Interview-Aufnahme - Externes Mikrofon erforderlich?

    • Interview-Aufnahme - Externes Mikrofon erforderlich?

      Demnächst werde ich bei einer Tagung auch Interviews aufnehmen.
      Filmen werde ich mit der AX33 bzw. der FZ1000. Soll ich da ein externes Mikrofon einsetzen, oder reicht das der Kamera?
      Ich kenne im Moment noch nicht den Ablauf, d.h. ob die Interviews z.B. bei viel Umgebungsgeräuschen stattfinden sollen.

      Welches preiswerte Mikrofon würdet Ihr mir empfehlen? Aufsteck-Mikro oder nimmt der Intervier das in die Hand?
      Vermutlich werde ich das auch nur für diesen Einsatz nutzen.
      Gruß Udo
    • Auf jeden Fall ein externes Mikrofon ( Nierencharakteristik) einsetzen mit Wind/Plop Schutz. Das der Kamera kann man als "Backup" nutzen. Ich habe keine Erfahrung mit AX33 oder FZ1000, die ja nicht über einen XLR Anschluss verfügen.
    • Mit dem eingebauten Kameramikrofon wird das Interview tonmäßig mit mindestens 90%iger Sicherheit nur Schrott. Ein externes Mikrofon ist da absolute Pflicht !

      Ein billiges Handmikrofon ist das t.bone EM9600 für Neupreis 49€ - klanglich tendiert es allerdings eher in Richtung absolut billig oder anders gesagt "you pay for what you get" bzw. für wenig Geld ist nichts besseres zu erwarten. Würde ich nicht unbedingt kaufen. Dann lieber was besseres als 50€ für einen Haufen Ärger ;)

      Vielleicht schaust Du Dich nach einem gebrauchten Beyerdynamic MCE86 oder einem Rode NTG2 um - die könnten für um die 100€ gebraucht zu bekommen sein. Dazu dann ein passendes XLR-Kabel mit roundabout 6m und einen Adapter von XLR auf 3,5mm Klinke und schon hast Du ein relativ gutes Handmikrofon für Interviews usw.

      Richtig gut ist ein Sennheisser ME66 mit dem K6 Speiseteil - allerdings sind die Dinger am Gebrauchtmarkt sehr sehr teuer, aber so ein Mikro ist eine Anschaffung für's Leben ;)

      Weitere Alternative - eines der bekannten Aufsteckmikrofone nehmen (Rode Videomic o.ä.) und dieses mit Hilfe eines Klinken-Verlängerungskabels als Handmikro verwenden....

      Billige Ansteckmikros sind i.d.R. klanglich nicht gut - und in eine Audio-Funkstrecke wirst Du vermutlich nicht investieren wollen.
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    • Danke für Eure Tipps.
      Da fällt mir soeben noch ein, dass ich ja noch das Zoom H2 besitze, muss allerdings gestehen, dass ich das so gut wie nie eingesetzt habe.
      Damit könnte ich doch das Interview aufnehmen und dann im Videoprogramm synchronisieren. Oder wie seht Ihr das?
      Gruß Udo
    • Wenn Du das H2 als Handmikro "missbrauchst" geht das notfalls - sieht halt doof aus, denn Du musst auf jeden Fall nah ran an die Schallquelle...das H2 hat keine Richtmikrofone, sondern zeichnet eher alles rundrum auf....

      Du kannst das ja vorher mal ausprobieren !
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    • Das Zoom H2 könnte man eventuell über 3,5mm Klinkerstecker direkt mit der Kamera verbinden, es quasi als externes Mikro nutzen. Damit entfällt das nachhinein synchronisieren. Auf jeden fall während der Aufnahme über Kopfhörer die Aufnahme kontrollieren.
    • Ich habe mir für Interviews mal 2 günstige Mikrofone dieser Art besorgt:


      ebay.de/sch/i.html?_odkw=gesan…=gesangsmikrofon&_sacat=0

      Diese dann mittels Y-Adapter jedes Mikro auf einen Kanal gelegt und dann an die Kamera gesteckt.
      Der Klang war erstaunlich gut und reichte mir für Interviews aus.

      Wenn du es dann noch etwas professioneller im Bild aussehen lassen möchtest (die Mikorfone müssen direkt vor dem Mund gehalten werden) steckst du diese auf die Mikros:

      ebay.de/itm/Set-5-Stuck-Mikrof…id=p2045573.c100705.m4780
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,
      meinst Du das hier, bei Deinem Link sind mehrere aufgeführt.
      14,76 €
      Wie lang ist das Kabel?

      Das wäre dann m.E. auch ausreichend und besser als mit dem Zoom H2.

      Dann könnte ja jeder der beiden Teilnehmer 1 Mikrofon in die Hand nehmen.
      Und welchen Adapter für die AX33?
      Gruß Udo
    • wabu schrieb:

      es eine Diskussion dazu
      Diesesfinde ich mit einem Zoom ganz praktisch - entweder kann der Interviewte den Kopf gerne drehen - oder es wird auf zwei Personen geteilt
      Etwas teurerer ist dann dies hier
      Hallo Walter,
      könnte man das denn nicht direkt an der AX33 anschließen?
      Gruß Udo
    • Udo schrieb:

      meinst Du das hier, bei Deinem Link sind mehrere aufgeführt.

      So welche in der Art habe ich, die genaue Bezeichnung steht nicht dran.
      Preislich kommt das hin.
      Da die Mikros XLR-Anschlüsse haben habe ich einfach eine Verlängerung genommen, falls nötig.
      Zum Anschluss an die Kamera habe ich dann dieses verwendet:
      thomann.de/de/cae_adapterkabel_xlrminiklinke.htm

      Das liest sich vielleicht so, als wenn das alles recht primitiv gemacht ist, aber es hat sich niemand über den Ton beschwert, denn der war wirklich nicht schlecht.
      Ein großer Vorteil diese Mikrofone ist, dass sie wirklich nur das aufnehmen, was in unmittelbarer Nähe gesprochen wird.
      Nebengeräusche sind dann nicht zu hören. Daher benötigt man auch für jeden Interviewpartner ein Mikrofon.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Das sind normale Bühnenmikrofone. Finde ich jetzt für Interviews nicht so schön, vor allem eben weil diese wirklich auf Nahbesprechung ausgelegt sind. Funktionieren wird es, keine Frage, aber es schaut m.E. nach eben nicht so schön aus. Und Du brauchst für den Fragesteller und den Protagonisten ein extra Mikro, das ist wohl wahr.

      Solche Mikrofone würde ich nur nehmen wenn das Interview unbedingt direkt in einem Stahlwalzwerk o.ä. aufgenommen werden muss wo es wirklich außenrum höllisch laut ist. Da ist das anders kaum machbar außer über ein Nahbesprechungsmikro wie z.B. auch das Sennheiser 441 (wird gerne von Profis für diese Aufgaben verwendet).
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    • Ich habe die genutzt weil es drumherum sehr laut war, da kommt man halt mit anderen Mikrofonen nicht sehr weit, wenn die Umgebungsgeräusche nicht mit aufzeichnen will.
      Bei mir war es damals beim Kauf auch eine Preisfrage.
      Ich brauche die Dinger nur selten und bin, wenn ich mit recht erinnere, mit weniger als 50 Euro dabei weggekommen.
      Vernünftige Mikrofone für Interviews hätten ein Vielfaches gekostet.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • @Hans-Jürgen
      Gestern erhielt ich die Mikros u. heute von Amazon die Kabel. Machen guten Eindruck, vor allem mit dem Schaumstoff u. der Ton ist auch gut.
      Gleich getestet, erstaunt hat mich, dass die in Stereo aufnehmen, ich dachte 2 Monos.
      Ich werde aber vermutlich dann nur ein Mikro verwenden, denn es ist vermutlich besser wenn die Interviewerin das Mikro hält u. es dem Interviewten hinhält. Denn aus eigener Erfahrung kenne ich es, dass man beim sprechen das Mikro manchmal unachtsam das Mikro wo anders hinhält.

      Auf alle Fälle werde ich parallel auch noch das Zoom-H2 einsetzen, schon abgesprochen, sie hält es in der 2..Hand.

      Eine Frage zur Verwendung mit der AX33:
      Ich habe festgestellt, dass beim Umschalten von Auto auf Manuell immer zu hoch - ca 8 - eingestellt ist. Die Mitte 5 ist ok. wird dann mit ca. 12db aufgenommen.

      Warum wird bei Umstellung von Manu auf Auto u. zurück wieder 8, also viel zu hoch eingestellt?
      Gruß Udo
    • Es wird dabei ja jedes Mikro auf einen Kanal gelegt, daher erhältst du im Endeffekt wieder ein Stereosignal.
      Es gibt übrigens auch Adapter, die, wenn du nur ein Mikrofon benutzt, das Monosignal auf beide Kanäle legt.
      Dann musst du das im Schnittprogramm nicht mehr machen.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Hans-Jürgen schrieb:

      Es wird dabei ja jedes Mikro auf einen Kanal gelegt, daher erhältst du im Endeffekt wieder ein Stereosignal.
      Es gibt übrigens auch Adapter, die, wenn du nur ein Mikrofon benutzt, das Monosignal auf beide Kanäle legt.
      Dann musst du das im Schnittprogramm nicht mehr machen.

      Bei manchen Kameras sowie bei vielen Audiorecordern kann man Kanal 1 auf beide Spuren mappen, sodaß ein Stereosignal erzeugt wird, bei dem beide Spuren mit dem gleichen Signal belegt sind.

      Ebenso kann man bei den Audio-Recordern einstellen ob eine Stereospur oder gleich eine Monospur aufgezeichnet wird. Das Schnittprogramm erkennt dann die Monospur als solche und legt sie in der internen Bearbeitung auf beide Ausgangskanäle.

      Es gibt viele Möglichkeiten, deshalb sollte man sie vorher durchprobieren, um für den Einsatzfall die beste Möglichkeit zu finden und damit unnötige Zusatzarbeit und Fehlerquellen beim Schnitt zu vermeiden.

      Viele Grüße
      Peter
    • Ich käme nie auf die Idee ein Monosignal auf beide Kanäle zu spiegeln.
      Lieber habe ich zwei separate Monosignale (stereo) von denen ich auswählen kann.

      Lieber noch ein drittes Monosignal, um eine M/S (Mid-Side-Mischung erstellen zu können oder Störquellen über diese Möglichkeiten zu eliminieren).

      Aber auch aus einem Stereosignal kann man über Sidechaining Signalverbesserungen herbeiführen.
    • homer1 schrieb:

      Ich käme nie auf die Idee ein Monosignal auf beide Kanäle zu spiegeln.
      Ich würde aber auf keinen Fall einen Interviewton nur auf einem Kanal liegen haben wollen, da spiegele ich lieber.
      Was anderes wäre es natürlich wenn Hintergrundgeräusche mit aufgezeichnet werden sollen.
      Da ich aber bei Interviews fast immer 2 Kameras laufen hatte, konnte ich die immer von der anderen Kamera übernehmen.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Hans-Jürgen schrieb:

      Es wird dabei ja jedes Mikro auf einen Kanal gelegt, daher erhältst du im Endeffekt wieder ein Stereosignal.
      Hallo Hans-Jürgen,

      das hatte mich gewundert, egal ob mit einem oder 2 Mikros, es wird ein Stereosignal ausgegeben. Ist aber auch ok.
      Gruß Udo