"Virtueller" Vergleich von Kamerafahrt, Zoomen und nachträglichem Zoom in ein Standbild

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    • MacMedia schrieb:

      Beim filmen ist es genauso - wenn etwas in Fleisch und Blut über gegangen ist wird der Kopf frei(er) für kreative Ideen
      Beim Koch hat dieser Aspekt doch etwas besonders Anschauliches. :teufel:
      Dirk
    • ro_max schrieb:


      Ein schöner Vergleich. Aber wo bekommt denn ein Hobbyfilmer die entsprechende Routine her, wenn er sich nicht jeden (Arbeits)Tag stundenlang praktisch mit der Filmerei auseinander setzt? Oder, um beim Vergleich zu bleiben, wie lange dauert es, bis ein Gelegenheitshobbykoch aberhunderte Kilogramm Gemüse geschnitten hat?

      Nun ja, wenn der Hobbykoch täglich abends seine Mahlzeit zubereitet, bekommt er durchaus eine gewisse Übung - zwar nicht wie ein Profikoch, aber er wird auf jeden Fall besser klar kommen als jemand, der die ganze Zeit nur in Messerforen liest und dann einmal im Jahr im Urlaub etwas kochen will.

      Täglich 250 Gramm Gemüse sind im Jahr auch gut 90 Kilo ... :)

      Viele Grüße
      Peter
    • Man muss das Gemüse ja nicht wie der Profikoch schnippeln können müssen, aber sinnvoll ist es schon, wenn man weiß, wo welches Messer für welchen Zweck zu finden ist und wie ich es anzufassen und damit zu schneiden habe.

      Ich erlebe immer wieder Amateurfilmer, die erst einmal schauen müssen, wo welche Taste an der Kamera ist.
      Das sollte aber meiner Meinung nach im Blindflug erledigt werden können, und dazu gehört nun mal etwas Übung.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Meine AX-700 hat 10 Fotoprofile mit jeweils 10 Parametern, die jeweils in bis zu 14 Stufen eingestellt werden können. Macht schon mal um die 1000 Möglichkeiten. Dazu kommen 7 Focusmöglichkeiten mit jeweils mindestens 2 Einstellungen. Macht schon 14.000 Möglichkeiten. Auch für die Belichtung gibt es 4 weitere Schalter mit mindestens 2 Möglichkeiten. Sind schon 112.000 Kombinationen, die durch weitere Schalter auf 500.000 bis Mio gesteigert werden können. Wenn ich mir für jede nur 10sec Zeit nehme, brauche ich roundabout 1 Jahr konzentrierter Arbeit, bis ich alles durchhabe und die ideale Einstellung dabei hatte. Inzwischen gibt es eine neue Kamera mit noch mehr Möglichkeiten, auf die ich mich natürlich Stürze.
      Inzwischen hat meine Frau mit ihrer Kamera, wo sie grundsätzlich nur einen Knopf betätigt, eine ganze Reihe wunderschöner Aufnahmen nach hause gebracht.
      Was mache ich falsch?

      Dirk
    • Dirk-1 schrieb:

      Inzwischen hat meine Frau mit ihrer Kamera, wo sie grundsätzlich nur einen Knopf betätigt, eine ganze Reihe wunderschöner Aufnahmen nach hause gebracht
      meine Frau macht das mit ihrem iPhone. Nach einem Konzert (bei dem wir filmen dürfen/sollen) stellt sie noch am selben Abend ihr "Produkt" in Facebook ein und hat bereits die ersten 100 Klicks.

      Wenn ich dann drei Tage später mit meinem "high tech" Produkt nachkomme, kriege ich nur noch den Rest :heul: :heul: :heul:

      Gruß Jürgen

      ps ich habe mir natürlich die Mühe gemacht, die ganzen Menuepunkte mal zu studieren. Benutzen tue ich allerdings nur einen Bruchteil ...
    • Dirk-1 schrieb:

      Wenn ich mir für jede nur 10sec Zeit nehme, brauche ich roundabout 1 Jahr konzentrierter Arbeit, bis ich alles durchhabe und die ideale Einstellung dabei hatte.

      Natürlich muss auf der Jagd nach dem technisch besten Bild, der optimalsten Abbildungsqualität jeder Parameter eingestellt, probiert und verifiziert werden. So werden aus einem Jahr Arbeit ganz schnell auch zwei oder drei Jahre.....

      Oder damit leben das man vielleicht das letzte Quentchen Bildqualität herschenkt....? NIEMALS !

      Lieber ewig grübeln ob nicht doch gerade jetzt in dieser Aufnahmesituation Parameter A auf -7 und dafür Parameter F auf +16 besserwären - oder doch A auf -2 lassen und lieber W auf +4 stellen, da bei Parameter G um 2 nach oben shiften - und Zack, weg ist das gute Motiv !

      Einfach mal Mut zu einer gefundenen Einstellung, damit arbeiten und sich nicht von der Technik erschlagen lassen !


      Dirk-1 schrieb:



      Inzwischen hat meine Frau mit ihrer Kamera, wo sie grundsätzlich nur einen Knopf betätigt, eine ganze Reihe wunderschöner Aufnahmen nach hause gebracht.

      Einfach weniger Gedanken um die Technik machen - und auf den letzten Rest an Bildqualität pfeifen :pfeifen:

      Und lieber mehr kreativ filmen, den Aufwand in die Motivsuche stecken, in das was den Film später aus macht....als sich durch die Tiefen der Konfigurationsmenüs zu kämpfen. Klar, man muss seine Kamera kennen, bedienen können, wissen wie man was wo einstellt. Am besten "Blind" und ohne großes Nachdenken. Trotzdem muss irgendwann "Schluss" sein, beim Autofahren interessiert mich doch auch nicht was welche Parameter im Motorsteuergerät bewirken und ob ich wenn da was verändert werden würde jetzt drei PS mehr bei feuchtwarmem Wetter bei raus kommen.....fahren und Spass haben !

      Und genauso ist das mit der Videokamera - einfach filmen, Filme machen, interessante Storys entdecken und wenig Kopf um die Technik machen - die funktioniert meist besser wie gedacht....
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    • Da es schneller ging als erwartet, hier mal der "Dolly Zoom" (Vertigo Effekt):



      Links oben: nur die Kamerabewegung (Dolly), rechts oben nur der Zoom (24 bis 400 mm), in der Mitte darunter beides zusammen. Die blaue Figur ist mannsgroß (180 cm) und der Chromquader links von der Figur ist 1 Meter x 1 Meter x 10 Meter (Breite x Höhe x Tiefe) und verdeutlich ganz gut die Kompression der Bildtiefe. Man beachte auch den Schatten der Figur und den Straßenbelag.
      Greetings,
      ro_max

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      ------------------------ Meine CGI-Tests auf Vimeo. --------------------------
    • ro_max schrieb:

      hier mal der "Dolly Zoom" (Vertigo Effekt)
      das ist absolut super! :Applaus: :Applaus: :Applaus:

      So kann man das Ganze intuitiv und leicht verstehen!

      Sollten wir diese Demovideos nicht irgendwo in ein Tutorial einbinden, so dass sie leicht wieder zu finden sind?

      In derm Video links oben: ist da eventuell die Zoomrichtung verwechselt. Ausgezoomt anstelle eingezoomt?

      Gruß Jürgen :merci:
    • HJS schrieb:

      In derm Video links oben: ist da eventuell die Zoomrichtung verwechselt. Ausgezoomt anstelle eingezoomt?
      Das ist kein Zoom, sondern die Kamera fährt zurück (entfernt sich von der Figur). Man sieht ja auch, dass die Brennweite (24 mm) konstant bleibt. Die "physische Distanz" zum Motiv muss ja erhöht werden, damit die beim Einzoomen verlängerte Brennweite kompensiert wird. Wenn man das "richtig" macht, bleibt die Motivgröße gleich, aber die Bildtiefe verändert sich drastisch. So etwas im wirklichen Leben mit einer Kamera zu machen, dürfte aber ungleich schwieriger sein (außer vielleicht, wenn Dolly und Objektiv computergesteuert sind).
      Greetings,
      ro_max

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    • Und wozu jetzt der ganze Aufwand?

      Der Vertigo-Effekt wird leider oft als rein technischer Gag eingesetzt: Guck mal was ich alles kann. Damit verkommt er zu einem technisch aufwendigen Effekt, der aber für die Geschichte, die Story des Films keine Bedeutung hat. .

      Gute Regisseure verwenden den Dolly-Zoom vor allem dann, wenn in einem entscheidenden Moment die innere emotionale Einstellung einer Figur visuell, also optisch verstärkt werden soll. Das sind meist Wendepunkte in einer Filmgeschichte, an denen sich ein Hauptdarsteller (Held) entscheiden muss, ob er ein Risiko eingeht.

      Mit seiner optischen Verdichtung unterstützt und zeigt der Dolly-Zoom den inneren Kampf des Protagonisten. In dem Moment fühlt man als Zuschauer mit dem "Helden", spürt seine Furcht, seinen inneren Kampf: Nehme ich die Herausforderung an? (Tut er fast immer, sonst wäre der Film zu Ende ;) ).

      Aus dem Vertigo-Effekt haben Filmemacher verschiedene Varianten weiterentwickelt. Vashi Nedomansky zeigt diese in seinem Video "Entwicklung des Dolly-Zooms". Dort seht Ihr aus 16 bekannten Kinofilmen die entscheidenden Szenen. Einige werdet Ihr sicher erkennen. Bitte auf Großbild stellen, damit seht Ihr die Wirkung besser.

      Gleich in der ersten Szene aus "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" (Hitchcock) wird damit optisch die Höhenangst des Polizisten John „Scottie“ Ferguson gezeigt. Er ist in der Geschichte schon einmal "Opfer" seine Höhenangst geworden, als ein Gegner diese ausnutzte. In der entscheidenden Szene kann er sie überwinden und ein Verbrechen aufklären.



      Beste Grüße, Uli
    • Rod schrieb:


      Der Vertigo-Effekt wird leider oft als rein technischer Gag eingesetzt: Guck mal was ich alles kann. Damit verkommt er zu einem technisch aufwendigen Effekt, der aber für die Geschichte, die Story des Films keine Bedeutung hat.

      Was für viele "Effekte" gilt. Sei es die Nutzung eines Sliders, einer Drohne, eines Kamerakranes. Oder auch eines relativ extremen Gradings. Und natürlich auch des normalen Zooms. Oder eben so Dingen wie der Vertigo-Effekt oder der sogenannte Ballhaus-Kreisel.

      Ein "Effekt" soll immer eine Bildwirkung haben, eine Aussage im Film unterstützen.

      Problematisch wird es wenn Effekte verwendet werden weil man sie anwenden kann - und wegen sonst nichts. Bestes Beispiel waren als die ersten Slider "bezahlbar" wurden die ganzen Filmchen die nur aus hintereinander gehängten Sliderfahrten von links nach rechts und zurück bestanden. Da hatten viele Filmer auf einmal die Slideritis ;)

      Oder der (immer noch anhaltende) Trend immer und überall Copteraufnahmen einzubauen. Notfalls auch mehr oder weniger sinnlos, eben weil man es jetzt jederzeit "kann" und nicht weil ein filmischer Grund zum Einsatz besteht. Die Copteritis-Welle ist zwar inzwischen abgeschwächt, grassiert aber immer noch....

      Oder wenn an den Farben gekurbelt wird bis der Arzt kommt, Gesichter auf einmal nicht mehr hautfarben sondern eher blaugrün oder orangerot werden. Die Graderitis ist bei vielen die "Cineastisch" filmen wollen sehr weit verbreitet, zusammen mit der DOFitits - der "Krankheit" nur die Nasenspitze scharf haben zu müssen ;)

      Oder anders ausgedrückt - die Dosis macht das Gift - sparsam bzw. achtsam eingesetzt spricht rein gar nichts gegen Effekte jeglicher Art, aber nicht inflationär in jeder zweiten Einstellung nur weil der Effekt jetzt möglich wird bzw. ist.

      Wobei auch manche "Fernsehprofis" teilweise etwas zu tief in die Effektekiste greifen. Erst letztens wieder beim Jahresrückblick "Tilt2017" von Urban Priol. In schöner regelmäßigkeit flog da eine Cablecam bzw. ein Kamerakran von links nach rechts oder zurück von rechts nach links über die Zuschauer, sozusagen als "neutrale" Einstellung bevor wieder auf eine Bühnenkamera geschnitten wurde. Dieses andauernde Fluush-Fluush-Gefliege hat irgenwie genervt - zwischendrin sind solche Dinge ja okay, aber bitte nicht alle zwei Minuten oder so...
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • Dirk-1 schrieb:

      Meine AX-700 hat 10 Fotoprofile mit jeweils 10 Parametern, die jeweils in bis zu 14 Stufen eingestellt werden können. Macht schon mal um die 1000 Möglichkeiten. Dazu kommen 7 Focusmöglichkeiten mit jeweils mindestens 2 Einstellungen. Macht schon 14.000 Möglichkeiten. Auch für die Belichtung gibt es 4 weitere Schalter mit mindestens 2 Möglichkeiten. Sind schon 112.000 Kombinationen, die durch weitere Schalter auf 500.000 bis Mio gesteigert werden können. Wenn ich mir für jede nur 10sec Zeit nehme, brauche ich roundabout 1 Jahr konzentrierter Arbeit, bis ich alles durchhabe und die ideale Einstellung dabei hatte. Inzwischen gibt es eine neue Kamera mit noch mehr Möglichkeiten, auf die ich mich natürlich Stürze.
      Inzwischen hat meine Frau mit ihrer Kamera, wo sie grundsätzlich nur einen Knopf betätigt, eine ganze Reihe wunderschöner Aufnahmen nach hause gebracht.
      Was mache ich falsch?

      Dirk

      MacMedia schrieb:

      Rod schrieb:

      Der Vertigo-Effekt wird leider oft als rein technischer Gag eingesetzt: Guck mal was ich alles kann. Damit verkommt er zu einem technisch aufwendigen Effekt, der aber für die Geschichte, die Story des Films keine Bedeutung hat.
      Was für viele "Effekte" gilt. Sei es die Nutzung eines Sliders, einer Drohne, eines Kamerakranes. Oder auch eines relativ extremen Gradings. Und natürlich auch des normalen Zooms. Oder eben so Dingen wie der Vertigo-Effekt oder der sogenannte Ballhaus-Kreisel.

      Ein "Effekt" soll immer eine Bildwirkung haben, eine Aussage im Film unterstützen.
      Die obigen Zitate stammen aus #64 und #74. Ja, es gibt unzählige Effekte und Einstellungsmöglichkeiten und eben auch die "Effekteritis". Im Fotobereich wird auch so verfremdet. Es gibt kaum noch einen normalen Wasserfall, einen normal laufenden Bach. Fast alle haben dieses über Langzeitaufnahmen verfremdete Wasser. Schlimm. Das UNESCO-Foto des Jahres 2017 zeigt dagegen wieder wohltuend wie wichtig das Motiv ist. Ein unwahrscheinlich aussagekräftiges Foto! In so manchen Forumsbeiträgen werden die Einstellungen diskutiert und auf die Kamera-Automatik-Fotografen herabgeschaut. Ich bin zu nahezu 99 % ein Automatik-Fotograf und das half mir, Aufnahmen machen zu können die mir entgangen wären, wenn ich zuvor lange an der Kameraeinstellung herumgebastelt hätte. Daher aus meiner Sicht auch mal ein Lob auf die Kameraautomatik und auf Filme ohne viel Effekte.
    • Zirbe schrieb:

      Ich bin zu nahezu 99 % ein Automatik-Fotograf und das half mir, Aufnahmen machen zu können die mir entgangen wären, wenn ich zuvor lange an der Kameraeinstellung herumgebastelt hätte.
      Entscheidend ist - wie du schreibst - von der Aufnahme her zu denken: Zu fragen: Welche Technik hilft mir meine Ideen umzusetzen?

      Es klingt so abgedroschen: Denkt vom Motiv her.


      Schaut man sich die letzten Modewellen bei Foto und Video an, dann ist es in der Praxis genau umgekehrt: Die Technik bestimmt die Inhalte. Beispiele:
      • Die filmende DSLR brachte uns Schärfentiefe-Arien, ohne zu fragen: Wo machen sie Sinn? Hat sich zum Glück in dieser öden Form Form tot gelaufen, war auch technisch schwer umzusetzen. Jetzt werden Kameras mit kleinen Sensoren bevorzugt, bei denen immer alles scharf ist. ;)
      • Per Time-Labs-Technik schießt man im Expresstempo durch Straßenschluchten und über Landschaften. Time-Labs-Filme muss man immer aufwendiger gestalten, um überhaupt noch die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erhaschen. Ein Effekt umd des Effektes willen nutzt sich schnell ab.
      • Drohnen fliegen über allem. Ich habe schon alle Kirchtürme dieser Republik von oben gesehen. Gut eingesetzt, fällt bisweilen nicht mal auf, dass die Einstellung mit einer Drohne gefilmt wurde. Der Rest fliegt unverdrossen über Kirchtürme.
      • Per HDR machen zu viele aus einer subtilen Landschaft eine Farborgie. Ist momentan der letzte Schrei, man findet die Buntfarben gerade in den Presets von neuen Bildbearbeitungsprogrammen. Nur technisch eingesetzt, ist HDR eine verschenkte Chance.
      Bei jeder dieser spannenden Entwicklungen fragten die wenigsten: Wie kann ich mit dieser Technik meine Filme, meine Fotos interessanter gestalten? Stattdessen drehten viele zig Testfilme, dann driftete das Thema seitwärts und man verlor das Interesse. Die Möglichkeiten dieser Techniken für Videos werden kaum genutzt.

      Beste Grüße, Uli .
    • Rod schrieb:

      Schaut man sich die letzten Modewellen bei Foto und Video an, dann ist es in der Praxis genau umgekehrt: Die Technik bestimmt die Inhalte. Beispiele: [..]

      Du hast den unsäglichen Diorama-Hype vergessen der mit Verfügbarkeit fertiger Effekt-Plugins überall drübergeklatscht wurde ohne dass sich der "Autor" je darüfer Gedanken machte und es so in 99% der Fälle überhaupt nicht zum Bildinhalt passend gemacht wurde.

      Zum Glück war der Hype kurzlebig genug, sodaß man ihn aussitzen konnte. :)

      Viele Grüße
      Peter
    • Ist zwar alles hier mehr oder weniger OT, aber trotzdem mal kurz:

      Rod schrieb:

      Bei jeder dieser spannenden Entwicklungen fragten die wenigsten: Wie kann ich mit dieser Technik meine Filme, meine Fotos interessanter gestalten
      Das frage ich mich auch nicht, denn für mich ist die Technik weitgehend Endzweck (also Einsatz um ihrer selbst willen), somit nicht nur Mittel zum Zweck oder Werkzeug zur Umsetzung von Motivideen oder zum "Erzählen von Geschichten". Mir reicht das. Anderen vermutlich nicht. ;)

      Rod schrieb:

      Stattdessen drehten viele zig Testfilme, dann driftete das Thema seitwärts und man verlor das Interesse.
      Nicht gerade "zig" Testfilme, aber ansonsten passt das schon. Und manche Dinge, wie z.B. s3D, Time-Lapse und Dronen habe ich gar nicht erst ausprobiert.

      Rod schrieb:

      Die Möglichkeiten dieser Techniken für Videos werden kaum genutzt.
      Wie gesagt, dass hängt davon ab, ob man mehr Wert auf den Weg (das Ausprobieren) oder das Ziel (ein veröffentlichbares Foto oder Video) legt. Ich finde aber die Diskussion, man "müsse so etwas dann auch kreativ in den eigenen 'Werken' nutzen" genauso unnütz wie die Diskussionen zwischen dem Bevorzugen von Automatiken oder manuellen Einstellungen. Das kann jeder handhaben wie er/sie möchte: der eine Hobbyist sucht sich das passendes Werkzeug zur Umsetzung einer Idee, der andere Hobbyist sucht sich halt die passende Idee zum Werkzeug. Wem steht es zu, darüber zu urteilen, was "besser" oder "richtiger" ist? IMO niemandem.
      Wohlgemerkt: ich rede hier nur von Hobby und Zeitvertreib, nicht über die Umsetzung von Projekten für Kunden/einen Markt oder aus sonstigen kommerziellen Gründen. Das ist eine ganz andere Situation.

      So, jetzt aber bitte Ende mit solchen Grundsatzdiskussionen.


      Der Sinn dieses Threads ist nur die Darstellung/Veranschaulichung von "Kameratechniken" mittels dem Werkzeug der Computeranimation. Alles andere ist hier mehr oder weniger OT und ggf. in anderen Threads besser aufgehoben.
      Greetings,
      ro_max

      Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
      ------------------------ Meine CGI-Tests auf Vimeo. --------------------------
    • @ Peter: Ja, irgendwas war noch.

      Hm, damit das nicht den falschen Drall Inhalt gegen Technik bekommt.

      Ich finde den Einsatz von Schärfentiefe, HDR und all den oben genannte Techniken spannend. In vielen Filmen fehlt beim Einsatz dieser Effekte aber oft die Verbindung zu den Inhalten. Zu fragen wäre: Bei welcher Aufnahme kann ich mit einer eng gesetzten Schärfentiefe mehr erreichen als mit einer Schärfe die von der Linse bis Moskau geht?

      Wo kann ich den größeren Dynamikumfang von HDR so einsetzen, dass meine Bilder glaubwürdiger werden ... usw.?

      Beste Grüße, Uli
    • Es gibt eine Neugierde auf "neue Techniken" die ja nicht falsch sind. Persönlich fand ich spannend mit (kleinem) Kran umzugehen oder Slider zu nutzen. Videolicht zu probieren usw. Bis hin zur Drohne.

      Da ich (beruflich) aus dem Fotobereich komme: Schon früher hatte ich die "Entdeckung" gemacht bei den damaligen Effektfiltern: Man macht ein paar ähnliche Aufnahmen wie auf den Prospekten - das war es dann.

      Mit einem gewissen Abstand erreicht man dann doch die Möglichkeit für bestimmte Aufgaben in den "Werkzeugkoffer" zu greifen um dann eine Idee zu realisieren.

      Dazu sollte man wiederum seinen Koffer kennen. Das gilt im übrigen auch für die hier gemachten Vergleiche: Ich entnehme dem ganzen keine "reine Leere" sondern nutze das was passt...