Die Anforderungen an den Amateur-Kameramann von heute

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    • Die Anforderungen an den Amateur-Kameramann von heute

      Ich wei0, daß diese Theme vermutlich schon zig mal durchgekaut wurde, entsprechende Threads habe ich gfunden, sie sind bereit oft12 oder mehr Jahre alt und dürften oft beim Empfänger nicht angekommen sein. Heute - man kann dies aus zahlreichen Postings, aber auch an Demofilmen sehen, ist kaum ein Amateur bereit sich mit den Gegehenehiten des Mediums Video, welches ja den Film ersetzt hat auseinanderzusetzen. Immer mehr Features werden von den Geräten verlangt. Wie schrieb neulich ein User ? Er sei nicht bereit sich durch technische Einschränkungen in seiner Kreativität limitieren zu lassen.
      Abgesehen, daß "Kreativität" für mich ein Reizwort ist - weil oft mißbraucht, wird es das Gewünschte in dieser Form nicht spielen. Zum einen ist es so, daß Amateurprodukte . so nahe sie im Einzelnen dem der Profis schon kommen mögen, aus technischen und finanziellen Gründen doch einiege Einschränkungen gegenüber dem professionellen Equpment aufweisen.
      Dies kann man unter Umständen kaschieren, wenn man ein wenig Aufmerksamkeit darauf verwendet. oft geht es ja nicht allein um Technik, sonder um ein Team,das gewisse Arbeiten übernimmt, beispielsweiase an einem an sich hellen Sonnentag mittels Reflektoren die Schatten wegleuchtet. bzw abmildert, damit die Kontrast im Arbeitsbereich der Kamera liegen. In allten Zeiten hat man dem Foto- oder Filmamateur geraten, die sonne stetes im Rücken zu halten, um zu brauchbaren Szenen zu kommen. das ist heut natürlich nicht mehr notwendig, aber die ERSTE nforderung an den Kameramann sollte sein, daß er die Beleuchtung richtig einzuschätzen vermag und entweder bewusst die dunklen Stellen so in seine Planung einbezieht, daß sie effektvoll - und nicht störend sind, oder aber man legt Wert auf die Durchzeichnung und akzeptiert dewisse überbelichtete Bereiche, wobei man den Bildausschnitt möglichst so gestaltet, daß sie nur einen kleinen Prozentsatz der Bildfläche ausmachen.
      Der Bildausschnit ist eine Sache, die natürlich auch vom Format abhängig ist. Die sogenannte Totale - eine geradezu klassische Einstellung, verbot sich beim 8,, Filmformat geradezu - weil hier die Grenzen der Schärfe der Filmmaterials schonungslos offenbar wurden.Persönlich verwendete ich in diesen Tagen (ich war so an die 17) eine Einstellung die ich für praktikabel hielt, die aber als "verboten" galt. Da acu ganze, von Kopf bis Fuß dargestellte Personen relativ unscharf wirkten habe ich Einstellungen gemacht, wo die Personen oberhalb der Knie ins Bild kamen. Man konnte nachlesen, daß dies eine Kunstfehler und Tabubruch wäre. Später las ich dann irgendwo, daß diese Einstellung nun "legalisiert" sei und als "amerikanische" bezeichnt würde (er gibt eine genauere fachliche Bezeichnung dafür, aber die habe ich vergessen. Man musste damals - speziell als Amateur - jede Szene genau planen, denn jede Minute Film war teuer. Heute dreht man einfach drauf los - Den Rest macht dann der Cutter - aber der ist hier NICHT das Thema, wir sind im Augenblick NUR der Kameramann. Das ist eigentlich genug, den der Hat sowieso eine Mehrfachaufgabe zu erfüllen: Einen guten Bildausschnitt - einen optomallen Bildstand -und technisch Korrekte einstellung bon Belichtung und Schärfe. Ob Kameraautomatik oder manuelle Lösungen - die Verantwortung liegt beim Kameramann.
      Über Stative , Zoom und ,"bewegte Kamera" "rolling shutter" und Bildfrequenz schreibe ich bei Gelegenheit ebenfalls hier.

      mit freundlichen Grüßen aus Wien
      Alfred
    • Also mir fällt es recht schwer, diesen Text zu lesen - einfache Absätze würden mir das deutlich erleichtern, im Idealfall am Ende eines Gedankens. So wird das zu einer langen Wurst durch die ich mich kaum durcharbeiten kann.

      Dass moderne Kameras hochtechnisierte Geräte sind, das ist halt leider so. Da kann man nur jedem sagen dass er sich mit der Kamera seiner Wahl ausreichend auseinander setzen muss um damit arbeiten zu können. Und womit sich da jeder leichter tut muss jeder selbst heraus finden - ob es das leicht zu bedienende Handy ist, ob es ein komplexer Profi-Camcorder ist. Ob Automatiken genutzen werden sollen, oder ob man lieber die wichtigen Gestaltungselemente manuell einstellt.

      Erst wenn man sein Gerät hinreichend gut beherrscht, entsteht Platz für Kreativität. Filmschulen aller Art fangen wohl bewußt anders herum an - nämlich mit den zunächst eher nicht-technischen Aspekten des Films. Die Kameratechnik wird da dann eher als unwichtiger gesehen, für einen guten Film braucht es nach dieser Meinung eher ganz andere Dinge.

      Ich persönlich sehe es eher so dass Kunst und Kreativität in diesem Bereich auch vom Können kommen - und Können kann man auch über weite Strecken lernen. Es muss ja nicht jeder einen Oskar bekommen, es soll auch Spaß machen - aber wenn man bewußt dazu lernen WILL kann man das im Regelfall auch.

      Licht und Ausleuchtung sowie die Kadrierung werden sicherlich neben der Beherrschung der Kameratechnik als Kernkompetenzen des Kameramanns gesehen, diese Punkte nehmen auch in allen Ausbildungen eine zentrale Position ein. Aber es muss nicht gleich immer eine ganze Ausbildung auf einer Filmakademie sein, es gibt heute genug gute Bücher oder Lern-DVDs oder auch halbwegs preiswerte Kurse wenn man sich da persönlich weiter entwickeln will.

      Eines zuletzt: Foren leisten da leider nur einen begrenzten Beitrag, in der Frage der eigenen Weiterbildung. Vielleicht, weil es eben doch ein praktischer Beruf/ein praktisches Hobby ist.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Im Thread-Titel ist zwar von "Amateur-Kameramann" die Rede, aber ist es nicht so, dass man im Hobbybereich alle Bereiche abdecken "muss", von der Aufnahme über Schnitt und Bild- und Tonnachbearbeitung? Und das wiederum bedingt, dass man sich nicht nur mit der/den Kamera(s) und ihren Einstellungen/Automatiken herumschlagen muss, sondern auch mit allerlei anderen Dingen, für die es im Profibereich eigene Spezialisten gibt. Die Anforderungen an die "technische" Kompetenz (Beherrschung der entsprechenden Hard- und Software) haben in meinen Augen eher zugenommen.

      Für mich persönlich ist mit ein wesentlicher Hinderungsgrund für die Produktion eigener Videos (mit einer Kamera) der damit verbundene Aufwand, der komplett an mir hängen bleibt und für den ich mich in unterschiedlichen Bereichen "fitmachen" muss bzw. müsste. Da mein "Publikum" aus einen halben Dutzend Personen besteht (mich selbst eingerechnet), stellt sich für mich dann doch leider die Frage, warum das Ganze?
      Greetings,
      ro_max

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    • Die Aussage das die vorhandenen Kameras die Kreativität "beschneiden" ist öfters zu hören. Es sind nicht die "schlechten" Amateur-Kameras welche von der Industrie absichtlich "schlecht" gehalten werden, es ist vielmehr oftmals das was man als "Physik" bezeichnet was Grenzen setzt.

      Und zwar auch bei professionellen Kameras. Diese sind vielleicht "etwas" besser als Amateurmodelle, aber trotzdem muss ich auf gewisse Dinge achten. Muss die Kamera kennen, wissen wie sie auf oder in bestimmten Situationen reagiert.

      Dummerweise lässt sich die Physik nicht durch Technik verändern, auch wenn das manche Nutzer gerne so hätten ;)

      Das andere sind gestalterische Regeln. BIldkadrierung, Ausschnittsgrößen, auch Beleuchtung und solche Dinge. Hier hilft Technik eher wenig, auch wenn es Amateurfilmer gibt die meinen man könne alles in die Nachbearbeitung verlegen ("Ausschnitt wähle ich später - ich filme in 4K und kann später skalieren" oder "Lichtstimmung - ich filme mit flachem Bildprofil und grade mir später die passende Stimmung") und müsse daher auf nichts während der Aufnahme achten....

      Aber auch hier gilt das es gewisse Grundregeln des Sehens gibt, eine gewisse sozusagen "Filmsprache" welche sich beim Betrachter sozusagen eingebürgert hat und an welche man sich halten sollte um interessante und für den Zuschauer veständliche und logische Filme zu machen. Es gibt einfach gewisse Grundregeln. Diese sind nicht in Beton gegossen, man kann und darf hier grundsätzlich auch mal dagegen "verstoßen" und davon abweichen.

      Um von den Gestaltungsregeln abweichen zu können sollte man sich deren aber bewusst sein - und wissen was man da tut....

      Und hier liegt oftmals das Problem, viele Filmer wollen sich nicht damit beschäftigen, sehen das als zu viel Aufwand an - denn sie wollen "Filmen" und nicht erst mal Bücher lesen, Tutorials anschauen, quasi erst mal die Schulbank drücken und sich mit Theorie beschäftigen. "Ich will Kreativ sein und mich nicht von angestaubten Regeln einengen lassen!" hört man da dann manchmal als Aussage.

      Als dritte Komponente kommt dann noch der ordentliche Ton dazu. Und auch hier ist es so das die Physik Grenzen setzt die kein Hersteller überwinden kann, auch durch die tollsten technischen Tricks nicht. Und auch das wollen viele nicht wahr haben. Hier wird dann genörgelt das man den Redner der 50m weg stand nicht sauber versteht - dabei habe man doch ein sooo tolles externes Mikrofon verwendet....

      Es wird aber dabei übesehen das eben dieses Mikrofon - das ja nur 10cm lang sein darf, schön klein sein muss damit es nicht auf der DSLR stört - das diese Mikrofon niemals aus phsikalischen Gründen den Ton sauber einfangen kann. Das eine Richtkeule als Mikrofon teschnisch bedingt deutlich länger sein muss - und das eben kein Hersteller durch technische Kniffe ändern kann, eben weil die Physik sich nicht ändern lässt.

      Das schlimme an schlechtem Ton ist das dieser viel weniger vom Zuschauer toleriert wird wie ein schlechtes Bild. Schlechten Ton merkt jeder Zuschauer sofort - ein technisch schlechtes Bild nicht unbedingt. Trotzdem wird der Ton oft stiefmütterlich behandelt, nicht auf sauberen Ton geachtet.

      Mein Eindruck ist das viele gerade Amateurfilmer meinen ihre Filme werden besser wenn sie Kamera XYZ kaufen - weil die ja eine soooo viel bessere Bildqualität hat. Dabei spielen andere Faktoren eine wesentlich größere Rolle um einen guten Film zu bekommen - und nicht nur die Bildqualität ;)
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    • Achilles schrieb:

      ro_max schrieb:

      warum das Ganze?
      Vor allem die Stativaufnahmen, die könnte man alternativ alle durch eine animierte Bildershow ersetzen, zumindest bei Reisereportagen!
      Es gibt ein "Sprichwort" welches behauptet: Nicht die Kamera muss sich bewegen, die Bewegung muss im Motiv sein !


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    • Mal ganz allgemein an MacMedia: Deine Beiträge sind eine Bereicherung für das Forum und man kann aus jedem Beitrag etwas für sich mitnehmen, auch wenn man es nicht sofort umsetzen kann.
      Vielen Dank mal ausdrücklich für deine Mitwirkung hier!!!
      viele Grüße: Burkhard
    • Ich weiß jetzt nicht so genau was Du mit dem Thread aussagen bzw. bezwecken willst.
      Vielleicht habe ich den Textbandwurm auch einfach nicht richtig gelesen bekommen.

      Aber ein typisches Hobby- und Amateurfilmerproblem ist mit aufgefallen:
      Der Gedankenfokus liegt auf der Technik.

      Damit wird wahnsinnig viel Kreativleistung sinnlos verbraten.

      Eine Einstellungsgröße rein nach der Technik auszuwählen und diese dann als "seine" Einstellungsgröße zu definieren zeigt die falsche Gewichtung sehr gut auf.

      Zu den wichtigen Hauptpunkten der kreativen Kameraarbeit gehört doch z.B. die Auflösung der Szene in einzelne Einstellungen.
      Dabei wird eben nicht nur mit einer - vermeintlich der Technik geschuldeten - Einstellung gearbeitet sondern es werden verschiedene Einstellungen und Einstellungsgrößen genutzt um die Aussage der Szene voranzutreiben.

      Hast Du schon mal - als Beispiel - in einer Szene eine amerikanische und eine italienische Einstellung verwendet und dabei die unterschiedliche Wirkung beobachtet?


      Der Technikkram ist doch nur reines Handwerk.

      Viele Grüße
      Peter
    • Ich würde hier schon gerne etwas mitreden/-schreiben. Aber der Ausgangstext strotzt schon in den ersten Zeilen nur so von Fehlern und lässt Absätze vermissen, ist daher für mich unlesbar. Also schweige ich (was einige wohl als positiv empfinden werden).
    • Achilles schrieb:

      ro_max schrieb:

      warum das Ganze?
      Vor allem die Stativaufnahmen, die könnte man alternativ alle durch eine animierte Bildershow ersetzen, zumindest bei Reisereportagen!
      1) Warum zitierst Du mich außerhalb des Kontexts? Was haben Stativaufnahmen mit dem Verhältnis von Produktionsaufwand und Publikumsgröße zu tun (also mit meiner Aussage)?

      2) Stativaufnahmen müssen nicht unbedingt einen statischen Bildausschnitt zeigen. Ein (echter) Schwenk oder Zoom sieht anders aus, als wenn man ein Foto als Grundlage nimmt und einen virtuellen Schwenk oder Zoom macht.

      PeterC schrieb:

      Der Technikkram ist doch nur reines Handwerk.
      Das ist schon richtig, aber auch das "Handwerk" will erst einmal einigermaßen beherrscht werden und davon bin zumindest ich ziemlich weit entfernt. ;)

      Ich denke auch, man muss ein wenig berücksichtigen, welche Art von Videos man macht. Abgesehen von "Testvideos" sind meine Filmchen normalerweise eine reagierende Beobachtung von Vorgängen, was bedeutet, ich kann nicht im Voraus planen, weiß nicht genau, was passieren wird, kann keine "Regieanweisungen" geben oder eine Einstellung wiederholen. Die Wahl des Bildausschnitts erfolgt dann quasi "on the fly" abhängig von dem Geschehen und dem eigenen Standort und nicht wirklich unter dem Gesichtspunkt der späteren "Wirkung" einer bestimmten Kadrierung. Und mir fehlt die Routine und Erfahrung, das dann gleich beim ersten (und einzigen) Take richtig hinzubekommen (also unter Berücksichtigung einer "Bildaussage").
      Greetings,
      ro_max

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    • MacMedia schrieb:


      Und hier liegt oftmals das Problem, viele Filmer wollen sich nicht damit beschäftigen, sehen das als zu viel Aufwand an - denn sie wollen "Filmen" und nicht erst mal Bücher lesen, Tutorials anschauen, quasi erst mal die Schulbank drücken und sich mit Theorie beschäftigen. "Ich will Kreativ sein und mich nicht von angestaubten Regeln einengen lassen!" hört man da dann manchmal als Aussage.

      Das ist ein sehr guter Punkt.

      Wie will man kreativ sein, wenn man die Wirkung seiner kreativen Mittel nicht versteht?

      Ein Maler nimmt auch nicht einfach nur einen möglichst guten Pinsel und zaubert damit irgendwie ein Bild auf die Leinwand.
      Er macht sich vorher Gedanken zum Bildaufbau, zur Wirkung einzelner Bildobjekte usw. und hat dies in vielen Arbeiten vorher geübt, probiert, gelernt.

      Die angestaubten Regeln ... natürlich scheinen sie lästig, natürlich kann und möchte man sie brechen.

      Aber um Regeln gezielt brechen zu können muss man sie erstmal kennen.

      M.C. Escher hat für seine berühmten otpischen Täuschungen auch erstmal die Regeln gelernt bevor er sie brechen konnte.

      Die benötigte technische Ausstattung dazu war nur ein Bleistift.

      Escher_kl.jpg


      Viele Grüße
      Peter
    • PeterC schrieb:


      Aber ein typisches Hobby- und Amateurfilmerproblem ist mit aufgefallen:
      Der Gedankenfokus liegt auf der Technik.
      Absolute Zustimmung !

      Da wird in neueste Technik investiert - und dann wid probiert, wird in den Untiefen der Menüs abgestimmt, gedreht, geschraubt und verstellt, angepasst und experimentiert - wie viele Leute jetzt wirklich "Ahnung" haben was sie da gerade verdrehen sei mal dahingestellt...

      PeterC schrieb:

      Eine Einstellungsgröße rein nach der Technik auszuwählen und diese dann als "seine" Einstellungsgröße zu definieren zeigt die falsche Gewichtung sehr gut auf.

      Hier ist die Tatsache das oftmals relativ großformatige Sensoren verwendet werden - und das auf der Jagd nach der besten Bildqualität dann oftmals Festbrennweiten oder Zooms mit nur geringen Zoomfaktoren verwendet werden - einer der "Hauptschuldigen" das odtmals nur eine Brennweite verwendet wird.

      In der Fotografie ist es durchaus okay mit nur einer Brennweite zu arbeiten - hier fördert es die Kreativität - bei bestimmten Filmszenarien ist das aber ein absoluter Kreativitätskiller und Festbrennweiten der sichere Faktor für langweilige Filme. Und zwar immer dann wenn ich keine Zeit habe zwischendrin für nur eine Einstellung Objektive zu wechseln. Dummerweise sind die meisten der Aufnahmen die ich als Amateurfilmer mache eben genau solche Situationen....

      Was mir da bisher sehr stark aufgefallen ist - je mehr der Amareurfilmer aus dem Fotolager kommt um so schlimmer der "Drang" hin zu Festbrennweiten und der feste Wille alles mit einer Brennweite abzubilden....


      PeterC schrieb:


      Der Technikkram ist reines Handwerk

      Absolute Zustimmung !

      Wenn ich die Technik fast "bilnd" beherrsche ist der Kopf frei für kreative Aufgaben, frei Motive zu entdecken, diese entsprechend in Szene zu setzen !
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    • ro_max schrieb:

      ....sind meine Filmchen normalerweise eine reagierende Beobachtung von Vorgängen, was bedeutet, ich kann nicht im Voraus planen, weiß nicht genau, was passieren wird, kann keine "Regieanweisungen" geben oder eine Einstellung wiederholen. Die Wahl des Bildausschnitts erfolgt dann quasi "on the fly" abhängig von dem Geschehen und dem eigenen Standort und nicht wirklich unter dem Gesichtspunkt der späteren "Wirkung" einer bestimmten Kadrierung. Und mir fehlt die Routine und Erfahrung, das dann gleich beim ersten (und einzigen) Take richtig hinzubekommen (also unter Berücksichtigung einer "Bildaussage").

      Das Stichwort hier ist "Fehlende Routine". Denn möglich ist so etwas durchaus. Mit der entsprechenden Übung, mit dem "blinden" Beherrschen der Technik.

      Wäre das nicht möglich so würde es kaum packende Reportagen geben ;)
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    • ich habe im Laufe der Zeit den Eindruck bekommen, dass es 2 verschiedene Typen an Videofreunden gibt, die sich hier im Forum vereinen.
      Auf der einen Seite stehen da die Technikfreaks (nicht negativ gemeint), die viel Wert darauf legen, eine perfekte Kamera oder Ausrüstung zu besitzen.

      Auf der anderen Seite stehen diejenigen, denen der fertige Film das wichtigere ist und die halt die Technik einsetzen, die sie benötigen.

      Ich habe zu Beginn (mein Gott, ist das lange her) auch zu denjenigen gehört, die erst einmal die Ausrüstung komplettieren wollten, damit sie für alle Fälle gerüstet wären.
      Das hat sich dann aber nach und nach verschoben, ich habe vieles gekauft aber auch wieder verkauft.
      Heute bin ich da angelangt, dass ich mir zuerst Gedanken darüber mache, was ich wie filmen möchte und dann überlege ich mir, wie ich das Umsetzen kann.
      Im Vordergrund steht dabei aber immer der fertige Clip und nicht die Technik.

      Daher werde ich von einigen Experten auch immer wieder müde belächelt, wenn sie meine Ausrüstung sehen, wie z.B. beim Filmen einer Hirschbrunft in den Niederlanden (na gut, die meisten dachten wohl ich fotografiere wie sie es auch taten).
      Alle hatten sehr teure lange Teleobjektive und ich stand da mit meiner kleinen A6300 und einen aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammenden Nikkor Zoomobjektvs.
      Sonderbare weise sind die Leute dann aber begeistert, wenn ich ihnen ein fertiges Video zeige.

      Da ich nur wenige Geräte einsetze, wird mir deren Handhabung aber auch sehr schnell vertraut und ich weiß genau und auch blind, wo ich drehen oder drücken muss, um zu zoomen oder die Blende zu verstellen.
      Das gehört wohl auch zur Routine, die man erlangen muss um schnell auf neue Situationen reagieren zu können.

      Natürlich ist mir klar, dass ich mit den professionell und mit viel Aufwand und Geld betriebenen Produktionen nicht mithalten kann, aber ich habe mit meinen bescheidenen Mitteln schon einige Szenen gefilmt, die auch da mithalten können.
      Wenn es an Technik oder Geld mangelt, dann ist halt Kreativität gefragt.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • So dramatisch ist die heutige Technik auch nicht. Es geht immer noch um Blende, Zeit und Empfindlichkeit. Grundlagen.

      Die vielen Einstellmöglichkeiten verführen manche zum ständigen spielen und probieren. Normalerweise sucht man sich die Einstellung die einem am besten zusagt ( je nach Nachbearbeitungswillen) und gut ist. Die Handgriffe sollten sitzen so sind die Gedanken für Bildinhalt und Bildgestaltung frei.
      LG
      Michael
    • MacMedia schrieb:

      Denn möglich ist so etwas durchaus. Mit der entsprechenden Übung, mit dem "blinden" Beherrschen der Technik.
      Schon klar. Aber an der Übung happert es halt. Ich mache im Schnitt vielleicht 1-2 kurze Videos im Jahr und anders ausgedrückt, die Aufnahmetechnik bleibt 99,9% der Zeit ungenutzt. Wo soll da die Routine herkommen?

      MacMedia schrieb:

      Wäre das nicht möglich so würde es kaum packende Reportagen geben
      Wobei wir dann doch wohl eher wieder im Profi-Bereich wären. ;)


      Hans-Jürgen schrieb:

      Auf der einen Seite stehen da die Technikfreaks (nicht negativ gemeint), die viel Wert darauf legen, eine perfekte Kamera oder Ausrüstung zu besitzen.
      Zu dieser Gruppe würde ich mich eher zählen. Das fertige Video interessiert mich weniger, es ist mehr der Spaß an der Technik als solcher. Mein Interesse an der Produktion eines "sehenswerten" oder "kreativen" Videos fällt auch deshalb eher gering aus, weil es mir an Motiven bzw. Ideen mangelt, die mittels Video im Rahmen meiner Möglichkeiten umsetzbar wären.

      Anders ausgedrückt, eine ganz wesentliche Herausforderung für den Amateur-Kameramann oder Hobby-Filmer ist es in meinen Augen, überhaupt erst einmal etwas zu finden, was den ganzen Aufwand wert ist.
      Greetings,
      ro_max

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    • "Amateur" und "Profi"...da geht es doch schon los. Wann ist man "Amateur", wann ist man "Profi"?

      Die Zahl derer, die sich bald noch ein Storyboard schreiben bevor sie weiß ich auf einen spontanen Spaziergang mit Kamera einen Schlosspark besuchen, dürfte bundesweit lange nicht so hoch sein wie im Verhältnis hier im Forum. Allein weil das Interesse daran fehlt. Es gibt viel mehr Leute die filmen drauflos, unter Missachtung aller sog. Regeln. Sind das dann alles Amateure? Profi nur wer den beispielhaft erwähnten Spaziergang 3 Wochen im voraus plant, schon die Einstellungen und Winkel im Kopf durchgeht?

      Ich finde man sollte leben und leben lassen. Niemand wird gezwungen verwackelte, zoomdurchsetzte und verissene Videos anzuschauen und dann eine ganze Schar Videofilmer anzuprangern. Selbiges gibts auch im Fotosektor in derselben Form, wo nur wer ist, der 1h für die Vorbereitung auf 1 Foto braucht. Ich erwarte auch nicht dass bei Youtube oder Vimeo jedes 3. Video an Scorsese erinnert. Sicher gibts auch Videos, wo ich mich fremdschämen würde sowas hochzuladen. Aber auch solche Leute gibts und da kann man auch kulant drüberwegsehen, als ihnen jegliche Qualifikation und Daseinsberechtigung als Videofilmer abzusprechen.
    • ro_max schrieb:

      Im Thread-Titel ist zwar von "Amateur-Kameramann" die Rede, aber ist es nicht so, dass man im Hobbybereich alle Bereiche abdecken "muss"
      Absolut. Ich habe vor. diese Bereiche nach und nach hier aufzugreifen, sozusagen strukturuiert, weil ich der Meinung bin, daß dann der Mitleser sich besser zurechtfinden kann und das dem Forum neue, mitschreibende Mitglieder bringt. Ich freue ich, daß mein - eigentlich bereits abgehandeltes Thema - erneut auf Resonanz stösst, was nicht allzu verwunderlich ist, denn vieles, das hierzu gesagt wurde ist bereits vor 10 Jahren geschrieben worden - ohne wesentliche Auswirkung, wenn man zahlreiche Clips bei youtube betrachtet...
      Themen wie Filschnitt - und vielleicht auch Ton - werde ich in saperaten Theads zur Sprache bringen - quasi als Ausgleich zu den reinen Technik-Threads

      Ich werde mich bemühen die Unmenge an Beiträgen in diesem Thread zu lesen und auf einige interessante Aspekte zu antworten.

      mfg
      aus Wien
      Alfred
    • Mal so am Rande: Was ist einen amerikanische bzw. italienische Einstellung?

      (Ich hoffe jetzt mal, dass die Antwort nicht schon in einem der recht langen Texte stand ...)
      schöne Grüße

      Christian


      Beiträge als Mod in Grün