Kompatibilität Frequenzbereiche für Funkenstrecken

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      Na ja - ein Mikrophon heißt ja Mono = es wird nur 1 Kanal benötigt. Der/die weitere(n) Kanal/Kanäle können dann für die Aufnahme anderer Quellen, z.B. eines zweiten Mikros genutzt werden.

      Insoweit wäre das "Verhalten" vom Aufstecksender nachvollziehbar und sogar richtig
      Das Lavelier-Mic gibt das Signal offenbar an beide Kanäle parallel ab, was aber eigentlich (für eine Aufnahme) unnötig wäre. Ursache ist vermutlich ein (Mono) Anschlussstecker, der die beide Kanäle im (Stereo) Eingang (des Senders ?) dann quasi "kurzschließt". Ob das jetzt beabsichtigt ist, oder aber auf Grund unterschiedlicher Produktionsserien entstanden ist, kann ich nicht beurteilen.

      Ist aber auch wirklich nicht schlimm, bedeutet nur halt ggf. einen etwas anderen Umgang bei der weiteren Bearbeitung.


      Gruß
      Peter
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      Ich denke, alles ist Mono, aber beim Lavalier auf beiden Kanäle und beim Sennheiser-Set eben nur auf einem Kanal hörbar. Mono ist ja ok, ich brauche kein Stereo, allerdings ist es ausgesprochen unangenehm, beim Drehen den Ton im Kopfhörer nur auf einem Ohr zu haben, wenn man zwei Ohren besitzt...:-).
      Der Original-Klinkenstecker zwischen Sennheiser-Empfänger und Kamera ist übrigens identisch mit dem Klinkenstecker des Lavalier-Mikros (Rode).
      Wo hakt es also?
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      ...Zufallslösung des Problems, ohne zu wissen weshalb:

      Ich hatte noch ein Klinkenstecker-Verlängerungskabel in Reserve. Damit habe ich das Sennheiser-Originalkabel verbunden, in die Kamera gesteckt - und siehe da, der Ton ist jetzt auf beide Kanäle verteilt.
      Verstehe wer will..

      IMG_0991.jpgIMG_0990.jpg
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      Wenn das Mono-Signal nicht auf beide Kanäle gelegt wird, dann ist das eben so.
      Es gibt aber für Klinke Adapter, die ein Mono-Signal auf beide Kanäle legen, vielleicht hilft das weiter.

      Edit: Jetzt erst deine Antwort gelesen, vielleicht ist das ja ein Kabel von Mono auf Stereo, die gibt es ja auch.
      Gruß

      Hans-Jürgen
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      ...dachte immer, man kann den Unterschied Mono-Stereo an den Ringen am Klinkerstecker ablesen...

      Jedenfalls vielen Dank für eure blitzschnelle Reaktion in diesem tollen Forum :thumbsup: !

      Grüße, Dagobert
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      Dago schrieb:

      Ich denke, alles ist Mono, aber beim Lavalier auf beiden Kanäle und beim Sennheiser-Set eben nur auf einem Kanal hörbar. Mono ist ja ok, ich brauche kein Stereo, allerdings ist es ausgesprochen unangenehm, beim Drehen den Ton im Kopfhörer nur auf einem Ohr zu haben, wenn man zwei Ohren besitzt...:-).
      Ja, eigentlich richtig.

      Auch wenn Du ja mit dem Adapterkabel jetzt eine für Dich bequeme und offenbar akzeptable Lösung gefunden hast (bitte lies dazu aber zumindest mal den letzten Absatz vom 2. Teil!!!), will ich (in der Hoffnung dass es Dich oder einen anderen Mitleser interessiert) diese Sache doch mal vielleicht so erklären:


      Ein Mikrofon kann immer nur ein Signal liefern. Deshalb wird dafür auch nur eine Spur/Kanal benötigt. Das ist dann also quasi nur Mono.
      (die sog. "Stereo-Mikrofone" sind im Prinzip nichts anderes als zwei aufeinander abgestimmte Mikrofone um eine bestimmte Aufnahmecharakteristik zu erzeugen; diese liefern 2 Signale und es werden da auch logischerweise 2 Kanäle benötigt; das wohl bekannteste Beispiel dürfte wohl der Kunstkopf sein, bei dem jeweils 1 Mikrofon in den "Ohren" steckt, um eine dem menschlichen Gehör ähnliche Aufnahme zu schaffen.)

      Echtes Mono hat auch nur einen Kanal, auch im Falle unserer heutigen Dateien. Doch wird Mono heute eher selten verwendet. Du könntest es ggf. noch bei einigen "Geräuschen" finden, obwohl da auch schon häufig Stereodateien vorliegen.
      Derzeitig noch sehr häufig verwendeter Standard ist eben Stereo, das ja bekanntermaßen aus zwei Kanälen (nämlich links/rechts) besteht. Dies spiegelt sich dann auch in den Steckverbindungen wieder.
      Aber es gibt natürlich auch div. Arten von Mehrkanalton, wie z.B. Dolby 5.1 mit 6 Kanälen.

      Die Anzahl der in einer Datei vorhandenen Kanäle/Spuren sagt ja aber nichts über ihren Inhalt aus.
      Würdest Du jetzt z.B. zwei einkanalige Mono-Aufnahmen - z.B. 1 x Wellenrauschen 1 x Gesang - auf jeweils einen Kanal einer (Stereo-)Datei packen, würdest Du beim Abspielen entsprechen links die Wellen, rechts den Gesang hören. Das wäre aber dann ja trotzdem nicht Stereo, sondern eben zwei Mono-Spuren. Du müsstest die beiden Kanäle aus der Datei wieder auftrennen und einzeln verarbeiten.
      Ähnliches passiert, wenn z.B. das Konzert eines philharmonischen Orchesters aufgenommen wird. Da würden eine Vielzahl von Mikrofonen aufnehmen - jeweils eines für die Solisten und ein, oder sogar mehrere für die einzelnen Instrumentengruppen. Da können schon locker 30 oder mehr Spuren zusammenkommen, die dann hinterher entsprechend abgemischt werden und letztlich in einer Stereo-Datei mit zwei Kanälen landen.

      In Deinem Fall hast Du also - egal ob mit dem Mikrofon vom Aufstecksender, oder vom Lavelier-Mic. - immer nur 1 Signal anliegen.
      Der Unterschied besteht eben darin, dass dieses Signal einmal "sauber" nur auf einen der (Stereo-)Kanäle ausgegeben wird, im anderen Fall eben auf beide Kanäle. Du hast da sozusagen eine 1:1 Kopie auf dem zweiten Kanal. Das ist dann aber trotzdem auch kein Stereo. Ich gebe aber natürlich zu, dass es schon sehr gewöhnungsbedürftig ist bei der Aufnahme den Ton nur auf einem Ohr zu hören.

      Wenn man jetzt nur einen Kanal vorliegen hat, kann man im Notfall natürlich für den "Hausgebrauch" auch schonmal einfach den vorhanden Kanal auf den zweiten kopieren und hätte dann den gleichen Effekt, den Du durch das Kabel erreicht hast.

      Die eigentlich richtige - aber eben auch etwas aufwändigere - Methode wäre eigentlich die einkanalige Aufnahme als Mono-Quelldatei zu definieren und sie die dann auf beide Stereokanäle auszugeben. Auch dadurch wäre dann aus beiden Lautsprechern etwas zu hören. Über Pan (Panorama) ließe sich so übrigens sehr exakt eine Ausrichtung im Raum, oder (per Keyframe) sogar eine Bewegung im Raum verwirklichen. Audio-Bearbeitungsprogramme verfügen meist sogar über Filter, mit denen man noch eine weitere Verfeinerung des (Pseudo-)Stereoeffektes erreichen kann.


      Dago schrieb:

      ...dachte immer, man kann den Unterschied Mono-Stereo an den Ringen am Klinkerstecker ablesen...
      Auch Richtig.

      zweipolige Mono-Stecker haben nur Spitze (Signal) und Schaft (Masse). Im professionellen Bereich werden aber für Mono dreipolige symmetrische Verbindung verwendet (XLR-Stecker). Aus Platz und Kostengründen kommen da durchaus auch schon mal Stereoklinkenstecker zum Einsatz.

      Stereostecker sind die von Dir abgebildeten Stecker mit dem Zwischenring. Die Spitze ist der linke, der Ring der rechte Kanal, hinten Masse.

      Steckst Du dann einen (zweipoligen) Monostecker in eine (dreipolige) Stereobuchse, würde der rechte Kanal mit Masse verbunden werden. Das gibt zumindest Störungen. Deshalb gibt es Adapter, wie es vermutlich Dein "Verlängerungskabel" sein dürfte. Und wie ja schon @Hans-Jürgen geschrieben hat, verteilt dieses normalerweise das in der Spitze des Steckers liegende Mono-Signal auf die beiden Stereo-Kanäle, also Spitze und Ring.
      Du solltest jetzt nur etwas aufpassen, da ja der Stecker, den Du in die Buchse des "Verlängerungskabels" steckst, ja in Wirklichkeit schon ein Stereostecker mit Ring ist. Hier könnte also jetzt möglicherweise wiederum der rechte Kanal (Ring) mit der Masse kurzgeschlossen werden. Es besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass der Ring nicht belegt (angeschlossen) ist, sodass das keine Auswirkungen hat. Aber das könnte man nur sagen, wenn man die Belegung wüsste.



      Gruß
      Peter
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      Hallo Peter,

      Tausend Dank, daß Du Dir so viel Zeit und Mühe für dieses ausführliche Tutorial genommen hast, mit dem Du viel Licht in die für mich finstere Mono-Stereo-Thematik gebracht hast! Und was die finale Lüftung des Adapter-Geheimnisses betrifft, belasse ich es bei Deiner Vermutung und freue mich einfach, daß es geklappt hat.

      Das Signalgekreuze ist wirklich sehr verwirrend: die Verbindung zwischen Mikrofon und Aufstecksender ist ein dreipoliger XLR-Stecker, das Funksignal geht an den Empfänger weiter, der es seinerseits per Kabel und Klinke an die Kamera weitergibt, die übrigens - wenn ich mich nicht täusche - einen echten Stereoeingang hat...in diesem Labyrinth kann sich so ein Signälchen schon mal totlaufen !

      Grüße, Dagobert
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      Post scriptum:
      Der gebrauchte SK 100-Sender ist heute aus den USA angekommen, mit intakter Antenne :) und identischer Frequenz-Range wie mein Empfänger, funktioniert tadellos - kurz: alles paletti, bin happy! :jubilie: