Abschied von Canon

    • Ja, OK. Aber das ist doch dann kein Problem. Dann wird vor der Aufnahme eben erneut fokussiert. Das ist bei MF halt so. Nur bei einer Zoomfahrt ist es natürlich blöd, sowohl die Brennweite als auch die Fokussierung manuell und zeitgleich ändern zu müssen. Außerdem bringt ein parfokales Objektiv doch nur etwas, wenn sich der Abstand zum Motiv nicht ändern, also weder das Motiv sich relativ zur Kamera bewegt noch die Kamera relativ zum Motiv.
      Greetings,
      ro_max

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    • ro_max schrieb:

      Außerdem bringt ein parfokales Objektiv doch nur etwas, wenn sich der Abstand zum Motiv nicht ändern, also weder das Motiv sich relativ zur Kamera bewegt noch die Kamera relativ zum Motiv.

      Genau das ist bei meinen Naturaufnahmen häufig der Fall.
      Wenn es dann noch schnell gehen muss ist ein permanentes Nachfokussieren einfach nur nervig.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Hans-Jürgen schrieb:

      Genau das ist bei meinen Naturaufnahmen häufig der Fall.
      Wenn es dann noch schnell gehen muss ist ein permanentes Nachfokussieren einfach nur nervig.
      Verstehe ich nicht so recht. Was ist bei Dir der Fall: Keine Änderung des Abstands zum Motiv, oder Bewegungen des Motivs und Kamera zu einander?

      Wenn der Abstand nämlich konstant ist, warum muss es dann "schnell gehen"? Und wenn der Abstand nicht konstant ist, weil sich das Motiv (Tiere) bewegt und es deshalb "schnell gehen" muss, dann muss auch mit parfokalen Objektiven nachfokussiert werden.


      k-m-w schrieb:

      Bisher verkauft sich Canon noch sehr gut.
      Ist doch klasse.

      Nur wenn ich meine Canon Objektive und Bodies verkaufen würde, dann hätte ich zum Fotografieren nur noch die RX100m5 und zum Filmen nur Kameras mit festen Objektiven. Also mache ich das derzeit nicht.
      Greetings,
      ro_max

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    • ro_max schrieb:

      Verstehe ich nicht so recht. Was ist bei Dir der Fall: Keine Änderung des Abstands zum Motiv, oder Bewegungen des Motivs und Kamera zu einander?

      Wenn ich irgendwo sitze und Tier filme, dann darf ich mich nicht bewegen, sonst sind sie weg.
      Da ich aber nicht immer mit dem gleichen Ausschnitt arbeiten möchte, z.B. näher heran bei interessanten Szenen, zoome ich ich häufiger.
      Und die interessanten Szenen kommen immer schnell und unverhofft.

      Aber auch wenn ich Zeit habe ist ein ständiges Nachfokussieren nervig, weil man oft genug auf andere Dinge achten muss.
      Filme ich z.B. bei uns auf einer Orchideenwiese, dann darf man die kleinen Wege nicht verlassen. Das bedeutet also zoomen ist angesagt, um den gewünschten Ausschnitt zu bekommen.
      Da zoome ich dann ran, stelle scharf und kann anschließen in Ruhe arbeiten, ohne neu fokussieren zu müssen.
      Natürlich kann man da auch ständig neu fokussieren, die Welt würde dadurch auch nicht untergehen, aber man hat nebenbei noch die Blende als Gestaltungsmittel im Kopf sowie die Gesamtkomposition des Bildes mit Hintergrund und dergleichen,
      Da freut man sich über jeden Arbeitsschritt weniger.
      Viele hier werden das hier vielleicht nicht nachvollziehen können, man muss es schon selber immer wieder erleben, um zu erfahren, was den Workflow erleichtert.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Jeder der noch nie mit einem guten voll manuellem parfocalem (Broadcast-)Zoom gearbeitet hat weiß nicht warum einige Leute hier ein gutes parfocales Objektiv so sehr schätzen....

      Genauso wie jemand der nur unendlich drehende Schärfe- und/oder Zoomringe kennt. Der weiß auf Anhieb auch nicht warum Objektive mit fixem "Anschlag" z.b. beim scharf stellen so angenehm sind....

      Was z.b. bei einem parfocalem Objektiv schön funktioniert ist sich "die Schärfe im Tele holen" sprich ranzoomen-scharfstellen-wegzoomen und dann erst aufnehmen. Dann bin ich mir 100% sicher das die Schärfe z.b. auf den Augen liegt. Ohne das ich einen großen Monitor benötige. Das geht ratzfatz und führt zu absolut scharfen Aufnahmen. Kann leider bei 90% aller Objektive heute nicht mehr gemacht werden weil diese eben nicht parfocal sind.
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    • MacMedia schrieb:

      Jeder der noch nie mit einem guten voll manuellem parfocalem (Broadcast-)Zoom gearbeitet hat weiß nicht warum einige Leute hier ein gutes parfocales Objektiv so sehr schätzen....
      Das ist aus meiner Sicht nicht der Punkt. Wenn ich mir extra ein (Cine)Zoom-Objektiv mit manueller Bedienung für Videoaufnahmen zulegen würde, dann würde ich natürlich auch auf Parfokalität achten.

      Aber in meinem Fall geht es um die (Weiterbenutzung) von bereits vorhandenen Canon L-Foto-Objektiven für Video und dann ist die fehlende Parfokalität für mich eben kein Grund, diese nicht weiter zu benutzen, sondern zu verscherbeln. Diese Weiterbenutzung war ja der Grund, warum ich überhaupt die a6500 angeschafft habe.
      Greetings,
      ro_max

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    • ro_max schrieb:

      Das ist aus meiner Sicht nicht der Punkt. Wenn ich mir extra ein (Cine)Zoom-Objektiv mit manueller Bedienung für Videoaufnahmen zulegen würde, dann würde ich natürlich auch auf Parfokalität achten.
      ....und dafür den Gegenwert eines schönen Mittelklasseautomonils bezahlen ;)

      Okay, es gibt inzwischen auch schon "günstige" Cine-Zoom-Objektive von Canon für S35mm - kosten dann aber immer noch so um die 5000 bis 6000€ - oder die "großen" Sony-Zooms für um die 2000 bis 3000€. Aber auch das ist schon ne Stange Geld, vor allem ist der Brennweitenbereich nicht mit einem 15fach oder 17fach Broadcast-Zoom vergleichbar.


      ro_max schrieb:

      Aber in meinem Fall geht es um die (Weiterbenutzung) von bereits vorhandenen Canon L-Foto-Objektiven für Video und dann ist die fehlende Parfokalität für mich eben kein Grund, diese nicht weiter zu benutzen, sondern zu verscherbeln. Diese Weiterbenutzung war ja der Grund, warum ich überhaupt die a6500 angeschafft habe.
      Es geht - keine Frage - und oftmals wird aus Kostengründen auch an der FS7 o.ä. Kameras wie der C300 gerne mit Canon-Fotoobjektiven gearbeitet. An der FS7 ist oft das 24-70 "L" 4,0 zusammen mit einem Speedbooster im Einsatz. Das funktioniert, aber der "Bedienkomfort" ist nicht so gut wie wenn man ein sauberes Broadcast-Objektiv hat. Man "lebt" halt damit, aus Kostengründen und arrangiert sich irgendwie mit den Nachteilen der Foto-Optiken - ich verwende das 24-70 ja auch mit Speedbooster ;)
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    • MacMedia schrieb:

      ....und dafür den Gegenwert eines schönen Mittelklasseautomonils bezahlen
      Es gibt auch preiswertere Alternativen. War aus meiner Sicht auch eher ein hypothetischer Fall. ;)

      MacMedia schrieb:

      Man "lebt" halt damit, aus Kostengründen und arrangiert sich irgendwie mit den Nachteilen der Foto-Optiken - ich verwende das 24-70 ja auch mit Speedbooster
      Mit dem Speedbooster experimentiere ich auch gerade ein wenig.
      Greetings,
      ro_max

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    • Normale gute SLR Objektive halten auch die Schärfe wenn ich im Telebereich focussiere und dann auf Weitwinkel zoome. Nur umgekehrt klappt es natürlich nicht, aber das wäre ein Anfängerfehler.
      Sollte sich tatsächlich die Schärfe etwas verstellen (noch nicht bei meinen Panasonic 2.8 Zooms beobachtet) fängt das die größere Schärfentiefe im weitwinkligeren Bereich auf.
      LG
      Michael
    • ro_max schrieb:

      Ja, OK. Aber das ist doch dann kein Problem. Dann wird vor der Aufnahme eben erneut fokussiert. Das ist bei MF halt so. Nur bei einer Zoomfahrt ist es natürlich blöd, sowohl die Brennweite als auch die Fokussierung manuell und zeitgleich ändern zu müssen. Außerdem bringt ein parfokales Objektiv doch nur etwas, wenn sich der Abstand zum Motiv nicht ändern, also weder das Motiv sich relativ zur Kamera bewegt noch die Kamera relativ zum Motiv.
      Also ich sehe das sehr wohl als Problem. Denn das manuelle Nachfokussieren kostet Zeit die ich oft schon gerne gefilmt hätte. Man wird einfach langsamer.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • Und es gibt ja auch Cine Objektive von Sigma, die recht gut sind.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • wolfgang schrieb:

      Man wird einfach langsamer.
      Ich bin mit der a6500 und den Canon-Optiken (also MF) im "Rig" und auf Stativ so langsam, dass mir schon fast eine Schnecke abhauen würde. ;) Aber das wusste ich vor der Anschaffung der a6500 und würde auch mit parfokalen Objektiven nicht besser.

      Und wenn es "schnell gehen muss", dann kommt eben ein normaler Camcorder mit "alles auf Auto" zum Einsatz. Ich filme so selten, dass bei der manuellen Fokussierung sich bei mir keine Übung bzw. Routine einstellt.

      BTW: In diesem Thread geht es auch eher darum, ob man sich von seinen Fotooptiken trennt ("Abschied von Canon") und weniger um die Anschaffung von parfokalen (Cine-)Optiken und welche Vorteile das hätte.
      Greetings,
      ro_max

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    • Und weil es um den Abschied von Fotooptiken geht ist einerseits die Frage warum man sich verabschieden soll - denn die sind ja gut aber auch billiger als die Cinegläser. Und dann auch was die Alternativen sind (und das sind auch durchaus Cinegläser).

      Bei S35 etwa ist Canon EF schon ein gewisser Standard - und selbst bei MFT mit dem Speedbooster nutzen die viele weil auch deutlich lichtstärker und brennweitenverbessernd. Aber eben auch größer und schwerer.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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