EDIUS 9.x: Photoshop Look-Up-Tables

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    • Mit den in Photoshop erstellten LUT´s kann man übrigens auch sehr gut Clips farblich anpassen.

      Dazu erstellt man ein Einzelbild aus dem Clip, den man ändern möchte und sucht sich irgendwo ein Bild,
      welches die gewünschten Farben (Look) enthält.

      Diese beiden Bilder lädt man in Photoshop, klickt dann das Bild aus dem Clip an, geht dann auf "Bild - Korrekturen - Gleiche Farbe".
      Dort kann man dann unter Quelle das Bild mit der gewünschten Farbe anklicken, wobei diese dann auf das Bild übertragen wird, welches wir farblich korrigieren wollen.

      Falls erforderlich kann man die Luminanz und Farbintensität noch etwas anpassen, um die Farben etwas besser anzugleichen.

      Dann wie unter Brunos Link diese Vorgaben in eine Cube-Datei abspeichern und diese in der NLE nutzen, um den Clip anzupassen.
      Es muss dann übrigens nicht unbedingt Edius sein. :teufel:

      Manch einem User mag das zu umständlich sein, ich finde es aber super, wenn man den gewünschten Look einer Bildvorlage nutzen kann.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • lucifair schrieb:

      wäre erstellen der Tables mit PS elements möglich?
      ich habe mir die Testversion von Photoshop heruntergeladen und kann nun während 14 Tagen jede Menge LUTS erstellen!

      Gruß, Paul
    • Jack43 schrieb:

      ich habe mir die Testversion von Photoshop heruntergeladen und kann nun während 14 Tagen jede Menge LUTS erstellen!

      Gruß, Paul
      ich brauch ja nicht jede Menge sondern dann ein passendes LUT, wenn es erforderlich ist.

      Jede Menge gibts und habe ich aus dem www.
    • lucifair schrieb:

      ich brauch ja nicht jede Menge sondern dann ein passendes LUT, wenn es erforderlich ist.
      Ich stelle mal die generelle Frage wann man LUTs überhaupt benötigt und wage ganz einfach die Behauptung das oftmals LUTs nur deswegen eingesetzt werden "weil man das eben heute macht um es filmischer aussehen zu lassen" und aus keinem weiteren Grund....

      Am Wochenende habe ich zufällig auf Youtube ein Review bzw. eine Vorstellung des Programmes "Filmconvert" entdeckt. Filmconvert ist eine Software mit welcher man recht einfach bestimmte vordefinierte "LUTs" bzw. den Look diverser Chemiefilmemulsionen bzw. Filmsorten erzeugen kann. Derjenige der das Programm vorgestellt hatte nannte als Grund so eine Software zu beutzen eben "das es dann einfach mehr nach edlem Film aussieht" was mich dann zu der Überlegung veranlasst hat warum man eigentlich bestimmte LUTs verwendet und kein neutrales, naturgetreues Videobild.

      Meiner Meinung nach verleitet der inzwischen recht einfache Umgang mit diesen Dingen auch dazu mehr oder weniger unüberlegt irgendeinen Look auf seinen Film draufzuwerfen. Vielleicht wäre es sinniger hier zu differenzieren und zu überlegen warum man eine bestimmte LUT anwendet, was man genau damit erreichen will.....

      Trotzdem ist es schön wenn man auch aus Photoshop raus eine LUT entwerfen kann, ganz einfach weil vielen Usern vielleicht der Umgang mit Photoshop geläufiger ist als wie die LUT in Edius oder Resolve o.ä. zu entwerfen. Aber diese Möglichkeit verführt eben auch recht schnell dazu ohne Sinn und verstand alles zu graden und mit einer "stimmungsvollen" LUT zu versehen, egal ob das Sinn macht oder nicht ;)

      Ist manchmal weniger vielleicht nicht auch mehr ?
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    • lucifair schrieb:

      ich brauch ja nicht jede Menge sondern dann ein passendes LUT, wenn es erforderlich ist.

      Die Frage nach dem "passenden" LUT verweist auf die oft gestellte - aber nie beantwortete - Frage: Für welche Filmaussage soll es denn passen? Die unangenehme Grundfrage lautet: Was wollen wir mit unserem Video sagen?

      Grundsätzlich wollen wir Amateure ein schönes Bild machen. "So war es dort wirklich!". Das genügt uns als Filmaussage.

      In Zeiten von 4K sind wir anspruchsvoller geworden, denn jetzt wollen wir ein schönes und scharfes Bild haben. Die Wirklichkeit ist jetzt noch schärfer. ;)


      MacMedia vermutet: "Ich stelle mal die generelle Frage wann man LUTs überhaupt benötigt und wage ganz einfach die Behauptung das oftmals LUTs nur deswegen eingesetzt werden "weil man das eben heute macht um es filmischer aussehen zu lassen" und aus keinem weiteren Grund...."

      LUTs werden von Amateuren oft so eingesetzt, dass mit ihnen die primäre wie die sekundäre Farbanpassung übersprungen wird und gleich damit ins Grading, in die spezielle Farbgestaltung des Filmes gegangen wird. Darüber kann man getrennt diskutieren. Hier geht es mir darum, wie die Farbgestaltung die Stimmung eines Filmes bestimmt.

      Hier zur Psychologie der Farben im Film: "Watch: The Psychologie of Color in Film" (No film School)

      [IMG:https://nofilmschool.com/sites/default/files/styles/article_wide/public/angela_fantasy_0.jpg?itok=u--lHiMK]




      Hier sieht man, Mit welchen Farben in 50 verschiedenen Filmen deren Geschichte erzählt wird. "How to Use Color in Film: 50+ Examples of Movie Color Palettes"

      [IMG:https://i.imgur.com/WJbh7UT.jpg]


      Aber um sich für eine Farbpalette zu entscheiden, muss man sich überlegen: Was soll mein Film aussagen und welche Farben passen dazu? Erst mit der Antwort macht die Frage nach der Farbgestaltung eines Filmes Sinn.

      Beste Grüße, Uli
    • lucifair schrieb:

      ich brauch ja nicht jede Menge sondern dann ein passendes LUT, wenn es erforderlich ist.
      das war natürlich übertrieben. Ich habe gerade mal 5 Stück gemacht. Mehr zum Spaß, und ob ich die jemals einsetzen werde steht in den Sternen! ;)
    • Ich bin, was LUTs angeht, mehr der Pragmatiker und nutze diese einfach so, wie es gerade passt.

      Ein Beispiel, ich habe ca. 30 Clips an einem Tag auf einer Orchideenwiese unter gleichen Lichtbedingungen gefilmt, die in ein Video sollen.
      Da habe ich mir ein Foto mit dem für mich passenden Grading gesucht und in Fotoshop eine Cube-Datei erstellt.
      Diese nutze ich in Premiere Pro und habe damit alle 30 Clips in Sekunden fertig, ohne an den einzelnen Clips lange herumschrauben zu müssen..
      Natürlich hätte ich die Effekte auch von Clip zu Clip kopieren können, aber so habe ich gleichzeitig eine Cube-Datei, die ich immer wieder nutzen kann.

      Ein anderes Beispiel, ich sollte einen Film schneiden, wo hunderte Papageien in Peru an einer Kolpa (Lehmwand) sitzen und eben diesen Lehm fressen.
      Die Aufnahmen waren an verschiedenen Tagen zu unterschiedlichen Tageszeiten gemacht.
      Die Lehmwand ist rötlich und dieses Rot sah in jedem Clip anders aus. Im fertigen Film konnte man das so nicht lassen.
      Also wurde eine Cube-Datei erstellt und diese auf die einzelnen Clips gelegt.
      Der Rest ist dann ganz einfach. Natürlich hätte man auch hier an jedem einzelnen Rädchen drehen können, aber es geht halt auch mit LUTs.

      Ich sehe das mit dem Sinn von LUTs also nicht so verbissen, wie es hier scheinbar einige andere machen.
      Sie sind für mich einfach Mittel zum Zweck.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Hans-Jürgen schrieb:

      Ich sehe das mit dem Sinn von LUTs also nicht so verbissen, wie es hier scheinbar einige andere machen.
      Sie sind für mich einfach Mittel zum Zweck.
      An welcher Stelle sieht denn wer was verbissen?

      MacMedia mahnt zur Vorsicht und ich dafür, sich zu überlegen, warum man LUTs einsetzt. Ich frage, zu welchen Zweck verwendet man LUTs?. Das ist doch ganz pragmatisch und übrigens viel pragmatischer, als irgendein LUT zu verwenden.

      Wo sieht denn jemand das Verbissene??

      Beste Grüße, Uli
    • Na gut, das "Verbissene" nehme ich zurück.

      Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass nicht immer gleich eine Verfälschung der Farben (Look) das Ziel sein muss, sondern auch der Erhalt der natürlichen Farben damit gefördert werden kann.
      Das gilt im Besonderen, wenn man mit flachen Bildeinstellungen filmt, so wie ich es bevorzuge.
      Deshalb meine Reaktion auf die Äußerungen von MacMedia:

      MacMedia schrieb:

      Meiner Meinung nach verleitet der inzwischen recht einfache Umgang mit diesen Dingen auch dazu mehr oder weniger unüberlegt irgendeinen Look auf seinen Film draufzuwerfen.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Hans-Jürgen schrieb:

      Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass nicht immer gleich eine Verfälschung der Farben (Look) das Ziel sein muss, sondern auch der Erhalt der natürlichen Farben damit gefördert werden kann.
      Nicht nur, man bringt auch Emotionen rüber mit bestimmten Farbstimmungen, viele Kino- und TV-Projekte werden so produziert.
      +++++++ www.hennek-homepage.de/video.htm ++++++
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    • LUTs sind lediglich Hilfsmittel, um eine Transformation der Gamma und/oder des Gamuts vorzunehmen. Sie sind eben oft für die rasche Vorschau gedacht.

      Man kann auch immer händisch was einstellen - nur ist man dann halt irgendwo. Wie auch bei LUTs deren Ursprung oft fragwürdig ist.

      Wirklich vertraue ich da nur Werkzeugen, die ein professionelles Farbmanagement unterstützen, egal ob sie dabei den Blackmagic Farbraum oder ACES oder auch das Edius Farbraummanagement nutzen. LUTs nehme ich immer mehr nur wenn sie aus vertrauenswürdigen Quellen stammen - und das sind in meinen Augen nur wenige Quellen.

      Filmkonvert ist übrigens auch ein sehr gutes Werkzeug - aber bisher eben nur für das Graden von xlog zu rec709 geeignet. Dort liefert es aber recht gute Resultate.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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