Sony FDR-AXP33 - Verstärkung Bodenplatte

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    • Sony FDR-AXP33 - Verstärkung Bodenplatte

      Der Camcorder liefert bei vollem optischem Zoom 38 mm zitternde Teleaufnahmen, trotz stabilem Manfrotto Dreibeinstativ, wobei der Steadyshot deaktiviert ist, um Nachziehen zu verhindern.

      Grund dafür ist die instabile dünne Plastikbodenplatte des Camcorders samt wackligem Stativgewinde. Dass das Stativgewinde am Camcorder nicht unter seinem Schwerpunkt, sondern viel zu weit vorne angebracht ist, trägt ebenfalls zum Nicken bei. Dazu kommt, dass die Bodenplatte um das Stativgewinde herum hochsteht, also nicht eben ist, weil der Ausschnitt in der Bodenplatte für den oberen Rand des Stativgewindes zu klein ist.

      Dadurch liegt die Befestigungsplatte des Stativs nicht planparallel zur Bodenplatte an. Auch wenn man die Stativschraube so fest wie möglich anzieht. Wenn man den Stativkopf bewegt, nickt der Camcorder und bei Teleaufnahmen zittert das Bild.

      Die Bodenplatte ist mit 6 kleinen Kreuzschlitzschrauben befestigt und kann abgeschraubt werden. Ist die Bodenplatte entfernt, sieht man, dass das Stativgewinde mit nur einer kleinen Schraube am Kameragehäuse festgeschraubt ist, ohne Sicherungsring o.ä. Diese Schraube kann sich immer wieder lockern, dann wackelt auch das Stativgewinde samt Camcorder an jedem Stativ.

      Abhilfe-Maßnahmen:

      Man weitet das Loch in der Bodenplatte um das Stativgewinde herum vorsichtig, damit die Bodenplatte dann zumindest überall eben ist.

      Man kann unter der werkseitigen Bodenplatte als Verstärkung eine 5 mm dicke Hartaluminiumplatte anbringen, die auf der gesamten Bodenplatte satt aufliegt. Diese Aluplatte kann mit Bohrungen und mit Senklöchern für 6 Schrauben DIN965 M1,6x8mm versehen werden und über die Plastikbodenplatte des Camcorders aufgeschraubt werden. Die neuen Schrauben reichen bis in die Metallgewinde unter der Bodenplatte. Hinten an der Aluplatte muss für den Schiebeschalter des Akkus eine kleine Ausklinkung gefräst werden.

      In diese Aluplatte kann man das neue Stativgewinde direkt unter dem Schwerpunkt des Camcorders schneiden. Dazu bohrt man mit einem HSS Bohrer das Kernloch mit D 5,2 mm und schneidet dann mit einem Schneidewerkzeug ein Gewinde UNC, 20 Gang, ¼“ zur Aufnahme der Stativschraube. Dazu kann man ein weiteres Loch mit 5 mm D bohren, für den Arretier Stift, den viele Stativplatten vor der Stativschraube zusätzlich als Drehsicherung aufweisen.

      Soweit die Theorie - in der Praxis warte ich noch auf Kernbohrer, Gewindeschneider UNC und Schrauben DIN965 M1,6x8mm. Wenn das alles passt, werde ich das auch so machen, voll Zuversicht, dass dann nix mehr wackelt!

      Guten Rutsch und Gutes Neues Jahr
      Dateien
    • Hi,

      so kann man das Problem auch angehen ... vielen Dank für den Tipp.

      Das Problem der Stativaufnahmen gibt es bei mehreren Consumer-Camcordern.

      Ich habe bisher einfach ein, zwei Streifen Gaffatape vorne und hinten auf die Auflagefläche geklebt.
      Damit wird die Kamera auf diese beiden zusätzlichen Stützen gezogen und sitzt wackelfrei.

      Wenn man die Kamera häufig auf die Wechselplatte aufschraubt und wieder wegnimmt, muss man die Gaffatape Streifen immer wieder mal erneuern.

      Dein Ansatz dürfte da dauerhafter sein.

      Viele Grüße
      Peter
    • bei Hartaluminium, wie er schrieb, eher nicht.
      Habe sowas ähnliches als Untersatz für mein XA25. Das Gewinde im Alu hält schon Jahre
      Grüne Kommentare sind als Moderator, alles andere als User geschrieben.
    • Hapewin schrieb:

      hier noch eine Zeichnung der neuen Bodenplattesony fdr-axp33 bodenplatte alu.jpg
      toll gemacht.
      Lob!!
      Grüne Kommentare sind als Moderator, alles andere als User geschrieben.
    • ich hatte die Zugfestigkeit gegoogelt:
      Baustahl = 310 - 690 N/mm²
      AlZnMgCu1,5 = 550 N/mm²

      deshalb bin ich sicher, dass das nicht so schnell ausreißt.

      Bei meinen Modellflugzeugen halten die M4 Stahlschrauben in normalem Alu 3 mm schon seit Jahren. Das lässt auch hoffen.
    • Zugkräfte - Schubkräfte -

      sehen wir das einfach empirisch: hält es 5 Jahre - ist es gut.
    • Das habe ich schon vor Jahren in YouTube gestellt für den Sony VG10 und VG20 die auch so ein schwacher Bodenplatte hatten:



      Mit freundlichen Grüßen
      Dirk PEL
    • gut verstärkt, das hat sicher auch gegen Nicken geholfen.

      Ich will aber auch die Stativschraube im Schwerpunkt sitzen haben, da muss es schon 5 mm Hartalu mit Stativgewinde sein.
    • xandix schrieb:

      bei Hartaluminium, wie er schrieb, eher nicht.
      Habe sowas ähnliches als Untersatz für mein XA25. Das Gewinde im Alu hält schon Jahre
      Okay, dann passt das. Bin eher von normalem "Baumarktaluminium" ausgegangen. Bei einer härteren Legierung sollte das auch ohne Buchse passen.
      Als Moderator verfasste Beiträge durch grüne Schrift erkennbar
    • MacMedia schrieb:

      xandix schrieb:

      bei Hartaluminium, wie er schrieb, eher nicht.
      Habe sowas ähnliches als Untersatz für mein XA25. Das Gewinde im Alu hält schon Jahre
      Okay, dann passt das. Bin eher von normalem "Baumarktaluminium" ausgegangen. Bei einer härteren Legierung sollte das auch ohne Buchse passen.

      Das Problem bei Aluminium - egal welche Legierung - sehe ich weniger in den statischen Kräften.
      Problematisch ist eher häufiges Raus- und Reinschrauben.

      Wenn man unter die Aluplatte eine Schnellwechselplatte setzt und diese dann im Normalfall dran lässt, dürfte die Aluplatte ewig halten.

      Viele Grüße
      Peter
    • Hapewin schrieb:

      mit meinen 75 reicht es, wenn das Gewinde noch 20 Jahre hält :jubilie:
      bei mir reicht wenns 10 Jahre hält. Bis dahin ist die Kamera sowieso Schrott und die nächste braucht wieder was anderes
      Grüne Kommentare sind als Moderator, alles andere als User geschrieben.