Premiere CS6 1920x1080p50 Exporteinstellungen

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    • Premiere CS6 1920x1080p50 Exporteinstellungen

      Liebe Schnittkollegen!

      Mit der Panasonic AG-AC90 nehme ich 1920x1080p50 mit der höchst möglichen Datenrate in AVCHD und mit der GH3 (wegen der Probleme mit der AVCHD-Dateiverwaltung) in MOV auf. Diese Dateien bearbeite ich dann mit Premiere CS6 auch mit 1920x1080p50 meistens mit der schnellen Farbkorrektur und manchmal, um die Aufnahmen etwas knackiger zubekommen, ganz leicht ( Stufe 3-5) mit dem Scharfzeichner. Premiere läuft auf zwei 1920x1080 Monitoren. Einer für das Programm und der andere für die Vorschau. Das Ergebnis auf dem Vorschaumonitor entspricht voll meinen Erwartungen.

      Aber dann kommt der Export. Die Datei soll in FULL HD p50 auf einem USB-Stick landen um auf Fernsehgeräten entweder vom Fernseher selbst oder einem angeschlossenen BR-Player wiedergegeben zu werden. Als Ausgabeformat verwende ich über den Adobe MediaEncoder CS6 MP4 mit folgenden Einstellungen (ist die beste die ich bis jetzt zusammengebracht habe):


      Vorgabenname: HD 1920x1080p 50
      Format: H264
      1920x1080
      Framerate: 50
      Feldreihenfolge: Progressive
      Seitenverhältnis: Quadratische Pixel (1,0)
      Fernsehnorm: PAL
      Profil: Hoch (3., höchste Stufe)
      Level: 4.2
      Rendern mit maximaler Tiefe: ja
      Bitratenkodierung: CBR
      Zielbitrate (Mbit/s): 16
      Maximale Zielbitrate (Mbit/s): 16
      Keyframeabstand: grau (75)
      maximale Renderqualität: ja
      Frame-Überblendung: nein
      Audio: AAC, 192KBit/s, 48 kHz, Stereo, Audioqualität hoch, Multiplexer MP4 Standard

      Die daraus entstehende Datei sieht leider nicht so wie die Echtzeitvorschau von Premiere aus. An manchen meist dunklen Stellen ist ein Blinken bzw. "Farbspringen" wahrzunehmen. Der ganze Film wirkt irgendwie härter und manchmal glaube ich ein Rucken zu merken. Das Blinken/Farbspringen tritt immer an den selben Stellen auf, das Rucken ist nicht wiederholbar (es ist kein Auslassen von Frames, nur gewisse Bereiche scheinen zu rucken).

      Die AVCHD-Files von der Kamera auf einen USB-Stick kopiert laufen auf den Wiedergabegeräten einwandfrei. Der Finale MP4-Film macht am Computer und den anderen Wiedergabegeräten die selben "Spontanabeln". Meiner Meinung nach, muss es an den Exporteinstellungen liegen. Eine Suche im Internet hat mir leider nicht weitergeholfen. So bitte ich euch um Hilfe.

      Viele Grüße - Ian
      vg Ian
    • Ian schrieb:

      Zielbitrate (Mbit/s): 16
      Hallo,

      bei AVCHD ist in 50P die Datenrate 28 Mbit.
      Und das ist manchen Filmern noch zu wenig.
      XAVCS von Sony macht 50 Mbit.

      Probiers mal mit 28 Mbit.

      Gruss
      Andreas
      Grüne Kommentare sind als Moderator, alles andere als User geschrieben.
    • @Andreas: Vielen Dank für die rasche Hilfe. Die Umstellung auf 28Mbit brachte den gewünschten Erfolg. Muss jetzt noch testen wie Fernsehgeräte und BR-Player mit der Datei umgehen.

      @3POINT: Hatte bei den ersten Tests VBR, bin dann aber um die Datenrate konstant hoch zu halten auf CBR umgestiegen. Werde schauen, was als "unterer Wert" sinnvoll ist. Auf den ersten Blick würde ich 24Mbit annehmen.

      Erfahrungsbericht folgt - Ian
      vg Ian
    • Der Vergleich zwischen 28Mbit Konstant, 28 24Mbit Variabel 1 Durchgang und 28 24Mbit Variabel 2 Durchgänge brachte dieses Ergebnis:

      Die erzeugte Dateigröße beider 28/24VBR bringt eine etwas kleinere Dateigröße aber an manchen Stellen sind Komprimierungsartefakte erkennbar. Die Qualität der 28Mbit Konstante MP4 Datei ist eindeutig besser. Bei Test saß ich direkt mit der Brille vor dem Fernsehgerät. Im normalen Betrachtungsabstand sind praktisch keine Unterschiede auszumachen. Die mit zwei Durchgängen erzeugte Datei ist minimal größer als die mit einem Durchgang, in der Qualität sehe ich keinen Unterschied.

      Somit bleibe ich bei MP4 1920x1080p50 28Mbit Konstant.

      Vielen Dank für eure Hilfe - Christian
      vg Ian
    • Ich mache immer 1080p50 VBR mit 20Mbps, habe damit noch nie einen Unterschied zwischen Original und Kopie festgestellt. Rendere mit Vegas. Fragt sich ob Premiere c6 da vielleicht ein Quali Problem hat wenn da trotz hohe bitraten Artifakten zu sehen sind. VBR ist auch übrigens das was aus deine Kamera kommt!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von 3POINT ()

    • Habe zwischen 20 und 28Mbps verglichen. Die Projektdatei besteht aus mov-Dateien aus der GH3 mit etwas über 48Mbps und einigen psd-Dateien die mit Photoshop bereits farboptimiert, nachgeschärft und auf 1920x1080 verkleinert wurden. Bei den Abschnitten des Films aus den mov-Dateien sehe ich zwischen 20 und 28Mbps keinen Unterschied. Bei 16Mbps schon (da springen auch einige Teile des Filmes, Laubwald im Hintergrund, sonnenbeschienen). Bei den Fotoabschnitten gibt es eine Problemzone, und zwar eine Außenaufnahme eines Messgerätes aus schwarzem, glatten Kunststoff, auf einer Wiese liegend, auf dem in der Aufnahme Staub zu sehen ist, die bei 20Mbps etwas unruhig springt (Komprimierungsartefakt?) und bei 28Mbps völlig ruhig ist. Dieser Fehler tritt beim Ansehen mit dem Computer und auch am Fernsehgerät, nahe davor mit Lesebrille, auf. Rund um das Messgerät, es ist nur klein zu sehen, ist die Wiedergabe völlig störungsfrei. Bei normalen Betrachtungsabstand kann ich keinen Fehler erkennen.

      Nochmals vielen Dank, ich bleibe zur Sicherheit (und eigenen Einbildung) vorerst bei 28Mbps. - Christian
      vg Ian
    • Hallo,

      3POINT schrieb:

      Ich mache immer 1080p50 VBR mit 20Mbps, habe damit noch nie einen Unterschied zwischen Original und Kopie festgestellt. Rendere mit Vegas. Fragt sich ob Premiere c6 da vielleicht ein Quali Problem hat wenn da trotz hohe bitraten Artifakten zu sehen sind.
      ohne einen Krieg anfangen zu wollen glaube ich nicht das man Aufgrund dieser subjektiven Eindrücke zwei verschiedener Nutzer mit unterschiedlichem Material einen Schluss auf die Renderqualität einer NLE ziehen kann. Keiner von uns hat das Material von Ian oder Dir zu sehen bekommen. Wenn dann bräuchte es identisches Rohmaterial das man durch die verschiedenen NLE's durchjagt. Dazu müsste man ein paar Vorgaben vorher festlegen. Nur dann könnte man evtl. vergleichen.

      Ian schrieb:

      und manchmal, um die Aufnahmen etwas knackiger zubekommen, ganz leicht ( Stufe 3-5) mit dem Scharfzeichner.
      Gerade das "nachschärfen" wie von Ian beschrieben kann meiner Meinung nach solche Effekte wie "aufblinken" durchaus fördern.

      Ich durfte seinerzeit bei meinem Wechsel von Corel's MSP8 auf Adobe's Premiere CS3 feststellen das ich bei halb so großen Datenraten immer noch bessere Renderergebnisse erhalte. Diese Aussage ist von mir natürlich auch nur "subjektiv" weil von niemandem mit vergleichbarem Material und Einstellungen bestätigt. ;)

      Bei CS6 ist es gut sich an den "Vorgaben" innerhalb der einzelnen Formate zu orientieren. Da hat man eine gute Orientierung und kann es immer noch für sich abwandeln.
      So wird etwa im Format H.264 bereits für 1080p25 eine Zielbitrate von 32 MBit/s vorgeschlagen. Das bedeutet aber noch nicht das CS6 dann die Dateien von der Größe her unnötig "aufbläht".
      Grüßle,
      Steve
    • Das Scharfzeichnen macht gerade bei Baum- und Waldaufnahmen in den Blätter Probleme. Heute habe ich mir die ORF-Universum DVD "Glockner-der schwarze Berg" und "Geschichten aus dem Wienerwald" angesehen. Da blinken und "rattern" die Waldaufnahmen viel stärker als bei mir. Ist zwar jetzt ein Vergleich zwischen SD und FullHD aber es zeigt, dass das Problem nicht neu ist.

      Ich dachte, dass bei den anderen Einstellungen, nicht nur der Datenrate, auch etwas falsch sein könnte. Als Grundlage habe ich die Adobe-Vorlage 1920x1080p25 genommen und so gehofft, dass die Einstellungen nicht ganz falsch sein könnten.

      Dank eurer Hilfe bin ich jetzt mit meinem Endergebnis zufrieden - aber offen für neue Erkenntnisse


      Christian
      vg Ian