Premiere CS6 Waveformmonitor - Chroma

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    • Premiere CS6 Waveformmonitor - Chroma

      Der Waveformmonitor von Premiere CS6 zeigt Luma- und Chroma-Werte an. In PAL sollen die Lumawerte zwischen 0,3 bis 1V liegen. Wie aber sieht es für die Chroma-Werte aus? Außer, dass sie etwas höher als die Lumawerte sind, habe ich im Internet leider nichts gefunden. Gibt es hier zumindest Richtwerte oder sogar fixe Grenzen? Alle meine Videos sehen nach der Korrektur der Luma-Werte und des Weißabgleiches mit der "schnellen Frabkorrektur" extrem gesättigt (künstlich) aus. Die Helligkeit und Graduation von Schwarz nach Weiß wirkt gut.
      vg Ian
    • Ian schrieb:

      Gibt es hier zumindest Richtwerte oder sogar fixe Grenzen? Alle meine Videos sehen nach der Korrektur der Luma-Werte und des Weißabgleiches mit der "schnellen Frabkorrektur" extrem gesättigt (künstlich) aus

      der Soll-Wertebereich für Cb und Cr (also die Farbinformation) liegt zwischen 16 und 240.

      Dass deine Videos "extrem gesättigt" aussehen, hat damit nicht direkt etwas zu tun denke ich. Du kannst ja die Farbkomponenten nicht direkt einstellen sondern nur über die Farbkorrektur. Deshalb verstehe ich deine Aussage nicht wirklich. Denn dass du die Sättigung einfach zurückdrehen kannst, ist ja trivial und das weißt du bestimmt selber.

      Vielleicht könntest du dein Problem etwas genauer beschreiben, eventuell auch mit Screenshot?

      Gruß Jürgen
    • Ich weiß nicht, wie es in Premiere ist, aber oftmals ist das nicht einfach Cb und Cr, sondern ein Composite-Signal aus Luma und Chroma, für das wiederum andere Grenzwerte gelten würden. Das wird deutlich, wenn man sich einen genormten Farbbalken unter dieser Ansicht betrachtet.
    • Danke für die Antworten. Ich hoffe die Screenshots sind aussagekräftig.

      Video und Waveformmonitor vor der Bearbeitung:



      und nach der Bearbeitung (Schnelle Farbkorrektur - Tonwertspreizung und Tonwertumfang). Der Lumabereich (grün) ist zwischen 0,3 und 1V, aber wie weit darf/soll der Chromawert (violett) gehen?

      vg Ian
    • Hallo Ian,
      leider bin ich in dem Thema auch nicht sooo tief drin. Ich löse es für mich in CS6 so, dass ich mir im Fenster "Referenzmonitor" nicht nur den "Wellenformmonitor" anzeigen lasse sondern das kombiniert als "Vector- / Wellenform- RGB-Parade" anzeigen lasse. Wobei ich "nur" mit Wellenform und RGB-Parade so richtig arbeite. Als Filter verwende ich "RGB Kurven". Damit komme ich persönlich am besten klar weil ich da direkt an den Grundfarben drehen kann.
      Von der Funktionsweise her ist es Interessant mal einen Farbalken auf die Timeline zu legen und dann an den drei Kurven zu drehen.
      Weis nicht ob Dir das hilft...
      Grüßle,
      Steve
    • Danke,

      die RGB-Kurven habe ich als Alternative zur schnellen Farbkorrektur auch schon ausprobiert. Einen falschen Weißabgleich erledige ich automatisch mit der Pipette der schnellen Farbkorrektur, wenn ich es damit nicht schaffe mit den RGB-Kurven und der RGB-Parade. Meistens aber bleibe ich bei der schnellen Farbkorrektur. Sie erinnert mich an die Photoshop Tonwertkorrektur mit der ich da die Grundeinstellungen eines Bildes vornehme. Die Photoshop Graduationskurven nehme ich auch hier eher selten.
      vg Ian
    • Hallo Ian,

      die Monitore in Premiere CS6 sind leider nicht alle leicht durchschaubar, bei CC sind sie bzgl. logischer Transparenz wesentlich verbessert. Deshalb sind meine Anmerkungen mit einem gewissen Fragezeichen zu verstehen.

      - Deine Makroaufnahme finde ich weder im Original noch in der bearbeiteten Version übersättigt.
      - im Originalbild ist Luminanz/Chrominanz ganz leicht übersteuert, aber nicht dramatisch, wie auch im Screenshot zu sehen. Allerdings zeigt insbesondere die blaue Linie am rechten Bildrand, dass die "Farbintensität" (was immer Adobe damit auch meint ??) außerhalb des zulässigen Bereiches ist. Das scheint mir Nonsens zu sein, da weder im Wellenbild noch im Screenshot davon etwas zu sehen ist. Eventuell zeigt das an, dass es irgendwo im Videosignal einen punktförmigen Ausreißer gibt, den man dann im Wellenbild nicht sieht, der aber nicht stören sollte
      - genauso würde ich das auch im Wellenbild "nach Bearbeitung" sehen. Auch da zeigt die blaue Linie nur eine nicht nachvollziehbare Übersteuerung an.

      In der Bedienungsanleitung von Adobe habe ich dazu nichts gefunden. Wenn hier jemand doch etwas dazu weiß, würde mich das auch interessieren.

      Ich würde an deiner Stelle mit meiner Makroafnahme der Biene zufrieden sein, und der blauen Linie im Monitor nur Verachtung schenken :D :D

      Gruß Jürgen
    • Vielen Dank,

      ja leider schweigt sich die Bedienungsanleitung hier aus. Irgendeinen Sinn muss der blaue Balken doch haben ?(
      vg Ian
    • Das ist es, so wie es im Handbuch steht, aber die Balken berücksichtigen die Peeks. Nach der Bearbeitung mit der Sättigung kommt dann ein ziemlich entsättigtes Ergebnis heraus:



      Also nicht auf die Balken (Ausreißer) sondern den "Körper" achten. Dann stimmt die Sättigung des Bildes im oberen Beitrag eigentlich ganz gut.

      Probeweise habe ich eine Aufnahme meines SAT-Receivers mit dem Waveformmonitor angesehen. Da gehen die Lumawerte von etwa 0,25 bis knapp 1,1V und die Chromawerte "verlassen fast die Skala". Es war natürlich nur eine Stichprobe.

      Vielen Dank für Eure Hilfe.
      vg Ian
    • Schau dir mal Vector- / Wellenform- RGB-Parade am laufenden Video an, dann wirst du dich wundern, wie schnell sich das alles verändert.
      Wenn du dich auf genau ein Stanbild festlegst kann es beim Rest des Videos wieder ganz anders aussehen.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Hallo,

      Hans-Jürgen schrieb:

      Schau dir mal Vector- / Wellenform- RGB-Parade am laufenden Video an
      ja, das ist interessant, funktioniert in CS6 leider nur bedingt: man kann leider nicht parallel den Film im Programfenster laufen lassen und gleichzeitig im Referenzmonitor die Scopes. Die werden in diesem Fall nur dann aktualisiert wenn man die Wiedergabe anhält. Solo im Programmfenster funktioniert das natürlich, ist aber nicht so praktisch wie wenn man den Film parallel dazu sieht.

      Hans-Jürgen schrieb:

      dann wirst du dich wundern, wie schnell sich das alles verändert.
      kommt halt ganz auf die Aufnahmen an. Bei Aufführungen mit starren Kameras ist das kein so großes Problem.

      Ian, bei Youtube habe ich folgendes Video gefunden, ist zwar auf English aber trotzdem Interessant. Der Ersteller verwendet dabei auch die schnelle Farbkorrekur:


      Allerdings war seine Aussage zum Chrominanzwert auch nur das dieser nicht zu weit weg von der Luminanz sein sollte. Ich würde da auch eher auf wie von Dir beschrieben auf den "Körper" bzw. die Farben im Bild achten. Bei meinem Testclip war das dann beim Schwarzwert : -0,1 und beim Weiswert -0,2 in der Wellenformansicht.

      Für mich als Laie war jedenfalls folgendes Aufschlussreich von der Übersetzung her:

      Deutsch: Tonwertspreizung ---> Englisch: Input Levels
      Deutsch: Tonwertumfang ---> Englisch: Output Levels

      Dank der englischen Begriffe habe ich endlich mal kapiert was wirklich hinter diesen beiden Reglern steckt! Wäre ja nicht so kompliziert gewesen das ganze Eingangspegel und Ausgangspegel zu nennen... Dank Dir und YT bin ich da auch nochmal einen Schritt weiter gekommen. :merci:

      Grüßle,
      Steve
    • Danke Euch!
      Das Video ist sehr interessant. Inzwischen bin ich auf einen Trick gekommen die Scopes in Premiere CS6 "fast" beim laufenden Film aktualisieren zu lassen. Nicht die Wiedergabe starten sondern mit Halten der Cursortaste (eigentlich einen Frame weiter) läuft der Film etwas ratternd durch und der Waveformmonitor läuft mit.
      vg Ian
    • Hallo Ian,
      auch dieses Lernvideo von Larry Jordan ist sehr Aufschlussreich. Wenn ich es richtig verstanden habe lässt er die Chromawerte im Waveformmonitor außer acht und nutzt für die Farben (und deren Sättigung) Vectorscope und RGB-Parade.

      Grüßle,
      Steve
    • Jetzt habe ich mich auch mit dem Vectorscope angefreundet und sehe eine eventuelle Übersättigung dort.

      Vielen Dank - Christian
      vg Ian