LUT in EDIUS; Primäre Farbkorrektur

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    • ok, hab ich gelesen.

      Ich kann mir auch vorstellen, dass du durch diese Operation z.B. die dunklen Teile besser auflösen kannst. Trotzdem: insgesamt aber reduziert das doch die Luminanzauflösung: du hast dafür 8 Bit oder (ca.) 256 Luminanzwerte. Wenn du nun den Kontrast verringerst ("flaches Bild") bleiben oben und unten Werte ungenutzt, also gibt es weniger unterschiedliche Helligkeitsstufen: die Luminanzauflösung wird geringer.

      Interessant wäre, wenn du mal ein Histogramm (oder Waveform) -Diagramm des von der Kamera mit deinen Einstellungen gelieferten und nicht weiter aufbereiteten Materials hier posten würdest?

      Gruß Jürgen
    • HJS schrieb:

      Luminanzauflösung wird geringer
      Nein, die Auflösung wird vom Objektiv und Aufnahmesensor bestimmt.
      Danach wird durch den Bildbearbeitungsprozessor das bunte Video je nach Bildstilwahl generiert.
      Das unterbinde ich weitgehend durch eine personalisierte Cine-like D Aufnahme mit bestimmter
      Gammakurvenfestlegung für Lichter und Schatten. Im NLE erst wird der finale Look erzeugt incl.
      Luminanzeinstellung, Farbstimmung, Schwarzpunkt-/Weißpunktfestlegung sowie Schärfung -
      per Matrix- oder Kantenachschärfung.

      Sowohl bei der Aufnahme als auch in der Nachbearbeitung bleibe ich immer in den gegebenen
      Waveform-Grenzen, kannst es mir glauben oder auch nicht.

      Das sollte als Antwort auf Deine Fragen genügen. :thumbup:
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    • Die Antwort ist differenzierter: auf Seite des abzubildenden Objekts hängt die Ausnutzung der Luminanzspreizung meiner Signale vom Dynamikumfang des abzubildenden Objekts ab. Habe ich hier einen sehr geringen Dynamikumfang, liefert mir das bereits wenig gespreizte Luminanzwerte. Ist der hingegen groß spreizen sich diese Werte auf.

      Jetzt kommt aber die Übertragungsfunktion ins Spiel: auf wieviele Blendenstufen umfasst diese? 6 wie bei rec709 oder 14 wie bei slog2?

      Hat mein Objekt selbst nur einen Umfang von zB nur 3 Blendenstufen, brauche ich kein log. Denn dann werden die Luminanzwerte viel zu massiv zusammen geschoben, dass dann zu entwickeln ist dann kaum möglich. Eine typisch Nachtszene braucht kein flaches Profil.

      Flache Profile wie log machen oft erst bei einem hohen Dynamikumfang Sinn. Da dabei viele Blendenstufen im Luminanzbereich untergebracht werden müssen, und 8bit nur relativ wenig Werte hat, sind flache Profile und log mit 8bit eventuell kritisch (zu wenig Luminanzwerte pro Blendenstufe, Gefahr vom Abriss und Banding).
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Da hier über s-log die Rede ist, kann ich folgendes sagen:

      ich filme mit meinen Sony Kameras grundsätzlich nur noch mit s-log, tagsüber, abends und nachts und dies in allen Situationen.

      In allen Fällen ist das Bild, gegenüber allen anderen Profilen, realistischer, deutlich besser durchzeichnet und plastischer !

      Viele Grüße
    • Zitat von Sony z.B:
      S-Log ist eine Gammakurve zur Aufzeichnung und Übertragung so vieler von
      unseren Kamerasensoren erfassten Informationen wie möglich. S-Log erweckt Ihre
      Bilder zu neuem Leben, indem die Technologie die vom Sensor aufgezeichnete breite
      Farbskala und den Dynamikbereich beibehält. Bei der Farbkorrektur in der Postproduktion
      erstellen Sie dann das gewünschte Bild mit größerer künstlerischer Kontrolle
      über das fertige Produkt.
      Mein Aufnahmeeinstellungen für die Kameraaufnahme sind in #35 zu finden.
      Im Bereich bis ISO 800 liegt die Eingangsdynamik meiner Kamera zwischen
      9,5 bis 10 EV (Quelle: Panasonic LUMIX FZ300 Seite 179, Verlag Markt +Technik).

      Panasonic hat der FZ300 den Aufnahmebildstil Cine-like D spendiert weil es
      dieser Kamera nützt zusammen mit personalisierten Parametereinstellungen und
      Wahl eines geeigneten Gammaverlaufs zwecks Anpassung an Aufnahmesituationen
      wie: Sonnenschein, bedeckter Himmel, Tag/Nacht usw. ||
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    • Also so sehr ich log mag, aber es ist nicht sinnvoll IMMER mit slog zu filmen.

      Begründung siehe oben - plus dem Argument dass man slog wie log überhaupt immer für rec709 graden muss. Man muss zumindest die Zeit haben einen LUT draufzulegen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Zur Frage:

      S-LOG 2 und dabei natürlich 8bit
      Dabei verwende ich kameraintern folgende Einstellungen:

      z.B. bei Tag:
      Schwarzpegel: -10
      Gamma: S-LOG2
      Schwarzgamma Bereich Breit Stufe -7
      Farbmodus: Movie
      Sättigung +20
      Details:+1

      Damit werden die Farben realistisch abgebildet.
      Natürlich muss man sich von den üblichen Hochkontrastbildern mit geringem Dynamikumfang verabschieden.
      Wenn man sich daran gewöhnt hat, will man nichts mehr anderes sehen.
      Sieht man ja im TV auch kaum noch was anderes.

      für weitere Lichtbedingungen habe ich angepasste presets geschaffen.

      Ich würde allen empfehlen, die entsprechende Sony Kameras haben, damit zu experimentieren.

      Wichtig dabei ist neben einem korrekten Weißabgleich auch die richtige Belichtung und dies ausschließlich über den Sucher.

      Damit komme ich ohne weitere Bearbeitung im Schnittprogramm sowie ohne LUTs klar.

      Viele Grüße
    • wolfgang schrieb:

      Also so sehr ich log mag, aber es ist nicht sinnvoll IMMER mit slog zu filmen.
      Schon gar nicht bei Reportagevideos die aus ein paar Szenen oft nur bestehen und die
      irgendwann durch andere Aufnahmen ergänzt werden zu einem kleinen Zusammenschnitt
      nach der Art meiner Reportagereihe "Momente". Dafür bevorzuge ich einen vorgefertigten
      Look der Kamera, wie Natürlich, Landschaft, Portrait oder etwas von den vielen SCN-
      situationsbedingten Vorschlägen.
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    • Hans-Jürgen schrieb:

      Das dürfte ja wohl kein Problem sein.
      In PPro würde das vielleicht 2-3 Sekunden pro Clip dauern.
      Man kann aber auch alle Clips auf einmal damit bedienen.
      Ist wirklich kein Problem..., kann ich nur bestätigen.
      Wer daran zweifelt, der sollte mal einfach eine Testreihe auflegen
      um zu üben. :thumbsup:
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    • ich mache damit nichts zunichte, da in der Kamera der farbtechnisch korrekte "Clip" schon existiert.
      Eine Nachbearbeitung bei den einzelnen Clips ist nur noch in seltenen Fällen notwendig.

      Wie ich schon schrieb:
      Bitte selber testen, sofern eine entsprechende Kamera zur Verfügung steht. Kostet wenn überhaupt 1 Stunde.

      Viele Grüße
    • Es gibt so eine Vorgehensweise auch bei der FS7: die Kombination von slog mit dem Custom mode. Der Vorteil ist, dass man damit das Bild gleich beim Dreh gestalten kann. Man justiert sich Farbe, Weißabgleich, Belichtung und Kontrast und sicher auch Rauschunterdrückung. Man verlegt also den Schritt des Gradens, der bei slog eher am Schnittplatz erfolgt, wieder in die Kamera zurück.

      Das hat dann Vor- wie Nachteile (wie alles im Leben):

      - man hat gleich fertiges Material aus der Kamera, braucht keine Zeit am Schnittplatz und stellt sich das Material gerade für 8bit so hin wie man es eben für rec709 mag

      - man verliert aber viel der Freiheiten (quadi die raw Idee hinter slog) sich das Material so zu entwickeln wie man es will.

      - für die Zukunft wird man Interesse daran haben, ein Projekt neben einer rec709 Variante auch zu einer rec2020 HDR Variante ausgeben zu wollen. Dieser Vorteil ist dann wohl auch weg.

      Was man macht hängt vom eigenem Ziel ab.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Lieber Karlheinz,
      Ich habe den Thread hier eigentlich gestartet um den umgekehrten Weg zu diskutieren, entsättigte Aufnahme
      mit vielen Details von der Kamera produzieren zu lassen und dann darauf ein LUT-Farbgrading selbstbestimmt
      im NLE kreieren.

      Du bist leider mit Deinem Anliegen auf dem "falschen Dampfer"...

      Nachtrag: das gilt auch für Wolfgang mit seinen fertigen Videos aus der Kamera!
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    • Na und warum sollen nicht andere Ansätze auch diskutiert werden? Erhebst du "Eigentumsrechte" auf einen Thread oder dürfen auch andere mitdiskutieren?
      :besen:

      Im übrigen bist du hier eine wesentliche Antwort schuldig geblieben: nämlich die, wie es den jetzt mit vom Anwender verschobenen Übertragungskurven Cinelike D Kurven mit diversen anderen Einstellungen (siehe dein Posting) ist, die dann in keinem Werkzeug als solches definiert sind. Und wo man dann "nach dem freien Auge" das Bild halt irgendwie einstellen muss.

      Mir scheint das ist nämlich dann das Gemeinsame, an deinem Ansatz und an dem von Karl-Heinz. Übrigens bin ich nicht unbedingt ein Verfechter des fertigen Videos aus der Kamera - ich sage nur: es hängt davon ab was man halt benötigt bzw. haben will. ;)
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • wolfgang schrieb:

      Im übrigen bist du hier eine wesentliche Antwort schuldig geblieben: nämlich die, wie es den jetzt mit vom Anwender verschobenen Übertragungskurven Cinelike D Kurven mit diversen anderen Einstellungen (siehe dein Posting) ist, die dann in keinem Werkzeug als solches definiert sind. Und wo man dann "nach dem freien Auge" das Bild halt irgendwie einstellen muss.
      Vielleicht hilft das hier:
      Leeming LUT: Klick!

      Literatur von Videoaktiv:
      "Von Log und LUT", Videoaktiv 3/2016, Seite 44-49
      "4K-Weltbild", Videoaktiv 3/2016, Seite 62-65
      "Die Farbe Lila", Videoaktiv 4/2016, Seite 46-51
      "Kontrastprogramm", Videoaktiv 5/2016, Seite 52-55
      "Die Farbeffekte", Videoaktiv 5/2016, Seite 56-57
      "High Dynamic Range", Videoaktiv 6/2016, Seite 54-58

      und Posting #17!

      Weitere Quelle auf Edius.de, weil wir hier über Edius reden:
      Lookuptables verwenden: Klick!

      Jederzeit für weitere Tipps zum eigentlichen Thema dankbar!
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    • Karlheinz schrieb:

      Wie ich schon schrieb:
      Bitte selber testen, sofern eine entsprechende Kamera zur Verfügung steht. Kostet wenn überhaupt 1 Stunde.
      Ja, das werde ich mal machen.
      Eine Frage aber noch, warum S-Log2 und nicht 3?


      Achilles schrieb:

      Du bist leider mit Deinem Anliegen auf dem "falschen Dampfer"...

      Mensch Bruno, ich kann mich an vielen Postings von dir erinnern, in denen du deinen Workflow immer wieder beschrieben hast, obwohl das nicht das Thema war.
      Warum beharrst jetzt gerade du auf Einhaltung des Themas?
      Ich finde die Diskussion interessant, so wie sie ist.
      Gruß

      Hans-Jürgen