Eine Art Anfängerfrage bez. Zeit-Blende-Gain

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    • wolfgang schrieb:


      Ich sehe da nirgendwo irgendeine hochtrabende Theorie. Und auch nicht was da demotivierend sein soll.

      Ich schon. Und zwar den das ich mit Graukarte ein ggf. korrekt belichtetes Bild habe, mein Motiv aber ggf. nicht mehr da ist ;)

      Oder anders ausgedrückt: Wenn nur noch auf Graukarte im TV belichtet würde sähe unser TV-Programm anders aus...

      Es hat schon seinen Grund mit diesem "praktischen Workaround" eben keine Graukarte zu verwenden. Schnell, effektiv und zu 98% vollkommen ausreichend.

      Bei szenischen Produktionen wo ich "alle Zeit der Welt" habe und der Mann bzw. Frau hinter der Kamera angibt ob die Szene I.O. ist mag das anders aussehen, aber bei vielen Dingen muss es eben schnell gehen, lange Einstellsachen sind da einfach nicht "drin" - wenn Dir ein CEO oder Politiker sagt das Du 3min. für das Interview hast nimmst Du definitiv KEINE Graukarte....
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    • kpot11 schrieb:

      Jetzt müsste ich noch Gain manuell richtig einstellen, damit die gesamte Belichtung stimmt. Bloß, wie weiß ich, was der richtige Gainwert ist
      Das war doch die Frage Leute...

      Habe mir die Seite 66 der Bedienungsanleitung angesehen, tatsächlich kann man im "M" Aufnahmemodus
      die drei Parameter: Blende, Verschlusszeit und die "Verstärkung" in diesem Modus einstellen.
      Wenn Du also die ersten beiden Parameter festgelegt hast, musst Du an dem "Verstärkungsregler" drehen bis
      die Belichtung korrekt angezeigt wird. Die Belichtungsanzeige dazu habe ich nicht gefunden, irgendwo muss diese
      aber aktivierbar sein, sonst müsstest Du das nach dem Monitorbildeindruck machen was nur eine grobe
      Schätzung sein kann. In dem Ausdruck "Verstärkung" steckt vermutlich "ISO" und "Gain", wann "Gain" wirksam
      wird - also die elektronische Verstärkung - ist nicht klar der BA zu entnehmen, Es besteht die Gefahr, dass man
      sich ohne dieser Kenntnis sogar bei Tageslicht ein Bildrauschen einfängst. Musst versuchen diese Angelegenheit
      abzuklären, evtl. mit einem zusätzlichen Kamerabuch welches es für diese Kamera bestimmt gibt.

      Die Belichtungsanzeige bei meiner Kamera sieht so aus:



      Den roten Pfeil für die theoretisch richtige Belichtung habe ich selbst eingezeichnet, weil ich kein Screenshot von meinem Monitor/Sucher dafür habe.
      Meine Tests haben aber ergeben, dass eine kleine Unterbelichtung - Pfeil im Minusbereich - das bessere Videobild ergibt.

      Natürlich ist es richtig was hier gesagt worden ist, die Belichtungszeit ist abhängig von der Bildrate, ich achte zumindest darauf da ich keine stotternde
      Videodarstellung mag, wenn zu kurze Verschlusszeiten eingesetzt werden!

      Ich hoffe, Du findest es heraus, was es genau mit der "Verstärkung" auf sich hat damit Du kein Rauschen bei der Aufnahme produzierst und auch die
      Anzeige für die Belichtungskontrolle findest.
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 9.x - DaVinci Res.14 +++
    • Ich habe noch nie mit einer Graukarte oder dergleichen gearbeitet.
      Ich nutze aber Zebra, allerdings eingestellt auf 100+.
      Ich weiß aber genau, wie das Kameradisplay oder der Sucher das Bild darstellen und somit auch genau, wie ich zu korrigieren habe.
      Das sind Erfahrungswerte, die man sich zwar bei jeder Kamera erst wieder aneignen muss, aber das geht ja recht schnell.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Achilles schrieb:

      kpot11 schrieb:

      Jetzt müsste ich noch Gain manuell richtig einstellen, damit die gesamte Belichtung stimmt. Bloß, wie weiß ich, was der richtige Gainwert ist
      Das war doch die Frage Leute...

      Und die war auch beantwortet.

      Gain auf 0dB ist der richtige Gainwert.


      Und dann kam die nächste Frage, wie er eine korrekte Belichtung an sich erkennen kann.

      Darauf kam die Antwort: Zebra benutzen.


      @kpot11:

      Ich wollte Dich keinesfalls beleidigen oder "hochnehmen".

      Die Verwendung von Zebra und Histogramm sowie das Wissen um Gain bei der vollständig manuellen Einstellung der Belichtung sind absolute Grundlagen, sozusagen erste Kenntnisstufe - bezogen auf die Verwendung vollständig manueller Einstellungen.
      Da Du konkret danach gefragt hast, ging ich davon aus, dass du Dich erst kurz mit der vollständig manuellen Belichtungseinstellung Deiner Kamera beschäftigst.

      Es war absolut nicht böse gemeint sondern entsprach meiner Einschätzung Deines derzeitigen Vorhabens ... Dich näher mit der manuellen Belichtungseinstellung zu beschäftigen.

      Wenn Du das alles schon intus hast, dann habe ich vielleicht wirklich Deine Frage falsch verstanden.
      War keine Absicht.

      Viele Grüße
      Peter
    • Achilles schrieb:

      Das war doch die Frage Leute...
      1) Sehr gut (aus meiner Sicht): Scheint meine Fragestellung doch nicht so nebulos formuliert worden zu sein, wie ich befürchtete.

      2) ... Natürlich ist es richtig was hier gesagt worden ist, die Belichtungszeit ist abhängig von der Bildrate,... ===>
      Ich würde den Satz wie folgt formulieren: "Natürlich ist es richtig was hier gesagt worden ist, die Belichtungszeit ist auch abhängig von der Bildrate,"
      Wäre die Belichtungszeit ausschließlich von der Bildrate abhängig, dann bräuchte man ja - überspitzt formuliert - keine Tv-Einstellungsmölichkeit, oder? Wenn meine Bildrate 50p ist und ich der "180 Gradregel" folge, dann müsste ich 1/100 einstellen, selbst dann, wenn ich ein Autorennen filmen will. Das wäre jedenfalls neu für mich.

      3) "ISO" oder "Gain": Die Verstärkung wird jedenfalls in Form von dB eingestellt.
      Gruß kurt
    • Achilles schrieb:

      PeterC schrieb:

      Und die war auch beantwortet.

      Gain auf 0dB ist der richtige Gainwert.
      Klar Gain auf 0, wie kontrolliert man aber die korrekte Belichtung bei dieser Kamera?
      Wie schon geschrieben: mittels Graukarte - die bei rec709 auf 50% Zebra/Waveform stehen muss.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • PeterC schrieb:

      1) Ich wollte Dich keinesfalls beleidigen oder "hochnehmen".

      2) Die Verwendung von Zebra und Histogramm sowie das Wissen um Gain bei der vollständig manuellen Einstellung der Belichtung sind absolute Grundlagen, sozusagen erste Kenntnisstufe - bezogen auf die Verwendung vollständig manueller Einstellungen.
      3) Da Du konkret danach gefragt hast, ging ich davon aus, dass du Dich erst kurz mit der vollständig manuellen Belichtungseinstellung Deiner Kamera beschäftigst.
      1) Passt schon (bayerisch, auch österreichisch).

      2) Kein Einspruch.

      3) Genau so ist es: Diese Kamera ist für mich neu (jedenfalls was deren Modus-M betrifft). Und daher habe ich mich mit diesem (Grundlagen)Problem beschäftigen müssen, weil aus dem Handbuch alleine nicht recht ersichtlich ist, wie und was genau da (intern) passiert oder man bei dieser Kamera speziell beachten müsste.

      Achilles schrieb oben: "Die Belichtungsanzeige dazu habe ich nicht gefunden, irgendwo muss diese aber aktivierbar sein, sonst müsstest Du das nach dem Monitorbildeindruck machen was nur eine grobe Schätzung sein kann."
      Und hat damit den eigentlichen Kern meiner Frage voll getroffen.

      Mit Zebra hast Du eine Antwort geliefert, die ich zwar erwartet hatte, aber eben nicht sicher war, ob das schon "der Weisheit letzter Schluss" war. Irgendwie hoffte ich auf zusätzliche Möglichkeiten, z.B. ein Hinweis darauf, dass in der Kamera dieser oder jener "Schalter" vorhanden sein sollte, dessen Drücken anzeigt, ob die Belichtung schon OK ist. Irgendwann gabs einmal eine solche Kamera (habe leider vergessen, wann das war und um welche Kamera es sich handelte; war glaube ich ein Canon-Fotoapparat, vor langer Zeit), da konnte man die drei Parameter auch unabhängig voneinander einstellen - aber im Sucher wurde angezeigt, ob man außerhalb einer "korrekten" Belichtung lag oder nicht. Bisher habe ich in den Tiefen meiner Kamera noch nichts derartiges gefunden, was in dieser Richtung brauchbar wäre. Und das war der Ausgangspunkt meiner Fragestellung.

      Sieht momentan so aus, dass ich mit Zebra eine Methode habe, um (bei entsprechenden Lichtverhältnissen) feststellen zu können, ob die Belichtung (zumindest einigermaßen) in Ordnung sein wird.
      Sieht momentan aber auch so aus, dass man ebenfalls mit dem visuellen Eindruck des Monitors/Suchers leben wird müssen.
      Werde meinen Modus-M noch etwas weiter erforschen; vielleicht findet sich in der Kamera doch noch eine Möglichkeit.
      Gruß kurt
    • kpot11 schrieb:

      Wenn meine Bildrate 50p ist und ich der "180 Gradregel" folge, dann müsste ich 1/100 einstellen, selbst dann, wenn ich ein Autorennen filmen will. Das wäre jedenfalls neu für mich.
      Ja, so sehe ich das..., bei einem Autorennen würde ich die Kamera mitziehen und nicht die Autos quer zu der Kamera vorbeiflitzen lassen..., außer man will einen bestimmten Effekt damit erzielen.
      So neu kann das Thema in Deinem Alter für Dich auch nicht mehr sein, schließlich hat man die Frage der Shutterzeit bei der Videofilmerei schon bis zum Abwinken diskutiert und beschrieben...

      Tja, dann kontrolliere mal die Belichtungszeit mit der Zebrafunktion wenn es nicht anders geht. Berichte mal ob es klappt, schließlich sollst Du laut Peter Gain bei 0 halten... :thumbup:
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    • kpot11 schrieb:

      Achilles schrieb:

      Das war doch die Frage Leute...
      1) Sehr gut (aus meiner Sicht): Scheint meine Fragestellung doch nicht so nebulos formuliert worden zu sein, wie ich befürchtete.
      2) ... Natürlich ist es richtig was hier gesagt worden ist, die Belichtungszeit ist abhängig von der Bildrate,... ===>
      Ich würde den Satz wie folgt formulieren: "Natürlich ist es richtig was hier gesagt worden ist, die Belichtungszeit ist auch abhängig von der Bildrate,"
      Wäre die Belichtungszeit ausschließlich von der Bildrate abhängig, dann bräuchte man ja - überspitzt formuliert - keine Tv-Einstellungsmölichkeit, oder? Wenn meine Bildrate 50p ist und ich der "180 Gradregel" folge, dann müsste ich 1/100 einstellen, selbst dann, wenn ich ein Autorennen filmen will. Das wäre jedenfalls neu für mich.

      3) "ISO" oder "Gain": Die Verstärkung wird jedenfalls in Form von dB eingestellt.
      Gruß kurt
      Es gibt eine gewisse (unten fast schon willkürlichen) Reihenfolge:

      1) Wahl der Bildrate
      Daraus ergibt sich die Verschlußzeit (180 Grad Regel)
      2) Wahl des Objektives
      3) Wahl der Blende
      4) Wahl des ND-Filters
      5) Wahl von ISO/Gain
      6) Rückiteration zu 3) bis 5) zur Belichtungseinstellung.

      wobei die Reihenfolge bei 2-5 sich je nach Hintergrund sicherlich verändern kann. Aber die Wahl der Bildrate steht meist am Anfang.

      Was sind die Hintergründe für so eine Reihenfolge - und warum kann sie auch anders sein:

      Die Wahl der Bildrate und der korrespondierenden Verschlußzeiten entscheidet stark über die Bewegungsästhetik. Will ich eher Videolook oder will ich eher einen Kinolook? Nicht dass das nur durch diesen einen Faktor definiert wäre - aber es ist schon recht grundsätzlich.

      Die Wahl des Objetives ist ein wesentliches Gestaltungsmittel, wenn Wechselobjektive vorhanden sind. Könnte auch weiter hinten kommen, aber für mich hat die Objektivwahl schon eine hohe Prioriät - und zumindest ich stelle den Rest dann erst ein.

      Die Blende sehe ich stärker als Gestaltungsmittel - vor allem mit großsensorigeren Geräten. Einfach, weil ich damit ja die Tiefenschärfe steuere. Es gibt sicherlich genug denen das weniger wichtig ist - vor allem mit kleineren Sensoren. Hängt eben davon ab was man will.

      Wahl eines ND-Filters ist vor allem für Außenlicht wesentlich - um überhaupt mit der gewünschten Blende hin zu kommen. Und die ISO will ich ohnedies klein halten, eventuell aber nicht bei 0db sondern im Fall von log-Aufnahmen entweder bei der nativen ISO oder etwas darunter.

      Dass die Reihenfolge hinten nicht mehr unbedingt hart erscheint - nun das sieht man auch daran dass es hier auch um die verwendete Hardware geht. Nehme ich etwa einen Vario-ND stelle ich mit dem sogar stufenlos die Belichtung ein. Nehme ich den neuen elektronsichen ND der in einer FS5 oder FS7 II verbaut ist, stelle ich mit dem stufenlos die Belichtung ein. Habe ich das nicht iteriere ich mich durchaus auch mit ISO und ND-Filter in einen Bereich hin, um einen gewissen Blendenbereich zu erwischen.

      Hängt somit auch davon ab, was für dich und deine Kamera gut funktioniert.

      Aber das sind eher Umsetzungsschritte - um einen gewissen Luminanzlevel einzustellen. Egal ob ich den über Graukarte oder Zebra justiere.

      Ach ja, gerade bei Zebras ist zu betonen dass die ja 2 Funktionen haben können:
      - Einstellung des Luminanzlevels
      - Schützen der Lichten um ein Ausbrennen zu verhindern.
      Damit ist es ideal wenn man zwei Zebras im Gerät hat, die sich unabhängig einstellen lassen. Wobei eine Waveform-Darstellung oder False Color natürlich noch netter sind.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • kpot11 schrieb:

      Wäre die Belichtungszeit ausschließlich von der Bildrate abhängig, dann bräuchte man ja - überspitzt formuliert - keine Tv-Einstellungsmölichkeit, oder?
      Im Tv-Modus übernimmt die Kamera aber immer noch die Belichtungssteuerung (durch Anpassung der Blende und eventuell ISO/Gain), während im M-Modus alles manuell einzustellen ist.

      kpot11 schrieb:

      Wenn meine Bildrate 50p ist und ich der "180 Gradregel" folge, dann müsste ich 1/100 einstellen, selbst dann, wenn ich ein Autorennen filmen will. Das wäre jedenfalls neu für mich.
      An was für eine Belichtungszeit hättest Du denn bei einem Autorennen gedacht?
      Greetings,
      ro_max

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    • kpot11 schrieb:

      Mit Zebra hast Du eine Antwort geliefert, die ich zwar erwartet hatte, aber eben nicht sicher war, ob das schon "der Weisheit letzter Schluss" war. Irgendwie hoffte ich auf zusätzliche Möglichkeiten, z.B. ein Hinweis darauf, dass in der Kamera dieser oder jener "Schalter" vorhanden sein sollte, dessen Drücken anzeigt, ob die Belichtung schon OK ist. Irgendwann gabs einmal eine solche Kamera (habe leider vergessen, wann das war und um welche Kamera es sich handelte; war glaube ich ein Canon-Fotoapparat, vor langer Zeit), da konnte man die drei Parameter auch unabhängig voneinander einstellen - aber im Sucher wurde angezeigt, ob man außerhalb einer "korrekten" Belichtung lag oder nicht. Bisher habe ich in den Tiefen meiner Kamera noch nichts derartiges gefunden, was in dieser Richtung brauchbar wäre. Und das war der Ausgangspunkt meiner Fragestellung.
      Ah, okay.
      Das macht meine Pentax beim Fotografieren auch.
      In der Stellung M blendet Sie im Display und im Sucher einen Belichtungsbalken ein, der anzeigt, wieweit ich vom Belichtungsvorschlag der Kamera entfernt bin.

      Beim Filmen bzw. Videoaufnahme, macht sie das aber nicht. Da schaltet sie auf Zebra und Histogramm um.
      Wahrscheinlich weil sie da eine andere Belichtungsmessung macht und somit ohnehin über das Sensorbild geht. (Spiegel ist dann ja hochgeklappt).

      Von den Camcordern kenne ich eigentlich immer nur die Variante mittels Zebra, Histogramm, Vektorskop usw. also die Bildsignalauswertung aber keine echte Belichtungsmessung wie beim Fotoapparat.

      Dieser Belichtungsvergleichsbalken wie beim Fotoapparat ist mir da noch nicht aufgefallen.
      Wobei ich aber natürlich nicht alle Camcorder der Welt kenne ... und auch nicht wirklich bei jedem Camcorder danach gesucht habe.

      Viele Grüße
      Peter
    • kpot11 schrieb:


      Wenn meine Bildrate 50p ist und ich der "180 Gradregel" folge, dann müsste ich 1/100 einstellen, selbst dann, wenn ich ein Autorennen filmen will. Das wäre jedenfalls neu für mich.

      Beim Fotografieren nimmt man bei Sportaufnahmen gerne sehr kurze Belichtungszeiten.
      Erstens um den Augenblick der Aufnahme knackig und möglichst kurz einzufrieren und
      zweitens weil man gerne mit extrem langen Brennweiten arbeitet, mit denen man sonst verwackeln würde.

      Bei Autorennen als Extrembeispiel bekommt man bei Mitziehaufnahmen - also Aufnahmen bei denen man die Kamera mit der Fahrt des Autos mit bewegt und in dieser Bewegung abdrückt - selbst bei 1/1000 s immer noch einen leicht verwischten Hintergrund, der den Eindruck der Geschwindigkeit bringt.

      Beim Fotografieren nimmt man die Belichtungszeit in ihrer gesamten Bandbreite für kreative Ausdrucksweise.
      Will ich einen Moment knackscharf und möglich kurzmomentig einfangen, dann nehme ich extrem kurze Belichtungszeiten.
      Möchte ich dagegen eine gewisse Dynamik oder Geschwindigkeit im Bild ausdrücken, dann nehme ich eher eine längere Belichtungszeit.

      Typische Beispiele:
      - der Moto-Cross Fahrer der nach dem Sprung gerade in der Luft ist. Dazu passt eine extrem kurze Belichtungszeit.
      - Der Wasserfall, der die Bewegung des Wassers zeigen soll: lange Belichtungszeit - findet man in jedem Urlaubsprospekt. :)
      - die typischen Nachtaufnahmen fahrender Autos. Kennt ja jeder von uns.


      Beim Film ist die Ausdrucksweise aber anders. Da wird die Bewegung ja durch Bewegung dargestellt. Die Bewegung läuft ja wirklich. Also braucht man sie nicht durch besonders extreme Belichtungszeiten zusätzlich darstellen.

      Film und Foto ist anders. Das muss man immer in Hinterkopf behalten.
      Daher würde ich beim Filmen auch beim Autorennen immer auf den normalen Belichtungszeiten - also passend zur Framerate - bleiben.
      Es kommt sonst leicht zu negativ wirkender Überlagerung kreativer Bildmomente.

      Viele Grüße
      Peter
    • PeterC schrieb:

      Beim Film ist die Ausdrucksweise aber anders. Da wird die Bewegung ja durch Bewegung dargestellt. Die Bewegung läuft ja wirklich. Also braucht man sie nicht durch besonders extreme Belichtungszeiten zusätzlich darstellen.

      Film und Foto ist anders. Das muss man immer in Hinterkopf behalten.
      Daher würde ich beim Filmen auch beim Autorennen immer auf den normalen Belichtungszeiten - also passend zur Framerate - bleiben.
      Das war halt auch meine Überlegung und deshalb ja die Frage an kpot11. ;)
      Greetings,
      ro_max

      Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
    • ro_max schrieb:

      An was für eine Belichtungszeit hättest Du denn bei einem Autorennen gedacht?
      Antwort eines Forumsbenutzers auf eine ähnliche Frage (bei 25p):
      1/50 Standard
      1/100 Viel Licht schnelle Bewegungen (draussen Sport)
      1/25 Wenig Licht keine Bewegungen (LandschaftsAufnahme Nachts)

      Aber das wäre jetzt eine weitere Frage für einen eigenen thread (den es aber vermutlich schon gibt).
    • PeterC schrieb:

      Es kommt sonst leicht zu negativ wirkender Überlagerung kreativer Bildmomente.
      Meinst Du sowas(Frameausschnitt):



      Hier hat mich eine Radlerin quer zu der Kameraposition gestört...

      Hier habe ich noch ein besseres Bild meiner manuellen Belichtungskontrollanzeige auf dem Bildschirm
      und auf dem elektronischen Sucher:

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    • PeterC schrieb:

      Typische Beispiele:
      - der Moto-Cross Fahrer der nach dem Sprung gerade in der Luft ist. Dazu passt eine extrem kurze Belichtungszeit.
      1) - Der Wasserfall, der die Bewegung des Wassers zeigen soll: lange Belichtungszeit - findet man in jedem Urlaubsprospekt.

      2) - die typischen Nachtaufnahmen fahrender Autos. Kennt ja jeder von uns.

      3) Film und Foto ist anders. Das muss man immer in Hinterkopf behalten.
      4) Daher würde ich beim Filmen auch beim Autorennen immer auf den normalen Belichtungszeiten - also passend zur Framerate - bleiben.
      5) Es kommt sonst leicht zu negativ wirkender Überlagerung kreativer Bildmomente.
      Hallo:

      Sehr gut; ich bekomme mehr Praxistipps als ich durch meine ursprüngliche Frage erwartet habe.

      ad 1) und 2): Beides habe ich tatsächlich auch schon in Videos (im US-GV-Forum) gesehen; ging in Richtung künstlerisch, stimmungsvoll etc.
      ad 3): Sehe ich eigentlich auch so.
      ad 4): Ich habe noch nie Autorennen, Golf(bälle) oder sonstige Sportereignisse gefilmt (nicht mein Interessensgebiet, wenn ich Filme machen will), wo ein Fotograf auf die Idee mit kurzen Belichtungszeiten kommen könnte. Interessant dabei ist, dass ich (eher intuitiv) bei meinen Modus-M Tests immer 1/120 eingestellt habe (filme mit 50p und 1/100 gibts bei meinem Camcorder nicht zum einstellen). Für mich daher ein interessanter Praxistipp.
      // Auf die Idee, bei z.B. Autorennen mal kürzere Belichtungszeiten zu testen, bin ich gekommen, weil ich nicht (immer) mitschwenken will und die (einigermaßen schräg, etwa 45 Grad) vorbeisausenden Autos noch einigermaßen scharf abgebildet werden sollen (um für solche Fälle gewappnet zu sein, wollte ich eben vorher Tests durchführen). Mehr steckt nicht dahinter.
      ad 5): Sehe ich auch so; kann auch beim Schnitt passieren, wenn man zuviele kreative Effekte auf einen Clip packt; bei zu kurzen Belichtungszeiten wird ja dann ein "Ruckeleffekt" merkbar.

      Damit scheine ich wohl jetzt auf meine Frage(n) mit ausreichend Antworten versorgt zu sein.
      Wobei mich da am meisten freut, dass auch Erklärungen mitgeliefert wurden. Jedenfalls für mich wichtig, weil besser/schneller... einsichtig und beurteilbar.

      Nochmals vielen Dank an alle !!!
      Gruß kurt
    • Achilles schrieb:

      Hier habe ich noch ein besseres Bild meiner manuellen Belichtungskontrollanzeige auf dem Bildschirm
      und auf dem elektronischen Sucher:
      Ja, so etwas in der Form schwebte mir vor.
      Was ist das für eine Kamera?
      Muss nachsehen, obs nicht doch so etwas Ähnliches auch bei meiner kamera gibt.
      Danke für das Bild zeigen.
      kurt
    • Achilles schrieb:


      Hier habe ich noch ein besseres Bild meiner manuellen Belichtungskontrollanzeige auf dem Bildschirm
      und auf dem elektronischen Sucher:




      Dem Symbol ganz links nach müsste das aber die Anzeige im Fotomodus sein, also beim Fotografieren.

      Geht diese Anzeige (Belichtungsbalken) bei dieser Kamera auch im Videomodus, also beim Filmen?

      Viele Grüße
      Peter