8-Bit-Kamerafiles in der Postproduktion

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    • Um das gehts doch nicht. Aber auch dort sind User mit ihren Sichtweisen.
      Lieben Gruß,
      Wolfgang

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      Der Rest ist meine Privatmeinung
    • Achilles schrieb:

      Beim Confederation-Cup in Russland reiste ein Editor mit. Jens Gronheid begleitete Martin Christ. Auf seinem portablen Avid Symphony 8.9.1 montierte er die Clips aus dem C200-8-Bit-Material für die Online-Plattformen und Digitalkanäle des DFB. “Es ist übrigens eindrucksvoll, wie weit sich das 8-Bit-Material noch graden lässt”, zeigt sich Christ überrascht. Die Option hierzu war gerade bei den wechselnden Lichtsituationen, die er vorfand und nicht beeinflussen konnte, wichtig.
      Quelle: Klick!
      Es gibt aber noch einen weiteren Punkt in dem Artikel der nicht zu vernachlässigen ist:

      ....für schnelle, dokumentarische Projekte prädestiniert....


      Und genau DAS muss man auch immer dabei sehen - Kameras wie die C200 oder das kleinere "Schwesterchen" C100 sind für schnelle, dokumentarische Projekte dehr gut geeignet, dort wird i.d.R. auch nicht in dem Umfang beim Grading in das Material eingegriffen wie bei szenischen Produktionen.

      Die Frage die sich mir allerdings bei vielen Hobbyfilmern stellt ist die ob es für den normalen Urlaubsfilm wirklich 10Bit und 4:2:2 in einem höchstwertigen Codec sein muss - oder ob das nicht eventuell ein bisschen "Overkill" ist....da wird um das allerletzte Quentchen an letztmöglicher, optimaler Bildqualität hinsichtlich dem Aufnahmeprozess gefeilscht....dafür ist die Story eher mau bis nicht vorhanden, manche Kameraführung ist mehr als "sehenswert" - aber das ganze dann in 10Bit und hochauflösend, am liebsten in 16K und 32BIt und mit 200Gigabit Datenrate weil sonst die Qualität Schrott wird..... (Ironiemodus)

      Warum machen das die Profis nicht immer, diese Jagd aufs letzte Artefakt und auf letzte Bit - ganz einfach, weil bei denen Zeit u.a. auch Geld ist. Also wird lieber auf das allerletzte Quentchen (theoretische) Qualität verzichtet damit ein schnelles Arbeitsergebnis vorliegt - oder warum fährt der Cutter mit zum Dreh beim DFB, nicht nur weil es Spass macht, sondern weil relativ zeitnah bis sofort geschnittenes Material benötigt wird. Und nicht 10000% Qualität.

      Daher wird das Material schon recht ansehnlich aus der Kamera kommen - und nicht erst mordsmäßig gegradet oder wie bei RAW quasi "entwickelt" werden - es muss raus aus der Cam, rein in den Rechner - schneiden - und sofort wieder ausgeben und online stellen. Und für die üblichen Web-Videos reicht daher die 8Bit der C200 vollkommen !
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    • MacMedia schrieb:

      ....für schnelle, dokumentarische Projekte prädestiniert....
      Genau diese dokumentarischen Projekte mache ich, z.B. im Urlaub - auch in einem Mix aus Bildern und Videoclips in denen sich eine Handlung abspielt..., gerade eben im Kurzurlaub mit der super kleinen RX100 aus der Jackentasche heraus...
      Beste Grüsse;
      FZ-300/RX100ThiEYET5EDGEXperiaZ2eGimbalEDIUS 9.xMedionErazeri76700UHDaufFHD
    • MacMedia schrieb:

      Warum machen das die Profis nicht immer, diese Jagd aufs letzte Artefakt und auf letzte Bit - ganz einfach, weil bei denen Zeit u.a. auch Geld ist.
      Logisch.

      Aber der Hobbyist betreibt die Pixeljagd in der Regel unter anderen Gesichtspunkten und "Zeit ist Geld" gilt da oft weniger. Würde ich beim Video-/Fotohobby "wirtschaftlich rational" denken und handeln, so hätte ich damit gar nicht erst anfangen dürfen (in einer stillen Stunde habe ich mal überschlagen, dass mich jede Stunde Videorohmaterial einen dreistelligen Eurobetrag kostet und jedes tatsächlich verwendete (nicht nur von mir selbst gesehene) Foto ebenfalls). ;)

      Wenn jemand also für sich 10 Bit erstrebenswerter findet als 8 Bit und der Geldbeutel das dafür notwendige Equipment hergibt, warum nicht? Das ist halt der "Luxus", den der Profi sich dann nur bei Bedarf leistet bzw. wenn es sich für ihn eben (betriebswirtschaftlich) rechnet.
      Greetings,
      ro_max

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      ------------ Meine CGI-Tests auf Vimeo und YouTube. -------------
    • Morgen mache ich eine Reportage über das "Fischerstechen in Würzburg" mit der FZ300,
      8-bit für mich völlig ausreichend. Viel wichtiger ist die flexible Brennweite der FZ300 um die
      Akteure voll ins Bild hereinzubekommen.
      Beste Grüsse;
      FZ-300/RX100ThiEYET5EDGEXperiaZ2eGimbalEDIUS 9.xMedionErazeri76700UHDaufFHD
    • Ich habe jetzt mal Youtube zum Thema 8bit versus 10bit durchforstet. Da gibt es natürlch viele oberflächlichliche oder schlichte Einträge. Aber es gibt auch eine Reihe substntieller qualifizierter Beiträgemit eigentlcih rech eindeutigen Aussagen.
      Für engegierte Amateure wird 8bit bei 4K Aufnahmen empfohlen, weil dort relativ große eingriffe in die Farbkorrektur kaum zu sichtbarem Verlust an Bildqualität (Artefakte) führen. Dagegen hat 10 bit auch deutliche Nachteile wie eine massiv höhere Kompression bei gleicher Bitrate. So wird eine Bitrate von unter 400MB/s bei 10bit nicht für sinnvoll gehalten. Zusätzlich sprech die Verarbeitungsprobleme in den Bearbeitungsprogrammen dagegen.
      Im Gegensatz dazu bestehen die Grading-Profis auf mindestens 10bit Material wegen der für sie notwendigen Freiheiten beim Eingriff und dem Anspruch auf absoluter Freiheit von Artefakten. Sie sind den damit verbundenen Aufwand sowieso gewohnt und haben auch das professieonelle Equipment dafür.
      Damit erscheint es für mich logisch, dass z.B.Sony konsequent auf 8bit unterhalb des reinen Profibereichs setzt, Auch die neuen Gerüchte über die a6700 zeigen, dass sie 60 Bilder/s höher schätzen als 10 bit und und die Bitrate auf eine Verwendung mit SD-Karten begrenzen.
      Die Diskussion hier ging ja bereits in eine ähnliche Richtung, sodass eigentlich die Kontroverse aufgelöst wurde und es eben verschiedene optimale Lösungen für unterschiedliche Einsatzbereiche gibt.
      Dirk
    • Dirk-1 schrieb:

      Die Diskussion hier ging ja bereits in eine ähnliche Richtung, sodass eigentlich die Kontroverse aufgelöst wurde und es eben verschiedene optimale Lösungen für unterschiedliche Einsatzbereiche gibt.
      So sehe ich das auch, es hat auch nichts mit einem Mangel an geistiger Reife zu tun,
      wenn man sich für die 8bit - Videoschiene entscheidet und dann auch noch seine Homevideos ohne HDR herstellt!
      Beste Grüsse;
      FZ-300/RX100ThiEYET5EDGEXperiaZ2eGimbalEDIUS 9.xMedionErazeri76700UHDaufFHD
    • Dirk-1 schrieb:

      Auch die neuen Gerüchte über die a6700 zeigen, dass sie 60 Bilder/s höher schätzen als 10 bit und und die Bitrate auf eine Verwendung mit SD-Karten begrenzen.
      Unter der Voraussetzung, dass an den Gerüchten etwas dran ist, stellt sich dann die Frage, ob Sony 60p wirklich höher einschätzt oder ob man nicht die eigenen, höherwertigen und -preisigen Kameras schützen möchte. Die Konkurrenz von Panasonic bietet ja heute schon 50/60p und eben auch 10 Bit an (allerdings wohl nicht gleichzeitig, oder?).
      Greetings,
      ro_max

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    • Sehr schön zusammengefasst, Dirk.
      Auch Brunos Anmerkungen zur geistigen Reife kann ich voll unterstützen.

      Zudem hat von den engagierten Amateuren hier im Forum meines Wissens nach noch keiner gezeigt, was man aus 10bit wirklich herausholen kann.
      Oder habe ich da etwa was übersehen?
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Was stöhnt ihr über Hitze, ich war öfters u.A. in der Südsee und am Amazonas. Da spricht man von Hitze aber doch nicht hier in D. Vielleicht bei uns in Karlsruhe da hast ab und zu mal an die 40°.

      Mit freundlichen Grüßen
    • Hmmm, jetzt muss ich doch mal eine blöde Frage dazu stellen:

      mit meiner Sony A6500 kann ich in S-LOGs leider nur in 8bit aufnehmen, die ich auch als Amateur für Urlaubsfilme eigentlich häufiger benutzen würde, weil der Löwe unter dem dunklen Busch zusammen mit dem blauen Himmel/weissen Wolken doch schon einen hohen Dynamik-Umfang erfordert. Und beim grading gibts dann im -eigentlich schon - ganz schönen Himmel dann diese hässlichen Artefakte (Banding, Blöcke, ...) - und das sind nicht nur die letzten Prozent Verbesserung, sondern das ist schon ein ordentlicher Effekt.
      Wurde ja auch hier mehrfach diskutiert und auch unter Youtube habe ich genau so einen Info-Clip gefunden.

      ABER:
      wenn ich einen 10bit Clip hätte, dann würde ich doch auch die komplette Kette inkl. 10bit TV benötigen, um das detailliertere Bild ohne Artefakte nach dem Grading zu behalten ???
      Oder bringt das dann hinterher auch mit 8bit TV etwas ???

      Sorry für die dumme Frage, (steht vielleicht sogar schon irgendwo, aber ich finds nicht)
    • Nein, du kannst am Ende der Kette in 8bit ausgeben und dann sollte das Bild besser sein.
      So machen es ja auch die TV Anstalten, denn die senden ja fast immer noch durchgängig in 8bit.

      Warum du allerdings bei deinen Aufnahmen der A6500 schon so ein starkes Banding hast, ìst mir nicht ganz klar.
      Poste doch mal deine gewählten Kameraeinstellungen.
      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Danke für die beruhigende Info - also reicht erstmal 10bit Clip !!!

      "starkes Banding" ist immer relativ, die nicht so stark korrigierten Bereiche sind und bleiben natürlich bei UHD-Aufnahmen scharf,
      dagegen sieht man dann im stark korrigierten Himmel eben Block-Bildung, z.T. Banding. Wieweit das dann "stark" ist, ist dann relativ - aber im Gesamtbild dann vergleichsweise schon.
      Probiere mal eine Foto zu machen (weiß nicht ob ich das hier dann einstellen kann).

      Hmm, Einstellungen: das waren SLOG-2 Aufnahmen, in UHD, 25p, 100Mbit - bei allen Blenden, Verschlusszeiten, etc.

      Meine Erfahrungen waren da so ähnlich wie in diesem youtube-clip:

      (die Aufnahmen weiter hinten mit Himmel, so ab ca. 4:10)
    • Meine "allzeit bereit Einstellung" für dokumentarische Aufnahmen an sonnigen Tagen ist:

      - UHD-30p
      - Automatischer Weißabgleich
      - Bildstil: CNEV(Cinema-like Video mit nicht linearer werkseitig festgelegter Gamma-Kurve)
      - Belichtungsmodus M, ND8 auf dem Objektiv
      - Belichtungszeit 1/60 sec
      - Blende 4,5(Bandbreite 2,8-11 möglich, mein persönlicher Grenzwert ist F/8!)
      - ISO(begrenzt auf 100-400) manuell so justiert, dass ich eine Unterbelichtung von 1/2 EV bekomme
      - Fokusierung: AF 1-Feld
      - Der Stabilisator ist auf Betriebsmodus "Schwenken" eingestellt...

      "Künstlerisches Grading" nicht erforderlich da ich mich ja auf CNEV festgelegt habe,
      Farbkorrektur kaum erforderlich aber möglich mittels Überwachung durch Wave-Monitor
      in EDIUS 9.

      Damit bekomme ich keine Horrorprobleme!
      Beste Grüsse;
      FZ-300/RX100ThiEYET5EDGEXperiaZ2eGimbalEDIUS 9.xMedionErazeri76700UHDaufFHD
    • Bei dem kleinen Sensor der FZ 300 dürften bei Blende 11 aber schon erhebliche Unschärfen, durch Beugungseffekte, auftreten. Da Du ohnehin auf FHD runterskalierst, ist das vielleicht nicht so sehr ein Problem für Dich. Mich würde es mächtig stören.
      Viele Grüße,
      Rüdiger
    • Laterna Magica schrieb:

      Bei dem kleinen Sensor der FZ 300 dürften bei Blende 11 aber schon erhebliche Unschärfen, durch Beugungseffekte, auftreten.
      Bei UHD-Video ist die zugelassene Werkseinstellung bis F/11 nicht störend, außerdem habe ich gesagt ich beschränke mich auf F/8,
      hast Du das nicht gelesen? Du schaust Dir ja bei Video keine Einzelframes an - es "steht" nur 33 Millisekunden auf dem Bildschirm -
      anders wie im Falle von einem Digitalbild auf welches Du vielleicht sechs Sekunden schaust, also stelle es nicht so dramatisch hin!
      Bei einem Video ist immer die Bewegungsunschärfe bei Freihandaufnahmen größer als die Wirkung der Beugung an der Blendenkante
      als "Weichmacher"!
      Beste Grüsse;
      FZ-300/RX100ThiEYET5EDGEXperiaZ2eGimbalEDIUS 9.xMedionErazeri76700UHDaufFHD