Popkiller killt leider auch die hohen Frequenzen

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    • Popkiller killt leider auch die hohen Frequenzen

      Hallo zusammen,

      ich habe beim Nachvertonen einen Popkiller vor das Mikrofon gestellt, da der aufgesteckte Windschutz bzgl. des p p p nicht viel bringt.
      Das p p p ist zwar sehr viel leiser gewordern, aber die hohen Frequenzen leiden ziemlich darunter und die Sprache wird dumpfer, was mich nicht sonderlich zufrieden stimmt. :(

      Gibt es in dieser Sache Erfahrungen bzw. Empfehlungen, wie man das besser lösen könnte ?

      Eine Empfehlung ist mir bereits bekannt und zwar das Aufsprechen von Text sein lassen. ;)

      Danke im voraus für Tipps.
      Gruß
      Herbie
    • Um was für eine Art von Mikro handelt es sich denn? Abstand zum Sprecher?

      Manchmal kann man durch geschicktes Ausrichten des Mikros (off-axis) auf einen Popkiller verzichten, wenn man nicht in der Nachbearbeitung des Ton aufpolieren kann/will.
      Greetings,
      ro_max

      Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
      ------------------------ Meine CGI-Tests auf Vimeo. --------------------------
    • Ja die Mikrofonart ist schon ausschlaggebend. Ein Handmikrofon mit aufgestecktem Pop-Schutz ist was anderes als ein Großmembran-Mikrofon, wo man einen Pop-Schutz davor stellt.

      Auch da gibt es unterschiedliche Qualitäten. Das geht von einem mit einer Damenstrumpfhose überzogenen Drahtschlinge bis zu einem über hundert Euro teuren Spezial-Popschutz.

      Je besser der Pop-Schutz desto transparenter verhält er sich im Ton.

      Die oftmals verkauften 20-30 Euro Popkiller oder ein 170 Euro Poppkiller machen nicht nur preislich einen Unterschied.

      thomann.de/de/pauly_p120_t_30_c_5_8.htm
    • Herbie schrieb:

      aber die hohen Frequenzen leiden ziemlich darunter und die Sprache wird dumpfer,
      also wenn das keine super dicke Strumpfhose anstelle eines dünnen Nylostrumpfes oder eines dünen Drahtgitters ist, dann sollte der Höhenverlust gering sein und vor allem linear abfallen.

      Dann kann man ihn leicht mit einem Equilizer im NLE kompensieren. Kannst du das ausprobieren?

      Gruß Jürgen
    • Herbie schrieb:

      Eine Empfehlung ist mir bereits bekannt und zwar das Aufsprechen von Text sein lassen.
      Was völliger Unsinn ist !

      Möchtest du das lieber mit nerviger Musik unterlegen oder teils häßlichem O-Ton und Athmo haben? Die Zuseher werden gelangweilt wegschauen und -hören

      Hier haben sich einige an das Thema gewagt und es IMHO recht gut umgesetzt, siehe z.B. sunday oder dirk-1 oder natürlich auch debabba. Mir ist von den genannten jedes Video lieber mit K-Ton...als mit nerviger Mucke ;)

      Nein, dein mögliches Problem wurde hier schon von homer und ro_max beschrieben. Das Mikro und seine Position ist bei solchen Sachen oft entscheidend.

      Trau dich...es lohnt sich ;) Nobody is perfect...aber da darauf solltest du pfeifen ;) ( ok, pfeifen jetzt nicht unbedingt im K-Ton :D )



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      (Signatur seit 2004...und das bleibt auch so)

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    • Hallo zusammen,

      chikks schrieb:

      Möchtest du das lieber mit nerviger Musik unterlegen oder teils häßlichem O-Ton und Athmo haben? Die Zuseher werden gelangweilt wegschauen und -hören
      >>> Eine Empfehlung ist mir bereits bekannt und zwar das Aufsprechen von Text sein lassen. <<<

      das sollte ein Joke sein, hast Du den Smilie dahinter übersehen ?!

      Unsere Filme haben alle, OHNE Ausnahme, einen Kommentar. Deshalb ist es mir auch so wichtig, das von mir erfragte, zu verbessern.

      Vielen Dank an Alle für die Ratschläge.

      ro_max schrieb:

      Um was für eine Art von Mikro handelt es sich denn?
      es ist ein Mikro der Marke Shure mit der Bezeichnung Unisphere I
      Gruß
      Herbie
    • homer1 schrieb:

      Ein Handmikrofon mit aufgestecktem Pop-Schutz
      wo finde ich denn sowas ?

      Ich kenne nur die runden Ringe mit Netz, die man vor das Mikro stellt, damit hatte ich ja das "Höhen" Problem !

      Zum Aufstecken auf das Mikro kenne ich nur den Windschutz, etwas ähnliches habe ich bereits aufgesteckt, aber wie gesagt Windschutz und kein Popschutz.

      Bitte um Aufklärung.
      Gruß
      Herbie
    • @Herbie
      Kann es sein, dass Du das Shure 565 SD meinst? Das ist ein dynamisches Mikro und ein solches wäre jetzt nicht so meine erste Wahl für das Aufnehmen eines Kommentars.

      Meine Vermutung (!) ist auch, dass diese Mikros nicht für die Verwendung mit einem Ring-Pop-Schutz gedacht sind, sondern für kurze Besprechdistanzen.


      Für einen Kommentar würde ich entweder ein Großmembrankondensatormikro oder ein Richtmikro (wie es zum Tonangeln eingesetzt wird) benutzen. Aber ich bin kein Audio-Experte. ;-)
      Greetings,
      ro_max

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    • ro_max schrieb:

      Kann es sein, dass Du das Shure 565 SD meinst?
      da müßte ich nochmal genauer nachsehen. Das Mikro ist auch schon "etwas" älter.
      Gruß
      Herbie
    • Ich benutze auch ein Großmembrankondensatormikrofon mit Ringschutz, da gibt es überhaupt keine Probleme. Einfach einmal in einem Musikstore testen, habe ich vorher auch mit einigen Mikrofonen gemacht.

      Viele Grüße

      Lothar
    • Ja, man kann es auch Windschutz nennen.
      Ein Pop ist ja auch nur ein gepulster Wind

      Es gibt ja auch große Windschutze, die über ein Großmembranmikrofon passen. Die sind nicht ganz so transparent im Ton.

      Ich habe für Sprache auch so einen Windschutz auf meinem AKG C3000.
      Ähnlich, wie diese: thomann.de/de/the_tbone_windschutzset_ws5.htm

      Oft nehme ich den aber auch ab und nutze einen ähnlich dem Pauly von oben (aber nicht ganz so teuer ehr so um die 70 Euronen)
    • homer1 schrieb:

      Die oftmals verkauften 20-30 Euro Popkiller oder ein 170 Euro Poppkiller machen nicht nur preislich einen Unterschied.

      thomann.de/de/pauly_p120_t_30_c_5_8.htm

      Es bringt allerdings auch nichts einen 170€-Popkiller vor ein 49€-Mikrofon zu schrauben ;)

      ro_max schrieb:

      @Herbie
      Kann es sein, dass Du das Shure 565 SD meinst? Das ist ein dynamisches Mikro und ein solches wäre jetzt nicht so meine erste Wahl für das Aufnehmen eines Kommentars.

      Meine Vermutung (!) ist auch, dass diese Mikros nicht für die Verwendung mit einem Ring-Pop-Schutz gedacht sind, sondern für kurze Besprechdistanzen.


      Sehe ich ebenfalls so. Das Mikrofon ist nicht für einen solchen Popschutz gedacht, hat vermutlich schon einen integrierten Popschutz. Da kann es dann durchaus passieren das bestimmte höhere Frequenzanteile ausgelöscht werden und das ganze dann dumpf und matschig klingt.

      Mit dem Mikro kannst Du vielleicht versuchen nicht direkt in das Mikron zu sprechen, sondern eher daran vorbei - vielleicht hilft das mehr egen Poplaute wie ein zusätzlicher Popschutz.


      ro_max schrieb:


      Für einen Kommentar würde ich entweder ein Großmembrankondensatormikro oder ein Richtmikro (wie es zum Tonangeln eingesetzt wird) benutzen. Aber ich bin kein Audio-Experte. ;)

      Richtmikrofone wie ein Sennheiser ME66 oder MKE600 oder ein Beyerdynamic MCE86, Rode NT-1 o.ä. sind eher subotimal geeignet wenn man einen fülligen, schön "runden" und "warmen" Kommentatorenklang möchte, so wie man ihn von vielen kommerziellen Reportagen o.ä. kennt.

      Da ist ein Großmembranmikrofon die deutlich bessere Wahl.

      Allerdings muss man beachten das wirklich gute Großmembran-Mikrofone richtig viel Geld kosten, teilweise über 1000€ und noch mehr. Nur mal so am Rande, ein 150€-Mikro wird klanglich sicherlich nicht das Optimum rausholen können ;)

      Trotzdem kann es sein das gegenüber dem bisher eingesetzten Shure-Mikro sogar ein relativ günstiges USB-Großmembranmikro besser klingt....
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    • Unter der Voraussetzung, dass Herbie Amateur/Hobbyist ist, war meine Überlegung hinsichtlich Richtmikro wie folgt:

      1) Diese Mikros erlauben eine Aufnahme off-axis, so dass man oft auf einen zusätzlichen Popschutz verzichten kann.

      2) Ein Richtmikro ist u. U. ohnehin vorhanden, da es auch auf einer Kamera bzw. zum Tonangeln eingesetzt werden kann. Das Großmembranmikro eher nicht. M.a.W. ein brauchbares Richtmikro ist für den Hobbyisten wesentlich universeller einsetzbar.

      3) Den "runden" und "warmen" Klang kann man auch in der Post ein wenig herauskitzeln. Ich würde auch Aufnahmen mit einem Großmembranmikro nachbearbeiten.

      MacMedia schrieb:

      Richtmikrofone wie ein Sennheiser ME66 oder MKE600 oder ein Beyerdynamic MCE86, Rode NT-1 o.ä. sind eher subotimal geeignet
      Die Sennheiser kenne ich nicht aus eigener Erfahrung; das MCE86 hatte ich vor einigen Jahren, habe es mit dem NTG3 von Rode verglichen und das Beyerdynamic dann verkauft. Das NTG3 gefiel mir deutlich besser.

      MacMedia schrieb:

      Nur mal so am Rande, ein 150€-Mikro wird klanglich sicherlich nicht das Optimum rausholen können
      Jain. Das technisch mögliche Optimum wohl nicht, aber für Amateuransprüche dürfte ein 150 Euro Mikro wie z.B. das Rode NT1-A (habe ich selbst) durchaus ausreichend sein. Die qualitative Einschränkung ist im Hobbybereich wohl eher die Stimme vor dem Mikro als das Mikro selbst. ;)

      Bei Mikros ist es wie bei vielen anderen Dingen im Leben: das letzte Quäntchen Qualität kostet überproportional viel und ist es, außer im Profibereich wo Geld keine so große Rolle spielt, seinen Preis IMO oft einfach nicht wert.
      Greetings,
      ro_max

      Grüne Kommentare sind als Mod, der Rest als User geschrieben.
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    • Deswegen bin ich mit meinem AKG C3000 super zufrieden. Ich brauche da kein Neumann TLM 103.

      Übrigens sind manche günstigen TBone und wie sie alle heißen nicht unbedingt viel schlechter. Sie sind nur nicht dermaßen "seriengeeicht", dass jedes Mikrofon der Serie gleich klingt und somit in Studio A genauso klingt, wie das gleiche in Studio B. Der Ton kann sich genau so prima anhören (ab einem bestimmten Preis).

      Teilweise sieht man den Mikrofonen schon an, welchem Urheber sie ähnlich kommen sollen. Da kann ein Noname TBone einem AKG schon mal sehr ähnlich sein.

      Deswegen ausprobieren und probehören beim großen Händler, der eine Auswahl da hat. (Hier in NRW bietet sich musicstore an. In Franken/Bayern Thomann, um mal die größten zu nennen).
    • Ich benutze z.B. dieses hier:

      thomann.de/de/rode_nt1a_complete_vocal_recording.htm

      Und wenn jemand meint, dass ein 10 mal so teures hörbar besser in einer Amateurumgebung klingt, glaube ich das einfach nicht.

      Wie oben schon gesagt, ist ein wesentlicher Faktor der Sprecher. Aber auch und vor allem der Raum!

      Erst wenn der Nachhall stimmt, die Stimme ok ist und der Sprecherabstand zum Mikro so ca. 30 ...40 cm ist, kann man über die Feinheiten sinnvoll reden. Und nochmal: wenn der Plopschutz tatsächlich etwas Höhen kostet (im Normalfall ist das minimal!) kann man in der Post mit einem Equilizer/Kompressor (den hat doch wahrscheinlich jedes NLE !?) weitgehend schöne Sounds erzeugen.

      Zumindest ist das meine Erfahrung.

      Gruß Jürgen
    • HJS schrieb:


      Wie oben schon gesagt, ist ein wesentlicher Faktor der Sprecher. Aber auch und vor allem der Raum!

      Erst wenn der Nachhall stimmt, die Stimme ok ist und der Sprecherabstand zum Mikro so ca. 30 ...40 cm ist, kann man über die Feinheiten sinnvoll reden.

      Auch das teuerste Mikro kann aus einem piepsigen Stimmchen keine druckvolle Kommentatorenstimme machen ;)

      Es gibt Leute deren Stimme eignet sich gut, die von anderen eher weniger. Das ist das eine, dazu kommt dann noch wie man die Stimme trainiert, wie geübt man ist. Nicht umsonst gibt es sowas wie Stimmbildung - nicht nur für Sänger, auch für Sprecher.

      Betreffend Nachhall und Raumakustik - kaum jemand hat eine optimale Sprecherkabine zu Hause oder kann sich eine im Hobbyraum oder Arbeitszimmer einrichten. Allerhöchstens so Schallabsorber rund ums Mikro oder irgendwelche Konstruktionen aus Decken o.ä. - mehr geht meist nicht.

      Ich habe eine Zeit lang einfach ca. 1m² Noppen(Akustik)Schaumstoff verwendet, den halbrund inter dem Mikrofon an zwei Lichtatsiven mittels Klammern befestigt. Und schon war die Umgebung trocken genug für eine ordentliche Sprecheraufnahme. Inzwischen verwende ich einen Schallabsorber den man am Mikrostativ anbringt - ist nicht ganz so effektiv, aber halt schneller auf- und abgebaut.(wobei mein Arbeitszimmer sowieso akustisch relativ trocken ist).
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