Neuer PC für Adobe CC und 4k Bearbeitung. Konfiguration? Hardware Plattform?

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    • Neuer PC für Adobe CC und 4k Bearbeitung. Konfiguration? Hardware Plattform?

      Guten Morgen,

      dieser Thread bezieht sich nur auf Adobe CC und ich möchte diese Software-Plattform nicht wechseln. Das nur Vorab.

      Nach mehreren Jahren PC-Hardware-Nutzung sowie filmen und schneiden in FHD 50p ist es an der Zeit einen neuen PC aufzusetzen, da ich nun endgültig mit der 4K-Filmerei und -Schneiderei beginnen möchte. Erste 4K Versuche zeigen, das der Schnitt mit meiner aktuellen Hardware nicht so flüssig von der Hand gehen, wie die FHD Nachbearbeitung. Das will ich ändern.

      Auf welcher Plattform würdet ihr heute einen Schnittrechner für Adobe CC aufsetzen? Ich habe mich damit länger nicht befasst und kann mich nur erinnern, das Intel (CPU) und NVIDIA (GPU wegen CUDA) das Maß aller Dinge für Adobe war. Gilt das heute auch noch?
      Oder kann man heute auch die neue AMD Generation der CPU und GPU bedenkenlos für einen Adobe Schnittrechner einsetzen? Wie sind hier die Erfahrungen der Adobe CC Nutzer?

      Seinerzeit gab es dazu mal ein white paper von Adobe, was mir vor Jahren bei der Konfiguration sehr geholfen hat.

      Leider sind die Systemanforderungen/-Empfehlungen auf der Adobe Seite sehr allgemein gehalten "Multicore-Prozessor mit 64-Bit-Unterstützung".

      Bin für jeden Hinweis dankbar (auch für konkrete Hardware-Vorschläge bzgl. CPU, GPU).

      Danke und viele Grüße
      Armin
    • Es ist zwar schon eine Reihe von Wochen her, als Frederik de Vries von der Firma Comweb in seinem Mail (an seine Kunden/Abonnenten) empfohlen hat, eventuelle PC-Käufe in den Herbst zu verschieben, da infolge der wiedererstarkten Konkurenz durch den Ryzen 7 ( comweb.de/amd-ryzen-7-amd-ist-wieder-da/ ), eventuell mit Preisanpassungen von Intel für den Kaby Lake denkbar wären.


      Auf seinen Seiten siehst du zumindest gut funktionierende Konfigurationen - bezüglich Preis bin ich derzeit (mangels eigenem Kaufinteresse) derzeit nicht auf dem Laufenden.


      Mit Gruss aus Wien :jubilie:
    • Da ich meine Schnitt PC's bisher immer selbst zusammen gebaut habe, kann ich nur ein grobes Budget für die notwendigen Komponenten nennen: etwa 1.000 bis 1.500 €. Gehäuse, Netzteil, SSD (System+Software) und eventuell die GPU ist vorhanden. GPU ist eine NVIDIA GTX 980. Als Speicher für den Schnitt (Footage, Vorschaudateien, ...) möchte ich eine 1 TB .M2 (oder 500 GB) einsetzen. Eine Massenplatte für Sicherung, unbearbeitetes Footage habe ich bereits eine 4 TB Platte. Da möchte ich ggf. eine 2. Platte zwecks Sicherung der wertvollen Rohdaten.

      Also konkret:
      CPU etwa 400 € (orientiert an Intel® Core i7-7800X)
      CPU Kühler etwa 50 €
      Mainboard etwa 200 bis 300 €
      32 GB RAM etwa 300 €
      .M2 250 bis 500 €

      Aber nochmal: Ich arbeite mit Adobe CC und früher war Adobe sehr leistungsorientiert und sehr auf die Intel bzw. NVIDIA Plattform ausgelegt. Ich bin halt unsicher ob das immer noch so ist oder ich auch z.B. auf einen AMD Ryzen Prozessor zurückgreifen kann.

      Ich werde auch noch warten, im Sommer schraube ich keinen PC zusammen. Will nur schon mal anfangen mich schlau zu machen...
    • Ich stehe vor demselben Problem und werde mir voraussichtlich folgenden PC bauen:

      Ryzen 1700X
      Scythe SCMG-5PCGH CPU Kühler Mugen 5 PCGH Edition
      Asus ROG Crosshair VI Hero Gaming Mainboard Sockel AM4
      Corsair Vengeance LPX CMK32GX4M2B3000C15 Speicherkit (3000 MHz, 2 x 16GB)
      Fractal Design Define R5 Black FD-CA-DEF-R5-BKGehäuse
      be quiet! Pure Power 10 600W ATX PC Netzteil BN278 mit Kabelmanagement
      Samsung 960 EVO MZ-V6E500BW Interne Solid State Drive (500GB) System und Prgramm Festplatte
      diverse Festplatten (SSD und HDDs habe ich schon)
      Zotac GTX 1060 (habe ich schon, ersetzte kürzlich eine GTX 660)

      Kosten (ohne GraKa) ca. 1400.- €
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    • Vor 2 Monaten habe ich mir meinen 4K Computer von 2 auf professionelle Schnittsystem spezialisierte Firmen zusammenstellen lassen.
      Mein Programm ist allerdings VegasPro.
      Aber 2 Aussagen müssten auch für Adobe gelten:
      1. Gamer nehmen den Ryzen-Filmstudios den Intel. Argument: Sicherheit
      2. Für Programme und das aktuelle Projekt: M2 HDD 500 GB,
      Die Performance meines neuen Rechners ist ca. um das 5fache besser als mein altes System. Hat sich also gelohnt.
      Übrigens: Die Grafikkarte soll bei vegas keine besondere Rolle spielen - so Magix Support. Und 16 GB Speicher sollen genug sein.
      Dirk
    • Dirk-1 schrieb:

      1. Gamer nehmen den Ryzen-Filmstudios den Intel. Argument: Sicherheit

      Diese Aussage ist schwer nachzuvollziehen. Die Ryzen Architektur ist noch viel zu kurz auf dem Markt, um eine gesicherte Aussage treffen zu können.

      Im professionellen (Schnitt)bereich ist es zudem so, dass man gerne 6-9 Monate verstreichen lässt (bzw. mit in house Tests beschäftigt ist), und erst dann dem Kunden Lösungen anbietet. Natürlich haben bestimmte Intel CPUs etwa für Edius Vorteile (Quicksync). Andererseits erlebt Intel gerade mit der X299 Markteinführung ein größeres Desaster als AMD mit dem holprigen Ryzen Start. Im Grunde geht es darum, welche CPU am besten zur Applikation passt. Wenn das geklärt ist, wird man im Hinblick auf das Budget die bestmögliche Lösung nehmen.
    • Eine Alternative zum Ryzen wäre der ähnlich teure i7 7700 Kabylake der beim Videoschnitt mit Premiere CC eine ähnliche Performance zu bieten scheint:
      pugetsystems.com/labs/articles…0X-1800X-Performance-909/
      Allerdings ist der Ryzen eine 8-Kern CPU, der Kabylake nur ein 4-Kerner und so erreicht der Ryzen in anderen rechenintensiven Programmen angeblich die Performance des sehr teuren i7 6900.
    • Als ich meinen letzten Schnitt PC zusammengeschraubt habe (ich meine es wäre 2012 oder 2013 gewesen) war die Empfehlung für Adobe Premiere klar Intel, weil Adobe sich auf die Architektur von Intel CPU's ausgerichtet (Details weiß ich nicht mehr). Und bei der GPU war es eindeutig aufgrund der Cuda Beschleunigung eine NVIDIA Grafikkarte.
      Heute ist die "Welt" nicht mehr so eindeutig und auf der Adobe-Seite bekomme ich keine hilfreichen Hinweise.
      Aber durch diese Diskussion hier und Recherchen im Adobe Forum ist eines etwas klarer geworden: ich werde mich nicht auf das "Abenteuer" von Intel au AMD einlassen und ich werde mal abwarten bzw. mich daran orientieren, was Anbieter wie "Magic Multimedia" für CPU und GPU in ihre auf Adobe-4k-Schnitt konfigurierte PC so einbauen.

      Im aktuell angebotenen Schnittrechner für "4K CC in der Standardkonfiguration" verbauen sie diese Komponenten:
      Prozesssor: intel core i7-6850K Sechskern-CPU 3,6GHz
      CPU-Kühlung: Noctua Low Noise Spezial CPU Kühler
      Gehäuse: LianLi PC-7HX Aluminium Midi-Tower, schwarz, gedämmt
      Stromversorgung: 700 Watt "Be Quiet" Low-Noise Markennetzteil
      Mainboard und Anschlüsse:Asus Workstation Motherboard (Sockel 2011v3) mit umfangreichen internen SSD/HDD Anschlüssen: 1x M.2 PCIe SSD, 1x U.2 NVM Express, 8x S-ATA3, 1x SATA Express, 3x Front USB 3.0, 2x USB 3.1, 4x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x Gbit LAN (DSL kompatibel), analoge und digitale 7.1 Soundausgabe
      Arbeitsspeicher: 32>GB QuadChannel DDR4 Ram
      Grafikkarte:6GB GTX1060 Grafikkarte mit 3x DisplayPort, 1x HDMI 2.0 und 1x DVI
    • Ich will ihn ja nicht kaufen, sondern mich beim Eigenbau an den Komponenten orientieren (hatte ich auch so geschrieben ) da die ja - so Zorros Hinweis - ja wohl umfangreiche Tests durchgeführt haben.
    • Habe mir die für mich notwendigen Komponenten (CPU,CPU Lüfter, RAM, .M2 Speicher, Mainboard) basierend auf der o.g. CPU (Sockel: 2011-3) mal bei Alternate in den Einkaufswage gelegt. Komme dabei auf gut 1.480 € ohne GPU. Da werde ich erstmal meine GTX980 einsetzen und ggf. später austauschen. Das finde ich o.k. und diese Konfiguration werde ich mal im Auge behalten und mich nicht auf einen Plattformwechsel bzw. noch nicht ausgereifte CPU (aktuelle Intel) einlassen.
    • Hi,

      der Topologieschutz bei Prozessoren gilt immer noch.
      Das bedeutet bei den neuen Funktionen bzw. Verbesserungen der neuen Prozessoren, dass AMD immer nur per On-Cip-Software nachbasteln kann, was Intel im Original per Hardware realisiert.
      Das geht manchmal ganz gut, manchmal gar nicht und manchmal nur mit kräftigen Rechenleistungseinbußen.

      Daher gilt für einen Rechner der zuverlässig und leistungsfähig laufen muss: Intel Prozessor.


      Die Frage ist, ob Dir der M.2 Speicher so wahnsinnig viel bringt und wie Du ihn effektiv zur Leistungssteigerung einsetzen willst.

      Arbeitest Du viel mit OpenEXR oder DPX?

      Viele Grüße
      Peter
    • PeterC schrieb:

      Die Frage ist, ob Dir der M.2 Speicher so wahnsinnig viel bringt und wie Du ihn effektiv zur Leistungssteigerung einsetzen

      PeterC schrieb:

      Arbeitest Du viel mit OpenEXR oder DPX?
      Hallo Peter,

      deine Aussage bestätigt mich erstmal darin, bei Intel zu bleiben und auch hier auf bewährte Architekturen zurückzugreifen.

      zu M.2:
      Heute habe ich meine Projektdaten auf 2 bzw. 3 SSD verteilt (wurde auch in dem weiter oben erwähnten Whitepaper von Adobe bereits für FHD Schnitt empfohlen):
      1. SSD: Footage und Projektdateien
      2. SSD: Vorschaudateien
      3. SSD: Ausgabe des gerenderten Films
      Nun bilde ich mir ein, mit einer .M2 SSD diese 3 Platten ablösen zu können, weil der Datendurchsatz ausreichen sollte. Liege ich damit falsch? Oder würde mir eine neue GPU (von GTX 980 auf GTX 1060) für den 4K Schnitt mehr Performance bieten?

      Und ganz ehrlich:OpenEXR oder DPX sagt mir nichts.

      Grüße
      Armin
    • Ich habe folgendes realisiert auf meinem Videoschnitt-PC mit dem I7-6700::

      1. SSD: Windows und Programme
      2. SSD: Footage(Backup auf Archiv-Festplatte!), Projektdateien, Vorschaudateien
      3. Kodieren auf interne Festplatte
      4. Archivieren auf Wechselfestplatte im PC Wechselschacht

      Schneide 4K(UHD) Videomaterial auf FHD.
      Alles läuft praktisch verzögerungsfrei und flüssig, nicht echtzeitfähige
      Funktionen und Plug-in muß man Rendern.

      Vorteilhaft für das Neat Video Plugin ist das Zusammenschalten der Intel-CPU(QuickSync in EDIUS) mit der GraKa.
      +++++++++ Das ist meine Privatmeinung! +++++++++
      +++ FZ300 - RX100 - EDIUS 9.x - DaVinci Res.14 +++
    • Achilles schrieb:

      Ich habe folgendes realisiert auf meinem Videoschnitt-PC mit dem I7-6700::

      1. SSD: Windows und Programme
      2. SSD: Footage(Backup auf Archiv-Festplatte!), Projektdateien, Vorschaudateien
      3. Kodieren auf interne Festplatte
      4. Archivieren auf Wechselfestplatte im PC Wechselschacht

      Schneide 4K(UHD) Videomaterial auf FHD.
      Alles läuft praktisch verzögerungsfrei und flüssig, nicht echtzeitfähige
      Funktionen und Plug-in muß man Rendern.

      Vorteilhaft für das Neat Video Plugin ist das Zusammenschalten der Intel-CPU(QuickSync in EDIUS) mit der GraKa.
      .. und es geht hier um Adobe CC und nicht um Edius ...
    • Wenn Du mit stark komprimierten Rohdaten (AVCHD; XAVC-S usw.) arbeitest, und die Filme dann auch wieder in stark komprimierte Formate ausgibst, bringt Dir die Aufteilung in viele SSDs bzw. der Verwendung eine M.2 nicht wirklich was.

      Bei 100 MBit/s Rohdatenformat und einer Schreib-/Lesegeschwindigkeit von 500 MByte/s einer SSD, kannst Du Dir ausrechnen wieviel Clips Du gleichzeitig laufen lassen bis Du an die Grenze einer normalen SSD kommst.

      Das Rendern hängt eh mehr von der Prozessorleistung ab als von der SSD-Geschwindigkeit.

      Die schnellen Datenträger sind eher interessant, wenn man mit gering komprimierten Datenformaten arbeitet.

      Selbst XAVC-I in 4k (400 MBit/s) bringt eine normale SSD lange nicht an die Grenze.


      OpenEXR und DPX sind Austauschformate im Bildsquenzen für Animationen, Kompositionen usw.

      OpenEXR z.B: wird häufig im 16 Bit Fließkommaformat verwendet, dazu mit zusätzlichen Layern, die Tiefeninformationen, Bewegungsverktoren usw. beinhalten.

      Da kann ein einzelnes Bild schon mal 20, 30 oder 50 MByte groß sein. Wenn man dies dann in Echtzeit abspielen will, dann wird es interessant schnelle Datenträger zu verwenden.
      Wenn man dann noch auf 32 Bit Fließkomma geht, dann erst recht natürlich.

      Solange man das nicht benötigt, stellt sich halt immer die Frage, ob normale SSDs nicht reichen und man stattdessen lieber z.B: einen Wasserkühler verbaut um die Kiste leiser zu halten o.ä.

      Daher frage ich halt.

      Viele Grüße
      Peter
    • Die reine Wiedergabe der 4k Dateien (gefilmt MP4 100 Mbiti) ist auch bei meiner aktuellen Konfiguration kein Problem, da weiß ich bzw. kann mir ausrechnen, das der Datenstrom einer SSD völlig ausreicht. Erst wenn ich in die Bearbeitung gehe und Filter/Szenenübergänge etc. anwende fängt die Vorschau nach einer kurzen Zeit an zu ruckeln und wenig später friert das Bild ein, während der Ton weiter läuft.
    • Im Gegensatz zu Bruno arbeite ich ja mit PPro und kann dir daher sagen, dass es sich für mich empfohlen hat die SSD´s folgendermaßen aufzuteilen.

      1. SSD fürs System und Programme
      2. SSD für alle Chaches, die bei Adobe anfallen
      3. SSD für sonstigen Kleinkram.

      Meine Daten liegen alle auf externen Festplatten, mittels USB3 angeschlossen. ich würde hier derzeit wohl auf USB 3.1 Type C setzen.
      Das reicht nach meiner Erfahrung für eine gute Performance beim Arbeiten aus.
      Ich nutze extern nicht einmal SSD´s, sondern Festplatten, manchmal im Raid oder auch nicht, je nach Bedarf.
      Die externen Platten machen meiner Meinung nach für mich mehr Sinn, da ich sie je nach Bedarf anschließen kann und dadurch auch ganz schnell mit den Projekten auf andere Rechner umziehen kann.

      Man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass sich bei den letzten Versionen von Premiere Pro gerade bei der Nutzung von Effekten und dergleichen sehr viel bei der Geschwindigkeit getan hat.
      PPro war ja schon seit langem sehr schnell, aber mittlerweile hat sich das noch gigantisch gesteigert.
      Selbst bei einer intensiven Farbkorrektur gibt es ja kaum noch Wartezeiten, und das auch bei meinem schon sehr betagtem Rechner.

      Und weiter aufrüsten kannst du bei den Laufwerken ja später immer noch, falls es dir zu langsam gehen sollte.
      Gruß

      Hans-Jürgen