.1 aufteilen in mehrere Stereopaare.
      L R
      sL sR
      darüber kann dann eine normale Stereobearbeitung, wie oben beschrieben stattfinden.
      Den Center solltest Du einzeln (mono) bearbeiten und zurückspeichern. Den LFE würde ich entfernen bzw. mit Nulllinie zurückspeichern, denn das ist genau der Kanal, der das Frequenzspektrum beinhaltet, wo das Rumpeln auftritt, welches Du ja entfernen möchtest.

      Oder am Einfachsten alle sechs Kanäle einzeln als Spur ausgeben, einzeln bearbeiten, wie im Beispiel von Hans-Jürgen und dann alle und einen leeren LFE zurück in ein 5.1 zusammenfassen.
    • Ich verfahre seit Jahren so, dass jede neue Kamera ein Fell aus unserem örtlichen Bastelladen bekommt. Einfach zwei Tropfen Sekundenkleber rechts und links neben die Microöffnungen, vorher passend geschnittene Fellstücke aufkleben, anschließend etwas stutzen und frisieren und fertig.

      Meine DSLMs haben kein 5.1, aber denke die Vorgehensweise wäre dennoch ähnlich. Die Wirkung ist jedenfalls verblüffend. Windgeräusche sind nicht weg, aber sehr reduziert. Sprach bleibt verständlich und die Dämpfung des Fells ist (fast) zu vernachlässigen.
      schöne Grüße

      Christian


      Beiträge als Mod in Grün
    • Logo, warum die Windgeräusche mit aufgeklebtem Fell nicht vollkommen weg sind. Das Fell bildet ja eine Art Membran, die direkt am Mikrofon anliegt.

      Deshalb gibt es ja die "Käfige", die das Fell vom Mikrofon entkoppeln sollen, indem sie nicht am Mikrofon anliegen. Aber der Weg stimmt schon.
    • kub59 schrieb:



      - Der "gewünschte Ton" sind die Gespräche der Personen, die sich in diesem Fall von vorne nach hinten durch das Bild begeben, und zwar zu Fuß. Dabei unterhalten diese Personen sich in normaler Lautstärke. Der 5.1 Sound ist dafür notwendig, es soll ja unterschieden werden können wer von vorne noch durch das Bild kommen wird (Ton vorne) und wer schon nach hinten verschwunden ist (Ton hinten), nicht mehr zu sehen, aber immer noch zu hören.
      Ei Ei Ei, das ist eine reichlich verzwickte Sache. Die Frage ist wie weit die Personen von der Kamera entfernt sind - macht (logischerweise) einen Unterschied aus, je näher um so lauter.....

      Prinzipiell ist sowas schon als normaler Stereo-Ton mit dem internen Kameramikro eher heikel bei Wind oder kräftigen Nebengeräuschen/Störungen....nur das Du bei Stereo meist einfacher mit externen Mikros arbeiten kannst.

      Profis bauen bei 5.1 Surround einen großen Aufwand für den Ton - darum wird eher weniger was an Reportagen usw. gesendet wird in 5.1 produziert. Ist einfach mordsmäßig aufwendig und somit sehr teuer wenn es gut werden soll.

      Ich bin ja aktuell in ein Spielfilmprojekt involviert, dort wird auch 5.1 Surround aufgezeichnet. Allerdings entstehen da mit einem entsprechenden Mikrofonsetup mit professionellen Mikros nur Atmo-Töne auf einem Mehrspurrecorder. Unser Tonmann baut da richtig Equipment auf und macht sich ziemlich viel Arbeit. Die Sprache der Protagonisten wird mit einem relativ teurem und großen Richtmikro geangelt und in der Postproduktion wird das ganze dann unter den reinen Atmo-Surroundton gemischt - bei der Aufzeichnung laufen teilweise bis zu 8 Spuren auf einem Tonrecorder auf, an der Kamera wird für den "schnellen" Grobschnitt meist ein einfacher Stereo-Mix zusätzlich aufgezeichnet der direkt im Recorder aus den einzelnen Kanälen erzeugt wird....

      In der Nachbearbeitung wird dann extra wenn das Bild steht der Surround-Ton angelegt - und der geangelte Ton der Protagonisten entsprechend "künstlich" passend zum Bild quasi durch die Kanäle verschoben. Das ist exterm Zeitaufwendig, damit kommt dann aber sauberer Surround-Sond raus.

      Also nicht enttäuscht sein wenn das Experiment mit dem 5.1-Mikro im Camcorder eher "mager" ausfällt und nicht so effektvoll wirkt und gut klingt bzw. verständlich wird wie der Ton auf einer DVD oder BluRay bzw. im Fernsehen.

      Trotzdem sind soklche Windfelle direkt auf der Kamera sinnvoll. Ich habe fast alle Mikros mit sowas ausgerüstet, quasi als "Basismaßnahme" gegen Wind. Hilft nicht immer richtig gut, ist aber nie verkehrt - und sooo teuer sind ja diese Fellchen auch wieder nicht. Nur würde ich nicht mit Sekundenkleber anfangen, sondern versuchen eher was mit selbstklebendem Klettband o.ä. zu machen was sich später rückstandslos von der Kamera entfernen lässt wenn es sein muss. Notfalls rund um das Mikro eine "Schutzfolie" aus gut klebender Buchbindefolie bzw. DC-Fix-Folie o.ä. schneiden und darauf mit Sekundenkleber das Fellchen kleben.

      Aber immer darand enken - das Windfell bzw. die "Dead Cat" muss immer schön frisiert und gekämmt sein - sonst wird er Ton unruhig.... :D
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • 5.1 wird gerne mit einem Decca Tree aufgenommen. Es geht aber auch Stereo mit einem Upmix (TC Electronic Unwrap) speziellen Werkzeugen, wie einem Surroundpanner, automatisierbaren Equalizern, Dopplereffekt (waves-plugin) und Delays. (Ist aber für den Otto-Normal-Filmer unbezahl- und unhandhabbar.)
    • Die Gutmann-Windfelle mit Klettband befestigt (also zugeschnitten und nähen lassen) wirken bei mir sehr gut.
      Das Richtmikro bekommt natürlich seine Katze.