Stabilisierung

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    • Stabilisierung

      Hallo,

      ich wüßte gern mal, was Ihr unternehmt, um eure Videos zu stabilisieren, also Verwacklungen möglichst gering zu halten. Mich stört die permanente Unruhe bei Freihand-Aufnahmen. Und ein Stativ möchte man nicht immer mitschleppen. Könnt Ihr gute Programme empfehlen (möglichst Freeware), die die Bildqualität nicht beeinflussen?

      Danke im voraus für alle Antworten.

      Herzlicher Gruß
    • Nikodemus schrieb:

      Könnt Ihr gute Programme empfehlen (möglichst Freeware), die die Bildqualität nicht beeinflussen?
      Ich habe noch kein Stabilisierungsprogramm (als Plug-In oder Funktion in einer NLE) gesehen, dass eine wirklich brauchbare Qualität abgeliefert hätte. Ein Gratis-Tool ist mir nicht bekannt.

      IMO führt an einem "Stativ" (3-Bein, 1-Bein, Gimbal, Schwebestativ, etc.) kein Weg vorbei, wenn man "ruhige" Aufnahmen möchte.
      Greetings,
      ro_max

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    • Also ich habe mit Prodad's Mercalli 4 Plugin gute Erfahrungen gemacht und damit Freihand Aufnahmen oder Freihand Schwenks, wie vom Stativ hinbekommen. Qualitäts Einbußen fallen da nicht auf weil ich in 4k Filme und in FHD exportiere. Das alles gibt es aber nicht umsonst.
    • Nikodemus:

      Mit dem kostenlosen DaVinci Resolve 14 kannst Du auch Videos stabilisieren und zwar nicht schlecht.
      Ich mache ebenfalls FHD-Videos aus UHD-Rohmaterial- wie 3POINT, Qualitätsverluste sind kaum bemerkbar.
      Die Kameraaufnahme stabilisiere ich bei Freihandaufnahme zusätzlich über eine hama Winkelschiene,
      damit bekomme ich eine breitere Führungsbasis. Der Kamerastabilisator ist dabei eingeschaltet,
      es gibt zwei Sorten davon in meiner Kamera, für normale Aufnahmen aus dem Stand heraus ohne Schwenk
      und mit Schwenk. Die Umschaltung erfolgt im Kameramenü.

      Mich wundert es aber warum Du fragst, ein jedes Videoschnittprogramm hat doch heutzutage
      einen Bildstabilisator. Womit arbeitest Du, gibst in Deinem Profil leider überhaupt nichts an!
      Beste Grüsse;
      FZ-300RX100ThiEYET5EDGEXperiaZ2eGimbalEDIUS 9.xMedionErazeri76700UHDaufFHD
    • Danke für die Antworten. So ungefähr habe ich das befürchtet. Im MovieMaker werden die Videos eher verhunzt, so dass es hinterher schlimmer aussieht als vorher.
      Werde mit einem Schwebestativ mal zusehen. Nur hat man das eben nicht immer dabei. Deswegen wäre ein Programm gut, dass im Nachhinein ein bisschen korrigieren kann.
      Das mit dem DaVinci Resolve 14 muss ich mal probieren...
    • Welche Kamera benutzt Du denn? Hat die keine Bildstabilisierung?

      Und in welcher Auflösung bzw. Format soll gefilmt werden? Wenn man Pixel zum Wegwerfen hat, weil die aufgenommene Auflösung höher ist als die, die man eigentlich möchte/braucht, bestehen grundsätzlich natürlich bessere (nachträgliche) Stabilisierungsmöglichkeiten.

      Ich habe aber keine Pixel zu verschenken, daher sind meine Ergebnisse mit nachträglicher Stabilisierung bis dato immer sehr mäßig gewesen.
      Resolve ist zwar auch in einer kostenlosen Version erhältlich, das Programm ist aber vom Aufbau her schon etwas anders als andere NLEs. Als reines Stabilisierung-Tool hätte ich das Programm nun nicht unbedingt vorgeschlagen.

      MovieMaker kenne ich nicht.
      Greetings,
      ro_max

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    • Nikodemus schrieb:

      Danke für die Antworten. So ungefähr habe ich das befürchtet. Im MovieMaker werden die Videos eher verhunzt, so dass es hinterher schlimmer aussieht als vorher.
      Werde mit einem Schwebestativ mal zusehen. Nur hat man das eben nicht immer dabei. Deswegen wäre ein Programm gut, dass im Nachhinein ein bisschen korrigieren kann.
      Das mit dem DaVinci Resolve 14 muss ich mal probieren...

      Hi,
      langsame Bewegungen lassen sich recht gut nachträglich stabilisieren. Je nach Programm sogar mit Wiederherstellung der abgeschnittenen Bildteile (dann aber nicht mehr kostenlos).
      Ruckler und schnelle Wackler dagegen lassen sich nicht sauber stabilisieren, da die Bewegungsunschärfe im Bild bleibt und zu unnatürlichem Schwärfeflimmern führt.
      Bevor Du Dich mit allen möglichen Schwebestativ- und sonstige Helferlein abmühst, ist es empfehlenswert überhaupt erstmal an der Kamerahandhabung zu arbeiten.
      Mit passender Haltung der Kamera lässt sie diese auch im Freihandeinsatz sehr ruhig halten. Eine solche Übung brauchst Du ohnehin auch wenn Du erfolgreich mit einem Schwebestativ arbeiten willst.

      Wenn das klappt, dann lohnt es sich die nächsten Schritte zur Optimierung anzugehen.
      Ohne diese Grundhandhabung jedoch wird es eher zu einer endlosen verzweifelten Materialschlacht, die Dich effektiv doch nicht an das gewünschte Ziel führen wird.

      Viele Grüße
      Peter
    • Ich würde den Schwerpunkt auch nicht auf die nachträgliche Stabilisierung, sondern auch die Kameraführung legen. Und das bedeutet Beruhigung der Kamera gleich beim Dreh.

      Ich habe zwar Mercalli, was sicherlich der Mercedes unter den Stabilisierungstools ist. Aber das Ziel sollte eigentlich sein das gar nicht zu brauchen. Ist zumindest meine Sichtweise.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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    • dosaris schrieb:

      zumal jede nachträgliche Stabilisierung funktionsbedingt die mittlere Bildauflösung halbiert
      Verstehe ich nicht. Wieso halbiert? Selbst wenn man ein paar Prozent in das Bild hineinzoomt, damit man die Ränder als Verwackelpuffer benutzen kann, dann halbiert sich dadurch doch nicht die Bildauflösung.
      Greetings,
      ro_max

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    • So arbeitet jeder anders.

      Ich schätze die Kombination aus gutem Stabi in der Kamera und Mercalli außerordentlich. Mercalli arbeitet ja weitestgehend Auflösungserhaltend. Ich beschränke die nachträgliche Stabilisierung auf 5-10%. Man bekommt sehr weiche Schwenks und absolut ruhige Bilder. Setzt natürlich voraus, dass Du kein völlig verzappeltes Material hast. Das gehört in der Regel direkt in die Tonne..
      schöne Grüße

      Christian


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    • ro_max schrieb:

      dosaris schrieb:

      zumal jede nachträgliche Stabilisierung funktionsbedingt die mittlere Bildauflösung halbiert
      Verstehe ich nicht. Wieso halbiert? Selbst wenn man ein paar Prozent in das Bild hineinzoomt, damit man die Ränder als Verwackelpuffer benutzen kann, dann halbiert sich dadurch doch nicht die Bildauflösung.
      ok,
      Betonung liegt auf zeitlich mittlere Auflösung:

      das Stabi-Prog weiß nicht wieviel gezoomt od geschwenkt od gezittert wird, aber dies verschiebt die Positionen zw den Bildern.
      Und diese Bewegungs-Rückrechnung in autokorrelierten Schritten hat im Mittel je Pixel 1/2 Bit Fehler
      (wie bei jeder binären Multiplikation/Division etc). Bei mehrachsiger Korrektur können sich diese Fehler kummulieren.
      d.h zwischen den Frames zappelt das Bild um diesen1-Bit-PositionsFehler.
      Über alle Pixel betrachtet wirkt dies (integriert) wie Halbierung der Auflösung.

      Das ist ähnlich wie beim zoom-in von 50% -> 100%:
      Jedes resutierende einzelne Frame behält danach natürlich seine nominale Auflösung
      (ggf abzüglich der Randbeschneidung), aber der Schärfeeindruck ist halbiert.
      Was man je nach Motiv gar nicht wahrnimmt.
      (Ich nutze auch diesen Stabi bei Bedarf)
    • dosaris schrieb:

      das Stabi-Prog weiß nicht wieviel gezoomt od geschwenkt od gezittert wird, aber dies verschiebt die Positionen zw den Bildern.
      Und diese Bewegungs-Rückrechnung in autokorrelierten Schritten hat im Mittel je Pixel 1/2 Bit Fehler
      (wie bei jeder binären Multiplikation/Division etc). Bei mehrachsiger Rückrechnung können sich diese Fehler kummulieren.
      d.h zwischen den Frames zappelt das Bild um diesen1-Bit-PositionsFehler.
      Über alle Pixel betrachtet wirkt dies (integriert) wie Halbierung der Auflösung.

      Das ist ähnlich wie beim zoom-in von 50% -> 100%:
      Jedes resutierende einzelne Frame behält danach natürlich seine nominale Auflösung
      (ggf abzüglich der Randbeschneidung), aber der Schärfeeindruck ist halbiert.
      Das kann ich zum Glück nicht so sehen. Hier mal ein UHDp30 Frameausschnitt ohne und rechts mit Mercalli V4

      RX10M2_640th_F5.6_95Mbps_Ohne+Mercalli_8+5pz_SantPau_03.jpg

      Ich bin mit Mercalli V4 sehr zufrieden, zumal ich es mit AddMercalli automatisch auf alle betroffenen Clips anwenden lassen kann.
      LG
      Peter
    • @dosaris
      OK. Interessante Erläuterung. Ob das so ist oder nicht, kann ich nicht sagen.


      elCutty schrieb:

      Hier mal ein UHDp30 Frameausschnitt ohne und rechts mit Mercalli V4
      Rechts ist aber außer Mercalli noch mehr geändert, oder? Die Farben sind dunkler/kräftiger, oder bilde ich mir das nur ein?
      Greetings,
      ro_max

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    • Ich kanns auch nicht nachvollziehen. Gerade der Eindruck der Schärfe - also das subjektive Empfinden - ist nach einer behutsamen Mercallibehandlung sehr gut. Wenn man die Clips, Vorher / Nachher nicht direkt nebeneinander setzt und ganz nahe am Bildschirm die Pixel zählt, wird man kaum einen Schärfenverlust sehen.
      schöne Grüße

      Christian


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    • elCutty schrieb:

      Das kann ich zum Glück nicht so sehen. Hier mal ein UHDp30 Frameausschnitt ohne und rechts mit Mercalli V4
      Ich bin mit Mercalli V4 sehr zufrieden, zumal ich es mit AddMercalli automatisch auf alle betroffenen Clips anwenden lassen kann.
      wie schon dargestellt bleibt die Auflösung innerhalb eines Bildes (weitgehend) erhalten (außer evtl bei tilt-jitter).
      Erst das übereinander legen mehrerer folgender Bilder würde das darstellen.
      Bei Vergleich von Einzelbildern kann sich dieser Effekt nicht zeigen
      (hier hinkte der Vergleich mit dem Zoom-in, gemeint war nur die mittlere Schärfewahrnehmung).

      Wenn's dich interessiert versuch mal den stream in QCtools zu analysieren. Damit kann man div
      (auch Korrelations-)Fehler sichtbar machen.

      und ja,
      ich nutze auch Mercalli,
      meißt ist es danach besser. Man kann ja zusätzlich die Schärfe im Post etwas forcieren
    • dosaris schrieb:

      wie schon dargestellt bleibt die Auflösung innerhalb eines Bildes (weitgehend) erhalten
      ... und darauf kommt es doch an.


      dosaris schrieb:

      Erst das übereinander legen mehrerer folgender Bilder würde das darstellen.
      Das mag für die theoretische Analyse durchaus interessant sein (*), aber doch nicht für die Praxis, bei der es darauf ankommt z.B. ein bei mir auftretendes leichtes Zittern zu entfernen. Das macht Mercalli ausgezeichnet und ohne merkbaren Auflösungsverlust im Video.

      (*) Wie du vielleicht weißt, bin ich für solche Analysen sehr aufgeschlossen, aber wir sind hier in einem Thread eines Einsteigers, den man nicht unnötig damit verunsichern sollte. ;)
      LG
      Peter